greece68

Member
Servus beinander,

ich brauche mal eine Einschätzung und nen Rat von den erfahrenen Zanderanglern unter Euch.
Wir haben einen Vereins-Stausee, mit gutem Zander und hervorragendem Hechtbestand mit geringem Angeldruck am Gewässer.
Seit Ende der Schonzeit haben wir ungefähr die zehnfache Menge an Hechten gegenüber Zandern gefangen. Zudem waren die wenigen Zander im Stau auf Köfi, Wobbler und Drachkovic zu überlisten. Kein einziger auf Gummi, Dropshot o. Texas etc. (auch kein Hechte ist bisher auf ein Gummi hereingefallen!!)!
Merkwürdig ist, dass im Zufluss und Abfluss Hecht und Zander auf Gummi beißen (gejiggt und auch Dropshot). Warum gehen die Jungs im Stau direkt nicht auf diese Köder?? Bleiköpfe sind zw. 5 und 15gr schwer mit primär Kopytos, Gutjahr Shaker No.1, Bass Assassins Swim Bait, Dropshot mit Jackson DS Walley und LC Fin S-Fish...
Also, was meint Ihr? Was machen wir falsch? Köderführung beim Jiggen Faulenzer und Profiblinker Art.
Danke Euch für rege Tipps und Einschätzungen!
 

tommator

Member
AW: Zander im Stausee

Ich habe das auch schon so erlebt. Die Zander habe ich dann mit großen Twistern und Gummiwürmern gefangen. Scheint als ob die in den Sommermonaten manchmal ihre Nahrung auf Würmer umstellen.
Probiers mal aus.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Zander im Stausee

Scheint als ob die in den Sommermonaten manchmal ihre Nahrung auf Würmer umstellen. Probiers mal aus.
Oder Krebse, sofern vorhanden. Dann extrem bodennahe Führung versuchen, wenn wegen Hängern möglich.

In meinen Augen fällt Gummi eh etwas gegen die anderen von Dir genannten Methoden (insbesondere Drachkovitch) ab. Ich bekome das sowohl selbst mit wie auch von Bekannten, dass teilweise deutlich mehr auf Blech, Wobbler oder eben Systeme gefangen wird als auf Gummi.

Da aber sehr viele Angler fast ausschließlich mit Gummi fischen (und damit auch fangen), gilt Gummi immer noch (und das aber auch nicht ganz zu Unrecht!) als DER Zanderköder. Wenngleich an manchen/vielen Gewässern wie von Dir beschireben alternative Methoden deutlich besser sein mögen.
 

greece68

Member
AW: Zander im Stausee

Ahja, sind interessant Eure Erfahrungen. Twister (Turbotail) habe ich mal probiert, aber ohne Erfolg....Gummiwürmer und Krebse noch nicht (am Texas o. Carolinarig ja mal nen Versuch wert, oder eher Dropshot?). Sind da bei den Gummiwürmer bestimmte Modelle besonders erfolgreich gewesen @tommator?
Und was für Blech wäre da empfehlenswert? Gib es da besonders erfolgreiche Modelle (habe die schon ewig nicht mehr eingesetzt und dann eher größer auf Hecht) @thomas9904!?
Unsere Gewässer sind sehr trübe; bräunlich und grünlich! Die Wobbler waren American Shad (also schwarzer Rücken, gelbe Flanke und weißer Bauch).
Danke aber schon einmal für die Antworten!
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Zander im Stausee

Muss voraus schicken, dass ich meist im Fluss fische, daher alles je nach Tiefe tc. vielleicht tewas abgewandelt werden sollte.
> Blech
Effzett (oder ähnliche eigenschwere Löffelblinker).
Absinken lassen auf Grund, Führung wie ein Pilker, nur eben nicht so hoch reißen (also so 50 cm - Sprünge..). Je höher man damit pilkt, desto größer wird dann die Wahrscheinlichkeit dass Hecht oder Barsch statt Zander beisst. Gewicht der Köder je nach Tiefe (ich benutze im Fluß wegen Strömung oft die 40 Gramm, im See werden je nach Tiefe sicherlich die um 16 Gram genügen).

Spinner (Meppsgröße 3 - 5 (im See würd ich eher die kleineren nehmen)), mit Vorschaltblei. Absinken lassen und gerade so schnell einolen, dass sich das Spinnerblatt gerade noch dreht. Gewicht vom Blei so wählen, dass der Spinner da je nach Tiefe und der Geschwindigkeit gerade über Grund läuft.

Schwarze Oberflächenwobbler nachts probierenan der Oberfläche, da wo Futterfische stehen. Bringen oft richtig gute Ergebnisse auf größere Zander.

Farben grundsätzlich:
Kommt auf die Blickrichtung vom Fisch, in welcher Tiefe Du anbietest und Farbe des Untergrundes an.

Blickt der Fisch ins Helle zu Deinem Köder, dunkle Köder verwenden, blickt er ins Dunkle, helle versuchen.

Beispiel: Wenn Du und hellen feinen Sand- oder Kiesgrund hast, nicht zu tief und tagsüber da direkt am Grund angelst, sind dunkel Köder vorteilhaft.

Hast Du dagegen dunklen Grund, sind hellere besser.

Bei allen Aussagen bitte immer bedenken:
Kann in jedem Gewässer spezielle Bedingungen gebenm, das sind grundsätzliche Ausführungen, die man vor Ort anpassen muss.
 

greece68

Member
AW: Zander im Stausee

Super, danke Dir sehr Thomas9904 für Deine ausführlichen Ausführungen dazu! Sofern sich ein Erfolg einstellt werde ich Dir sehr gerne davon berichten!
Die ein oder andere Moethode ist mir natürlich bekannt, aber direkt probiert habe ich es auf Zander noch nicht....!
Viele Grüße an alle hier beteiligten Boarder...#6
 

tommator

Member
AW: Zander im Stausee

Gib es da besonders erfolgreiche Modelle (habe die schon ewig nicht mehr eingesetzt und dann eher größer auf Hecht) @thomas9904!?

Ich fische ganz einfache Twister oder braune Gummiwürmer.
Weiß, braun oder schwarz.

Meist relativ große Modelle mit fast gar keiner Bebleiung, zB. PRBL Jig in Blau. Habe schon Minizander von 50cm auf einen 20cm Twister gefangen. War komplett eingesaugt.
 

greece68

Member
AW: Zander im Stausee

So, gestern bin ich mal wieder am See gewesen....gähnende Stille :(
Kleine Barsche wollten Twister und Co. verspeisen, aber waren zu klein ;)
Weder Gummi-Wurm am Texas Rig noch kleine Oberflächenwobbler oder Blinker langsam über Grund geführt waren erfolgreich...Räuber waren an der Oberfläche aktiv...jagen hinter den an der Oberfläche schwimmenden Brut wie wild hinterher...habe ich selten gesehen...wie weit die hinterher gehen und das Wasser aufspringt...aber so aktivbei dem Wetter sind garantiert keine Zander!
Nunja, muß wohl weiter auf stabiles Wetter hoffen oder Köfi oder Tauwurm mal auf Grund wieder legen...langweilig, aber zur Zt. evtl. die bessere Lösung!
Beste Grüße an alle...#h
 
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