Zwei Männer ertrinken im Hafenbecken von Wolgast

Anglerboard Redaktion

Administrator
Teammitglied
In Wolgast ertranken am Vatertag ein 27-jähriger Angler und ein 40-jähriger Helfer, der ihn retten wollte.

Blaulicht.jpg

In Wolgast kamen ein junger Angler und ein Helfer ums Leben (Biespielbild @pixabay)

Am späten Donnerstagabend (Vatertag) kam es im Hafen von Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) zu einem tragischen Unglück: Ein 27-jähriger Angler fiel aus ungeklärter Ursache ins Wasser. Ein 40-jähriger Mann, der helfen wollte, sprang hinterher – und geriet ebenfalls in Not. Gegen 23:40 Uhr wurde die Wasserschutzpolizei alarmiert. Eine zufällig vorbeikommende Gruppe hatte die Situation bemerkt, woraufhin einer der Anwesenden versuchte, den Verunglückten zu retten. Beide Männer tauchten jedoch nicht wieder auf. An der großangelegten Suchaktion beteiligten sich Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und Rettungsdiensten, darunter Taucher und Drohnen mit Wärmebildtechnik. Rund zweieinhalb Stunden später konnten beide Männer nur noch tot geborgen werden. Ein Notarzt stellte den Tod fest. Zeugen des Vorfalls wurden psychologisch betreut. Die Kriminalpolizei Anklam hat Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.




Quelle: https://www.bild.de/news/inland/vat...erben-im-hafenbecken-6839360a7b0d59299d964067
 
Aber wie kann es sein, dass auch der Retter verunglückte? Kann ich mir nur so erklären, dass der Ertrinkende sich in Panik an ihn festgeklammert und mit in die Tiefe gezogen hat...?
Das ist in der Tat eine nicht zu unterschätzende Gefahr. War selbst mal als Nichtrettungsschwimmer in der Situation, einer Person zu helfen, die zu ertrinken drohte. Zum Glück kamen wenige Sekunden später zwei Rettungsschwimmer zur Hilfe. Denn bis zur Ankunft der Rettungsschwimmer hatte ich größte Mühe uns beide über Wasser zu halten
 
Wie schon genannt - einen Ertrinkenden retten ist extrem gefährlich wenn man nicht geschult ist wie man diese Person anpacken muss im Wasser.


Oftmals versuchen Laien in gutem Willen die Person zu retten und werden dabei geklammert (der Ertrinkende ist in maximaler Panik) und ertrinken dadurch selbst.
 
Mein Sohn ist bei den Rettungsschwimmern... die sagen immer, wenn ein Ertrinkender klammert, muss man ihn K.O. hauen oder ihm die Finger bzw. Hand brechen... ohne Mist! Das ist schon echt nicht ohne!

Ja das wäre eine Alternative für den Notfall, also bevor man selbst mit runter gezogen wird.
 
Mein Sohn ist bei den Rettungsschwimmern... die sagen immer, wenn ein Ertrinkender klammert, muss man ihn K.O. hauen oder ihm die Finger bzw. Hand brechen... ohne Mist! Das ist schon echt nicht ohne!
Kann ich bestätigen da ich Leute aus dem Bereich kenne (Rettungsschwimmer ,Lehrtaucher etc)- man lernt zwar gewissen Griffe usw.- aber bei einer Person in Panik funktioniert das auch nicht immer- und dann ist jedes Mittel erlaubt...
Bei allen gilt immer der Grundsatz - Eigenschutz geht vor !
Mac
 
Ich würde (ausgenommen bei einem Kind) niemals selbst ins Wasser gehen, um zu versuchen, zu "retten"...

Erst gestern wieder gesehen, wie eine einzelne Person am See den ausgewiesenen Schwimmbereich verließ und nur noch als "kleiner Punkt" mitten im See herumschwamm.

Dafür mein Leben riskieren?

Niemals!
R. S.
 
