Was ist mit meiner Forelle???

Minimax

Machine-Gun-Mini
Mir geht es hauptsächlich um die Frage: Ausnehmen sofort oder erst später zu Hause???
Ich glaube es kommt drauf an:

Wenn man die Möglichkeit zu ner externen Runterkühlung hat (Akkus, Eis, Kühlbox) dann lieber erst zu Hause unter sauberen Bedingungen ausnehmen.

Wenn man auf natürliche Kühlung (Handtuch, Jutebeutel, Wind) setzen muss, dann lieber am Wasser, ausnehmen v.A. wegen den Kiemen aber zuhause nochmal gut saubermachen.
 

Taxidermist

Well-Known Member
Mir geht es hauptsächlich um die Frage: Ausnehmen sofort oder erst später zu Hause???
Ich habe es so aus einem Vortrag eines Lebensmittel Hygieniker, der ganz klar sagte, dass man schon mit der Eröffnung der Leibeshöhle die Darmbakterien verteilt.
Mit dem Auswaschen im Uferwasser bringt man dann noch welche aus dem Gewässer dazu, alles dann noch im feucht warmen Klima einer Plastiktüte, gibt dem Fisch dann den Rest.
Ich habe es wie beschrieben schon mehrmals gemacht, auch an Tagen mit 30 Grad.
Zumeist waren es dann Hechte, aber auch Barsche.
Und genau wie geschrieben müffelt es dann etwas, wenn die Fische Abends zu Hause ausgenommen werden, dies ändert dann aber nichts am Geschmack und der Fleischqualität.
Das alles ist aber dennoch eher eine Notlösung, besser ist es in jedem Fall sich eine Kühlmöglichkeit zu verschaffen.

Jürgen
 

Der mit dem Fisch tanzt

Well-Known Member
Ich habe eigentlich immer ne Kühlbox mit Akkus oder Crunched Ice dabei, schließlich muß Verpflegung und Köder (Würmer, Maden) auch gekühlt werden!
Fange ich dann einen Fisch, den ich mitnehmen will, kommt der direkt auf die Akkus, ein oder zwei lege ich auf den Fisch noch drauf. Wenn ich noch einige Stunden bleibe, kühlt der Fisch auf + 01 Grad ab, habe ich Zuhause im Fisch gemessen.
Bei einem bis 12 h - Ansitz, grade auch, wenn ich weiter weg fahre, nehme ich eine Box mit 30 l mit, da passen locker 3 größere Fische, die Köder und Verpflegung rein.
 

Taxidermist

Well-Known Member
Ich habe eigentlich immer ne Kühlbox mit Akkus oder Crunched Ice dabei, schließlich muß Verpflegung und Köder (Würmer, Maden) auch gekühlt werden!
Fange ich dann einen Fisch, den ich mitnehmen will, kommt der direkt auf die Akkus, ein oder zwei lege ich auf den Fisch noch drauf. Wenn ich noch einige Stunden bleibe, kühlt der Fisch auf + 01 Grad ab, habe ich Zuhause im Fisch gemessen.
Bei einem bis 12 h - Ansitz, grade auch, wenn ich weiter weg fahre, nehme ich eine Box mit 30 l mit, da passen locker 3 größere Fische, die Köder und Verpflegung rein.
So machen es wohl die meisten, setzt natürlich voraus man rückt mit dem Auto am Gewässer an!
Bei mir gab es aber ein paar Jahre, da wurde ich freundlicherweise von einem Kumpel samt meinem Angelzeug und Campingequipment am Wasser abgesetzt und nach dem Wochenende auch wieder nach Hause befördert.
Ein großer Hund gehörte damals auch noch dazu.
Da hätte eine Kühlbox schon platzmäßig den Rahmen gesprengt.
So hatte ich ohnehin nur am letzten Tag die Chance überhaupt einen Fisch mit zu nehmen.
Nur mal so, für alle für die eine Kühlbox selbstverständlich ist!
Es soll ja auch Leute geben, die z.B. mit dem Fahrrad/Moped zum Wasser fahren, die werden auch keine Kühlbox mitnehmen können.

Jürgen
 

PirschHirsch

Well-Known Member
Es soll ja auch Leute geben, die z.B. mit dem Fahrrad/Moped zum Wasser fahren, die werden auch keine Kühlbox mitnehmen können.

Als Uferspinnfischer schleppe ich son sperriges Ding garantiert auch nicht mit.

