Zanderangeln mit ultrafeinen Ruten

Hallo liebe Anglergemeinschaft.

Mich hat mal wieder die Lust nach Zandern gepackt.
Ich habe mir dafür eigens zwei Ruten gekauft.
Da es in meiner Umgebung allerdings keinen vernünftigen Tackledealer gibt, wo man verschiedenste Ruten in die Hand nehmen kann habe ich, Asche über mein Haupt, aufgrund von Internetbewertungen "blind" bestellt.

Ich habe mir zwei Shimano Vengeance Zander mit einem Wurfgewicht von 5-25gr. in 330cm Länge gekauft.
Sie passten preislich zu meinem Geldbeutel und ich las ganz gute Bewertungen.

Heute kamen die Stöcke an, machen einen sehr guten Eindruck, optisch sogar viel besser, als ich es erwartet habe, und sehr gut verarbeitet.

ABER! Sie kommen mir zum Zanderangeln doch ein wenig zu "fein" vor. Sie machen eher den Eindruck einer mittleren Matchrute, das Spitzenteil ist sehr dünn und auch sehr weich.

Jetzt stelle ich mir einfach mal vor, damit auf Zanderjagd zu gehen mit kleinem KöFi und Posenmontage, oder evtl. KöFi an freier Leine.....
aber was passiert, wenn man mal nen richtig stattlichen Burschen "den ich noch nie Fing" dran habe, oder mal eine kapitale Esox-Dame....machen die nicht Kleinholz aus meinem sensiblen Rütchen.....also im Wohnzimmer macht sie den Eindruck, als könnte das Friedfischangeln damit richtig Spaß machen, aber Zander mit der Gefahr auch mal nen Hecht zu erwischen??

...diese Frage stelle ich auch auf die Gefahr hin, dass die Raubfischprofis jetzt die Hände übern Kopf zusammenschlagen
und denken |uhoh:|uhoh:|uhoh:|uhoh:

Gruß
 
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Bei einem Wurfgewicht von 5-25g weiß man doch vorher das die Ruten zum Köderfischangeln nicht erste Wahl sind ??
 
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Kein Fisch macht mit der Rute Kleinholz wenn die Bremse richtig eingestellt ist ;)
 
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Richtig.
und für stillgewässer oder ruhige flussabschnitte wird das schon klappen.
 
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Bei einem Wurfgewicht von 5-25g weiß man doch vorher das die Ruten zum Köderfischangeln nicht erste Wahl sind ??

Och, das würd ich nicht sagen, ich habe ne Matchrute mit 5-30gr. angegeben, allerdings ist sie nach vorne hin etwas steifer und von daher meiner Meinung nach auch gut geeignet größere Fische damit zu bezwingen. Da hat ich schon KöFis dran.

Und die Rute an sich ist ja nicht schlecht, ich find sie gut geraten. Jedoch glaube ich dass die Jungs von Shimano vielleicht das Modell eher "Match" hätten nennen sollen.
Ich werde sie nicht zurückschicken, nur halt dann eher zum Matchfisch nehmen.

Und das mit den 25gr. ist auch nicht unbedingt aussagekräftig. Bei der feinen Posenfischerei mit fingerlangen KöFis könnte ich mir vorstellen, dass es auch hinhaut, so hatt ich es nämlich im Sinn.

Aber die weiche dünne Spitze gibt mir zu denken.
 
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Andererseits....ich werds am Wochenende ausprobieren und weiß dann mehr, das ist das Logischste.
 
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Kommt stark auf die Umstände an, im Hauptstrom des Rheins würde ich damit nicht angeln...
Andererseits könnte ich mir durchaus vorstellen, mit solch feinen Ruten am DEK-Kanal den Z-Fischen nachzustellen. So eine Ferndiagnose ist immer schwierig, zumal man auf die WG-Angaben oft nix geben kann.