Ich habe es beobachtet, wie eine einzelne Person im Nov. oder Dez.! unbekleidet aus der Regnitz kletterte.
Wie lange die Person im Fluß schwimmend verbrachte, weiß ich nicht. Aber sollte es bei der durch Unterkühlung zu Krämpfen bzw. einer Notsituation kommen, wo diese um Hilfe ruft, werde ich bestimmt nicht reinspringen und mich auch in Gefahr begeben!

Ich wähle dann die 112 und laß lieber die Profis kommen, auch wenn die erst zu spät da sind.
 
Ich habe es beobachtet, wie eine einzelne Person im Nov. oder Dez.! unbekleidet aus der Regnitz kletterte.
Wie lange die Person im Fluß schwimmend verbrachte, weiß ich nicht. Aber sollte es bei der durch Unterkühlung zu Krämpfen bzw. einer Notsituation kommen, wo diese um Hilfe ruft, werde ich bestimmt nicht reinspringen und mich auch in Gefahr begeben!
Wird ja auch ausreichend propagiert durch die zahlreichen Eisbade Events und Berichterstattung durch die Medien. Es gibt dann immer die, die dann einzeln oder zu zweit solche Aktionen starten.
 
Kraft der eigenen Entscheidung mit ggf.eigenen Konsequenzen.
Das entscheidet ein jeder für sich,in dem Augenblick vor Ort ob man ggf.sein Leben für jemand anderen riskiert....da bleibt keine Zeit für Planspiele....
Ist wohl eine Sache der Mentalitaet,der Einschätzung der Gefahr,dem eigenen "können " etc. Reine persönliche Entscheidung ,da gibt es kein allgemein richtig oder falsch,oder ne Bewertung.
Nur jeder sollte sich bewusst sein,das es schief gehen kann.
Ob ich persönlich, reinspringen würde?
Entscheide ich wenn ich in der Situation vor Ort waere ,nach eigenen Abwaegung- und handel wie ich meine.

Mac
 
Aber wie kann es sein, dass auch der Retter verunglückte? Kann ich mir nur so erklären, dass der Ertrinkende sich in Panik an ihn festgeklammert und mit in die Tiefe gezogen hat...?
Es gibt auch noch die fiese Gefahr der hohen Wände, Kaimauern, Pieranlagen usw. :crazy

Man sollte sich mal vorher Gedanken machen, ob man an einer Kilometer-langen senkrechten Betonwand von vlt. 3m Höhe einfach so an der Kante aufhält ...
Alleine schnell sehr sträflich, je nach Wetter und Temperatur sehr gefährlich, auch zu zweit noch zuwenig, wie man sieht.
Ein mit großen Zwischenknoten versehenes oben stabil festgemachtes Kletterseil ist da schon mal vorher sehr sinnvoll,
und ein Schwimmring mit langem Seil mitzuführen oder eben genau wissen wo der nächste in kurzer Laufweite ist, das gehört vorher dazu.
Auf jeden Fall ist erstmal vorher telefonieren und dann erst reinspringen und retten versuchen bei einziger 2.Mann mehr als sinnvoll.

Das abtransportieren von den panisch absaufenden mit viel Gefahrenpotential ist auch ohne geschulte Gewaltanwendung an sich ganz zwangsläufig einfach, man wartet bis die Kräfte erlahmen und das Mensch ruhig liegt oder absinkt, dann kann man zugreifen und ordentlich rückenschwimmend abtransportieren - wenn es denn überhaupt einen sinnigen Schwimmweg für den so eben sehr langsamen Transport gibt, s.o. !!!
Ansonsten ist auch z.B. an (reingesprungen mit) langem Seil festmachen ("anhaken") daran immer noch besser als nix und erstmal selber wieder rauskommen/klettern.

Mit ner starken Spinnangel etc. könnte man notfalls auch jemanden (am Rücken) anpilkern und oben halten.
Wenn so in der Situation nicht rettbar/bergebar, dann wenigstens irgendwie angeleint sichern vor komplett wech durch versinken und somit lange verloren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben