Zurück vom Fraser, 3.Teil

sailfish777

Member
Diesen Bericht habe hauptsächlich für das Forum des BAC geschrieben, weil er aus meiner Sicht auch da hingehört.
Da unser "dolfin" aber offensichtlich ein paar Probleme mit seinen Bildern hatte stelle ich Ihn hier auch noch mal ein.

1. Tag
Die kleine Reisegruppe von 4 Leuten trifft sich nach individuellen Zubringerflügen am Frankfurter Flughafen, um planmäßig und ohne Probleme den etwa 9,5 Stunden langen Direktflug mit der Lufthansa nach Vancouver anzutreten. Das so ein langer Flug nun rein gar nix hat ist wohl jedem klar. Der erste Clou kam aber dann schon in Vancouver am Flughafen, als uns ein Stretch-Limo-Bus erwartete, um neben uns noch vier weitere Amerikaner zur Lodge zu befördern. Ja Ihr habt richtig gelesen Stretch-Limo-BUS. So ein Teil habe ich vorher auch noch nicht gesehen, ist aber genau wie eine normale Limo, nur ein wenig höher und noch wesentlich geräumiger. Kann ich jetzt genau beurteilen, denn bei der Abreise wurden wir dann von einer ganz normalen Stretch-Limo zum Flughafen gebracht.
An der Lodge angekommen gab’s erst mal ne nette Begrüßung vom Chef selbst, dem Koch (aller erste Sahne) sowie allen anderen gerade anwesenden Angestellten. Mit dem Chef Frank Staiger konnte man sich super auf deutsch unterhalten, da er ja ein recht junger (hat etwa mein Alter), sympathischer, deutscher Auswanderer ist. Danach kurz die 2 Bettzimmer mit eigenem Bad und den Rest der Lodge (die wirklich mit allem Zip und Zap ausgestattet ist) inspiziert und dann die super Aussicht genossen.

Wenn ich mich recht erinnere gab es wohl auch 1-2 frisch gezapfte Bierchen, bevor man sich zum allabendlichen 4 Gänge Menü niederließ.
Danach ging’s recht bald zu Bett, denn am nächsten Morgen war früh aufstehen angesagt.

2. Tag
Zunächst üppiges Frühstück mit Eiern, Würstchen, Bratkartoffeln, Speck und....und.... genau wie Vatter das mag, dann noch ne Kühlbox mit Sandwiches, Obst, Kaffee und anderen Getränken für den Tag gefüllt, bevor uns unser Guide gegen kurz vor 6:00 zu unserem ersten Angeltrip abholte.
Es ging an den Vedder-River an einen viel versprechenden Pool. Dort waren wir auch bis auf einen anderen Angler ganz alleine, sodass wir uns gut an der vermeintlich besten Stelle einrichten konnten.
Es war reichlich Fisch an der Oberfläche zu sehen, was die Sache wirklich spannend machte, denn es dauerte fast eine Stunde, bevor ich das Glück hatte den ersten Fisch zu haken. Nach längerem Drill sorgte allerdings eine Schwachstelle in der Hauptschnur dafür, dass der Fisch direkt vor dem Kescher entkam. Es war ein Königslachs im Bereich 25+ (englische Pfund). Erst danach bemerkte ich das Hans Heinrich fast zeitgleich einen King haken und nach tollem Drill, etwas Fluss abwärts, auch landen konnte.

Von da an ging die Post ab.
Wir konnten immer wieder Kings haken, nur mit dem Landen war es nicht ganz so einfach. Die Fische zogen meistens unaufhaltsam Fluss abwärts, wo man dann irgendwann gezwungen war Sie vor den Stromschnellen aufzuhalten, was wiederum zu vielen Aussteigern führte.
Obwohl auch ich meinen zweiten Biss verwerten konnte und einen schönen blanken King landete,

hatten nicht alle aus unserer Truppe so viel Glück, sodass es eine ganze Weile dauerte bis dann aber doch alle einen Fisch vorweisen konnten.
So waren wir am Abend natürlich alle wirklich gut drauf und dem entsprechend voller Erwartungen für den nächsten Tag.

3. Tag
An diesem Tag hatten wir uns vorgenommen das Floatfischen am Harrisson-River auf Hundslachs, oder auch Chum genannt, anzugehen. Floatfischen, das heißt fischen mit einem sehr leichten, aber tragfähigem Schwimmer aus Schaumstoff und einem Jigs als Köder. Um 6:00 war wieder Abfahrt, diesmal ging es an eine Slippanlage, von wo aus wir mit dem Motorboot weiterfuhren, um an eine nur vom Wasser aus zu erreichende Stelle zu gelangen.

