Zander, a never ending story??!!

Toto1980

Schneidermeister
Alles fing damit an, das ich mal wieder öfter losziehen wollte zum angeln, aber alleine nicht immer so die Lust hatte. Da ich mit meinen NAchbarn sehr gut kann, hab ich ihn mal gefragt, ob er mich nicht mal begleiten möchte und siehe da, er war auch Angler, war aber seit 18 Jahren nicht mehr. Also zog ich mit ihm zur Lippe zum Ansitzen, ausser die üblichen Verdächtigen(Kaulbarsch), ging da nicht viel, vor ein paar Jahren hat man wenigstens noch den einen oder anderen Aal gefangen, abe nein, so sollte es nicht sein. Ok, nach ein paar mal erfolglosen Ansitzen an der Lippe haben wir uns gedacht, jetzt muss mal was passieren. Und eine Spinrute wurde angeschaft mit dem Schnickschnack an Zubehör zum spinfischen halt, nix Profihaftes, aber es sollte für das erste reichen. Mmh, abe rwas für ein Zielfisch....Zander sollte es werden, Internet wochenlang gelesen und immer wieder probiert, Videos geschaut, Foren geforstet, Tips geholt und immer wieder ans Wasser, mittlerweile schon der DHK bei mir zuhause. Aber immer Fehlanzeige....nun der Plan, wir fahren mal an ein größeres Gewässer, Option; Weser oder Rhein? OK, 2 Wochen Vorbereitungszeit hatten wir, wieder Internet, Videos, Tips geholt, Equipment aufgebessert....Haben uns da nn für die Weser entschieden, weil ich dort schon ein paar mal gewesen bin und wenigtens beim Anitzen immer Aale gefangen habe. Ok, letzen Samstag war es dann endlich soweit, war ganz schön nervös. Route hatte wir vorher im I-Net erkundet und los ging es. Nach einanhalb Stunden am Ziel....nein, Nachbar hatte falsche Strasse eingeben und eine wilde Sucherei ging los, nach markanten Punkten, die ich von damals kannte..naja nach 2 Stunden, gefühlten 3 waren wir dann endlich da.
Haben uns ein schönes Plätzchen auf einer Buhne gesucht, weil alles andere zu sehr bewachsen war. Regenschutz aufgebaut und ab, den ersten Wurm baden geschickt. Dann für den Zander Köfi Montage fertig gemacht und aua, was war das für ein Schmerz... schön den 2erZanderhaken in den Daumen gerammt. Da bimmelt die Glocke an der Grundrute, aber nur einmal, also denke ich mir wartes mal ab. Die Rutenspitze hat sich schön im Wind gewiegt und nach einer halben Stunde nix tun, habe ich dann mal den Wurm kontrolliert und den üblichen Verdächtigen wieder am Haken gehabt, mein Freund der Kaulbarsch.
DAnn bei Dämmerung die Spinrute raus, den Neuen 12 Euro Wobbler dran und dann, beim ersten mal werfen.....weg waren die 12 Euro, na toll...GuFi ging nix, Spinner auch nix nur die kalten Hände kamen. OK zurück zum Stuhl, Tee kochen...
Gaskocher raus und Gaskartusche dran, hehe...die KArtusche ging nicht dicht und pfiff sich schön leer, naja stand ja drauf"Vor Gebrauch Bedienungsanleitung lesen!!" ja ne is klar, machtse ja auch zum ersten mal...ok,Kartsuche getauscht, tee heiss alles paletti. Nun wurd es immer frischer und ich wollte mir noch was unterziehen, also Schuhe aus, Hose runter und ...Bämm ein Schlag in meine Grundrute und ich konnte nix machen, ich zu mein Nachbar, "ey kümmer dich mal, bin verhindert", er den Fisch eingekurbel und a Rand konnte ich nur die Unterseite sehen und habe mich schon auf meinen Zander gefreut der evtl. auf Wurm gebissen hat, weil sah echt so aus von unten der Fisch...nun gut ich schnell Stiefel an und KEscher gehalt und was hat der dumme Fisch....4 große Barteln na toll...wieder kein Zander. Dann war es eigentlich nur noch kalt und langweilig, ein 30er Döbel ging noch ans Band und dann bin ich im Schlafsack eingenickert und mein NAchbar auch. Gegen sechs morgens haben wir dann langsam eingepackt uns geärgert, daß wir nicht zum Rhein gefahren sind und fuhren übermüdet und durchgefröstelt nach Hause, in der Hoffung das nächste mal den Zander zu fangen, wo wir schon so lange drauf warten...


P.S. Mein Nachbar hat mich noch die ganze Fahrt über geärgert, wie geil sich doch die große 55er Barbe am Band angefühlt hat.....
 