Ich würde mal sagen, dass neben Deiner Köderwahl vor allem die Größe der zu erwartenden Fische (inkl. Hecht-/Wels-Beifang) und die Bedingungen, unter denen Du drillen musst entscheidend sind. Ansonsten sollten sich kleine Köfis, Finesse-Rigs und kleine Wobbler damit passabel präsentieren lassen.
Wichtig ist gerade bei so leichtem Gerät, dass die Bremse Deiner Rolle absolut ruckfrei anläuft!!
 
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Habe ne Penn Wurfgewicht 10-30g habe ein Hecht von 125cm und 15kg rausgeholt und meine Rute hat das ganze kalt gelassen (siehe Album)
Wie meine Vorredner schon sagten

Kein Fisch macht mit der Rute Kleinholz wenn die Bremse richtig eingestellt ist
 
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Der Drill wird nicht das Problem sein.

Das Werfen mit dem Köfi dran muss etwas vorsichtiger passieren und wird keine 50 Meter schaffen.
Im Stillgewässer .... warum nicht .... macht das drillen sogar Spaß.
 
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Hatte gestern Abend bei meinem Dealer die 3,30er Vengeance-Rute in der Hand - schwupps - ich hatte sofort identische Bedenken und Gedanken wie Du :m.
Zum Forellenklatschen und Match-Angeln wird die Shimano vermutlich hervorragend sein, zum Z-Fisch-Angeln habe ich mich dann doch nicht getraut, da in unserem See (Gelegenheit macht eben Hunger) auch gerne mal eine wirklich dicke Berta zubeisst |bigeyes - ob die Rute dann wirklich (auch meine Angelkünste realistisch einschätzend ;)) heile bleibt, dafür waren mir knapp über 50 Euro Testgebühr dann doch zu viel.

Habe mich alternativ für die geringfügig günstigere DAIWA Procaster in 3 m entschieden. Die ist im direkten Vergleich zur Shimano erheblich steifer und scheint auch etwas mehr Rückgrat zu haben.

Nichts desto trotz wünsche ich Dir viel Erfolg und hoffentlich einen bis vier tolle Zander, über deren Drill und Fang Du dann hier berichten kannst - ggf. wird`s dann ja doch noch was mit der Vengeance Zander und meiner Wenigkeit ... #6.

Petri Heil aus der Eifel

Eddy|wavey:
 
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Moin!

Für die Weser und unsere Seen werden sie reichen. Ob Du da nun 30Gramm oder 150Gramm reinfeuerst, Deine Montage wird es sich an der ersten Kante bequem machen.

Mir persönlich wären sie zu dünn, bzw in Hannover hättest Du sie mal befummeln können.
Nu muss es halt ein Testfischen entscheiden.
 
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Der Drill wird nicht das Problem sein.

Das Werfen mit dem Köfi dran muss etwas vorsichtiger passieren und wird keine 50 Meter schaffen.
Im Stillgewässer .... warum nicht .... macht das drillen sogar Spaß.
Ich angle damit in der Maas und den GuFi werfe ich weiter als 50m bei 25g GuFi
 
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...ich habe mit solchen ruten ein ganz andres problem - und das ist der anhieb!ich habe auch anfangs eher mit zu weichen ruten gefischt, das macht zwar laune so fein zu fischen mit minköfis und kleinen posen,aber bekanntlich hat der zander ja ein hartes maul und wenn man dann mal auf 20-30m nen anhieb setzen soll ging das bei mir meist schief.
zudem kann man auf die wurfgewichts-angaben leider gar nix geben.
am liebsten angle ich momentan auf zander mit der cormoran speciland 40-80g.die ist keinesfalls so ein prügel wie es sich anhört und deutlich weicher als es das wurfgewicht vermuten lässt,jedoch hat sie eben auch genug rückrat mal nen fetten aal zu drillen oder eben nen fisch ausm kraut rauszuziehen...denn da vergeht einem dann recht schnell der spass am drillen mit ner zu leichen rute...;)
 
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Ich berichte gerne vom gestrigen Abend - war ja schließlich Freitag, der 13. !

