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Vulkanus Messerschärfer Pocket (Outdoor-Version)

Testberichte Vulkanus Messerschärfer (Outdoor-Version)

Testbericht von Steffen K. (Schleie!)

vulkanus1Als Morgens um 10Uhr der Postbote klingelte und ich auf dem Karton „Vulkanus“ las war ich schon ganz gespannt. Gleich auspacken und losschärfen war angesagt.
Als ich den Karton öffnete war ich auch gleich überrascht – der Messerschärfer wird sogar in einem schwarzen Etui geliefert. In den Deckel des Etui war auch eine sehr einfach zu verstehende Anleitung geklebt.


Ausgepackt, aufgebaut und los gings!

Auf der Homepage des Herstellers wurde die Anleitung durchgelesen und das dazugehörige Video angeschaut.

Schnell wurden die wichtigsten Messer meiner Angelausrüstung zusammengesucht und losprobiert.
Und was soll ich sagen? Es funktioniert 1a! Und das sogar kinderleicht und ohne Kraftaufwand.
Man nimmt das Messer und zieht es unter leichtem Druck ca. 5x durch den Vulkanus. Danach dreht man den Schärfer um, und zieht das Messer nochmals ca. 3-5x durch und schon hat man ein absolut scharfes Messer in der Hand. Auch Messer mit dickerer Klinge kann man damit wunderbar schärfen. Hierbei habe ich einfach ein paar mal mehr durchgezogen und das Ergebnis war das selbe – superscharf in nur wenigen Sekunden ohne Kraftaufwand.


Ein weiterer Vorteil des Vulkanus ist, dass er absolut keine Kratzer in die Klinge des Messers macht. Ich habe einige Messer mit schwarzer Beschichtung, wo Kratzer die ganze Optik zerstören würden – was beim Vulkanus nicht passiert.


Als leidenschaftlicher Karpfenangler bin ich meist mehrere Tage draußen am Wasser. Da ist die Outdoor-Version natürlich genau perfekt. Man braucht keinen Strom, er ist sehr kompakt und handlich, leicht zu verstauen.

Auch für Norwegen- bzw. Bootsangler ist er ideal: er passt selbst noch ins voll bepackte Auto, sodass ein schärfen des Filetiermessers im Urlaub oder auf dem Boot problemlos stattfinden kann.

Hier nochmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

- Ware war sehr gut verpackt, sodass sie unbeschädigt beim Kunden ankommt
- kinderleichte Anleitung, einfach und schnell zu verstehen
- superscharfe Klingen in wenigen Sekunden, ohne Strom und Kraftaufwand
- kompakt und handlich – findet überall Platz
- kein zerkratzen der Messerklinge

Mein Fazit:
Als Angler kann ich nur bestätigen, was der Hersteller des Vulkanus verspricht.
Bei mir ist er nun fester Bestandteil meiner Ausrüstung. Egal, ob Angel-, Filetier- oder Brotzeitmesser – alles wird in Sekunden superscharf.

Steffen K. alias (Schleie!)



Testbericht von Simon G. (DerSimon)

Kritische Würdigung

Vorab ist zu sagen, dass ich definitiv KEIN Messerexperte bin. Meine Anforderungen an Messer dürften dem Durchschnitt der meisten Angler entsprechen. Ich habe weder teure Messer noch habe ich mich jemals mit der für das Messer besten Schleifmethode beschäftigt. Optik und andere Eigenschaften des Messers sind für mich zweitrangig. Für mich muss ein Messer einfach nur scharf sein und funktionieren. Oft genug habe ich mich am Wasser über stumpfe Messer geärgert mit welchen das durchschneiden von geflochtener Schnur unmöglich war. Vor kurzem habe ich bei Tch**o einen elektrischen Messerschärfer gekauft und mich maßlos geärgert. Dieses Ding taugte wirklich gar nichts. Die Anwendung war katastrophal und das Ergebnis schlicht und ergreifend Mist. Des Weiteren benötigte es Strom und war daher am Wasser nicht zu gebrauchen. Kurz darauf habe ich mich für diesen Test beworben in der Hoffnung eine Alternative zum Schleifstein zu finden.

