Wo steht Zander und Co. Hilfe bei schwierigem Gewässer.

Robbyk2

Allrounder
Hallo zusammen,

das Gewässer um das es sich handelt ist die Oberweser. Leider waren meine letzten Versuche vor der Schonzeit nicht von Erfolg gekrönt. Vllt. habe ich auch einfach Pech, aber ich dachte mir, ich hole mir mal ein paar andere Meinungen ein.
Als erstes weiß ich das der Bestand an Hechten in allen Altersklassen gut ist in der Oberweser.
Zander nicht so gut, weil sich diese hier in der Oberweser nicht selbst fortpflanzen. Es wurde jetzt wieder mit Besatz angefangen, nach einer langen Pause.
Allerdings werden jedes Jahr einige richtig kapitale Zander gefangen, die vermutlich von dem früheren Besatz stammen.

Mein Plan war bis jetzt in den Buhnenfeldern zu fischen. Sind natürlich nicht solche Buhnen, wie am Rhein oder Elbe etc.

Ich fische eigentlich alles ab .... in der Buhne, vor der Strömungskante, in der Strömungskante, hinter der Strömungskante.
Wo stehen eurer Meinung nach die 1. Zander 2. Hechte und 3. Barsche in der Oberweser???

Hier mal zwei Bilder wie die Buhnen aussehen. Sind vllt. nicht die zwei besten Buhnen, aber so in etwa sehen die Buhnen hier aus. Manche etwas größer und manche etwas kleiner. 1 m bis maximal 3 m tief.
Würdet ihr am Anfang der Buhne anfangen zu werfen, oder auf die Spitze? Lasst mal hören wie ihr das ganze angehen würdet und ob ihr selbst mit der Oberweser oder ähnlichen Beschaffenheiten Erfahrung habt.


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blassauge

Member
Also wie überall sind diese Buhnen der Hotspot. Hier vor allem wohl (je nach Intensität der Strömung) das Kehrwasser. Also die Bereiche hinter der Buhne im Strömungsarmen Wasser direkt zu dem Bereich wo die Strömung beginnt. Hier können vor allem der Zander aber auch der Hecht entspannt chillen und zupacken wenn da was vorbeikommt. Da Stehen sie dann in/an den ausgespülten Löchern. Das wäre mein erster Anlaufpunkt.
Dann direkt an der Strömungskante testen. Am besten parallel dazu werfen. So bist Du länger in der heißen Zone.
 

Snâsh

Active Member
Ich hab absolut keine Erfahrung mit Buhnen. Es sieht jedoch so toll aus, wann darf ich bei dir mal vorbeikommen?
 

schwerhoeriger

Active Member
Sers,

Blassauge hat ja schon die Top Tipps raus gelassen. Ich würde noch von der Dämmerung bis in die Nacht hinein angeln. Auch mit Wobbler und ganz langsam führen.
Aber es kann doch extrem zäh bei Kälte laufen.

Grussen Michael
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
Moin, ich sag Mal so: Es wäre kein schwieriges Gewässer wenn Dir jemand ohne ausgiebige Erfahrung am selbigen die Frage beantworten könnte.

Grüße JK
 

Toni_1962

freidenkend
Also für mich sind Gewässer wie dieses nach Bild, die keine wirkliche Zandergewässer sind, doch schöne natürliche Hechtgewässer.
Ich würde auf Hecht angeln und du wirst sehen, da packt auch mal dann ein kapitaler Zander zu.
 
Zuletzt bearbeitet:

świetlik

Active Member
Wo ist das genau? Deine Oberwasser.
Bei Bühnen versuchen gegen strom werfen und mit Strom zurückholen.
Versuche auf gerade Strecke stelle zu finden wo Wasser an die Oberfläche unruhig wird.
Das bedeutet das unten struktur ist. Und wo struktur ist , da ist auch fisch.
 

Robbyk2

Allrounder
Vielen Dank für eure Antworten. Dann habe ich es gar nicht so falsch angegangen.
Bis jetzt bin ich nicht direkt auf die Buhne, weil ich die Zander und Hechte auch direkt im Kehrwasser hinter der Buhne erwarte. Dort können die Zander u. Hechte bestimmt den ein oder anderen Fisch abschnappen, der die Buhne Flussabwärts wechselt.
Wenn sich dort nichts tut, bin ich auf die Spitze und habe den Bereich der Strömungskante und die gesamte Buhne befischt.

Mit der Strömung einziehen, wie von swietlik geschrieben, habe ich bis jetzt nicht. Meiner Meinung nach, hat man dann keine gute Kontrolle über den Köder und muss viel zu schnell einkurbeln.

Hier mal ein Bild wie ich es angehe. 1 = Erste Position und 2 = zweite Position ( den Rest der Buhne werfe ich dann anschließend auch ab )

buhne.jpg
 

Fischkopp 1961

Well-Known Member
thumbsup Dann sollte sich der gewünschte Erfolg bald einstellen.
 

