Zander mit Gummi im Baggersee

drathy

Member
Hallo zusammen!

Ich bin in letzter Zeit irgendwie wieder ziemlich heiß darauf, den Stachelrittern mit Gummi und anderen Kunstködern nachzustellen.

Eines unserer Gewässer reizt mich immer wieder, allerdings ist es nicht leicht zu beangelnt, vor allem wenn man es nicht gut kennt und daher bin ich max 1-2x im Jahr dort. Geangelt werden darf nur vom Ufer aus, Boote sind nicht erlaubt.

Es handelt sich dabei um einen Baggersee, der zum Bau der Autobahn ausgehoben wurde. Er ist schätzungsweise 1km lang und 200-300m breit. Die maximale Tiefe liegt bei über 30m soweit ich weiß. Eine Gewässerkarte steht leider nicht frei zur Verfügung, weshalb man die Struktur nur erahnen kann. Es gibt jedenfalls Ecken, wo es sehr seicht ins Wasser geht aber auch Ecken, wo es direkt vom Ufer aus 5m in die Tiefe geht. Hauptsächlich geht es aber zwischen 2 und 5m flach rein, ehe es an einer Kante steil abfällt. Das Wasser an sich ist extrem klar, so dass man in schätzungsweise 2-3m noch gut auf den Grund gucken kann.
Der Boden (soweit ich ihn sehen kann) ist hauptsächlich sandig. Es gibt aber auch eine Ecke, die komplett am Boden mit Kraut bedeckt ist und eine Ecke, die moorig aussieht, als wäre der Boden dort torfig.

Er ist voll mit Fisch und auch mit großen Exemplaren (Hechtrekord: 1,32m). Zander, so sagte man mir, sind auch große Exemplare vorhanden und ich weiß, dass dort auch Jahr für Jahr welche eingesetzt werden.

Wenn ich nun aber in die Fangstatistik der letzten 3 Jahre schaue, dann sehe ich, dass dort gerade mal ein einziger Zander gefangen (bzw. zumindest gemeldet) wurde. Das will ich eigentlich ganz gerne ändern! :D

Ich muss gestehen, dass ich allerdings keine Ahnung habe, wo die Zander in einem solchen Gewässer stehen. Hechte zu fangen ist dort kein Problem, das ist mir schon oft gelungen. In welcher Tiefe halten sie sich auf? Stehen sie direkt an Kanten?

Wie würdet Ihr dort angeln? Mit Gummifisch und von der Technik her, wie auch im Fluss, sprich Faulenzer-Methode und/oder Jiggen?

Köder müssten ja aufgrund des klaren Wassers eher in naturfarben besser sein, richtig? Hechte hingegen habe ich immer auf Signalfarben gefangen. Ich würde aufgrund der Tiefe vom Gefühl her zu eher etwas schwerere Köpfe, sprich zu 14g tendieren.

Ich bin mal über Eure Meinungen und noch besser über Erfahrungen gespannt, denn solche Seen wird es ja zu Hauf geben. :)

Gruß,
drathy
 
AW: Zander mit Gummi im Baggersee

Ich würde die Kante rum um den Baggersee beangeln !!
(Gummi,Wobbler,Spinner musst du ausprobieren)

Wenn auf Kunstköder nix klappt, würde ich einen Ansitz mit Köfi starten ...

Eine Rute vor die Kante auf Grund , und eine Rute mit Pose über die Kante ...

Das wird ich solange machen bis ich ne Stelle am See gefunden habe wo ein Zander beisst, auf diesen Platz musst du dich dann Konzentrieren , da werden dann öftrs welche lang kommen ...

Gruß
 
AW: Zander mit Gummi im Baggersee

Das würde mich auch interessieren, ich habe genau so einen See und weiß auch nicht, wie, wo, womit usw. Nur ist mein See bis zu 50 Meter tief.
 
AW: Zander mit Gummi im Baggersee

P.S ich angele in unserem klaren Baggersee mit 7 Gr. Köpfen und 8 cm Gummis in Ölfarben ...

Die laufen in klaren Gewässern immer gut ^^
 
AW: Zander mit Gummi im Baggersee

Richtig lohnenswert ist das Zanderangeln in solchen Gewässern im Winter. In den Sommermonaten sind die Fische dort schwer zu lokalisieren und ziehen viel umher. Dazu besteht die Gefahr, dass sich eine Sprungschicht bildet und die Zettis sich irgendwo im Mittelwasser aufhalten.
Ab Oktober kannst du dort aber ganz gezielt Zander fangen, je nach Bestandsdichte auch in großer Stückzahl. Dazu musst du die tiefsten Stellen finden, welche sich vom Ufer anwerfen lassen. Dort ist dann Gummifischangeln angesagt. Sehr gediegene Köderführung d.h. Faulenzermethode mit maximal einer Kurbelumdrehung. Als Köder schlanke Gummifische mit dezenter Aktion (No- und Low-Action-Shads ala Bass Assasin, Spro Playboy, Salty Bites, Fin-S und auch unbedingt ein Zusatzdrilling, denn die Bisse sind sehr vorsichtig). Bleiköpfe an windschwachen Tagen so leicht wie möglich wählen, wenn mehr Bewegung auf dem Wasser ist dagegen eher überschwer). Die Farbe richtet sich hauptsächlich nach der Wassertrübung. Bei klarem Wasser fangen braun und klarglitter sehr gut, bei trüberem Wasser eher grün, weiß und gelb.
 
