Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

Favory

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Hallo zusammen,

Ich sitze seit gestern am Wasser und konnte auch schon 4 Rüssler auf die Matte legen. Allerdings sind mir bei jedem der Karpfen überdurchschnittlich starke Wunden im Karpfenmaul aufgefallen beim Lösen des Hakens. Ich habe sie zwar mit Carp Care versorgt aber das muss doch echt nicht sein :/
Seit dieser Session benutze ich den Korda Kontinental Haken und denke dass es ausschließlich an diesem liegt. Montage ist die selbe wie immer bei mir.

Hat jmd von euch ähnliche Erfahrungen mit diesem Haken?

Grüße
 
AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

.....wäre interessant zu wissen, welchen Haken Du vorher gefischt hast, welche Größe Du verwendet hast und welche Du derzeit verwendest, welche Nahrung sonst die Rüssler in dem Gewässer haben (Würmer, Schnecken aus / auf weichem Grund oder Muscheln von Steinen, Bäumen etc. - oder einfacher: haben die Fische weiche Mäuler oder eher harte?). Ansonsten fällt es ein bisschen schwer überhaupt etwas darüber zu sagen, wieso Du jetzt auf einmal diese Probleme (bzw. die Rüssler) haben und voriges Jahr alles noch passte. Ich fische seit heuer z.B. einen Mika-Haken. Im Vergleich zu den Nash / Korda haken hat dieser einen "extrem" großen Widerhaken was zwangsläufig zu Problemen beim Lösen des Hakens führt(e). Der Haken an sich ist spitze und ich möchte eigentlich nicht auf ihn verzichten, deshalb drücke ich seit geraumer Zeit den Widerhaken an und somit geht das Lösen leichter und das Maul der Gelben Schweinderl wird nicht unnötig noch mehr "zerrupft".

Edit: der Continental ist eigentlich eher ein Haken für "schwerere" Gewässer mit z.B. viel Kraut, Hindernissen etc. oder wenn man direkt vor Holz etc. fischt und dem Fisch keine Schnur geben darf. An normalen Gewässern ist er eigentlich nicht notwendig - nur um mal darüber "nachzudenken".
 

Favory

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AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

Das Wochenende zuvor habe ich die Fox Kuro S2 in Größe 6 gefischt, die Kontinental jetzt in 4.
Futter finden die Fische so ziemlich alles von Muscheln über Schnecken sowohl fester Boden als auch harte Böden. Das Maul würde ich als durchschnittlich hart bewerten. Habe aber in dem selben Gewässer auch die Fox gefischt mit denen ich dieses Problem nicht hatte.
Das die Kontinental fürs Hindernisangeln entwickelt würden ist mir bewusst, schließt das normale fischen aber ja nicht aus. Alle Fische hatten einen perfekten Hakensitz und der Haken ist nach 5 Fischen immernoch nadelscharf. Einzig die größeren Löcher lassen mich an diesem Haken zweifeln.
Ein weiterer Aspekt ist aber vllt auch das 300 Gramm Blei welches ich auf diese große Distanz verwende, das arbeitet im Drill ja auch ganz ordentlich.

Versteht mich nicht falsch, ich mag den Haken nicht schlechtreden, ich bin nur ein wenig verwundert über die Hinterlassenschaften im Karpfenmaul.

Ich denke ich werde den Haken nächste Woche noch auf kurze Distanz mit leichterem Blei testen um mal den Faktor Blei ein bisschen zu berücksichtigen.

Grüße
 
AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

Moin,
ich versteh dich nicht falsch. Schau dir mal die Stärke des Fox an und dann des 4er Korda. Dies in Verbindung mit 300gr. - das arbeitet pervers im Maul des Fisches. Wenn du diese Gewichte benoetigst legst du doch mit Sicherheit ab - nimm dann wenigstens eine drop-off Montage oder einen Stein mi Gummi . Ansonsten ist diese Art der Fischerei nicht waidgerecht oder anders ausgedrue kt: du koenntest Dir dann gleich auch eine Abhakmatte sparen und den Fisch auf den Boden knallen, das wuerde dann auch keinen Unterschied mehr machen.
 

Sensitivfischer

mach's nun auch mit Gummi
AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

... mit 300gr. - das arbeitet pervers im Maul des Fisches. Wenn du diese Gewichte benoetigst legst du doch mit Sicherheit ab - nimm dann wenigstens eine drop-off Montage oder einen Stein mi Gummi . Ansonsten ist diese Art der Fischerei nicht waidgerecht oder anders ausgedrue kt: du koenntest Dir dann gleich auch eine Abhakmatte sparen und den Fisch auf den Boden knallen, das wuerde dann auch keinen Unterschied mehr machen.

Das sehe ich genauso, ich würde auch zu einer Bleiverlustmontage raten unter Einsatz von Stein statt Blei.
Du verangelst den Fisch nicht so, was wirklich Tierquälerei ist, wenn das Vieh nachher sich 'nen Pilz einfängt und daran zu Grunde geht.
Diese Schleimhautdesinfektionsmittel, die das verhindern sollen(ähnlich dem für Menschen bekannten Octenisept), sind zwar ganz nett, aber unter Wasser nicht lange von Wirkung.

