Wallerholz-Profitips bitte

Trickyfisher

Active Member
Hallo Kollegen
Ich bräuchte mal eure Profitipps zum Thema Wallerholz.
Ich befsche ein Gwässer mit einen guten bestand an teilweise sehr großen Welsen, mit herkömmlichen Methoden wird allerdings nur sehr selten ein guter gefangen, und wenn, dann meistens als "Beifang" beim Karpfenfischen. Vor einigen Jahren, als das Wallerholz "wiederendeckt" wurde, fingen einige damit an und hatten so gigantische Erfolge, dass es 2 Jahre später bereits wieder verboten wurde.
Da der Verein allerdings der Meinung ist, es wären zuviele Waller im Gewässer, wurde das Verbot heuer still und heimlich aufgehoben, irgentwie hat´s aber noch kaum einer bemerkt. Kurz gesagt: DIE CHANCE!!!!
Jetzt zu euren Tipps bitte: Es handelt sich um ein stehendes Gewässer, großteils schlammiger Boden, durchschnittliche Tiefe an den zu befischenden Stellen ca. 4-6m, starker Pflanzenbewuchs. Ein Boot sowie passendes Wallergerät ist vorhanden, Nachtfischen erlaubt, Echolot nicht, ich habe allerdings gute Ortskenntnis über die Löcher und Rinnen.
Was brauche ich da für eine Kopfform und wo kann ich so ein Holz per Inet bekommen/bestellen???
Wäre über echte Expertentipps dankbar, also haut rein.
Johannes
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Wallerholz-Profitips bitte

Man kann viel über Kopfformen etc. philosophieren und es gibt genügend Spezialisten die das auch ausgiebig tun. An einem stehenden Gewässer würde ich immer eher zu "leiseren" Hölzern greifen, mit kleineren Köpfen - sind zwar auch heller im Klang, aber gerade in stehenden Gewässern werden Waller auch schnell "verklopft".

Nach meiner Meinung ist es aber wichtiger, richtig zu fischen und nicht zu viel zu klopfen - gerade am stehenden Gewässer.

Wenn Du die Löcher und Rinnen kennst, passt das schon mal.

Nach meiner Erfahrung hat sich ein Wurmbündel als bester Köder rausgestellt, weil auch einfacher zu handhaben.

In so einem relativ flachen, stehenden Gewässer kannst Du dabei auch leichtere Montagen verwenden und brauchst keine Bleiklumpen wie im Fluss. 30- 40 Gramm sollten dicke reichen. Alternativ kann man im See auch gut ne Pose verwenden, macht das Angeln bequemer, als wenn man die Rute immer in der Hand halten muss.

Als Montage würde ich Dir empfehen, einen 6 - 8/0er Einzelhaken ans Vorfach zu binden und darüber frei gleitend einen 2/0er Wurmhaken. Auf den 2er Haken die Würmer nur je einmal am Ende einstechen, so dass sie über den großen Haken runterhängen, so kann man sehr schnell anschlagen, hakt sicher und erwischt auch vorsichtigere Fische.

Und ich würde nicht ganz so flach fischen wie im Fluss, bei den genannten 4 - 6m also auf gute 2 bis knapp 3 Meter stellen.

Beim Klopfen würde ich dabei lange Pausen machen, als 1 - 3 mal klopfen, ne Zigarette drehen und anzünden, wieder 1 - 2 mal klopfen, die Ente am Ufer beim gründeln beobachten, wieder mal klopfen etc..

Und eine Stelle nicht zu lange beabeiten (viertel bis halbe Stunde) und danach lieber die Stelle wechseln und die Stellen nacheinander befischen.

Alternative:
Beobachten, wo die Waller nachts zum Rauben ins Flache gehen und da oben genannte Posenmontage verwenden und richtig flach stellen (je nach Tiefe auch nur 50 cm)..

Ansosnten:
Glückwunsch zum Gewässer und Versuch macht kluch....
;-))))
 

Trickyfisher

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AW: Wallerholz-Profitips bitte

