Zukunft der Karpfenteichwirtschaft

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Das Projekt TeichTestNetz schafft erstmals umfassende Basis für Karpfenteichbetriebe.

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Mit Daten die Tradition sichern: Neues Projekt für Karpfenteiche (Bild @pixabay)

Die Landesanstalt für Landwirtschaft (Institut für Fischerei, IFI) hat mit „TeichTestNetz“ ein Projekt gestartet, das die Karpfenteichwirtschaft in Bayern nachhaltig stärken soll. In 100 repräsentativen Teichen werden bis 2029 jährlich Daten zu Produktion, Verlusten, Vermarktung und Wirtschaftlichkeit erhoben. Damit entsteht erstmals eine wissenschaftlich fundierte Grundlage, die den Betrieben selbst wie auch Politik und Öffentlichkeit ein realistisches Bild der Branche vermittelt.
Die Karpfenteichwirtschaft hat in Bayern eine bis zu tausendjährige Tradition, doch bislang fehlte eine verlässliche Datengrundlage für ihre Entwicklung. Projektleiter Dr. Martin Oberle betont: „Die gewonnenen Informationen helfen uns, Trends zu erkennen und Maßnahmen für eine zukunftsfähige Teichwirtschaft umzusetzen.“

Besonders wichtig ist die Wahrung der Anonymität: Pro Betrieb wird nur ein Teich erfasst, Rückschlüsse auf den gesamten Betrieb sind ausgeschlossen. Die Teichwirte erhalten ein kurzes Abfrageblatt – auf Wunsch in Papier- oder Digitalform – und bekommen im Gegenzug eine Aufwandsentschädigung sowie eine individuelle Auswertung ihrer Wirtschaftlichkeit.
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) finanziert und in Zusammenarbeit mit dem Landeskuratorium der Erzeugerringe sowie den Fischereifachberatungen umgesetzt. Die Ergebnisse werden jährlich anonymisiert veröffentlicht und dienen als Grundlage für Beratung, Fördermaßnahmen und politische Entscheidungen.
Eine breite Beteiligung soll die Aussagekraft der Daten sichern und die Zukunft der bayerischen Teichwirtschaft langfristig stärken. Interessierte Betriebe können sich direkt beim IFI melden.



Quelle: https://idw-online.de/de/news856981
 
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