Verpackung
Geliefert wird der Vulkanus gut gepolstert in einem Paket. Leider ist dies heutzutage oft genug nicht selbstverständlich. Daher schon einmal der erste Pluspunkt. In dem Paket befand sich ein Plastiketui in welchem der eigentliche Messerschärfer verpackt war. Alles in allem also sehr gut verpackt da das Produkt so nicht beschädigt wird. Abzüge in der B-Note gibt es allerdings für das etwas billig wirkende Plastiketui und die Deutsch/Englische Beschreibung. Hierüber mögen sich die Geister scheiden. Viele verlangen unter Umständen sogar nach einer englischen Beschreibung aber ich finde, dass überflüssig und unübersichtlich. Eine dem Zielmarkt angepasste Sprachwahl gefällt mir besser.

Erscheinungsbild
Zuerst einmal zur Größe. Das Gerät würde sogar ohne Probleme in die Hosentasche passen. Dies gefällt mir besonders gut, da der Platz in meiner Angelkiste doch arg begrenzt ist. Anstelle eines großen Messerschärfers nehme ich auch lieber Angelzubehör mit, weswegen mir der Vulkanus Pocket sehr gut gefällt.
Zur generellen Optik ist zu sagen, dass es diesen Messerschärfer in fünf verschiedenen Farben gibt. Mein Testmodell kam in der Outdoorfarbe Camouflage. Bei vielen Anglern muss ja jedes Ausrüstungsteil in dieser Farbe sein daher ist diese Farbe vllt. gar nicht mal schlecht. Mein Fall ist dies allerdings nicht. Ich habe keine Lust meine Ausrüstung ständig auf der Wiese suchen zu müssen und vllt. sogar am Gewässer zu verlieren. Hier gilt allerdings Geschmäcker sind verschieden. Daher ein großes Plus für die Farbauswahl!

Anleitung
Es gibt mehrere Anleitungen und alle sind gut gelungen. Im Internet finden sich auf der Homepage des Herstellers eine Anleitung und ein Video welches selbsterklärend ist. Des Weiteren befinden sich noch eine Anleitung im Etui und eine Kurzanleitung auf dem Gerät selbst. Dazu ist nur zu sagen: Top! Die Anleitungen sind leicht verständlich und das Gerät absolut einfach zu bedienen.

Bedienung
Nachdem ich die Bedienungsanleitung gelesen und mir das Video im Internet angeschaut hatte waren meine Erwartungen sehr groß! Und tatsächlich die Bedienung ist ein Kinderspiel und das Resultat für meine Ansprüche perfekt. Die Messer sind in sekundenschnelle unglaublich scharf und darauf kommt es mir an. Einfach ein paar Mal durch das Gerät ziehen und fertig…

Fazit
Im Vorfeld dieses Tests habe ich etliche Diskussionen von Messerexperten verfolgt welche sich über das Verfahren des Vulkanus gestritten haben. Aus deren Sicht war das Verfahren des Vulkanus dem Messer nicht sonderlich zuträglich. Davon habe ich keine Ahnung und vielleicht ist an diesen Aussagen auch etwas dran. Meiner Meinung nach spielt es aber auch überhaupt keine Rolle. Dieses Produkt ist sicherlich nicht für Messer im hochpreisigen Bereich gedacht sondern für Messer welche schnell wieder scharf werden müssen. Jedem dürfte klar sein, dass ein Fachmann immer die qualitativ beste Variante darstellt. Die Frage ist allerdings für wen ist dies relevant unter Berücksichtigung von Faktoren wie Zeit, Geld und Aufwand. Für mich ist dieses Produkt jedenfalls ideal und ich bin vollauf überzeugt. Es ist klein, handlich bezahlbar und macht meine Messer in Sekunden scharf. Es passt wunderbar in den Angelkoffer und ist immer und überall ohne großen Aufwand nutzbar. Abschließend ist zu sagen, dass dieses Produkt für die meisten praktisch veranlagten Angler eine gute Wahl ist.