Für mich tut es da so eine etwas dicker isolierte Gefriergut-Tasche ausm Supermarkt, versehen mit zwei bis drei komplett durchgefrorenen Flach-Kühlakkus.

Das ist schön kompakt (da leer gut zusammenfaltbar) und kühlt zumindest ein paar Stunden lang recht anständig.
 

Hanjupp-0815

Well-Known Member
Es soll ja auch Leute geben, die z.B. mit dem Fahrrad/Moped zum Wasser fahren, die werden auch keine Kühlbox mitnehmen können.
Es gibt sogar welche, denen die Bewegung beim Angeln das allerwichtigste ist ;).
Spass beiseite, du hast natürlich völlig recht, nicht jeder möchte ausm Kofferraum heraus angeln. Für mich zählt beim Wanderangeln am Bach jedes Gramm, ne gefrorene Pet-Flasche mitschleppen würde meine Durchhaltezeit wahrscheinlich halbieren.

Normalerweise kalkuliere ich gut 3 Std. Angelzeit ein. Was in den ersten 1,5 Std. beißt geht idR zurück, sofern es keinen Unfall (tiefer Hakensitz etc.) gibt. Ab 1,5 Std. dann Catch&decide. So hab ich inkl. heimradeln kaum mal länger als 2 Std. Fisch dabei, da reicht mein feuchtes Küchentuch zum Aufbewahren im Rucksack allemal.
In den Ecken wo ich Pestwurz finde, rolle ich meine Portionsforellen in dessen Blätter ein. Kühlt noch besser und man hat ein Geschirrtuch weniger eingesifft. Allerdings flutschen die Fische da manchmal raus, muß man halt etwas Obacht geben.
 

punkarpfen

Well-Known Member
Hi, wenn ich Fische für den Verzehr fange, dann mache ich mir auch Gedanken um die Kühlung für das Lebensmittel Fisch. Wenn ich einen Fisch töte, dann verdient es der Fisch (und mein Magen), dass er einwandfrei gekühlt und verwertet wird. Man kann zwar nicht immer eine Kühlbox beim Angeln tragen, aber evtl. kann man sie im Auto deponieren. Beim Angeln leistet auch eine leichte Kühltasche gute Dienste. Nebenbei sind kühle Getränke an warmen Tagen auch ein kleiner aber feiner Luxus. Weiterhin kann man den erfolgreichen Angelausflug auch früher beenden, wenn man leckeren Fisch gefangen hat.
 

Der mit dem Fisch tanzt

Well-Known Member
Als Uferspinnfischer schleppe ich son sperriges Ding garantiert auch nicht mit.

Für mich tut es da so eine etwas dicker isolierte Gefriergut-Tasche ausm Supermarkt, versehen mit zwei bis drei komplett durchgefrorenen Flach-Kühlakkus.

Das ist schön kompakt (da leer gut zusammenfaltbar) und kühlt zumindest ein paar Stunden lang recht anständig.
Ich habe früher mal 2 oder 3 von diesen Kühltaschen ineinandergesteckt, das hat so mit vielen Akkus besser und länger isoliert als eine einzelne, auch bei höheren Außentemperaturen!

Immerhin besser als ne ordinäre Plastiktüte.....
 

Platte1106

Well-Known Member
Ich habe es so aus einem Vortrag eines Lebensmittel Hygieniker, der ganz klar sagte, dass man schon mit der Eröffnung der Leibeshöhle die Darmbakterien verteilt.
Mit dem Auswaschen im Uferwasser bringt man dann noch welche aus dem Gewässer dazu, alles dann noch im feucht warmen Klima einer Plastiktüte, gibt dem Fisch dann den Rest.
Ich habe es wie beschrieben schon mehrmals gemacht, auch an Tagen mit 30 Grad.
Zumeist waren es dann Hechte, aber auch Barsche.
Und genau wie geschrieben müffelt es dann etwas, wenn die Fische Abends zu Hause ausgenommen werden, dies ändert dann aber nichts am Geschmack und der Fleischqualität.
Das alles ist aber dennoch eher eine Notlösung, besser ist es in jedem Fall sich eine Kühlmöglichkeit zu verschaffen.