Nachdem ich meine anglerische Interessenlage in den letzten Tagen auf den Z-Fisch fokussiert habe (boah, welche Wörter ich alle kenne
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), wurde mir durch einen Boardi eines anderen Boards (Gessi) große Hilfe zuteil - die gestern Abend erste Früchte getragen hat. Hierfür aber an dieser Stelle erst einmal und nochmals herzlichen Dank Jens
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!!

KöFiFang an unserem Vereinssee (stehendes Gewässer) war gestern problemlos - habe nur ein Vorfach "verbraucht" - neuer persönlicher Rekord. Nach Eintreffen meiner Frau (auch liebevoll "die Gebieterin" genannt) habe ich auf folgende Montagen vertraut:

a) An der 40-80 gr Ur-Alt-Allround-Rute meines Vaters (ich hänge an diesem Stock, denn damit hat Papa damals auch schon immer alle Fische erangelt) habe ich eine Freilaufrolle (jetzt kommt`s) von B-Square aus dem LIDL für 16,99 € und einen sinkenden 15 gr-Sbiro von SPRO mit Gummikügelchen und Tönnchen-Snap freilaufend montiert. An das ca. 60 cm lange 5-kg-Vorfach aus Fibersteel (v. Profiblinker) habe ich einen Karpfenhaken von FOX, Series 1, Größe 2 mit Quetschhülse befestigt.

b) An die nagelneue DAIWA Procaster in 3 m Länge (WG 10 - 35 gr) habe ich eine ABU FR 503 gehängt - ziemlich schwere Rolle für solch ein leichtes Rütchen, eine andere FR war aber in meinem Stall nicht "frei", natürlich ebenfalls mit frei laufendem Sbiro und Snap. An dieses Fibersteel 5-kg-Vorfach habe ich ebenfalls per Quetschhülsen diesmal aber zwei kleine Drillinge (ebenfalls ProfiBlinker, Größe 8) befestigt. Und zwar so, dass die sich "gegenüber standen", heißt, egal wie in den KöFi gepiekst, zeigte ein Drilling immer in die Gegenrichtung des anderen.

WARUM DAS
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==> ganz einfach: Ich wollte doch mal selbst testen, welche Philosophie der unterschiedlichsten Zander-"Experten" nun zutrifft. Die einen sagen, der/die Haken (ob nun Einzelhaken oder Drilling spielt dabei keine Rolle) muss/müssen unbedingt Richtung Maul zeigen, die anderen meinen, es ginge nur, wenn der/die Haken in Richtung Schwanz des KöFi zeigt/zeigen würden. Ergebnis des Versuchs liefere ich im weiteren Text des Beitrags nach
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.

An die Vorfächer kamen dann als KöFis meine frisch gefangenen und getöteten Rotaugen in ca. 6-8 cm Länge (kleinere Exemplare wurden schon letzte Woche von unseren Zandern verschmäht). Hierbei habe ich das Rotauge am Einzelhaken durch die Schwanzwurzel angeködert, so dass der Kopf des KöFi beim Auswerfen wunderbar nach unten hängt und der Haken Richtung Schwanzflosse zeigt. Die Drillinge hingegen habe ich einmal am Maul des Fischleins und einmal unterhalb der Rückenflosse mit jeweils einem Haken befestigt - das sass bombensicher.

Die Fische wurden nach der Tötung mit einer Ködernadel mehrfach und beisitig eingestochen (Schwimmblase wurde zerstochen) und auf jeder Seite zusätzlich mit einem kl. Messer jeweils 2-3 Mal eingeschnitten.

Was soll ich sagen - Einzelhakenmontage ca. 10 Meter weit rausgeworfen, Schnur nach Bodenkontakt (ca. 2,50 m) des Sbiro etwas gespannt und auf dem RodPod m. elektr. Bissanzeiger abgelegt. Freilauf der B-Square (läuft übrigens sensationell gut und leichtgängig) auf, ein Knicklicht per Einhängmontage als kl. Gegengewicht in die Schnur - fertig, umdrehen und zweiter Rute widmen.