Getestet von Simon G. (DerSimon)


Testbericht von Kai alias Dorschbremse-RI
Testbericht: Vulkanus Messerschärfer Pocket (Outdoor-Version)

Verpackung:

Geliefert wurde der Vulkanus Messerschärfer als Paket Dieses war gut ausgepolstert, was heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist.

Der Messerschärfer selbst ist nochmals in einem Plastiketui verpackt, welches auf der Innenseite des Deckels mit einer Anleitung zum Gebrauch versehen ist.

Das Etui wirkt recht billig; Der Verschluss ist recht sperrig und Fingernagelfeindlich.
M.E. könnte auf dieses Etui locker verzichtet werden;

Der Schärfer wird im Alltagsgebrauch eh nur lose in einer Gerätetasche bzw. Westentasche "gebrauchsfertig" mitgeführt werden,

Die Gebrauchsanleitung auf der Innenseite des Etuis ist eigentlich überflüssig, da auf dem Messerschärfer selbst noch eine bebilderte Anleitung appliziert ist.
Abgesehen von dem eingesparten Verpackungsmüll beim Kunden, würde auch Vulkanus sicherlich was einsparen.

Ersteindruck des Schärfers:

Der Vulkanus Messerschärfer liegt gut in der Hand und wirkt trotz des "Plastiks" recht gefällig. Die Oberfläche ist leicht rauh um eine sichere Handhabung des Gerätes zu gewährleisten.

An den Längsseiten befinden sich zwei Knöpfe, die den Deckel des Messerschärfers lösen und dieser sich selbsttätig umklappt, um als Standfuss zu fungieren. Gut durchdachter Mechanismus- wirkt edel.

Am Vulkanus rappelt und wackelt nichts- wirkt recht solide!!!

Von den Abmessungen her (H/B/T-80/73/20 in mm) gibts überhaupt nichts zu meckern; Passt gut in die Westen/ Hosentasche und zwickt dort auch nicht, da sämtliche Ecken und Kanten abgerundet sind.

Handhabung:

"Na ja"- dachte ich mir. In der Werbung wird ja viel auf den Busch geklopft- Und man glaubt ja schließlich auch nicht, daß wenn man eine Putzmittelflasche aufmacht ein glatzköpfiger Muskelprotz da rauskommt und einem die Fliesen putzt!

Also: Bedienugsanleitung gelesen (die auf dem Messerschärfer selbst erübrigt eigentlich jede weitere) das Video auf der Homepage des Herstellers angeschaut und los gings;

Mit wenigen Handgriffen sind normal benutzte Standard-Haushaltsmesser wieder sehr scharf. Für den Tomaten- oder Papiertest reichts auf jeden Fall. Die Anpassung der Schleifflächen scheint also wunderbar zu funktionieren.

Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, das Messer absolut senkrecht durch den Vulkanus durchzuziehen und nicht mit zuviel Druck zu arbeiten. Viel hilft nicht immer viel.

Messer aus härteren Stählen wollen zwei- drei mal mehr durch den Schärfer gezogen werden, aber auch die werden scharf. Kratzer auf den Klingen sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, der Abrieb hält sich in Grenzen.

Mein mittlerweile schartiges Einhandmesser sollte eigentlich mal wieder einen "Grundschliff" (zumindest nenn´ich das jetzt mal für mich so) auf nem Stein bekommen- aber das schenke ich mir jetzt erst mal für ´ne Weile!

Das Messer ist jetzt wieder gebrauchsfähig- und genau dafür ist der Vulkanus Messerschärfer gemacht; Schleifen, abziehen, fertig!

Im Outdoorbereich wäre mehr einfach lächerlich!


Mein Fazit:

Auf meine Schleifsteine werde ich nicht verzichten- aber ich werde sie wohl künftig seltener gebrauchen müssen. Vor Allem das Halten des Schneidenwinkels ist für mich immer "ein Kreuz" und hat mir nicht selten den letzten Nerv geraubt.

