In den ersten beiden Teilen haben wir eine Gussform gebaut und Pilker gegossen. Im letzten Part geht es nun daran, unsere Pilker zu verschönern. So kannst Du Pilker einfach Pulverbeschichten!

Pilker_Pulverbeschichtung_15.jpg


Anfangs habe ich meine Pilker immer mit Spray-Farben lackiert, war aber mit der Haltbarkeit nie wirklich zufrieden. Darum bin ich auf das Beschichten mit Pulverfarben umgestiegen. Im Gegensatz zu Lacken, die durch Verdunsten eines Lösungsmittels aushärten, handelt es sich beim Pulvern um eine Methode, bei der pulverförmiges Kunststoffmaterial auf den Pilker aufgeschmolzen wird. Diese Kunststoff-Schichten sind deutlich dicker als eine Lackschicht und halten deutlich besser. Lackierte Pilker greift Salzwasser schnell an, sodass Farbe an kleinen Stellen abgeplatzt. Dann dauert es nicht lange und der Lack lässt sich relativ leicht abziehen. Bei einer Pulverbeschichtung tritt dieser Effekt nicht auf. Obwohl die Pulverfarbe relativ teuer ist, ist das Ganze günstiger als eine Lackierung mit Spraydosen, da wir gezielt Beschichten. Der einzige Nachteil beim Pulverbeschichten ist, dass man keine feinen Übergänge zwischen zwei Farben hinbekommt – die Fische haben sich daran aber bislang noch nicht gestört.

Nun aber zur Sache:

Materialliste:
• Pulverfarben in den gewünschten Farbtönen – einfach mal googeln. Ich habe mittlerweile auch eine Bezugsquelle bei einer Firma, die das Zeug industriell verarbeitet. Gebinde von 1 Kilo sind einfach günstiger als kleine Döschen für den Hobbybedarf
• Lackfarben zum Aufmalen der Augen; alternativ Klebeaugen

Werkzeug:
• eine Gripzange – auch Feststellzange genannt – zum Hantieren der heißen Pilker
• Teesiebe zum Aufstreuen der Farbe
• eine alte Zeitung zum Unterlegen
• ein alter Backofen
• S-förmig gebogene Drahtstückchen
• selbstgebaute Vorrichtung zum Aufhängen der heißen Pilker; zum Beispiel Dachlatte mit Haken

Pilker_Pulverbeschichtung_1.jpg


Sicherheitshinweise:
Ich habe zwar noch bei keiner Pulverfarbe einen Warnhinweis mit Totenkopf gefunden – gesundheitsförderlich dürfte das Pulver aber nicht sein. Es sollten daher die folgenden Sicherheitsratschläge berücksichtigt werden:
  • nur in gut belüfteten Räumen oder im Freien arbeiten
  • beim Umgang mit dem Pulver nicht essen, trinken oder rauchen
  • Der Backofen nicht mehr in der Küche verwenden

+++ weiter auf Seite 2 +++