Weite Würfe am Bergsee mit 10-30 Gramm

Dieses Thema im Forum "Raubfischangeln und Forellenangeln" wurde erstellt von ZaBaFo, 13. März 2013.

  1. ZaBaFo

    ZaBaFo New Member

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    Weit werfen am Bergsee mit 10-30 Gramm

    Vielleicht stell ich mich kurz mal vor:
    Ich bin ein nicht mehr ganz so junger Jungangler von 30 Jahren und komme aus der Schweiz. Ich habe vor zwei Jahren, mehr aus Langeweile, begonnen, am Puff (aber ein schönes, mit Bergen rund herum und so...) zu angeln. Da hat es mich gepackt. Habe inzwischen mein Sportfischerbrevet gemacht und verlege mein Hobby immer mehr auf Naturseen, weil mir das Rutenfechten am Puff oft zu wenig entspannt ist. Ich fische am liebsten auf (Bach-)Forellen, Barsche (Egli) und Zander, was Fluss und See halt so hergeben. Auf Hecht fische ich wenig, das ist mehr so der Beifang zu den Stachelrittern.

    Sooo und jetzt geht es ab Mai auf die BaFos. Mit meinem Patent kann ich da einen hübschen kleinen Bergsee mit gutem Bestand befischen, der es aber in sich hat: Er ist recht klein, ca. 100 Meter lang und 80 Meter breit. Der See ist aber nur von einer Seite her zugänglich, dann wird das Ufer extrem steil. Ein Schilfgürtel erschwert den Zugang zum See zusätzlich. Nun stehen aber, gerade im Sommer die Fische gerne auf der schattigen Seite, 40-100 Meter von meinem Standplatz entfernt.

    Da komm ich auch schon zu meiner Frage: ich habe mir zwei Ruten angesehen: Die Daiwa Aqualite Sensor Float in 3,90m mit einem WG von 10-35g. Dann die stärkere "Power" Ausführung mit einem WG von 15-50g. Gefischt wird meist mit Sbiros von 10-30g, ab und zu einem Buldo oder Zapfen mit Knicklicht von ähnlichem Gewicht. Weil die wilden Forellen scheu sind, bevorzuge ich die 10 und 15g Sbiros gegenüber den schwereren Zapfen. Von der Sensibiltät her und der Fischgrösse müsste ich jetzt eigentlich zur 10-35er Ausführung greifen. Aber jetzt mal von der Wurftechnik abgesehen, weiss ich nicht, ob ich damit, mit den angegebenen Wurfgewichten, Weiten um 60 Meter (oder mehr :g) erreichen kann. Reicht da die 35er Gerte bzw. Habe ich mit der "Power" Ausführung noch genug Sensibilität um den Biss einer 25er BaFo zu erkennen? Nützt es was, stattdessen zur 4,20m Ausführung zu greifen, obwohl mir die vom Handling her weniger passt?

    Danke Bestens für Eure Meinungen!

    ZaBaFo
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2013
  2. Aal_Willi

    Aal_Willi Member

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    AW: Weit werfen am Bergsee mit 10-30 Gramm

    Hallo,
    dann würde ich an Deiner Stelle die Daiwa o.ä. mit bis 50gr.
    WG nehmen.
    Mit einer kräftigen Floatrute und etwas Gewicht (Spiro) ist
    es kein Problem 60m oder auch weiter zu werfen, ich würde
    da eine gute 0,10er Geflechtschnur verwenden, da ein Mono-
    vorfach sowie die Rute genug "Puffer" gegen Ausschlitzen
    bieten. (kommt gleich bestimmt wieder Geschrei |krach:)
    Die 3,90 bzw. 4,20 erzielen nahezu gleicheWurfweiten, insofern
    kannst Du ruhig die kürzere nehmen und sogar bis 3m Vorfach
    fischen.
    Kannst ja ggfls. ins Wasser waten und einen Teil Vorfach beim
    Werfen aufliegen lassen.