Davon ab:
Ich habe so meine Zweifel, daß ich mit meinen "Schleifleistungen" auf den Wassersteinen sehr viel mehr erreichen würde und hadere mit dem Kauf der Küchenversion des Vulkanus.

Der Messerschärfer ist auch für Ungeübte geeignet- selbst meine Jungs hatten ihre Fahrtenmesser Ruckzuck scharf. Mittlerweile habe ich spasseshalber sogar eine kleine Machete durch den Schärfer gezogen und immer noch keinen Kritikpunkt gefunden! Von daher kann ich nur sagen: Empfehlenswert!!!


Kai aka Dorschbremse
-Ri

Testbericht von Markus K.


Der erste Eindruck:

Nach dem öffnen der Geschenkpackung lacht mich dieser handliche Winzling an. „Du willst meine Messer schärfen?“ Nur 66 Gramm mussten aus der Packung genommen werden. Er liegt gut in der Hand und schwingt sanft auf. Durch den Kunststoff ist er sehr leicht, macht aber keinen wackeligen Eindruck. Genau das Richtige für eine Beintasche, wo die Stärke des Schleifers dann auch nicht stört. Genauso nimmt er wenig Platz in der Küchenschublade oder in der Angeltasche ein. Die Camouflagefarbe ist definitiv eine Geschmackssache, spricht mich nicht an.



Das Schleifverfahren:

Das für mein dafürhalten beste Schleifverfahren der Welt ist über das Schleifband und die Filzscheibe. Dies geht ja nur mit Strom oder Schwungradverfahren, passt aber in keine Hosentasche. Hier kommt mein kleiner, neuer Freund ins Gespräch. Die größte Gefahr bei Handabzug über Stahl und Stein- bzw. Keramikscheiben ist das Verfetten und Zusetzen des Schleifkörpers durch Öl- und Fettrückstände. Auch das ist kein Problem, denn hier wird nur
über die Kanten von Edelstahlflachstahlen abgezogen, die nur Verschleißen könnten aber immer gut zu reinigen sind.



Das Schleifen:

Ich habe drei stumpfere Messer ausgesucht. Ein Filiermesser von Penn, neu, stumpf, noch nie geschliffen. Ein durchschnittliches Haushaltsmesser, maschinelle Fertigung, aber ein respektabler Solinger Klingenstahl und ein hochwertigeres Schinkenmesser, das über die Firma WMF vertrieben wird.


Dadurch, dass bei dem Vulkanus der Abziehwinkel „voreingestellt“ ist, muß sich jedes Messer erst einmal an das Schleifgerät „gewöhnen“. Dieses nimmt mehrere Schleifvorgänge in Anspruch, wobei ich dann hinterher bei mehrfacher Nutzung am Tag evtl. nur den Feinabzug benötige.


Durch den vorgegebenen Neigungswinkel bei geöffnetem Schleifer brauche ich nicht mehr zu überlegen, ob jetzt die Klinge nach oben oder unten zu halten ist….egal, gerade ziehen und somit ist es automatisch richtig. Kein Fachwissen vonnöten, nur daran denken, das der Druck auf die Klinge eigentlich nur dem Eigengewicht des Messers entsprechen sollte, ansonsten zieht man richtig Metall runter (s. Photo: 15-mal grob abgezogen). Ebenso ist der Mensch aufgrund seines Schulter- und Ellebogenbewegungsablaufes nicht in der Lage eine 100 % Linie zu ziehen. Dadurch entsteht nach vielen Schleifverfahren bei zuviel Druck eine Klinge mit Berg und Tal.

Zwei Messer ließen sich gut abziehen und verbesserten sich in ihrer Schneidfähigkeit. Nur die Schnitthaltigkeit kann man erst durch längere Tests überprüfen. Das Penn Filiermesser hat sich nicht schärfen lassen, trotz 100 – fachem Grobdurchzug und 50 – fachem Feinabzug. Das muß ich mit der Zeit noch überprüfen.