FALSCH, mein Freund ==> Meister ESOX (ein Spritzer mit ca. 55 cm Länge) nahm offenbar gerne das Angebot "der kl. Zwischenmahlzeit" an - nach keinen 2 Minuten lief die Schnur von der Rolle ab! Ich habe etwas gewartet und dann beim Stillstand angeschlagen - der Hecht kam ein wenig auf mich zu und wehrte sich dann. Da der Haken wohl noch nicht richtig saß, war sein Widerstand schnell gebrochen - er ließ los (der Klügere gibt nach) und mir meinen halb durchgebissenen bzw. gerissenen KöFi an der Montage zurück.

Neuen KöFi drauf und wieder rein damit - zweite Rute etwa 8 Meter raus und dann - Warteposition auf dem Rundweg um den See (leicht oberhalb der Angelstelle) einnehmen. Meine Frau brachte zwischenzeitlich unseren Hund Gismo ("Für den ist die Warterei nix!") nach Hause. Ich führte mit etlichen Spaziergängerinnen und -gängern nette Gespräche an einem leicht sonnigen und trockenen Eifel-Abend
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die Laune war gut, es sah ja nicht nach Schnee aus - kann man in der Eifel ja nie wissen
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. Meine Frau kehrte nach etwa 1,5 Stunden mit lecker selbstgemachten Hackbratenbrötchen zurück - Abendessen und Stimmung waren danach sehr gut.

Gegen 21.20 Uhr brach die Dämmerung merklich über uns herein und wir fragten uns gerade, ob wir wohl bei dem zu erwartenden klaren Sternenhimmel die ein oder andere angekündigte Sternschnuppe zu sehen bekommen würden, als zunächst das linke Knicklicht schnell nach oben gezogen wurde und sofort anschl. der Bissanzeiger seine Arbeit aufnahm.
Der "Interessent" am anderen Ende nahm fleissig Schnur (ja, auch bei/mit "nur" eingeschaltetem Freilauf - denn zusätzlich "Bügel auf" hatte mich letzte Woche einen Biss verpassen und den Fisch letztlich verlieren lassen). Um es ihm noch leichter zu machen, öffnete ich nun aber flugs den Rollenbügel. Der Abzug wurde noch schneller - also, ein Entschluss muss her.
Gessi (und andere erfahrene Zander-Angler) haben Recht, dass die 2. Run-Methode für kleinere oder nicht maßige Zander zumeist ungut endet, da die Fische den Köder hiernach sooo tief inhaliert haben, dass eine problemlose Entfernung des (Einzel)Hakens in den allermeisten Fällen leider nicht möglich ist. Insofern habe ich in einer relativ frühen Phase des Abzugs angeschlagen - und was solch ich sagen - hängt
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!!

Herr (oder Frau) Z-Fisch liess mich (trotz relativ steifen Prügels) per mehrmaligem Kopfnicken wissen, dass er/sie kein Esox ist, nun auch den Haken an der Sache herausgefunden hatte und es bestimmt gar nicht gut fand, dass es nunmehr ungewollt für sie/ihn in Richtung Ufer ging. Nach einem wenig spektakulären Drill (die Bremse der "Billig"rolle tat dabei übrigens auch vorbildlich ihren Job) konnte ich ihn/sie nach keinen vier Minuten über den Kescher führen und dem Wasser entnehmen.

Die Freude war sowohl auf seiten meiner Gebieterin als auch bei mir riesengroß - war mit diesem Fisch doch endlich der bis dahin von ihrer Seite aufgebaute, unheimlich auf mir lastende Druck ("Die anderen fangen Zander - bloss Du nicht "), zumindest für 2010, endgültig erledigt
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!!