Jürgen
Also dieser Vortrag war ziemlicher, Käse wenn das so vermittelt wurde. Denn nur vom öffnen der Bauchhöhle kommen garantiert keine Darmbakterien ans Fleisch außer, du verletzt den Darm dabei. Auswaschen mit Uferwasser ist tatsächlich keine Empfehlung, aber eine Flasche frisches Mineralwasser dabei zu haben, wäre schon hilfreich, um ausspülen zu können. Der Fisch vom TS ist nach so vielen Stunden in den Därmen bei diesem Wetter nur noch zur Madenzucht geeignet. Die Darmbarriere bricht nach etwa einer Stunde, nach dem Tod des Lebewesens, danach dringen die Keime langsam aber sicher ins Fleisch ein. Ausnahmen so schnell wie möglich ist die Devise und wenn das nicht gehen sollte, wenigstens kühlen und nicht so lange warten bis zur heimfahrt. Kühlen am Wasser geht notfalls auch in einem feuchten Tuch, auch das ist wichtig, wenn man nicht auf eine Lebensmittelvergiftung steht! Lebensmittelhygiene kommt bei der Vorbereitung auf die Fischerprüfung leider viel zu kurz.
 

Minimax

Machine-Gun-Mini
Also dieser Vortrag war ziemlicher, Käse wenn das so vermittelt wurde. Denn nur vom öffnen der Bauchhöhle kommen garantiert keine Darmbakterien ans Fleisch außer, du verletzt den Darm dabei. Auswaschen mit Uferwasser ist tatsächlich keine Empfehlung, aber eine Flasche frisches Mineralwasser dabei zu haben, wäre schon hilfreich, um ausspülen zu können. Der Fisch vom TS ist nach so vielen Stunden in den Därmen bei diesem Wetter nur noch zur Madenzucht geeignet. Die Darmbarriere bricht nach etwa einer Stunde, nach dem Tod des Lebewesens, danach dringen die Keime langsam aber sicher ins Fleisch ein. Ausnahmen so schnell wie möglich ist die Devise und wenn das nicht gehen sollte, wenigstens kühlen und nicht so lange warten bis zur heimfahrt. Kühlen am Wasser geht notfalls auch in einem feuchten Tuch, auch das ist wichtig, wenn man nicht auf eine Lebensmittelvergiftung steht! Lebensmittelhygiene kommt bei der Vorbereitung auf die Fischerprüfung leider viel zu kurz.
Bleib mal locker, mein Lieber smile01
 

Astacus74

Hahaha
Hallo eigentlich ist alles gesagt

Gefangen hatte ich ihn um 9 uhr morgends und eben um 14 uhr ausgenommen. Nach dem fangen hatte ich ihn in einem Plastikbeutel im rucksack im Schatten.

Also garen im eigenen Saft

Gibt es eine gute möglichkeit den fang länger frisch zu halten. Ohne kühlbox.?

guckst du hier

Zukünftig den Fang entweder in einer Kühlbox mit Crunched Ice bzw. Eisakkus oder zumindest in einem feuchtem Leinen/Baumwollbeutel (Einkaufstasche) aufbewahren, niemals in einer Plastiktüte!
Schon gar nicht, wenn es draußen recht warm ist.....

Taxidermist hat es gut erklärt

In einem angefeuchteten Baumwollbeutel habe ich schon Fische über einen heißen Sommertag gebracht.
Den Beutel dabei möglichst im Schatten luftig aufhängen, wenn noch etwas Wind geht, kann die Kondensationskälte dann voll zur Wirkung kommen.

Mir geht es hauptsächlich um die Frage: Ausnehmen sofort oder erst später zu Hause???

Ich war ja Samstag am Meer das ganze war geplant und dementsprechend hatte ich eine Kühlbox mit Eis dabei, den Fang habe ich gleich am Wasser ausgenommen und auf Eis gelegt, Null Problemo.
Zu Hause angekommen waren die Fische teilweise angefroren.

Fange ich beim Spinnfischen etwas dann wie Taxidermist schrieb, ab in den nassen Jutte oder Baumwollbeutel, da ich dann meist eh nicht länger als 3-4 Stunden unterwegs bin past das immer.

Noch einen Tip den Beutel immer im Schatten aufhängen/legen, am besten so das immer Wind drüber weht und auch das der Beutel immer nass ist.

Und ausnehmen wenn ich eine Kühlmöglichkeit habe und unausgenommen im Beutel.

Denn nur vom öffnen der Bauchhöhle kommen garantiert keine Darmbakterien ans Fleisch außer, du verletzt den Darm dabei.