Fazit:

Der Vulkanus Taschenmesserschleifer ist ein vernünftiges alltagsfähiges Hilfsmittel um Messerklingen scharf zu halten, jeder kann damit umgehen nur sollte man immer das gleiche Schärfgerät benutzen. Es wird mit € 39,- angeboten und das finde ich happig. Viele müssen um sich die rund ehemals DM 75,- netto zu verdienen mehrere Stunden arbeiten. Das gibt das Gerät an Wertigkeit nicht her. Oder es muß so im Markt eingeführt sein, daß viele davon so sehr überzeugt sind, daß die Begeisterung Wellen schlägt.

Denn gebraucht werden sie es bestimmt nicht angeboten bekommen.

Markus K.

Testbericht von J. Siomos

Testbericht für die Outdoor-Version des VULKANUS Pocket;

1. Verpackung & Design

- Das Produkt kam gut verpackt und ausreichend gepolstert bei mir an.

- Der Schärfer selbst ist zusätzlich in einem Etui mit einer gut verständlichen Gebrauchsanleitung in der Innenseite des Deckels versehen

- Auf dem VULKANUS ist eine zusätzliche Anleitung, die evtl. bei den ersten Outdooreinsätzen oder neuen Benutzern, nützlich sein könnte.

- Das Taschenformat des VULKANUS ist sehr kompakt und liegt gut in der Hand außerdem findet er in jeder Westentasche Platz.

- Der Öffnungsmechanismus ist wohl durchdacht und funktioniert einwandfrei. Leider ist der Deckel aus Hartplastik sodass die

"Häkchen", die den Deckel bei geschlossenem zustand am Körper halten, leicht brechen können.


2. Gebrauch

- Meine Testobjekte waren insgesamt 5 normale und eine Wellenklinge

- Die Handhabung des Schärfers ist Kinderleicht und ohne jegliche Anstrengung zu gebrauchen.

- Alle 6 Messer waren nach kürzester Zeit Rasiermesser scharf, besonders beeindruckt war ich beim schliff der Wellenklinge (1A).

- Die Klingen sind nach dem Gebrauch ohne Grat oder Kratzer und die scharfe Kante ist glatt und gleichmäßig.

Mein Fazit:

Die Pocket Version des VULKANUS ist Empfehlenswert!

Ich hatte schon im Vorfeld erfahrung mit ähnlichen, ich sag mal Durchziehschärfern und die waren nicht immer gut aber der VULKANUS
erzeugt eine durchweg gutes Resultat.

J. Siomos


Testbericht von Holger B.

> Testbericht Vulkanus Pocket

Verpackung/Verarbeitung
Die Verpackung des Vulkanus scheint mir etwas übertrieben. Eine ordentliche Wellpappschachtel würde wohl reichen (von wegen Umwelt, Verpackungsmüll und so) und Platz für eine schriftliche Gebrauchsanleitung wäre auch noch.
Der Vulkanus selber macht optisch einen sehr guten Eindruck: schlichtes, funktionelles Design ohne Ecken und Kanten. Die Größe ist genau richtig- groß genug, um ihn vernünftig zu fassen und klein genug, um in jede Tasche zu passen. So mag ich das als Angler. Mir persönlich gefällt die Ausführung in Camouflage nicht so gut- ich bin Meister im Nicht-wiederfinden von kleinen Dingen, und wenn die auch noch getarnt sind … Aber es gibt ja noch mehr Farben.
Der Vulkanus sieht nicht nur gut aus, er ist auch gut verarbeitet. Da jackelt und klappert nichts, die beiden seitlichen Rasten zum Öffnen fassen auch nach zigmal Öffnen und Schließen noch sauber (hab viel damit rumgespielt). Gute Sache auch der Mechanismus zum Öffnen- man braucht nur eine Hand!

Schärfen
Soviel zum Äußeren, jetzt zum Schärfen selbst:
Vorweg muß ich sagen, dass ich kein Messerfetischist bin. Meine Messer müssen ordentlich schneiden und das ohne komplizierte Schärfprozeduren- wenn sie diese Vorgabe erfüllen, müssen sie bei mir nicht teuer und edel sein. Daher ist meine Auswahl wohl Durchschnitt.