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franny

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AW: Zander, a never ending story??!!

mir gehts ähnlich xD ich versuche seit mittlerweile 4 jahren n zander zu fangen (gut ein jahr davon war angelpause)

bei mir gings schon so los das in meinem heimat fluss (altmühl in mittelfranken) nich soo viele zander sind, gut der ein oder andere angler holt sich mit glück einen aber es gehört nicht zum alltag. zudem haben die netten herren aus meinem verein nix besseres zu tun gehabt als den einzigen weiher mit zanderbestand zu sanieren und keine zander nachzubesetzen bis sich der friedfischbestand erholt hat. also fing ich an mich zu "spezialisieren", habe fast alles gelesen welche farben für welche arten von gewässern am besten sind, wie man gufis am besten situationsgebunden präsentiert, wie man am besten seine natürköder anbieted, wie ich die hotspots finde usw usw da könnt ich etz 10 seiten vollschreiben...

naja egal: wie das leben so spielt kein zander geht an den hacken nur ab und an ma wieder n fehlbiss, von was auch immer. ich habe bis heute noch nichts mit gummifischen gefangen (evtl mach ichs ja immer noch falsch -.-) aber das is nicht der wichtige teil

jetzt dieses jahr (fragt mich nich wieso) bin ich endlich auf den brombachsee aufmerksam geworden, der nur ca 30 km von meinem heim entfernt is! und da gibts ja zander in rauhen mengen^^ einziger nachteil ich kann alleine nicht hin weil ich unser boot nicht mitm anhänger mitnehmen darf... zusätzlich is mein vater noch n typischer schönwetterangler und somit is die saison für dieses jahr schon beendet... aber egal ich kanns gar nich abwarten wieder am see rumzutuckern solang bis mal einer beist!

und jetzt nochmal in kurz: ich hab die hoffnung noch nich aufgegeben mir ma n stachelritter zu holen und des solltest du auch nicht^^ die holen wir uns noch!

mfg, franny
 

Reborn84

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AW: Zander, a never ending story??!!

Köfi??? Montage? ^^

Ich hab oft in Holland geangelt an der Maas immer wieder auf Zander und nie einen gefangen. Bestimmt an die 100 mal wenn nicht sogar noch mehr.

Seitdem ich wieder in Deutschland angel hat es 3 Ansitze gedauert danach lief es dann endlich. Wobei wir auch viel falsch gemacht haben ( Zander hatten wir ja keine Ahnung wie wir die am besten fangen) *g*.

Wir angeln im mom an 2 Seen und ich leg meist eine mit Pose und eine auf Grund. Pose halt ne leichte bis 8g, ca 60 cm Vorfach und einen Ryderhaken ( "Ryderhaken") mit Einzelhaken hatten wir immer Pech!!! Konnten die einfach net haken :(.

Die Grundrute nen leichtes Blei max 10 g und einfach liegen lassen. Der Köder bewegt sich schön bei Wind.

Und bloß net zu weit raus werfen. Die ziehen bei uns gern am Ufer vorbei und da hab ich bisher alle Bisse gehabt. Und auch ganz große *g*.

Köfi: Rotfeder, Barsch 6 bis 8 cm.

Auf Gummifisch probier ich erst garnicht. Mir gefällt das Gummifischen nicht. Geschmackssache *g*.

Zander sind schon was schönes. Wie vorsichtig die sind. Und dann das Geduldsspiel.....Anschlagen oder doch noch etwas warten...



Ja und gebt bloß nicht auf!!!!!!! Umso mehr freut ihr euch später über euren ersten Zander!!
 
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Franz_16

Mitglied
AW: Zander, a never ending story??!!

Hallo Toto,
finde ich klasse, dass du auch über dieses Erlebnis einen Bericht verfasst hast - Angeln ist eben nicht nur fangen ;)

Dranbleiben, das klappt schon noch mit dem Zander ;)
 

Bigone

kein geheimniskrämer
AW: Zander, a never ending story??!!

Ha, das Erinnert mich an meinen letzten Ausflug an die Elbe, auf der Steinpackung ausgerutscht und voll auf dem Gesäß gelandet, Rolle kaputt, konnte kaum noch gehen vor schmerzen, endlich am auto angekommen, mühsam eingestiegen, losgefahren, und Zuhause bemerkt, das ich meinen Kescher an einen Baum gelehnt vergessen hatte--- zurückgefahren-----weg war er. An manchen Tagen sollte man im Bett bleiben....
 

schrauber78

angelnder Kaffeejunkie
AW: Zander, a never ending story??!!

Moin Toto,

erstmal Petri zu der schönen Barbe.

Wenn du schon am DHK; ich tippe auf Dattel-Herne-Kanal, zuhause bist, dann versuch es doch mal vertikal an der spundwand entlang.

Fürs vertikalangeln kannst du deine Spinne verwenden. Kauf dir noch ein paar 10 - 15g Jighaken der Größe 3/0 und ein paar 4" Lunker City FinS-Fish (die mit dem Gabelschwanz) in braun od. schwarz(Rückenfarbe) mit weißem Bauch ODER Balzer Lazy Lure in schmutzigbraungrün.
Die Handhabung ist ganz einfach. Bis zum grund ablassen, dann Rutenspitze 20cm anheben, einen Schritt vor gehen, kurz halten und wieder absenken.
So wirst du eigentlich recht schnell zum Erfolg kommen.

