1 Woche Spindfjord im April

Ossipeter

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Spindfjord vom 12.04.2008 - 19.04.2008

Diese Reise zu Gunnar an den Spindford wurde zwar schon im Jahr 2007 gebucht, leider war aber durch meinen Unfall im September und die zweite Operation am 11. 03. 08, meine Teilnahme mehr als in Frage gestellt.
Kurzfristig habe ich mich dann entschlossen eine einwöchige „Reha“ auf Bugdoy durchzuführen und meine 4 Freunde mitzunehmen. Die waren auch ganz erleichtert, mussten sie sich doch keinen Kopf mehr über etwaige Transportprobleme mehr machen. Passte alles in meinen Bulli. Am 11.04. um 20.30 Uhr war es soweit. Bus bepackt und alle Insassen verladen.

Leider hatten wir strömenden Regen bis an die dänische Grenze. Eine sehr anstrengende Fahrerei. In Dänemark dann auf unserer Fahrbahn ein schwerer Unfall auf der Autobahn. Ein deutscher Minivan war anscheinend wegen Sekundenschlaf des Fahrers von der Fahrbahn abgekommen und ungebremst gegen eines der großen Verkehrsschilder gerast. Oh Mann, das sah nicht gut aus.
Als wir dann wohlbehalten an der Fährstation ankamen wurde ich auf Reihe 18 verwiesen. Ich suchte auf dem Asphalt nach der Nr. und da war sie auch schon. Ich dachte noch, komisch! Sehr kurz die Reihe, da passt ja gerade mal mein Bus drauf?? Da kam auch schon ein netter Bediensteter der Colorline und sagte mir ich soll bitte den rot-orange-roten Pfeilen folgen und dann die Reihe 18 suchen.
Oh wie peinlich! Die hatten alles neu geteert und einen neuen Parkplatz an der ehemaligen Werft geschaffen. Hinterher habe ich erfahren, dass einer auf die Tour schon mal die Fähre verpasst hat!

Das Wetter war zwischenzeitlich gut geworden und wir warteten auf die Superspeed I. Da am sie auch schon! Donnerwetter ist die lang!

Und was da reinpasst!
Nach einer kurzweiligen Überfahrt

nach Kristiansand wurden wir in Erzaker von Gunnar mit dem Kutter abgeholt. Kaum hatten wir das Gepäck halbwegs an Board, goss es schnell noch mal wie aus Kübeln, sodass wir eine große Plane über unsere Utensilien spannen mussten.

Aber bis wir in Bugdoy und an unserer Westhütte anlegten und wir das ganze Gerödel ausluden, schien schon wieder fast die Abendsonne.

Auspacken und noch einen Schlummertrunk und dann ab in die Kojen. Wir waren doch etwas müde, nach der durchfahrenen Nacht.
Am Sonntagmorgen

wurden nach einem ausgiebigen Frühstück die Rollen auf die Ruten, das Echolot und der Geber, sowie die GPS-Antenne montiert und das Boot gecheckt. Anker, Reservekanister, Seenotraketen, Abschleppleinen, Erst-Hilfepäckchen, Handfunkgeräte, Driftsack, Essen und Trinken, Karte, Kompass, Pinkeleimer, Gaff, Sitzkissen, Wanne für die noch zufangenden Fische. Lappen zum Abdecken des Fanges und die Schwimmwesten wurden verstaut.

Dann hieß es Leinen los und es ging das erste Mal Richtung Katland. Hier herrschte eine ordentliche Dünung, was nach den letzten Windstärken zu erwarten war. Bis zu zu den Ystesteinen ist sie immer etwas höher bei auflandigem Wind. Draußen Richtung Kletten war es dann besser.

Wir suchten erst einmal die bekannten Punkte ab, aber da war nicht viel zu finden. Nachdem mir vor lauter „Fernsehschauen“
zwischenzeitlich recht flau im Magen war und mein Mitfahrer ebenfalls über Übelkeit und starke Kreuzschmerzen klagte (Er hatte sich beim Ausladen vom Kutter das Kreuz verhoben) beschlossen wir gemütlich reinzufahren und das Essen vorzubereiten. Schließlich sollte es heute ein Festmenü anlässlich des 10-maligen Besuchs von der Westhütte geben.
Jürgen hatte extra 5 große T-Bohnesteaks besorgt, die es galt zu würzen und zu marinieren um sie abends auf den Grill zu legen. Ich suchte die Gefriertruhen nach der gelben Plastiktüte ab, aber das einzige was ich fand, war eine gelbe Plastiktüte mit gefrorenen Heringen und Makrelen, die ich zu Hause als Naturköder in meiner Gefriertruhe hatte. Mir schwante fürchterliches und so war es auch! Steaks zu Hause und dafür Köderfische mit nach Norwegen genommen!
Das gab den ganzen Urlaub über natürlich entsprechende Spitzen. Da half es auch wenig, dass ich versprach ein Grillfest mit unseren Frauen als Entschädigung abzuhalten. Zum Glück hatte unser zweites Boot einige Fische zum Landgang überreden könne, sodass ich einen leckeren Fischauflauf kochen konnte.
Eine andere Gruppe von uns, aus der Stabhütte, hatten am Sonntag nachmittag mit Gunnar schöne Seelachse und zwei Dorsche mit 18 und 16 Pfd. gefangen.
Abends dann gemütliches Beisammensein auf der Veranda im Sonnenuntergang.

Am Montag mittag war mit Gunnar eine Ausfahrt mit dem Kutter geplant.
Alle schon in spannender Erwartung.