świetlik

Active Member
Mit der Strömung einziehen, wie von swietlik geschrieben, habe ich bis jetzt nicht. Meiner Meinung nach, hat man dann keine gute Kontrolle über den Köder und muss viel zu schnell einkurbeln.
Schwierig ist schon, aber Übung mach den Meister.
Viele Angeln so wie du gemalt hast.
Die bisse kommen meistens vor deinem Füssen. Da wo Steine sind.
Gute Rute hilft da ernorm
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
Moin, ich störe mich immernoch etwas an dem schwierigem Gewässer.
Wieviele Zander werden dort denn jährlich auf wieviel Strecke gefangen? Vielleicht haben wir unterschiedliche Vorstellungen von schwierigen Gewässern?
Bei meiner Flussstrecke ist (oder besser war) es im Prinzip ähnlich, wobei ich denke, dass der Bestand an Zandern noch geringer ist. Da ging es tatsächlich um wenige Quadratmeter die wenn überhaupt für wenige Tage im Jahr interessant waren. Von 100erten Metern Strömungskante waren dann vielleicht 5m produktiv, von zig augenscheinlich gleichen Unterständen wurde dann 1er oder 2 von den Zandern wiederkehrend genutzt.
Ich halte es jetzt nicht für einen Fehler so wie auf der Zeichnung zu fischen, würde aber keine bahnbrechende Erfolgssteigerung erwarten, man kann's ja hier auch etwas rauslesen - das ist ja nicht ungewöhnlich so vorzugehen, es täte mich wundern wenn es so einfach wäre. Gut wird's wenn Du raus bekommst wann sich die wenigen Fische wo genau aufhalten / fressen.
Meiner Erfahrung nach ist leichtes Hochwasser dazu ein günstiger Zeitpunkt, die möglichen Standplätze verringern sich in der Regel wenn die Strömung die Fische in knapper werdende beruhigte Bereiche drängt.

Grüße JK
 
Zuletzt bearbeitet:

Andal

Teilzeitketzer
Das "schwierige Gewässer" ist doch in 99,99% aller Fälle eine Ausrede von Anglern, die sich nicht einstellen wollen, oder können.
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
Zwei Tipps sind mir noch eingefallen.
Große Zander sind nicht darauf angewiesen am Grund zu stehen / jagen, ich habe den Eindruck sie zieht es deutlich häufiger in höhere Wasserschichten als kleinere Fische und alles anschlagen was auch nur auf die kleinste Laufveränderung am Köder hin deutet. Manchmal kommen die Bisse hart, oft aber auch unerwartet vorsichtig ich habe schon mehrere 80+ Zander gefangen, da fühlte sich der Biss an, als hätte der Köder ein Blatt eingesammelt.

Grüße JK
 

Robbyk2

Allrounder
Schwierig ist das Gewässer, weil der Bestand an Zandern wirklich gering ist und es daher dann evtl. doch auf die eine Kleinigkeit ankommt, ob man fängt oder nicht.
Wie viele Zander gefangen werden, ist schwer zu sagen, weil nicht nur der Verein sondern auch Angler mit einer Karte der Fischereigenossenschaft Münden dort angeln.
Aber vllt. klingt das "einige" auch nach mehr wie ich meinte. Mit einige kapitale Zander meine ich so ca. 2 - 5 im Jahr von denen man hört ....
Und mittlere und kleine werden gar nicht gefangen, weil es keine gibt.
Wer die Oberweser kennt, weiß das es ein schwieriges Gewässer ist ...selbst für den absoluten Raubfischprofi.
Eine Ausrede ist das ganz bestimmt nicht.
Gerade im Sommer und Herbst ist oftmals so wenig Wasser im Fluss, dass man gar nicht erst losgehen braucht. Dann sind auch diese Buhnen alle leer.
Naja ich werde es weiter probieren. Jetzt ist leider allerdings erstmal Schonzeit.
 
Zuletzt bearbeitet:

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
Jou, danke - bei 2 bis 5 pro Jahr ist man dann in ner Dimension die auch ich als schwer gelten lassen würde. Dann möchte ich mein voran geschriebenes nochmals bekräftigen. Lol
 

hanzz

Master of "steht noch nicht fest"
Vielleicht auch mal keine Buhnen befischen und auch mal an anderen Spots probieren. Kurven oder wo
An der Eider z. B. Hoch im Norden werden auch Zander gefangen ohne Buhnen. Vielleicht meiden die Fische solche Plätze mittlerweile.
 

Andal

Teilzeitketzer
Das war auch wirklich nicht als Herabwürdigung gemeint, aber durch diese Findungsphase muss man einfach selber durch. Das kann, wie in meinem Fall am Rhein auch gerne mal Jahre dauern. Wenn dann mal der Zander "geknackt" ist, gehts auch spürbar nach oben mit den Fängen.
 

świetlik

Active Member
Wenn dann mal der Zander "geknackt" ist, gehts auch spürbar nach oben mit den Fängen
Jo so ist das.
Ich habe gute Stelle per Zufall gefunden.
Das wo ich und andere immer geangelt haben war der Zugang gesperrt.
Also hatte ich zwei Möglichkeiten: nach Hause oder ca 12/15min Marsch weiter gehen. Da wo man mit Auto nicht hinkommt.
Grade Strecke Fluss, hohe Gras also keiner hat da genagelt.
Am Wasser Oberfläche könnte man verwirberungen sehen.
Mit fisch habe ich nicht gerechnet.
Aber nach Stunde probieren könnte ich schon zwei Zander rausholen. Und natürlich auch paar köder abgerissen.
Und so bis ca. Mitte November könnte man sich auf die Stelle verlassen ausser paar Ausnahmen.
Und am bestens so gegen Mittag bis Nachmittag bei sonnigen Wetter.
 

Andal

Teilzeitketzer
So unterschiedlich können die Erfahrungen sein. Bei mir hat es sich so ergeben, dass eben kein Zander will, so lange der Stern aufs Wasser scheint. Aber an meinen bevorzugten Stellen ist es auch relativ flach.
 
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