Gespannt war ich auf die Handhabung - als Linkshänder hab ich mich schon mit manchem Messerschärfer angelegt. Beim Vulkanus wurde ich angenehm überrascht, durch die symmetrische Anordnung der Schärfstähle spielt es keine Rolle, welche Hand das Messer führt. Lediglich beim Wellenschliffmesser war es etwas umständlicher- liegt aber wohl am Schliff für Rechtshänder (meine Brotscheiben haben auch immer ein keilförmiges Profil).
Die Gebrauchsanweisung im Deckel der Verpackung und auf dem Vulkanus selbst finde ich etwas zu dürftig, z.B. wird auf die Besonderheit beim Schleifen von Wellenschliffmessern nicht eingegangen. Hier sollte man unbedingt das Video auf der Homepage ansehen, auch die schriftliche Gebrauchsanweisung der Homepage müßte überarbeitet werden (der Hinweis auf den Neigungswinkel beim Schärfen und Abziehen bezieht sich wohl nur auf das Standmodell).


Durch Versuch und Irrtum kommt man aber doch schnell zu guten Ergebnissen.
Das Schleifen der Messer ist wirklich ein Kinderspiel, einfach die Klinge ein paarmal durchziehen, Schärfer umdrehen, Klinge durchziehen und fertig.
Der vorhandene Schleifwinkel wird durch das Schärfen nicht verändert, die erreichte Schärfe läßt sich durch einfaches Abziehen mehrfach auffrischen und wenn man die Klinge beim Schärfen und Abziehen geneigt hält (entgegen der Ausführung im Video), läßt sich auch der Spitzenbereich sehr gut schärfen- wichtig für meine Arbeitsmesser in der Buchbinderei!

Bis auf mein geliebtes Einhandmesser (Hier war die Schraube zum Öffnen im Weg) lassen sich alle Klingen über die gesamte Länge gleichmäßig gut schärfen.
Beim Schärfen kam es zu keinen Kratzern, da die Schärfstähle nur unten an der Schneide aufliegen, gut zu erkennen an meinem mattierten „Rucksackmesser“. Alle Kratzer und Riefen auf den Klingen waren vorher schon da und größtenteils das Ergebnis anderer Messerschärfversuche. Auch eine Erwärmung der Klinge konnte ich nicht feststellen, anfangs habe ich einige Klingen nass gemacht beim Schärfen, konnte aber keinen Unterschied zum Trockenschärfen feststellen.

Je höherwertiger Stahl ist, desto besser ist das Ergebnis- wie weit man da aber gehen kann, weiss ich nicht, bei hochwertigem Japanstahl würde ich vielleicht von einem Schärfen absehen, um die Klinge nicht zu ruinieren. Ist aber nur eine Vermutung- vielleicht hat ein anderer Tester da schon Erfahrungen gemacht.
Unabhängig von der Qualität lassen sich Klingen mit schmalem Rücken leichter schärfen, als solche mit breitem Rücken.
Der Abrieb der Klingen ist gering, nach Schärfen von etwa 15 Messern war der Abrieb geringer als bei anderen Modellen nach 2 Messern- obwohl ich am Anfang aus alter Gewohnheit zu starken Druck ausgeübt habe.

Bei meinen Messern jedenfalls war das Ergebnis durchweg besser als mit allen vorherigen Schärfern, sogar mein abgebrochenes und selber wieder angeschliffenes „Baumarktmesser“ habe ich wieder scharf bekommen.

Fazit
Abschließend kann ich sagen, das der Messerschärfer meinen Erwartungen voll entspricht und ich werde ihn nicht nur unterwegs benutzen, sondern auch in der Küche (ebenso wie meine Frau) und im Betrieb. Für Leute, die ihre Messer schnell und gut schärfen wollen und nicht mit Schleifsteinen umgehen können oder wollen, empfinde ich den Vulkanus als sehr gute Lösung.
Ob die Pocket- Version allerdings einen Durchgang in der Spülmaschine unbeschadet übersteht, möchte ich lieber nicht ausprobieren- dazu ist mir das gute Stück zu schade (Wasser und Seife tun es wohl auch).

Holger B.