Vorfächer beim Spinnfischen

alcCapone

gentoo-Jünger
Hi zusammen. |wavey:
Noch mal ne Praxisfrage: |kopfkrat

Unabhängig ob Mono-/Multifil:
Verwendet ihr beim Angeln mit Spinnern/Blinkern/evtl. Wobblern überhaupt ein Vorfach? (Hauptsächlich geht's wieder |supergri um Barsch)

Hab lange mit:

Hauptschnur (bspw.: 20er) - Karabinerwirbel - Vorfachschnur (bspw.: 17er) - Karabinerwirbel - Köder

gefischt.

Die Vorfachschnur dünner, weil weniger sichtbar, und dass sie im Notfall vorne reißt und nicht bei abgewickelten 30m in der Mitte.

Die Wirbel (gleich 2) gegens verdrallen.

Jetzt hab ich aber gelesen, dass: :b

1.) Wirbel gar nicht gegen verdrallen helfen?
2.) Gute Spinner (Mepps, ...) die Schnur gar nicht verdrallen?
3.) Das verdrallen der Schnur eher von falsch eingestellter Bremse im Drill kommt (Kurbeln, ohne dass der Fisch näher kommt)?
4.) Wirbel das Spiel des Köders negativ beeinflussen?

Wenn das alles stimmt, wie macht man's dann besser? Kopfkratz |kopfkrat

Zusagen vielleicht noch, dass ich dieses Jahr auf Barsch sehr gut gefischt hab, und zwar so, wie's oben steht. #v

Danke schonmal,
alcC.
 

til

Spinnfischer C&R
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Ich fische oft mit einem langen Fluorocarbonvorfach (1-2m) am Geflecht. Ein Wirbel kommt da nicht in Frage. Der Uni-zu Uni knoten hat sich als Verbindung bewährt, der Albright nicht. An Geflochtener habe ich in der Praxis tatsächlich keine Drallprobleme, selbst mit Spinnern und ohne jeglichen Wirbel!
 

Veit

I ♥ Zander
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Ein Vorfach sollte man beim Spinnfischen auf jeden Fall verwenden, da gerade bei der Verwendung geflochtener Schnur sonst zu hohe Einbußen auftreten. Bei Abrissen geht jedesmal ein Stück geflochtene verloren. Ein Freund von mir (der Hängerfänger) hat das eindrucksvoll bewiesen indem er innerhalb eines Monats eine gut gefüllte, mittelgroße Spule mit geflochtener Schnur um ca. 1/3 geleert hat.
Mit Vorfach wäre das nicht passiert und er hätte eventuell sogar ein paar Fische mehr gefangen, da geflochtene doch recht auffällig ist und manche Räuber vorm Anbiss abschreckt.
Ich arbeite mittlerweile nur noch mit Fluocarbonvorfächern. Für Zander, Barsch und Döbel 0,25er - 0,30er, beim Hechtangeln 0,45er. Letztes hält einem Hecht schon ein bisschen stand. Meinen 71er vom letzten Wochenende konnte ich damit jedenfalls problemlos landen obwohl er den Blinker leicht überschluckt hatte. Am Vorfach waren nur geringe Beschädigungen erkennbar. In Gewässern wo regelmäßig Meterfische vorkommen ist ein Stahlvorfach allerdings Pflicht.
 

alcCapone

gentoo-Jünger
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Stahlvorfach is klar, da gibts keine Disskusion! #6

Ich glaube, meine eigentliche Frage ist in diesem Thread nicht ganz klar geworden, deswegen nochmal:

Machen wirs nochmal konkreter:
Es geht nur um Barsch
Gibt es für jemanden (wie mich), der komplett Monofil fischt, einen plausiblen Grund für ein Vorfach?

Speziell das Abreissen (dünnere Schnur als Vorfach), sodass der Abrisspunkt kalkulierbar bleibt, ist mein Beweggrund.

Was spricht gegen Wirbel (wenn's überhaupt 'nen Grund dagegen gibt)?

alcC.
 

Ralle76

Schreibfauler Geselle
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Ich gehöre zu den "Angsthasen", die bei möglichem Hechtkontakt sofort zum Stahl greifen.
Selbst beim leichten Spinnen auf Barsch in Gewässern mit Hechtbestand, immer 1x7. Beim Naturköderangeln nehme ich 7x7.
Jeweils mit Wirbel. Bei Spinnern und Blinkern gern auch die Dreifachvariante.
Kenne mich mit Fluorcarbon, Fluorocarbon und Fluocarbon nicht aus - nichtmal was die Schreibweise betrifft.
 