ABER wictig ist es auch die richtige Stelle zu finden. am besten sind Brücken oder die letzten 20 Meter zu Übergängen zu Steinpackungen.
 

Wander-Zander

New Member
AW: Zander, a never ending story??!!

Die Geschichte mit den Zandern ist so ne Sache. Hatte früher einen Jugendfischerreischein und weil ich keine Zeit und keine Lust hatte den Angelschein zu machen habe ich eine lange Zeit nur ganz selten mal in Holland im Urlaub auf Friedfisch geangelt.

Ich dachte immer, dass man die nicht wirklich gezielt beangeln kann, da die so vorsichtig sind und (so wie ich annahm) selten sind. Mittlerweile weiß ich, dass Zander gar nicht so selten sind.

Als ich dann vor ca. 3 Jahren mit meinem Bruder einen kleinen Angelurlaub in Holland gemacht habe, sind wir dann an einer Stelle an der Ijssel direkt an einer kleinen Fähre hängen geblieben.

Diesmal gings auf Hecht. Wir konnten "leider" "nur" kleine KoFis fangen, aber was solls. Besser kleine Hechte als gar keine Hechte, war unser Gedanke. Allerdings war der erste Fisch kein Hecht sondern mein erster Zander. Die Freude war natürlich groß.

Da hats dann auch den Ergeitz von meinem Bruder gepackt und er hat seine Montage etwas verfeinert. Und kurze Zeit später zappelte unser zweiter Stachelritter im Netz.

An dem Abend habe ich dann noch 2 Hechte gefangen und mein Bruder noch einen Zander und einen Hecht und wir wurden vom Zander-Fieber gepackt.

Seit diesem Abend haben wir uns immer mehr auf Zander spezialisiert und haben in den ersten 2 Jahren bei jedem Mal als wir los waren auch mindestens einen Zander gefangen wenn auch nur 40-60cm Exemplare.

Letztes Jahr ging dann die Misere los. Im ganzen Jahr nur zwei Zander gefangen und etliche Schneider-Tage. Allerdings habe ich in dem Jahr meinen bis dato größten Fisch gefangen. Einen Hecht von 84cm den ich als Beifang beim Zanderangeln mit einem 12cm Low-Action-Shad gefangen habe.

Dieses Jahr sah es erst nicht anders aus. Die ersten zwei Male als wir los waren, nicht mal ein Biss. Beim dritten Mal konnte mein Bruder nach kurzer Zeit dann endlich mal wieder einen kleinen Zander verhaften. Allerdings sollte das nicht der einzige Fisch an diesem Abend bleiben. Es war ca. Mitternacht (hab nicht auf die Uhr geschaut) als ich kleine Zitterbewegungen an meiner Grundrute sehen konnte. Ich dachte erst, das es von der Strömung kommt, aber irgendwie konnte ich es nach zwei Minuten nicht mehr mit der Ungewissheit aushalten und hab einfach mal einen Anschlag gesetzt und... Hänger :(

Allerdings habe ich gemerkt, dass ich den Grund für den Hänger bewegen konnte. Vieleicht ein Ast oder ähnliches (hab da schon so viele Äste rausgeholt). Als ich den Ast dann schon fast gesehen habe, zog dieser auf einmal von mir weg. Alles klar dachte ich mir, wenn das nicht die Strömung ist, dürfte es kein ganz kleiner sein. Hatte ehrlich gesagt nicht mit einem Zander gerechnet, da die Zander die ich bis dahin gezogen habe nich sehr groß waren und schnell und einfach zu landen gewesen sind. Doch als ich dann den Fisch zum ersten Mal sehen konnte war klar, es ist ein Zander.

Der erste Versuch den Fisch mit dem Kescher zu landen scheiterte kläglich. Kescher zu klein. Alles klar, dachte ich mir. Dann must du den halt per Hand landen. Nur Wie? Hatte bis dahin nur Fische gefangen die in den Kescher passten. Da fiel mir ein Begriff ein den ich zuvor schon mal gehört hatte: „Kiemengriff“. Also vorsichtig geschaut wo man den denn wohl ansetzen könnte und dann auch schnell eine Stelle gefunden die für mich am ungefährlichsten für den Fisch aussah. Hat dann alles prima geklappt und ich konnte den Dicken dann sicher landen. 94cm zeigte das Maßband an und ich konnte es kaum glauben. Mein Bruder hat dann nochmal das Maßband korrigiert und es waren „nur“ 92cm aber das hat meine Freude in keinster Weise geschmälert.

Dazu muss man sagen, dass wir schon fast zu den Karpfen-Anglern übergelaufen wären. Aufgrund der vielen Schneider-Tage sind wir in dieser Saison auch zweimal Karpfenangeln gewesen. Aber irgendwie gefiel uns das Raubfischangeln besser. Wir haben daraus gelernt, dass es sich lohnt hartnäckig zu bleiben. Denn irgendwann fängt man den ersehnten Fisch.
Wie Franz_16 schon schrieb "Dranbleiben, das klappt schon noch mit den Zander"

Gruß Wander-Zander
 
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