    #h
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2013
  3. ZaBaFo

    ZaBaFo New Member

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    AW: Weite Würfe am Bergsee mit 10-30 Gramm

    Danke Aal_Willi.#6 Mir ist die Idee grundsätzlich sympathisch mit der stärkeren Rute. Auch, weil ich die Gerte dann am grösseren See für Zander zweitverwenden könnte. Meine Erfahrung ist auch, dass ich z.B. mit meiner 2,7m 80g Spinnrute 15-20g Löffel unheimlich weit werfen kann - weiter als mit der längeren 3,3m 10-40g, die dann allerdings deutlich weicher und sensibler ist (=besser im Drill für wenig kräftige Fische, die aber gute Kämpfer sind, z.B. kleine BaFos).
    Zur (dünnen) geflochtenen sind die Meinungen natürlich geteilt. Auf die grossen Distanzen denke ich, könnte sie aber Sinn machen, auch auf Forellen. Das werde ich sicher mal ausprobieren.
    Normalerweise fische ich auf BaFos am Bach mit einer 2-12g UL Rute, die scheint mir von der Aktion her ideal. Die 50g Sbiro/Match/Float Ruten werden normalerweise für Meerforelle o.ä. angepriesen - Fische die etwa 6-10x so schwer sind wie eine durchschnittliche Bach-Fario. Hier dünkt mich immer noch, dass ich dann mit Kanonen auf Spatzen schiessen würde. Oder sind diese Labels und Untershceidungen auch wieder Gags aus den Marketing-Abteilungen der Angelindustrie? #c
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2013
  4. Aal_Willi

    Aal_Willi Member

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    AW: Weite Würfe am Bergsee mit 10-30 Gramm

    Ja, mit dem WG ist es ein Dilemma - leider ist die etwas kräftigere Floatrute nötig, wenn man entsprechende Wurfweite
    benötigt.
    Wenn man allerdings mal mit Streamer an der Sbiromontage auf
    Hecht fischt, hat man auch einen deutlichen Vorteil um auch den Haken sicher zu setzen.
    Leichtes Naturköderfischen auf Zander ist auch prima mit einer
    solchen Rute, da wäre mir die bis 30gr. Daiwa auch etwas zu
    leicht.
    Zu den "Marketingnamen" der Ruten, m.M.n sind Float- und Sbirolinoruten im Grunde gleich, klassische Matchruten haben dann meist doch noch kleine Ringe - die Meforuten werden meist
    kürzer gewählt (2,70-3,30) weil man ja wie Du richtig schreibst,
    keine überlangen Ruten benötigt um weit zu werfen und auch nicht solche Langen Vorfächer hat wie eben beim Sbirolinofischen.
    Mit der Schnur kann man durchaus geteilter Meinung sein, die
    Bisserkennung ist allerding gerade auf weite Distanz ein Vorteil.
    Willst Du teilweise auch Circle Hooks verwenden oder sind die bei euch verboten?

    Gruss, Willi
     
  5. ZaBaFo

    ZaBaFo New Member

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    AW: Weite Würfe am Bergsee mit 10-30 Gramm

    Also ist ein höheres WG zu Gunsten der Wurfweite sinnvoll. Die Bisserkennug muss dafür mehr über die Schnur als über die Rute erfolgen. Das scheint der Kompromiss für meinen Bergsee zu sein. Vielleicht finde ich noch eine Rute, die die Lücke etwas besser füllt, als die von mir angepeilte, aber 40-50g sollen es sein, statt der üblichen ca. 30g. Empfehlungen willkommen, aber ich will hier keinen Modell-Thread draus machen...

    Circle Hooks sind so was wie die stark gebogenen Karpfenhaken? Hm, also Angeln bei uns in der CH nur mit Schonhaken, Bach- und Bergfischerei glaub sogar nur in Grösse 2. Da ist nicht so viel Spielraum...ob ich die circle hooks vielleicht verwenden könnte, wenn ich den Widerhaken abklemme,da frage ich mal den Fischereiaufseher...wären eine Idee Wert. Ich Danke nochmals bestens für die bisherigen Inputs, bin schon mal beeindruckt von der schnellen und gewissenhaften Behandlung meines Anliegens...