Rute neu bestückt - raus damit - hinsetzen und freuen!! Knapp 20 Minuten später - Biss auf der rechten Seite, der neuen Rute. Selbes Spiel - der Opponent zieht brav ab (da bei der ABU FR503 der Freilauf aber nach meinem Empfinden etwas schwerer lief), auch hier den Bügel auf und dann noch wenige Sekunden warten, um zu testen (dazu war ich ja schließlich hier und nicht zum Spaß
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), ob das "schnelle" Anschlagen mit zwei montierten Drillingen Erfolg hat. Was soll ich sagen: Es hatte !!
Insgesamt habe ich dem Burschen etwa 15 - 18 Meter Schnur gegönnt - der Anhieb saß und nach keinen 120 Sekunden war der deutlicher kleinere Markenkollege des Z-Fisch No.1 im Kescher.

Einer der Drillinge hatte im Maul gegriffen, der andere saß etwas außerhalb. Das Lösen wurde durch den Angelkollegen Torsten E. aus M. erledigt, der gerade von der gegenüberliegenden Seeseite vorbeigekommen war, um sich Fisch Nr. 1 mal anzuschauen.

Dieser Fisch maß 40 cm bei etwa 3 Pfund Lebendgewicht - unser internes Vereinsmaß beträgt 60 Zentimeter - C&R war in diesem Fall Ehrensache. Ich teile die Überzeugung, dass Küchenzander mind. 60 cm Länge aufweisen sollten.
Kleine Starthilfe beim Zurück-ins-Wasser-lassen erteilt und schon entschwand dieser schön anzusehende Stachelritter in seinem Element - auf das er recht gut wachse und mir in 3-4 Jahren Freude bereite
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.

Um 23:20 Uhr war der Zeitpunkt zum Aufbruch gekommen, die Lufttemperatur war zwischenzeitlich auf 12 Grad abgesunken - und nach 2 Bissen/Fischen sowie drei gesichteten Sternschnuppen war es für diesen Tag wirklich "mehr wie genug".

Zusammenpacken und Heimfahrt liefen routinemäßig und wenig spannend ab - aber nun stand das Filetieren an, da war guter Rat vermeintlich teuer, denn dieser Kamerad wollte/sollte schon mit entsprechender Sorgfalt behandelt werden :

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Vermeintlich deshalb, weil es NIX gibt, was man im I-Net nicht findet/finden könnte - mir hat z.B. diese Anleitung letzte Nacht sehr geholfen. Ich habe sie 1:1 befolgt, mit folgendem Ergebnis:

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Mein/Der Fisch hatte stattliche 70 cm Länge bei 3.326 Gramm Gewicht, netto entsprach das 1.487 Gramm Filets (incl. beider "Bäckchen") , die jetzt auf 2-3 leckere Mahlzeiten warten - Frau Gebieterin hat da schon sehr genaue Vorstellungen
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TESTERGEBNIS:

Mir scheint der ganze Mumpitz, wie welche(r) Haken montiert sein sollte, nahezu vollkommen irre- und wenig bis gar nicht zielführend, jedenfalls für Amateure wie mich! Es gilt die alte Weisheit : Wer fängt - hat Recht
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.
Wie anders wäre es sonst zu erklären, dass sogar bei sich gegenüber stehenden Drillingen (der Zander merkt diese also so oder so, egal ob er nun von hinten oder vorne zubeißt/den Fisch aufnimmt) der Z 40 cm den Köfi nimmt und abzieht....
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Das Ergebnis von gestern abend hat die von Gessi beschriebene Montage für eine schnelle Anhiebmöglichkeit nachdrücklich bestätigt.
Ich denke, meine nächsten Vorfachmontagen werden dann auch zu weiteren Versuchszwecken etwas variiert werden, z.b. ein freilaufender zweiter kl. Drilling (anstelle fixiertem) auf dem Fibersteel oder aber auch ein fixierter Einzelhaken mit freilaufendem kl. Drilling auf Fibersteel (oder Flexonit oder what have you, auf jeden Fall etwas feiners, mit Stahlanteilen durchgesetztes Geflecht, damit auch bei Biss von einem Hecht verläßliche Ruhe herrscht/ist, was die Sicherheit für Fisch und Fänger angeht).