Es war auch hier wieder reichlich Fisch an der Oberfläche und dauerte auch gar nicht so lange, bis wir in wirklich schöner Kulisse unsere ersten Fische haken konnten. Der Drill mit so einem Chum ist wirklich irre. Diese Fische sind zwar kleiner aber bezogen auf ihre Größe und Gewicht stärkere Kämpfer als die Kings. So bedurfte es schon eines harten Stückes Arbeit, um solche Prachtexemplare wie diesen männlichen Fisch zu landen.

Entnommen haben wir nur einige weibliche Tiere,die noch wenig gefärbt und recht frisch aufgestiegen waren. Unser Guide versorgte diese immer umgehend und hatte offensichtlich seine Freude beim entnehmen des Rogen, der später noch als Köder dienen sollte. Auch muss ich sagen war er irgendwie selber ganz heiß drauf das wir ordentlich was an die Haken bekamen und so nahm er auch häufig mal selber eine Rute in die Hand um uns den ein oder anderen Kniff zu zeigen.
Einmal sah er einen großen Fisch mehrmals an der gleichen Stelle an der Oberfläche buckeln. Ich hatte diesen Fisch auch gesehen, da er aber sehr weit draußen und noch dazu Fluss abwärts stand hatte ich ihn nicht angeworfen. Das ließ unserem Rod, so war sein Name, aber keine Ruhe, Er fragte mich: „Have you seen that fish up there?“ Er sprach nämlich kein Wort deutsch. Ich antwortete in gebrochenem Englisch sinngemäß „Ja, aber der ist mir zu weit weg „ Dann nahm er meine Rute, machte einen sehr weiten Wurf, welcher den Köder nach anschließender ca. 30 Meter langen Drift ganz genau an die angepeilte Stelle beförderte und BANG der Fisch war gehakt. Rod übergab mit die Rute für den nachfolgenden Drill von aller feinsten mit verdient stolzer Brust und den Worten „Thats why I’m the Guide“ . Ich dachte nur - „ Was für ne coole Sau“- Das klappte aber auch bei Ihm natürlich nicht jedes Mal.
Am Abend dieses Tages hatten wir echt schon ziemlich lange Arme von den vielen heißen Drills. Wir konnten alle mehr als 10 Fische pro Person haken. So etwa 60 insgesamt werden es wohl gewesen sein. So war für reichlich Gespräche mit den anderen Gästen der Lodge gesorgt. Außer uns waren ja noch die 4 Amerikaner sowie eine achtköpfige Gruppe aus Bayern da.

4. Tag
Am 4. Tag sollten wir eine weitere hier sehr weit verbreitete Angelmethode, das „Bottombouncing“ kennen lernen. Dazu ging es, wieder mit dem Boot, an eine Stelle gegenüber einer Insel inmitten des Frasers „Island 22“ genannt. Hier ist der Fraser sehr breit und hat ordentlich Strömung. Beim Bottombouncing wird, mit einem langen 3-4m langem Vorfach mit vorgeschaltetem ca. 80 Gramm schweren Kugelbleich an kurzem Seitenarm der Boden des Flusses abgeklopft. Hierbei ist es wichtig die Schnur immer auf Spannung zu halten, damit man sofort jeden Biss spüren kann, um auch sofort den Anhieb setzen zu können. Es war sehr wichtig den Köder etwas weiter auszuwerfen, weil dort unsere Zielfische die Kings sowie auch die Cohos (Silberlachse) „eigentlich“ ziehen sollten. Sobald man den Köder zu nah ans Ufer treiben ließ, hatte man regelmäßig schon halb tote Pinks (Buckellachse) am Haken.
„Eigentlich“ weil wir bis dahin noch keinen einzigen Coho zu sehen bekommen hatten, was für die Jahreszeit wohl ungewöhnlich ist. Man sagte uns, das in diesem Jahr alles etwas später komme, wahrscheinlich wegen des auch dort sehr warmen Wassers. Aber schon nach einigen Würfen fing der Tag für mich echt super an.. Ich hatte einen großen Fisch gehakt.
Das geile an dieser Stelle des Flusses ist, das wenn man hier einen großen Fisch hakt, dieser sofort richtig abziehen kann, da er nicht durch Flachwasserzonen daran gehindert wird. Ganz im Gegenteil versuchen die Fische hier mit einer erste langen Flucht sofort in die Hauptströmung des Flusses zu gelangen, wo diese dann den Rest besorgt. Man braucht also gar nicht erst versuchen den Fisch vom Ufer aus zu drillen, da würde man nur zusehen wie er die komplette Schnur von der Rolle holt.
Also nach dem Anhieb kurz gewartet - der Fisch zog mit Gewalt in die Mitte des Flusses - da gab es nur noch eins, nämlich direkt ins Boot, welches Rod in der Zwischenzeit schon losgemacht hatte und dann dem Fisch hinterher, bevor die Schnur alle is. Jetzt ging es daran mit einem Zusammenspiel zwischen treiben lassen und leichten gegensteuern des Bootes und ausnutzen der Rutenaktion sowie der Bremse den Fisch langsam müde zu machen. Es war echt beeindruckend wie viel Kraft dieser Fisch für immer neue Fluchten hatte. Man dachte er sei langsam müde und hatte Ihn schon etwas näher heran gebracht, aber dann ging die Bremse wieder volles Rohr und es waren sofort wieder 50 Meter runter.
E i n f a c h – n u r – g e i l !
Die Anspannung wurde immer größer als Rod das Boot langsam aber sicher an einen flachen Flussabschnitt steuerte um dort den Fisch keschern. zu können. Es war ein silberblanker King von über 30 Pfund.