ForellenMike

Feinspinner
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

1.) Wirbel helfen gegen Drall, aber unterschiedlich gut.
2.) Alle Spinner verdrehen die Schnur, aber bessere weniger als andere.
3.) Eine extren weich eingestellte Bremse könnte Drall begünstigen, das spielt aber meist keine Rolle: auch an sehr guten Tagen enden die meisten Würfe ohne Drill - oder mache ich da nur was falsch? ;-)
4.) Relativ steife und schwere Spinnerbefestigung (Wirbel) kann das Laufverhalten negativ beeinflussen. Ist aber meist nur bei sehr kleinen, leichten Ködern relevant.

Bei Spinnergröße 00 .. 1 halte ich es mit Johannes Dietel von Barschalarm.de: dünne (max. 0.16) Mono, Dreifachwirbel, ca. 1m Vorfach (ich nehme FluoroCarbon), dann Köder direkt.
Bei "handfesteren" Ködern mache ich's auch wie til, aber immer mit einem Wirbel am Spinner.
 

Case

Mitglied
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Es gibt keinen Grund ein Vorfach zu nehmen wenn man mit monofiler Schnur auf Barsch angelt. Ich fische mit monofiler 18er auf Forellen, wozu ein Vorfach nehmen.? Und gegen Wirbel spricht meiner Meinung nach auch nichts. Und wenn Du abreißt dann ist das bei einer intakten Schur fast immer oberhalb des Wirbels. Also hast Du kaum Schnurverlust.

Case
 

Sveni90

Angelsüchtig
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Ich nehme ein 20cm langes stahlvorfach was ich mir selbst binde weil mir die fertigen dinger oft reißen ich schon schöne fische verloren hab.
 

**bass**

smoking Mc_poth
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

also ich angel nie mit vorfächer ausser es geht auf hecht. hatte auch immer mit vorfächer geangelt und bin der meinung es bringt nichts. fische mit einer 17er geflochtenen und hatte nie probleme und durch die hohe tragkraft krieg ich sehr viele hänger gelöst...
 

hauki

<;))))))))))<<
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

@til

Inwiefern hat sicher der Albright-Knoten bei Dir nicht bewährt?
Welche Vorteile siehst Du beim Uni-zu-Uni-Knoten?

Grüsse
/hauki
 

til

Spinnfischer C&amp;R
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Der Uni-zu-Uni hat eine viel höhere Tragkraft.
Ich glaube es liegt daran, dass das FC den scharfen Knick nicht abkann, den es beim Albright verpasst kriegt. Es ist schon noch Tragkraft da, aber zuwenig und die Verbindung wird nach einigen Hängern zusehends schwächer.
Ich verstehe deshalb auch nicht, warum immer der Albright empfohlen wird. Ich bin fast sicher dass auch bei "normaler" Mono der Uni-zu-Uni besser ist.
 

hauki

<;))))))))))<<
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Hallo til,

danke für Deine Antwort. Ich werde den Uni-zu-Uni-Knoten mal probieren, zumal er ja leicht zu binden ist. Ich glaube beim Knotenbinden ist auch immer viel Gewohnheit im Spiel. Und zu verbessern gibt es ja immer was... ;-)

Boardie "Stephan Bonefish" hat in einem anderen Thread auch auf den Stren-Knoten hingewiesen: http://www.saltwatersportsman.com/saltwater/fishing/article/0,12746,472807,00.html - der soll die Tragkraft des Uni-zu-Uni bei Verbindung von Geflecht und Mono noch übertreffen. Den habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Mein Beitrag zum eigentlichen Thema:
beim Barsch- und Forellenangeln (mit der Spinnrute) verwende ich Vorfächer nur in Verbindung mit Geflochtener. Dann meistens 1-2m Berkley Vanish in 0,18mm oder 0,23mm. Alternativ nehme ich auch mal Stroft GTM als Material (kein Flourcarbon).

Wenn ich mit Monofil (auf Barsch) fische, dann setze ich derzeit meistens 0,18mm Stroft GTM ein. Natürlich kein weiteres Vorfach (siehe Case). Wenn ich neu bespule, dann gehe ich auf der Barschrolle wahrscheinlich sogar auf 0,16mm runter. Die Ultralight-Köder lassen sich dann noch besser werfen...