AW: Zander mit Gummi im Baggersee

Hi,

habe hier ein ähnliches Gewässer, nicht ganz so tief und nen bissel mehr Kraut, Sichttiefe würde ich auf 1,5 m tippen. Zander werden/wurden besetzt. Werden jedoch zu 100% auf Köderfische gefangen, jedenfalls ist mir keiner Bekannt der auf Gummi nen Zander gefangen hat.

Hab mir zur Aufgabe gemacht nun endlich mal den Bann zu brechen und nen Z-Fisch auf Gummi zu fangen. Berichte mal wenn du Erfolg hattest.

Ich versuche es momentan in der Dämmerung mit recht kleinen Gummis am 10g Kopf. Beangel dann meistens die Kanten am Ufer, dar da im Moment die Brut steht.

Grüße
 
AW: Zander mit Gummi im Baggersee

findest du 10g nicht etwas schwer ?

ich setze in den ,,sommermonaten" ehr auf schlanke wobbler wie den sq76 etc.

oder aber 6.2cm bzw 8cm kopytos, am 7g jig.

die Veit schon erklärte stehen die fische eben nicht immer nur an einer wassertiefe, wenn du also mal etwas weiter an der oberfläche, sprich beim zanderfischen in 5m tiefen wasser auf nur 3m wassertiefe fischen willst, dann bist du mit 7g wohl besser dran.

mit den wobblern funktioniert vorallem nachts sehr gut.

langsames gleichmäßiges einleihern bringt hier wohl die meisten bisse und letztendlich auch die meisten fische.
das gleiche gild auf für das gummi, oftmals wollen es die zander ruhig und gemächlich - zumindest nachts. wenn das nach 20-30min nicht funktioniert wird die technick dann umgestellt. udn das so lange, bis er hängt, der fisch mit vampierzähnen.
 
AW: Zander mit Gummi im Baggersee

...ich habe auch einen Baggersee mit gutem Zanderbestand (wird auch regelmäßig durch Taucher bestätigt). Jedoch beisse ich mir seit langem dort die Zähne aus um Zander gezielt zu fangen. :g Hecht zu fangen stellt mich vor kein Problem. Esox fange ich regelmäßig auf Gummi und Wobbler. Nur mit dem Zander will es dort nicht funktionieren. Jedoch ist "mein" Baggerloch schon sehr groß (70 ha max. 15m tief) und überaus struckturreich. Hinzu kommt noch das bis zu einer Tiefe von 6m starker Krautbewuchs gegeben ist der auch stellenweise bis zur Oberfläche reicht. Obwohl ich schon vom Boot (Vertikal) und Ufer aus die verschiedesten Spots, Kanten und Vertiefungen befischt habe, will es mit den Zandern nicht klappen. Ach ja, das Gewässer ist auch äußerst klar (Sichttiefe momentan >4,5 Meter), was die Taucher zumindest glücklich macht:g. Die größte Hürde stellt für mich das Auffinden der Zander da.

Ich bin auch für jeden Tip dankbar. #6

Gruß pikehunter
 
AW: Zander mit Gummi im Baggersee

findest du 10g nicht etwas schwer ?

Hi Leozinho,

wahrscheinlich stellen 10g für die meisten hier im Stillwasser wohl das obere Ende dar. Nur hab ich darunter Probleme mit meiner Führung, bzw. mit dem vernünftigen Jiggen und spüren des Grundes. Vielleicht ändert sich dass wenn ich mir, wie geplant demnächst eine neue Kombo (eingeplante Kosten 250€) gönne.

Grüße
 
AW: Zander mit Gummi im Baggersee

Vielen Dank für die zahlreichen Beiträge! Ich werde mal mein Glück versuchen und die Kanten befischen.

Auch werde ich es dort mal im Herbst/Winter versuchen, das habe ich bislang noch nie. Wir sind nämlich immer ein Stück ins seichte Wasser reingegangen aufgrund von Schilf oder wenn die Kante etwas weiter vom Ufer weg war...und naja, da ich keine Wathose habe, war mir das im Herbst/Winter immer zu kalt.... ;)
 
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