Hallo Kollegen
Melde mich noch mal, weil sich da doch datsächlich was getan hat.
Nachdem ich diesen Trööt eröffnet hatte, hab ich mir mal ein Wallerholz gekauft, und gleich noch am selben Abend ausprobiert. Es ging zwar nichts, aber ich konnte schon mal das ploppen üben und es gelang auch schon mal ganz gut.
Einige Wochen gingen ins Land, es war teilweise extrem heiß in Wien, so das an ein ungestörtes angeln nicht zu denken war, dann wars wieder wechselhafter und die Karpfen bissen wie blöd, kurz, das Projekt "ich ploppe einen Waller" rückte etwas in den Hintergrund.
Nach 2 Schlechtwetter Tagen versprach der Abend gestern wieder mal schön zu werden, und ich dahchte mir, versuchs halt mal wieder. Ich fahre ins Angelgeschäft, kaufe 2 Packungen Tauwürmer und ab ans Wasser. Es dämmert schon, ein herrlicher Abend, fast windstill und die meisten Freizeitboote fahren auch schon zurück. Ich packe mein Boot ein und fahre raus an eine Stelle, wo es so 4-5m hat. Ich bestücke den Haken mit einen Tauwurmbündel, stelle den Schwimmer auf etwa 2m ein, da am Grund viel Bewuchs ist, und beginne mit den Holz zu schlagen. Ein paar "Übungsplatscher", dann geht´s schon ganz gut. Ich ploppe wenig, mit längeren Pausen dazwischen und lasse mich treiben. Es ist bereits ganz finster und ein schwacher Wind treibt mein Boot gaaanz langsam etwa 40m entfernt das Ufer entlang. Ich ploppe wieder mal, da passierts. Der Schwimmer verschwindet mit einen Ruck unter Wasser und ich sehe das Knicklicht in weiten Zickzackbögen abziehen. Der Puls rast auf 180, ich reisse die Rute hoch und verspüre einen unglaublichen Zug. Ich stemme mich mit aller Kraft dagegen, und bin froh, mein "echtes" Wallergerät mitgenommen zu haben.
Der Fisch zieht Kreise um das Boot, immer wieder spüre ich Schläge in der Schnur, dann beginnt der Waller plötzlich abzuziehen und nimmt mein Boot ins Schlepptau, sowas habe ich überhaupt noch nie erlebt, der Fisch hat einfach eine unglaubliche Kraft. Nach einiger Zeit kommt er dann langsam hoch, und ich sehe, der Haken hängt nur ganz aussen in der Zahnplatte, jetzt ist Vorsicht geboten. aber der Wallergriff gelingt und ich ziehe den Fisch mit eine befreienden Schrei ins Boot. Ich kann es kaum glauben, wie ich ihn da vor mir liegen sehe und wundere mich echt über die Kraft dieses Fisches, obwohl er mit einer Länge von 155cm nicht der größte seiner Art ist (letztes Jahr wurde bei uns beim Karpenangeln einer gefangen, der war 233cm).
Glücklicherweise war ein Kollege in der Nähe und hat mir ein paar schöne Fotos gemacht
http://i588.photobucket.com/albums/ss323/trickyfisher69/Waller155cmAlteDonau210911_3.jpg
http://i588.photobucket.com/albums/ss323/trickyfisher69/Waller155cmAlteDonau210911_1.jpg
Das war echt ein unglaubliches Erlebnis, mal sehen, was der Herbst noch so bringt....
Grüße aus Wien
Johannes
 
AW: Wallerholz-Profitips bitte

oh je... jetzt bist du wallerversaut:m....wilkommen im club:vik:....ist ein unglaubliches erlebnis ne....der erste walli.
den wirst du wohl nie vergessen. toller bericht, da packt es mich gleich wieder:k
 

marc48431

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AW: Wallerholz-Profitips bitte

petri zum Walli...

Also scheinbar alles richtig gemacht... weiter so...
Ich schätze jetzt läßt Du die Karpfen wieder Karpfen sein... und kümmerst Dich um die Riesen...

aber vorsicht.... Wallerangeln macht süchtig !!!!!!

Mit sportl. Gruss

Marc
 

Trickyfisher

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AW: Wallerholz-Profitips bitte

Hi Mark
Also, die Karpfen lass ich desswegen nicht im Stich, in den letzten Tagen bissen sie wie blöd, nachdem ich 3 Tage gefüttert hatte, am 1. Tag 6kg und 14kg, am 2. Tag nix, am 3.Tag 18kg und am 4. Tag 10kg und 17kg.
Ich werd es eher so machen wie mit 2 Geliebten: Jede wird mit gleicher Zuwendung bedacht, dann gibts keinen Streit (hihi).
Aber hast recht, das macht Lust auf mehr.....
Grüße
Johannes
 
AW: Wallerholz-Profitips bitte

Is zwar OT, aber ich hab mal ne Frage: Was kostet denn so nen kg Futter? Du hast 65 kg Futter ins Wasser geschmissen. Wie viel zahl man so dafür und wie viel Ausbeute haste bekommen. Ich bin nen Anfänger und es würd mich einfach mal interessieren.
 

Trickyfisher

Active Member
AW: Wallerholz-Profitips bitte

Liebe Eichelfritte
Das waren nicht die Kilo Futter, sondern das Stückgewicht der Karpfen.
Füttern tue ich so ca. 1/2-3/4 Kilo Boilies am Tag und die bekomme ich ziemlich günstig von einen bekannten.
 
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