Meist öffnest du ja die Bauchhöhle übers Waidloch und schon hats du die Darmbakterien in der Bauchhöhle



Gruß Frank
 

Platte1106

Well-Known Member
Ich gehe da von der anderen Seite ran, vom Herzstich, aber selbst wenn, dann ist die Zahl an Bakterien die so reinkommt erheblich geringer als die, die man erhältlich, wenn der Fisch 4 Stunden bei Wärme in den Därmen lag! Die Mikroorganismen teilen sich alle 20 Minuten bei Wärme (heißt die Anzahl verdoppelt sich) und aus dem Darm kommen dabei auch noch weiter welche nach, die sich ebenfalls teilen, wenn man nicht rechtzeitig ausnimmt. Mit Trinkwasser nachgespült und den Fang halbwegs kühl gelagert passiert dem Fang gar nichts.
 

ragbar

disparu en mer....
So erlebt:
Ich bin mit dem Boot mit zwei örtlichen Mitanglern in der Bretagne auf dem Atlantik unterwegs.
Am Ende des Angeltages nehmen wir die Fische noch auf dem Boot aus,die während der aktiven Angelzeit im Seewasserbassin des Bootes gehältert wurden.
Durch eine Wasserpumpe steht ständig fließendes Seewasser zur Säuberung von Blut usw. zur Verfügung.
Die Fische,darunter auch Makrelen,werden ausgenommen+Kiemen raus in eine Kühlbox gelegt und darin ohne Kühlung bis zum nächsten Tag gelagert.
Danach zubereitet und verzehrt oder eingefroren.
Skeptisch war ich bis dahin besonders wegen der Lagerung der Fische über Nacht in der Kühlbox ohne zusätzliche Kühlung.

Lt.Aussage der Locals ist das der dort übliche Verfahrensweg und es gibt keine Probleme- auch wir haben die Fische dann zubereitet oder eingefroren. Mitgemacht hatte ich das nur unter Schmerzen,weil es wegen gemeinsamer Übernachtung nach dem Angeln auf einer der Inseln nicht anders ging und außer mir keiner Bedenken hatte.

Es gab nichts zu beanstanden an der Qualitätab51
 
Zuletzt bearbeitet:

Rheinspezie

Fischender Gentleman
Es gibt sogar welche, denen die Bewegung beim Angeln das allerwichtigste ist ;).
Spass beiseite, du hast natürlich völlig recht, nicht jeder möchte ausm Kofferraum heraus angeln. Für mich zählt beim Wanderangeln am Bach jedes Gramm, ne gefrorene Pet-Flasche mitschleppen würde meine Durchhaltezeit wahrscheinlich halbieren.

Normalerweise kalkuliere ich gut 3 Std. Angelzeit ein. Was in den ersten 1,5 Std. beißt geht idR zurück, sofern es keinen Unfall (tiefer Hakensitz etc.) gibt. Ab 1,5 Std. dann Catch&decide. So hab ich inkl. heimradeln kaum mal länger als 2 Std. Fisch dabei, da reicht mein feuchtes Küchentuch zum Aufbewahren im Rucksack allemal.
In den Ecken wo ich Pestwurz finde, rolle ich meine Portionsforellen in dessen Blätter ein. Kühlt noch besser und man hat ein Geschirrtuch weniger eingesifft. Allerdings flutschen die Fische da manchmal raus, muß man halt etwas Obacht geben.
Dann reicht auch eine 0,5l. Pet durchgefroren.
Kommt noch Alufolie drum, leichte Kühltüte und eingerollt wiegt das vll. 700g.

Hält garantiert (viel) länger, als die 3 Stunden.
So kann dann auch der Saibling, der beim ersten Wurf beisst, sicher mit.

Saibling ist für mich geschmacklich von der Forell' nicht zu toppen.

R. S.
 

NaabMäx

Well-Known Member
Der Fisch hat ja vorne und hinten ein Loch, die sind innen im Fisch dumerweise verbunden.
Backterien haben ja mitlerweile auch schon Google Ears, die finden den Weg - zur not auch ohne.

Mag keine Lungenverzündung mit Frost im Rucksack.....
Man fängt irgendeine Dorfkatze und packt die in Rucksack, ob die will oder nicht, .......
Nach 3x, wartet die von sich aus, das sie mit darf.
...oder....
Den Fisch links und das Eingeweide rechts in die Hosentasche, ... da ist es nahe am natürlichen Aroma. ab140
 
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