    Gruss

    Urs
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2013
  6. magi

    magi Member

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    AW: Weite Würfe am Bergsee mit 10-30 Gramm

    Hallo zusammen,

    ich will ja euren Dialog nicht stören, aber wenn wirklich eher 10-15g Spiros verwendet werden würde ich mir gut überlegen, ob es Sinn macht das schwerere Modell zu wählen. Ich habe keine praktischen Erfahrungen mit den gennanten Ruten am Wasser, aber vom Gefühl her (hatte die Rute im Laden in der Hand) scheint die 10-35g Variante der Daiwa Aqualite Sensor Float völlig ausreichend zu sein bzw. sich bei Gewichten zwischen 10 und 20 g ordentlich aufzuladen. Um max. Weite zu erreichen würde ich eher eine sehr dünne monofile Schnur in 0,18 oder ggf. sogar 0,16 wählen- sofern das Gewässer und erwatende Fischgröße dies zulassen. Gerade bei sehr klarem Wasser und Salmonieden würde ich keine geflochtene Schnur einsetzen. Kannst so dann ggf. auch Vorfächer unter 2m fischen, was auch ein Vorteil für die Wurfweite ist.

    Gruß

    Mario
     
  7. ZaBaFo

    ZaBaFo New Member

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    AW: Weite Würfe am Bergsee mit 10-30 Gramm

    Hallo Mario,

    Du störst natürlich nicht. #h

    Vielleicht kurz zur Erklärung: Ein Freund hat mir die genannten Ruten empfohlen, nachdem ich eine ähnliche, aber günstigere Rute im bis 30g Bereich ausprobiert habe. Habe ein paar mal 10g Sbiros damit geworfen. Er hat dann gesagt, er würde heute eine der oben genannten kaufen. Das war am Puff, Maximalweite hat mich da nicht so interessiert. Ich fand sie aber sehr weich, deshalb auch meine Unsicherheit, wie weit dann etwas schwerere Sbiros überhaupt damit gehen würden...|kopfkrat

    Die Diskussion Mono/Geflochtene möchte ich nicht zu stark vertiefen. Nur so viel: Auf Forellen grundsätzlich mit Mono, aber so wie es Willi formuliert hat, macht Geflecht auf dieser Combo Sinn, weil es die Kompromisse bei der 50g Rute kompensiert (Sensibilität/Bissanzeige). Ich denke beide Ruten und Montagen sind am Bergsee nicht völlig fehl am Platz. Mich interessiert aber schon die Frage, welche Variante ihr für die bessere haltet.

    Interessant finde ich dann vor allem Marios Aussage, dass die leichteren Sbiros 10/15/20 mit der 35g rute weiter fliegen...das ist für mich ein starkes Argument...
     
  8. olaft64

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    AW: Weite Würfe am Bergsee mit 10-30 Gramm

    Falls Du doch irgendwann mit einer Laufpose fischen willst, bietet sich wiederum die Power Float aufgrund des größeren Spitzenrings an.

    Habe zwar die Daiwa in 15 - 50g, aber noch nie was schwereres als Pose mit Blei und Wurm geworfen, insofern leider keine Hilfe.

    Gruß Olaf
     
  9. ZaBaFo

    ZaBaFo New Member

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    AW: Weite Würfe am Bergsee mit 10-30 Gramm

    Hi, vielleicht kannst Du mir doch helfen: Auf was für Fische angelst Du mit dem Gerät? Denkst Du, die Rute kann was anfangen mit einer ca. 25-30er BaFo? Weil eben, will ja den fisch nicht erschlagen, sondern angeln...
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2013
  10. Aal_Willi

    Aal_Willi Member

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    AW: Weite Würfe am Bergsee mit 10-30 Gramm

    Hallo Urs,
    diese Circle Hooks kommen aus der Meeresfischerei mit Legeleinen.
    Durch die Bauart haken sich die Fische meist selbst.
    Das hat die Firma Exori mal aufgegriffen und diese Haken in kleinen Grössen angeboten weil beim Sbirolinofischen, dann auch mit Mono, die Bisserkennung nicht die beste ist.
    Zuweilen gibt es die noch als Restbestände oder aber auch noch von u.a. Gamakatsu.
    Widerhaken wegschleifen ist eine gute Idee bezüglich der Waidgerechtigkeit.

    Gruss, Willi
     

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