An diesem Tag hatten die anderen nicht so viel Glück, Hans und Ulli hatten zwar auch noch das Vergnügen einer Bootstour, konnten die Fische aber nicht landen. Hans hatte jedoch noch einen späten Rotlachs vom Ufer aus erwischt, den ich leider nicht zu sehen bekam, weil unser Guide ihn umgehend zurück gesetzt hatte. Damit war Hans dem Fangen aller 5 möglichen pazifischen Lachsarten mit 4 Arten schon recht nahe gekommen. Es fehlte nur noch ein Silberlachs.
Beim abendlichen Austausch mit den anderen Gruppen stellte sich heraus, dass die Ammis an diesem Tag beim Bar-Fischen ganz gut gefangen hatten. Unter anderem auch einen 15 Pfund Silberlachs. Das und auch unsere langen Arme motivierten uns es am folgenden Tag mal mit dieser ruhigeren Art der Angelei zu versuchen.




5. Tag
Wieder mit dem Boot ging es zu einer „Bar“ einem etwas flacherem Strandabschnitt am Fraser-River, wo uns die Truppe aus Florida schon erwartete. Unser Guide brachte je eine Rute pro Nase aus, die Er dann mit einem Glöckchen versehen etwa so aufstellte wie das bei dem uns bekannten Brandungsangel der Fall ist.

Etwa 300 bis 400 Gramm schwere keilförmige Bleie wurden den etwa 1 bis 1,5 Meter langen Vorfächern vorgeschaltet. Als Köder dienten sogenannte:“Spinn-O-Glows“ Köder die etwas von kleinen Propellern haben, welche sich durch die Strömung drehen, Druckwellen und Geräusche machen und natürlich durch Ihre Farbe mit glitzernden Effekten die Fische anlocken sollen. Das taten Sie auch, allerdings nicht bei uns, sondern ausschließlich bei der Gruppe der Jungs aus den Staaten und dort auch fast ausschließlich an ein und der selben Rute.
Anfänglich war das ja noch ganz lustig, den sonst so coolen Jungs mal genau beim hektischen aufschrecken nach dem Ertönen der Glocke mit anschließendem Dauerlauf vom bequemen Stuhl zur Rute und dann auch nicht immer sooo souveränen (um es mal vorsichtig auszudrücken) Anschlagen des Fisches, sowie dem nachfolgendem Drill zuzusehen. (War wirklich recht sehenswert, - ich schwör - )
Das ging dann aber, zumindest unserem Guide, im weiterem Verlauf des Tages ganz schön an die Ehre.
Es half alles Nachmachen und rätseln nix, an dem Tag sollte es da nichts für uns geben. Die Ammis hatten Kings bis über 40 Pfund und wir kamen nach den beiden voran gegangenen Traumtagen wieder langsam auf den Boden der Tatsachen zurück. Nachdem wir fast den ganzen Tag im wahrsten Sinne des Wortes im Regen gesessen hatten, beschlossen Peter und ich mit unserem Guide die Bar für die letzte Stunde zu verlassen, um in der Nähe noch etwas vom Boot aus auf Stör zu fischen. Diese Option hatten wir uns offen gelassen, falls mal nix geht. Hans Heinrich und Ulli hatten beide im Gegensatz zu Peter und mir schon auf früheren Touren Störe gefangen und eigentlich keine Lust mehr darauf. Peter und ich waren hingegen schon neugierig wie das so kommt. Ja und was soll ich sagen, in dieser Stunde hatten wir doch tatsächlich gleich 2 Bisse auf die ausgelegten Köder, wovon wir auch einen verwerten konnten. Der für einen Stör nicht gerade große Fisch nahm einen Krebs den unser Guide am Vortag mit bloßen Händen erbeutete.

