Zurück vom Roms

Flatfischer

Hardcore-Fliegenfischer
Nach einigen Jahren Abstinenz ging es Anfang August wieder für zwei Wochen ins Angelcamp Holmenstranda am Romsdalfjord.

In der ersten Woche perfektes Angelwetter mit leichtem Wind. Im Gegensatz zu Deutschland schönes Wetter mit 20 Grad und nur einigen Regenschauern. Dazu der Langfjord voll mit großen Köhlern. Es wurden reichlich Fische im Schnitt von 10 bis 15 Pfund gefangen. Dazu ein 18-Pfünder und als größter Fisch der Tour ein Köhler von 11,4 Kilo. Bilder siehe Link:

http://www.romsdalfjord.de/index.php?option=com_zoom&Itemid=45&catid=13

Als Beifang wird noch ein großer Pollack von 12 Pfund im Freiwasser gefangen. Teilweise ist eine Armada von bis zu 30 Boote über den Langfjord verteilt. In der zweiten Woche wird das Wetter dann etwas schlechter und bei sehr starker Drift gehen die Fänge von Großköhlern deutlich zurück, da man die leichten Pilker einfach nicht mehr auf Tiefe bekommt. Am drittletzten Angeltag ziehen es bei Dauerregen und starkem Wind alle vor, nicht raus zu fahren. Leider ist das Fischen im Flachwasser an den Kanten nicht besonders erfolgreich; außer einigen kleineren Dorschen, diversen Schellfischen und wenigen kleinen Pollacks tut sich dort nichts. Naturköderfischen wird aufgrund des Fehlen von Heringen und Makrelen (tauchen erst sehr vereinzelt auf) praktisch nicht durchgeführt. Auch im Rödvenfjord ist praktisch kein anständiger Fisch zu fangen (wie im Hochsommer nicht unüblich).

An einem Abend taucht keine 100 Meter vom Steg direkt an der Insel ein großer Heringsschwarm an der Oberfläche auf. Diesen sehen, im Dauerlauf zur Hütte, rein in die Angelklamotten und zurück zum Boot sind eins. Leider steht nun ein Norwegenneuling mit seinem Boot genau dort, wo der Schwarm gewesen ist. Ihm wird darauf hin in „freundlichen“ Worten erläutert, wie sehr Heringe es lieben, wenn mit Vollgas in den Schwarm gefahren wird und auch noch der Rückwärtsgang eingelegt wird...|director: Es geht also ohne Heringe nach Hause. Vom Steg werden beim Plattfischangeln neben diversen Flundern auch noch zwei wirklich schöne Aale von 800 und 1000 Gramm gefangen.

Etwas Kurioses am Rande: Beim Angeln im Rödvenfjord ist uns sage und schreibe ein Fliegenfischer im Bellyboot begegnet. Als ich das unserem Betreuer Gerold erzählt habe, hat es den auch bald umgehauen. Ein Bellyboot hat auf Norwegens Fjorden absolut nichts zu suchen; dies ist schon ein verkappter Selbstmordversuch! Wir haben es zweimal gehabt, das auf der vorher spiegelglatten See innerhalb von 5 Minuten nur noch Schaumkronen zu sehen waren und wir das Angeln abgebrochen haben. Mit einem Bellyboot hat man bei einem plötzlichen Wetterumschwung oder bei einsetzender starker Drift praktisch keine Chance, das Ufer zu erreichen.

Am vorletzten Angeltag am Freitag noch etwas Betrübliches: Ein Berliner Angelkollege legt nach dem Filetieren sein Messer mit der Schneide nach oben auf den Tisch #d und beginnt diesen mit dem Schlauch zu reinigen. Ein kleiner Stolperer, ein Schrei und das Desaster ist passiert. :c Am kleinen Finger eine Sehne ganz und eine teilweise durch. Nach der Erstversorgung in Andalsnes bringt ihm das eine fünfstündige Taxifahrt zum Spezialisten an der Uniklinik nach Trondheim mit anschließender OP ein. Sonntags nachts um 02:00 Uhr ist er nach wiederum fünfstündiger Taxifahrt gerade noch rechtzeitig zur Heimreise um 9:00 wieder zurück.

Flatfischer
 
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Cohiba

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AW: Zurück vom Roms

Das war doch mal eim knackiger Bericht über einen schönen Urlaub .
Danke !!!!!!
Gibt`s noch Bilder ?
Gruß Jürgen (der noch 6 Tage warten muss )
 

Heuxs

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AW: Zurück vom Roms

Hi Flatfischer

Das mit den großen Köhlern im Langfjord kann ich nur bestätigen.
War von 6.8.-20.8.auf Averoy,mein Hausnachbar aus Oslo der sein
Ferienhaus dort hat,fragte ich nach erfogsversprechenden Angelstellen:
Eigendlich um Averoy.
Er kam mit der aktuellen Tageszeitung wieder: Im Langfjord (mit Foto)werden
zur Zeit viel und sehr große Sei gefangen.........Da brauchste Dich nicht zuwundern, wenn 30 Boote darumschippern.
Sind am 9.8. zu den Trollstigen gefahren,(Molde-Andalnes)der Langfjord sah
Wellenmäßig gut aus,aber rückzu der Romsdalfjord.......(Vestnes-Molde) ein
graun!! da brauch man bestimmt 2 Wettergötter und 14 Tage.
Bei der Heimfahrt am 20.8. genau so,der Langfjord platt und am Roms ging
die Post wieder ab.
Aber wenn Ihr gut gefangen habt ist doch alles ok.

Tschüß Heuxs
 
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