Dazu drei gute Gründe zu der von rainerle empfohlenen Montage, die nicht nur dem Fisch zu Gute kommen:


  1. Wo kein Blei/Gewicht mehr beim Drill mitspielt, kann der Fisch auch nicht selbiges einsetzen, um den Haken auszuhebeln und sich so zu befreien.
  2. Wo kein Blei/Gewicht mehr im Drill mitspielt, verrupft es dem Karpfen auch nicht das Maul.
  3. Wo kein Blei/Gewicht mehr beim Drill mitspielt, ist das Risiko sich kurz vorm Ziel(Kescher) 'nen Hänger einzufangen enorm gemindert.
Davon ab helfen eine ausgereifte Hakenlösetechnik und kleine Kniffe zusätzlich den Schaden am Fischmaul gering zu halten.
Schon ein kleines Stück PVC- Schlauch(Wanddicke wie Schrumpfschlauch füt Rigs) kann helfen.
Z.B. Schlauchstück über Hakenspitze und den Widerhaken streifen, dass selbiger abgedeckt wird, dann erst Haken aus dem Fischmaul ziehen => schon geht's ganz leicht ohne, dass der Fisch anschließend ein neues Maul braucht.;)
 

Favory

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AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

Da war ich dann schonmal nicht auf dem Holzweg mit meiner Vermutung.

Die Bleiverlustmontage werde ich beim nächsten Ansitz auf jeden Fall benutzen. Werde ich am See mal noch ein paar Steine sammeln müssen.

Ein Klasse Tipp welchen ich so noch nicht gehört habe ist das überziehen eines PVC-Schlauch beim Hakenlösen. Das werde ich mir auch auf jeden Fall merken. Danke für diesen Hinweis.

Ich werde mich nach der nächsten Session melden und berichten ob ich hierdurch die Löcher im Maul vermindern konnte.

Grüße
 

Sensitivfischer

mach's nun auch mit Gummi
AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

...

Ein Klasse Tipp welchen ich so noch nicht gehört habe ist das überziehen eines PVC-Schlauch beim Hakenlösen...

Ja klar, du kennst doch bestimmt auch diese transparenten Schlauchstücke, die als Picksschutz an den Drillingen von Kunstködern(z.B. Wobblern) angebracht sind, solche in dem entsprechenden Durchmesser sind supi.
Müssen bloß richtig schwer draufgehen und eng am Haken anliegen, dann ist's die richtige Größe.
Der Widerhaken verhindert dann sogar, dass das Schlauchstück, beim Zurückziehen des Hakens aus dem Karpfenmaul, abgestreift wird.

Zudem ist unabhängig vom Schlauchstück, die Hakenlösetechnik entscheidend(ich habe das Mal als Bild angehängt).

Oft sehe ich, dass unsere Anglerzunft die Haken einfach so rausrupft, wie sie ins Fischmaul eingedrungen sind. Das geht aber aufgrund des Widerhakens nicht nur schwer sondern vorallem zu Lasten des Fisches.

Daher den Haken erst in Richtung 1. drücken, so dass sich der Stichkanal aufdehnt und dann erst Bewegung 2. ausführen. So bleibt der Widerhaken nicht an Fleisch oder Haut im Fischmaul hängen und richtet kaum Schaden an.
 

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Favory

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AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

An der Hakenlösetechnik liegt es nicht, die Wunden sind schon vor dem Lösen vorhanden.

Kurzer Bericht vom Wasser:
Steinblei wurde verwendet, diese Woche noch extra Safety Clips für schnelles Ausklinken gekauft....

Eben hatte ich nen Fisch. Als er an die Oberfläche kommt denke ich mir noch "Super das Blei hat sich ausgeklinkt" aber meine Stimmung war alles Andere als super als ich mir auf der Matte das Maul anschaute.
Leute das war echt das schlimmste in den letzten 6 Jahren Karpfenangeln und ich kann es mir einfach nicht erklären!
Habe jetzt nochmal andere Haken gebunden und die alten ausgetauscht. Vllt liegt es ja wirklich nur an den Haken, was Anderes kann ich mir nicht mehr vorstellen.....


Grüße
 

xaru

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AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

Moin,

ich benutze immer Longshanks als Blow Back. Auch wie du mit relativ schweren Bleien 200Gr. aufwärts.

Das selbe Problem hatte ich mal mit den Fox SSC in Gr. 6.
hab dann zu den Korda gewechselt und ab da gings dann.
Wenns grob wird Fisch ich die Gamakatsu G-Carp Super Rig Hooks, extrem starke Haken die egal wo Sie sitzen da nicht mehr so leicht raus gehen, geschweige denn sich verbiegen.

Vorkommen kann es mit dem Aufschlitzen des Maules auch beim Drill, zB. geflochtene Schlagschnur und auf den letzten Metern hart ran nehmen. Hab ich alles schon gesehen und leider keine Seltenheit, ich lass mir beim Drill immer schön Zeit und Knüppel den Karpfen nicht mit aller Gewalt in den Kescher.