Beste Grüsse
/hauki
 

davis

Große Köder große Fische!
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Also ich fische beim Blinkern ne 17er Fireline...egal auf welche Fischart es geht....und ich verwende nie Vorfächer....auch keine Stahlvorfächer für Hecht...hatte noch nie einen der die Schnur gekappt hat...und ich fange schon regelmäßig Hechte....und ich fange auch nicht schlecht Barsch oder Forelle weil ich kein mono Vorfach verwende...:m
 

Carp4Fun

Member
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Hi,

Ich habe es beim Barschangeln schon des Öfteren erlebt, dass mir Hechte auf den Spinnköder gehen. Nachdem mir mal ein wirklich kapitaler Bursche die Fireline ohne Probleme gekappt hat, habe ich ein wenig mit Kevlar herumgetüftelt. -Nach einigen Hechten gab`s dann das gleiche Problem und das Vorfach wurde während des Drills wieder sauber gekappt.#q

Seitdem verwende ich beim Spinnfischen fast schon grundsätzlich ein sehr feines Drahtgeflecht der Firma Drennan. Glaube der Name ist "Pike Wire"!?|kopfkrat
Das Zeug ist zwar relativ teuer, hat sich jedoch in der Vergangenheit schon durch seine Hechtzahnresistenz und Unauffälligkeit bezahlt gemacht.
Außerdem schenke ich den Selfmade-Vorfächern ohnehin mehr Vertrauen!

In einem reinen Barsch- oder Forellengewässer würde ich jedoch auch komplett auf ein Vorfach verzichten oder je nach Farbe der Hauptschnur vielleicht auf Fluorcarbon zurückgreifen...

Gruß

Carp4Fun
 

til

Spinnfischer C&amp;R
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Hallo Hauki,

Der Stren sieht auch ganz gut aus, es ist ja sozusagen ein Uni-zu-Cinch, wobei den Uni mit dem Mono macht.
 
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Hi,

echt Interesant mann kann sehen jeder macht es anders,und das ist auch gut so ,denn auf diese weise sammelt jeder seine eigenen erfahrungen.
Ich Persönlich verwende schon seit fast 20 Jahren auschließlich ein Stahlvorfach,ich verwende es sogar an der Elbe beim Zanderangeln mit Gummi.Natürlich ist Stahlvorfach nicht gleich Stahlvorfach es gibtb Gravierende unterschiede.Mann sollte es nicht zu Stark bzw zu Steif wählen.Ich fische seit einigen Jahren das Fibersteel von Profi Blinker ,es ist sehr Geschmeidig und äußerst Stabiel,natürlich nicht in 25kg Stärke sondern als 5kg ,was völlig ausreicht,jedenfalls habe ich noch keinen Hecht wegen Vorfachschwäche verloren.Das 7x7 von canelle ist auch Super und findet bei mir auch seine Verwendung.

Wichtig ist es ,das es dem Zander oder Barsch überhaupt nicht stört,denn bei einer Beißattacke hat der Fisch keine zeit sich erst anzuschauen ob ein stahlvorfach Montiert ist oder nicht.Jedenfalls stört es nicht,auch an der Elbe wo ich des öfteren Fische hat es die Zander noch nie gestört,und es schützt die Geflochtene oder Monofile vor Abrib an der Steinpackung.
 
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

shadmaster schrieb:
Hi,

echt Interesant mann kann sehen jeder macht es anders,und das ist auch gut so ,denn auf diese weise sammelt jeder seine eigenen erfahrungen.
Ich Persönlich verwende schon seit fast 20 Jahren auschließlich ein Stahlvorfach,ich verwende es sogar an der Elbe beim Zanderangeln mit Gummi.Natürlich ist Stahlvorfach nicht gleich Stahlvorfach es gibtb Gravierende unterschiede.Mann sollte es nicht zu Stark bzw zu Steif wählen.Ich fische seit einigen Jahren das Fibersteel von Profi Blinker ,es ist sehr Geschmeidig und äußerst Stabiel,natürlich nicht in 25kg Stärke sondern als 5kg ,was völlig ausreicht,jedenfalls habe ich noch keinen Hecht wegen Vorfachschwäche verloren.Das 7x7 von canelle ist auch Super und findet bei mir auch seine Verwendung.

Wichtig ist es ,das es dem Zander oder Barsch überhaupt nicht stört,denn bei einer Beißattacke hat der Fisch keine zeit sich erst anzuschauen ob ein stahlvorfach Montiert ist oder nicht.Jedenfalls stört es nicht,auch an der Elbe wo ich des öfteren Fische hat es die Zander noch nie gestört,und es schützt die Geflochtene oder Monofile vor Abrib an der Steinpackung.

Kann man das 7x7 von canelle knoten, oder braucht man Quetschhülsen?
 
AW: Vorfächer beim Spinnfischen

Hi ,

du kannst es Knoten oder mit Qutschhülsen benutzen,ich bevorzuge aber die Quetschhülsen.
 
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