Das Bild zeigt Peter (der auch den Drill hatte) rechts und unseren Guide Rod links mit dem Fisch.
So war dieser Tag zumindest für uns nicht ganz erfolglos. Die anderen beiden hatten jedoch in der Zwischenzeit immer noch kein Glück und blieben Schneider. Auf dem Heimweg zur Lodge besichtigten wir noch einen schönen Abschnitt am Chehalis-River

Dieser Fluss hat normalerweise zu dieser Jahreszeit einen sehr guten Aufstieg an Silberlachsen, aber außer einen guten Menge an Hundslachsen war nix zu sehen.

6. Tag
Am 6. Tag wollten wir nun endlich mal einen Silberlachs fangen. Abends vorher wurde lange überlegt, wo es wohl die besten Chancen geben würde. Wir entschieden uns für einen Flussabschnitt am Vedder, welcher nur durch einen längeren Fußmarsch zu erreichen war. Es war eine wirklich außergewöhnlich schöne Kulisse welche nicht so stark befischt wird. Was mir beim Anblick der noch frischen Bärenspuren im Sand auch gleich noch verständlicher wurde.

Um es kurz zu machen, wir konnten an diesem Tag wieder keinen Coho erbeuten, sondern es gingen nur einige Chums, Spring-Jacks (Kings unter 60cm) und ein größerer King an den Haken. Landen konnte ich den King, ob des etwas feinerem auf Coho ausgelegten Geschirrs, leider nicht. Er verabschiedete sich nach längerem drillen und einer Wanderung Fluss abwärts, indem die Hauptschnur direkt über dem Wirbel nachgab.
War trotzdem ein super Angeltag in perfekter Landschaft.

7. Tag
Es sollte wieder zum Bouncing an den Fraser gehen, was mir ganz entgegen kam, wo ich doch beim ersten Versuch schon ein echtes Highlight erleben durfte. Nach eineigen Buckellachsen und den ersten Chums hatte dann Hans Heinrich das Vergnügen als erster ins Boot steigen zu dürfen. Wir beobachteten seinen Drill und den mehrfach springenden Fisch in aller Ruhe, denn ein Weiterangeln während das Boot unterwegs war, wäre ohnehin nur Verschwendung von Material gewesen. Tragischerweise verlor er diesen Fisch, denn es war eine sehr große Thompsen-Steelhead, die Ihm zuvor einen heißen Tanz geboten hatte.
An diesem Tag ging dann noch so einiges. Peter fing einen King von 35 Pfund, Er freute sich nach langem Drill wie ein Schneekönig und gab seinem Fisch den Namen „Geburtstagsfisch“

Danach war natürlich sonnenklar wer an diesem Abend noch einen geben würde!
Hans durfte sogar noch 2 mal ins Boot. Beim ersten mal konnte Er ein wunderschönes Königslachs Weibchen keschern

Diesen Fisch haben wir sogar später an der Lodge noch mal gewogen, alle anderen Fische wurden immer nur geschätzt. Die Messung ergab 42 Pfund und mit diesem Fisch hat sich sogar unser Guide fotografieren lassen. Bei seinem nächste Versuch hatte Hans sogar noch einen größeren Fisch gehakt, den er zwar gut genug zu sehen bekam um später zu sagen er sei wirklich heßlich gewesen, aber landen konnte er Ihn nicht
Auch Ulli (der vierte im Bunde) verlies an diesem Tag das Boot nach spannedem Drill mit einem Fisch kanpp an der 40 Pfundmarke.