Ist jetzt nicht an dich gerichtet, wollte das nur mal als Grund für das Aufschlitzen des Maules aufzählen.

Gruß und ich hoffe dein Problem löst sich bald :)


 

Sensitivfischer

mach's nun auch mit Gummi
AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

An der Hakenlösetechnik liegt es nicht, die Wunden sind schon vor dem Lösen vorhanden.

Kurzer Bericht vom Wasser:
Steinblei wurde verwendet, diese Woche noch extra Safety Clips für schnelles Ausklinken gekauft....

Eben hatte ich nen Fisch. Als er an die Oberfläche kommt denke ich mir noch "Super das Blei hat sich ausgeklinkt" aber meine Stimmung war alles Andere als super als ich mir auf der Matte das Maul anschaute.
Leute das war echt das schlimmste in den letzten 6 Jahren Karpfenangeln und ich kann es mir einfach nicht erklären!
Habe jetzt nochmal andere Haken gebunden und die alten ausgetauscht. Vllt liegt es ja wirklich nur an den Haken, was Anderes kann ich mir nicht mehr vorstellen.....


Grüße

Okay, das wird dann echt schwer zu sagen sein, zumal es auch immer noch so viele Gründe geben kann:
- Drillverhalten unter Zusamenspiel von Strömung, Angler, Fisch, Bleiform.....
- Beschaffenheit der Fische in deinem Gewässer. Will heißen, dass die Karpfen genetisch, ernährungsbedingt etc. ein schwächeres Gewebe an der Maulpartie haben, als in anderen Gewässern.
- Hakentyp/art, Drahtdicke usw...
...

Musst halt echt konsequent, nach dem Ausschlussprinzip, der Sache nachgehen.
 

Carphunter2401

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AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

knallharte ruten,bremse fast zu geflochtene als hauptschnur/schlagschnur.

hab fast keine probleme mit sowas,fische weiche ruten die bremse ist fein eingestellt.
 

Favory

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AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

Ich fische weiche 2,75 lb Ruten, geflochtene Hauptschnur, 40 m 0,60er Schlagschnur, drille vorsichtig und ohne rumgezerre und habe tdem das Problem, werde die Haken nun in die Tonne werfen, mit den Fox Kuro S2 passiert mir so etwas nicht....

Grüße
 

Sensitivfischer

mach's nun auch mit Gummi
AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

Ich fische weiche 2,75 lb Ruten, geflochtene Hauptschnur, 40 m 0,60er Schlagschnur, drille vorsichtig und ohne rumgezerre und habe tdem das Problem,
Also am Setup erkenne ich schonmal nichts auffälliges.

...werde die Haken nun in die Tonne werfen,...

Würde ich nicht machen. Tausch sie bei Gelegenheit mit einem Angelkollegen.

...mit den Fox Kuro S2 passiert mir so etwas nicht....

Grüße

Woher weißt du das? Schon ausprobiert?
 

Favory

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AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

Sehe das wie Andal, deshalb landen sie wohl in der Tonne. Sind ja nur Centbeträge und das Wohl des Karpfens ist mir bei Weitem mehr wert.

Ja ich habe letzte Nacht auch das Rig mit den Kuro gefischt, ohne Probleme. Es muss also an den Haken liegen obwohl ich an der Hakenform absolut nichts auffälliges finde. Evtl weil der Haken nicht komplett gerade ist sondern von Schenkel zur Spitze ein wenig "verdreht" ist. Scharfkantig, also dass er deshalb durchs Fleisch schneidet, ist auch keiner der Korda Haken.

Grüße
 

cyberpeter

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AW: Wunden durch Korda Kontinental Haken ?!

Damit der dann damit die Karpfen vernaggelt?

Dies wäre nur dann der Fall, wenn der genauso wie der TE fischt ....

Generell hat der Kontinental kein Problem was andere Haken mit dieser oder ähnlicher Form nicht auch haben - sie drehen recht schnell und haben im Vergleich zu den WideGap Modellen einen etwas längeren Schenkel. Ergebnis, das bei einem Kuro S3 oder KurvShank sehr warscheinlich genauso wäre, dass aufgrund der "falschen" Haarlänge der Haken schon wesentlich früher im "weicheren" Teil des Maul greifen als z.B. bei der WideGap Form des S2 und aufgrund des längeren Schenkels auch mehr arbeiten was besonders bei so hohen Gewichten besonders hässliche Wunden hinterläßt. Um das sicher zu vermeiden müßte man zum einen die Haarlänge verlängern und zum anderen dafür sorgen, dass das Blei bzw. der Stein im Drill noch schneller wegfliegt dass es erst gar keine Wunden gibt.

Die Entscheidung des TE auf ein Hakenmodell zu wechseln welches "funktioniert" würde ich auch einem Experiment mit einer nicht absehbaren Anzahl an verletzten Karpfen vorziehen.


Gruß Peter
 
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