Seegang und Wind waren gut und unsere Fänge auch. Es wurden auf grüne Makks ein paar schöne Pollacks und viel Seelachs zwischen zwei und fünf Pfund gefangen.
Als wir gegen 19 Uhr die Wannen voll hatten, sagten wir Gunnar dass es reicht und wir fuhren heim. Jetzt war erst einmal versorgen der Fische angesagt.
Am nächsten Tag dann Abfälle entsorgen, deshalb ging es dann etwas später hinaus. Wetter war gut, Wind kam mit 2-3 allerdings aus Nordost.
Es waren neben Harry Buschmanns Kutter nur wenige Boote unterwegs.
Wir fuhren wieder unsere bekannten Stellen an, aber nirgends war Fisch zu finden. Ich fuhr zu den anderen Booten, aber auch da war kein Schwarm. Alle suchten und fuhren kreuz und quer, sogar der Kutter machte sehr kurze Stopps und man sah nirgendwo, dass Fische gefangen wurden.
 
AW: 1 Woche Spindfjord im April

Hallo Ossipeter,

vielen Dank für den Bericht. Petri zu den schönen Fischen#6.

Das macht Lust auf Me(e)hr:q. leider müssen wir noch bis 14.6. warten.

Grüße

Dorschsearcher

P.S.

Nochmals Danke für Deine Unterstützung beim Echolot letztes Jahr.#6
 

Ossipeter

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AW: 1 Woche Spindfjord im April

Hier das Eisenboot von Farsundklaus
Nach einer Stunde versuchte ich dann auf dem Plotter einen Unterwasserberg zu finden, der von 120 Meter auf 57 Meter aufstieg. Ich fuhr ihn an und tatsächlich war auf der ablandigen Seite der Spitze ein Schwarm, den wir sofort beangelten. Alle 4 Ruten krumm, ich hatte zwei Makks und einen 400gr. Bergmannpilker am Vorfach und meine Daiwainliner bog sich ordentlich durch. Ebenso die Ruten meiner Mitangler. Ich schaltete auf den ersten Gang meiner Avet XL-2-Gang. Musste schließlich meine Schulter schonen. Dann kamen die Fische, bei mir zwei Seelachs mit je 5 Pfd und einen quer am Pilker. Die anderen hatten auch „Full-House“. Nach ca. 20 Minuten waren alle Fische an Board uns wer saß auf unserem Schwarm? Harry Buschmann mit seinem Kutter. Na Klasse! Also neuen Schwarm gesucht! Aber das war gar nicht mehr so einfach. Die Schwarmanzeige war wie ein Christbaum, völlig unnormal für einen Seelachsschwarm. Kaum zehn Meter breit und genau über der Kante. Zu bald runtergelassen, warst du unten durch, zu spät warst.du hinten dran. Das war ein schwieriges Heranmanövrieren, aber es brachte doch noch ein paar Fische. Abends dann filetieren und Plattfischangeln und Sonnenuntergang geniessen.
Herz was willst du mehr.
So ging auch der Donnerstag ohne nennenswerte Ereignisse vorbei.
Auf der Suche nach dem Uferlachs! Am Freitag hat uns Gunnar zu einer Kutterfahrt zu der neuen Anlage in Björnevag mit anschließendem Einholen eines Plattfischnetzes eingeladen.
Da wir unser Limit bereits erreicht hatten, war das für uns eine interessannte Abwechslung und der Gedanke an frischen Plattfisch am Abend, lies mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Nachmittag war Putzen, demontieren der Ruten und Packen angesagt.
Abend dann wieder Sonnenuntergang!
 

Ossipeter

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Gunnars Nachwuchs, der uns die Woche über begleitete.
Weitere "Freunde" Am Samstag kam Marion und bereitete die Hütte für die nächsten Gäste vor.
Der letzte Abend
Gunnar holte uns mit dem Kutter wieder ab und brachte uns zur Anlegest elle nach Erzaker, wo unsere Autos auf uns warteten.
Zu Hause dann die versprochenen T-Bohnesteaks!
Es war wieder einmal sehr schön aber wenn tatsächlich Zweihundert!! weitere Hütten mit Booten hier gebaut werden, wird das idyllische Fischen hier nicht mehr möglich sein!
 

Debilofant

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AW: 1 Woche Spindfjord im April

Besten Dank für Deinen Bericht, liest sich (bis auf die Schreckmomente bei der Anfahrt) sehr entspannt und hört sich nach reichlich guter Urlaubsstimmung an! #6

Von daher darf man dann bei Dir doch bestimmt von einem rundum gelungenen "Schulter-Reha-Aufenthalt" sprechen... :m ...bleibt zu hoffen, dass die Kreuzprobleme beim Angelkollegen hoffentlich auch wieder im Lot sind!

Tschau Debilofant #h
 

Norge Fan

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AW: 1 Woche Spindfjord im April

Na da habt Ihr doch einen super Urlaub gehabt.Immer wieder schön Berichte aus dem gelobten Land zu hören bzw. zu lesen.
Gruß#hRenè
 

Frankenlady

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AW: 1 Woche Spindfjord im April

Hallo Peter,

danke für deinen Bericht und die schönen Bilder. Was will "Mann" mehr .......

Schöne Grüße

Frankenlady #h
 

Heilbutt

Endlich : Die Ehe für Aale
AW: 1 Woche Spindfjord im April

Klasse Bericht Peter. So voll wie eure Wannen waren,
hattet ihr das "Limit" ja schnell erreicht !?!

Gruß

Holger
 
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