Ich hatte nicht das Glück einen Fisch dieses Kalibers zu erwischen. Eine Bootsfahrt erwies sich als Fehlalarm und endete mit dem Keschern eines großen Chum. Einen kleineren, dafür aber sehr blanken King erbeutete ich dann aber doch noch, allerdings ohne Bootsfahrt, sondern vom Ufer aus. Das reichte dann an Abend für ein schönes Gruppenfoto.


8. Tag
Dieser Tag war ursprünglich als freier Tag geplant, an dem man vielleicht mal etwas anders hätte machen können. Aber da ja das Ende unserer Reise nun schon sehr nahe kam, waren wir uns sehr schnell einig, dass man diesen Tag einfach nicht besser nutzen konnte, als in dieser Traumgegend Fischen zu gehen. Da Regen angesagt war beschlossen wir es noch einmal mit dem Bar-Fischen zu versuchen. Da konnte man schön im Trockenen unterm Schirm hocken. Außerdem war das Fischen mit Rogen als Köder ab diesem Tag wieder frei gegeben, was die Chance auf Cohos etwas verbesserte. Der Wunsch noch einen besonders großen King zu drillen spielte auch eine Rolle, denn gerade diese werden beim Bar-Fischen häufiger gefangen. Wenn man denn das Glück hat, bei dieser selektiven Art des Fischens, überhaupt was zu fangen. Dieses Glück hatten wir wieder nicht, obwohl wir genau die Stelle beangeln konnten an der die Ammis die Tage vorher so viel Erfolg hatten. Ein einziger Spring-Jack war die Ausbeute des Tages.

9. Tag
Wieder an den Vedder an eine Stelle mit weitem Fußweg. Es war recht windig, sodass es gar nicht so leicht war beim Floatfischen den direkten Kontakt zum Köder zu halten, zumal sich heraus stellte, das die Fische hauptsächlich an den Stellen zogen, die von uns nur durch weite Würfe und langes treiben lassen zu erreichen waren. Dem entsprechend konnten viele Bisse nicht, oder nur mit schlecht sitzenden Haken, verwertet werden. Trotzdem gelang es uns dann, nachdem schon einige Spring-Jacks und Hunde gefangen waren, einen SILBERLACHS zu haken und auch zu landen.

Der Fisch war wirklich nicht groß, aber es machte großen Spaß Ihn an dem leichten Zeug zu drillen, denn diese Fische beißen wirklich vorsichtig und versuchen sich durch wilde Sprünge und ein unverwechselbares, heftiges Rollen vom Haken zu lösen. Im Tagesverlauf hatte ich dann noch mindestens 2 weitere Cohos verloren und bestimmt auch noch den ein oder anderen Biss dieser flinken Silberlinge nicht schnell genug pariert. Da auch Peter und Hans noch je einen Coho landeten, konnten wir vor den anderen mit immerhin 3 Cohos glänzen und Hans Heinrich hatte es doch tatsächlich am letzten Tag noch geschafft alle 5 Lachsarten zu fangen.
An diesem Abend haben wir dann den Trip ganz nett, aber sicher auch etwas wehmütig ausklingen lassen.
Wenn wir den Lodgerekorden auch nicht wirklich gefährlich geworden waren,

hatten wir doch einige wirklich traumhafte Tage hinter uns, von denen ich persönlich noch lange schwärmen werde.

10. Tag
Abreise
 

Karstein

Uuuund tschüss.
AW: Zurück vom Fraser, 3.Teil

Eine tolle "Beigabe" zu Dolfin´s Bericht, Sailfish! #6 #6 #6

Von solch einem Hundslachs-Exemplar durften wir 2004 nur träumen, tight lines für diesen hübschen Fisch! Aber am meisten erstaunt mich die Lodge-Rekord-Tafel: ein 15lbs Dolly Varden wurde mal gefangen??? |uhoh:

TL und vielen Dank für die Impressionen

Karsten
 
D

Dxlfxn

Guest
AW: Zurück vom Fraser, 3.Teil

Ja, Karsten,
der Fisch ist echt. Es gibt dort ein paar Seen die beherrbergen noch größere Exemplare. Es sind keine Namaycush - definitiv nicht.
Fotos von den Fischen findest du auf der Seite der Lodge.
 

Sailfisch

(Little) Big Gamer
AW: Zurück vom Fraser, 3.Teil

Hallo Namenskollege!

Besten Dank, daß Du Deinen Bericht auch ins AB eingstellt hast. Wirklich super geschrieben und die Bilder sind wirklich genial!
 
Oben