Der Wechsel auf den nadelspitzen und immens scharfen (vermeintlich großen) Karpfenhaken hat sich auch bewährt, da dieser beim Anhieb im Gegensatz zum in der letzten Woche verwendeten 4er-Allroundhaken seine Arbeit vorbildlich erledigt hat.

Mein Resumé:

1.) Mann, war das ein Tag gestern - mit Unglück beim Angeln an irgendeiner Stelle hatte das ja man so rein gaaaaar nix zu tun .

2.) Immer Stahlvorfächer (bzw. etwas feingliedriges mit Stahlummantelung) verwenden - die Z-Fische haben letzte Woche und gestern mehrfach bewiesen, dass sie (zumindest in diesem See) wohl doch nicht (so arg) vorfachscheu sind, wie es oftmals unterstellt/angenommen wird.


Wer solche Prachtburschen (hier mal die ein oder andere Ansicht - da wird auch klar, warum er "Glasauge" genannt wird)

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fangen möchte, hat mit etwas (auch geistiger) Vorbereitung -aber ausdrücklich nicht nur mit ultrateurem sowie extrem feinem/grobem Gerät !! - und der Fähigkeit, das hier (oder anderswo) Gelesene auch in die Tat umzusetzen allerbeste Vorrausetzungen geschaffen, um dann auch mal so morgens um halb eins ziemlich (Quatsch: mächtig!!) stolz abgelichtet zu werden:

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Zu guter Letzt erlaube ich mir den Hinweis (bevor zurecht Beschwerden kommen), dass der Zander schon tot war, bevor er sich mit mir ablichten lassen mußte - er hat also nicht gelitten
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Ohne jetzt als Klug********r gelten zu wollen - aber diesen Text habe ich für alle Zweifelnden und Unwissenden in allen Boards eingestellt, in denen ich mir Hilfe geholt habe. Vielleicht hat der Beitrag ja die möglichkeit, wiederum Jemandem zu helfen - wäre toll.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende wie auch viel Erfolg bei Euren Ansitzen/Sessions. Liebe Grüße aus der Eifel

Eddy (das Elfchen)
 
AW: Zanderangeln mit ultrafeinen Ruten

einen sinkenden 15 gr-Sbiro von SPRO mit Gummikügelchen und Tönnchen-Snap freilaufend montiert. An das ca. 60 cm lange 5-kg-Vorfach aus Fibersteel (v. Profiblinker) habe ich einen Karpfenhaken von FOX, Series 1, Größe 2 mit Quetschhülse befestigt.


WAS IST EIN Tönnchen-Snap?
 
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einen sinkenden 15 gr-Sbiro von SPRO mit Gummikügelchen und Tönnchen-Snap freilaufend montiert. An das ca. 60 cm lange 5-kg-Vorfach aus Fibersteel (v. Profiblinker) habe ich einen Karpfenhaken von FOX, Series 1, Größe 2 mit Quetschhülse befestigt.


WAS IST EIN Tönnchen-Snap?

Ein Snap - dem ein Tönnchenwirbel anhängt ist. Der also nicht "nur so" an das Ende der Schnur gehängt/eingebunden wurde. Alternativ geht natürlich auch jeder "normale" (Tönnchen-)Wirbel - der bei mir aber gerade nicht zur Hand war ;).

Eddy
 
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@Elfchen
Verdammt geiler Text. Ich hab selten sowas gutes gelesen#6. Ist zwar ziemlich scharf geschrieben, greift aber niemanden direkt an... echt klasse.
 
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Nochmals zu den ultrafeinen Zanderruten für die Köfiangelei, die mittlerweile ja wohl jeder Hersteller im Programm hat. Ich besitze selbst eine davon, nämlich die Cormoran Speziland Zander in -40 gramm WG, die ich mir allerdings nach ausführlichem Begrabbeln nicht zum Zander, sondern zum Barschangeln mit Naturköder gekauft habe. Zum Zanderfischen ist sie definitiv nicht geeignet, da scheint mit nur wieder mal eine gewisse "Modeerscheinung" aufgekommen zu sein, die die Gerätehersteller dankbar aufnehmen, um wieder mal eine neue "Spezialrute" auf den Markt zu werfen.
Mehrere Gründe könnte ich anführen:

1. Die Rute hat eine Matchaktion, das WG mit -40 gramm ist stark übertrieben, 15 gramm halte ich für realistisch. Die Aktion ist parabolisch.

2. Wie soll bei dem harten Zandermaul da ein Anhieb durchkommen? Ok, wenn ich solange warte, bis der Haken im Schlund hängt, hat sich das erübrigt, um aber schnell anschlagen zu können, benötige ich eine Rute mit einem gewissen Wumms, und die muss vor allem eines haben, wie sagt es Angel Det immer so schön: Hooking Power.

3. Grundfischen über eine gewisse Entfernung und in tiefem Wasser scheint mir vollkommen unmöglich zu sein. Immerhin muss ich viele Zander auch über eine Krautbank bugsieren bzw. da durchzerren. Absolut nicht machbar mit einer solchen Rute.

4. Ich würde mich nicht trauen, beim Wurf einen 10cm Köfi mit einem 20 gramm Grundblei durchzuziehen, aus Angst, die Rute würde das nicht überleben. Was will ich dann mit einer Rute, bei der nicht mal sowas geht, auf Raubfisch angeln? Vollkommen widersinnig in meinen Augen.

5. Und last not least: Was ich nie verstehen werde: Warum muss es auf Zander eigentlich so "fein" sein, wenn es doch auf Hecht recht "grob" zu geht? Gut, die Köfis, Posen und Bleie sind beim Hechtfischen leicht gewichtiger (oder auch nicht), aber sonst: Ein 70er Hecht ist im Drill auch nicht spektakulärer als ein 70er Zander und so mancher Zander legt eine erstaunliche Kampfkraft an den Tag, vor allem wenn er vorne gehakt ist. Genau deswegen mache ich auch überhaupt keinen Unterschied zwischen Hecht- und Zanderausrüstung. Eine kräftige Rute mit ordentlich Power, eine 30er bis 35er Schnur, alles andere ist doch Firlefanz.
 
AW: Zanderangeln mit ultrafeinen Ruten

Also ich fische seit einiger Zeit auf Zander sowie auf Karpfen mit recht feinen Rütchen (3,6m / -45g WG). Ich benutze die Ruten, weil ich 1. nicht weit raus muss und daher mit solch einer feineren Rute ein wesentlich besseres Gefühl habe meine Montage an den Platz zu bringen, ich 2. oft mit Fetzen und feiner Pose oder (auf Karpfen) mit Mais und feiner Pose werfen möchte und 3. weil mir die feine Rute im Drill viel mehr Spaß macht.
Um den Anhieb auch durchzubringen habe ich zum Angeln mit Köderfisch eine dünne geflochtene Schnur drauf, in Kombination mit normaler Kontaktaufnahme mit leichtem Ruck und natürlich nadelspitzen Haken hängt da auch jeder Hecht.
Im Drill habe ich absolut keine Bedenken. Ich denke, solange kein Wels beißt wird die Rute immer halten ;) Karpfen bis 20pf und Hechte bis 10pf waren auf jeden Fall kein Problem für die Rute :q Zander hab ich leider noch garkeinen damit gefangen -.-' aber das kommt schon noch (und ich denke nahezu kein Zander wird an nen 20pf Karpfen rankommen)
 
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