Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Sixtus

Member
Hallo und guten Abend zusammen!

Hab mal wieder ne kleine Beginnerfrage. Ist ein Twister anders zu führen als ein Gummifisch, oder ist das völlig identisch? Habe mir kleine (3,5 cm) Twister besorgt für auf Barsch zu fischen. Müßen auch hier die Twister unbedingt bis zum Grund kommen oder ist es auch effektiv den kleinen Twister so durchs Wasser zu zupfen? Merke durch den kleinen Bleikopf (schätze 3 gr.) selbst im Stillwasser kaum ein Aufsetzen. Bekomme die Schnur (15er Fireline) kaum unter Spannung, wenn ich zum Grund möchte. Hab dann immer so einen Schnurbogen.... . Fische dann immer so als ob ich auf dem Grund wäre. Heute meinen ersten Fisch mit einem Kunstköder gefangen; kleiner Barsch auf einen Spinner. Ich habs nicht geglaubt, es funktioniert wirklich :).............. . Jetzt mal einen Gummifisch-Zander, au man.

Viele Grüße und besten Dank für einen guten Tip.
Grüße aus Mainz
Christoph
 

the doctor

den Hechten auf die Schliche
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Wenn der Twister so leicht ist, versuch mal nur über die Rolle zu fischen.
3 Umdrehungen, und dann absinken lassen usw.
oder halt ganz langsam einziehen....
Bei kleineren Ködern ist es schwierig den Grundkonntakt zu spüren...Sobald der Twister grösser wird und es es zulässt ihn besser zu fischen, dann kannst du ihn wie ein Gufi fischen
 
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Da hätte ich auch eine Frage dazu: Wie lange läßt man den Twister denn ca auf dem Grund liegen? Eine Weile ist irgendwie ein dehnbarer Begriff. 10sec, 1/2 Minute oder gar eine Zigarettenlänge?
Genauso, was bedeutet ganz langsam? 3 Sekunden für eine Kurbelumdrehung?
Ich habe echt keine Ahnung!
 
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Perückenkünstler schrieb:
Da hätte ich auch eine Frage dazu: Wie lange läßt man den Twister denn ca auf dem Grund liegen? Eine Weile ist irgendwie ein dehnbarer Begriff. 10sec, 1/2 Minute oder gar eine Zigarettenlänge?
Genauso, was bedeutet ganz langsam? 3 Sekunden für eine Kurbelumdrehung?
Ich habe echt keine Ahnung!
Habe auch schon bemerkt, dass das hier ganz unterschiedlich gemacht wird.
Ich selbst lasse den Gummi auf Grund sinken und mache bei Kontakt sofort zwei Kurbelumdrehugen.
Das hebt den Köder und bringt ihn - je nach Rolle - ca 1,40m in deine Richtung.
Zander attakieren den Köder zu 99% beim absinken des Köder - d.h. in diesem Fall ist es unwichtig wie lange der Köder am Grund liegt.
Das sind aber nur meine persönlichen Erfahrungen - mit dem Ergebniss bin ich recht zufrieden #6
 

Regentaucher

Werbekunde
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Müßen auch hier die Twister unbedingt bis zum Grund kommen oder ist es auch effektiv den kleinen Twister so durchs Wasser zu zupfen?

Im Prinzip nicht, denn gerade jetzt wo jetzt überall Kraut im Wasser ist, kann man den Twister oder den Gufie auch mal schneller über das Kraut zu ziehen.

Ich würde es mit einer dünneren Schnur probieren, damit der Wiederstand der Schnur nicht so hoch ist und damit sich der Schnurbogen reduziert. Probiere auch mal einen 5gr oder 7gr Bleikopf, vielleicht spürst du das aufkommen am Boden dann besser.
 

Chris7

Member
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Sixtus, mit Deinen 3,5cm Twistern hast Du Dich natürlich auf ein ganz schweres Terrain begeben! Die Dingelchen sind so klein, daß man die nur schwerlich mit schwereren Bleiköpfen einsetzen kann. Ein 7g-Kopf ist doch schon etwas überdimensioniert. Und einen 3g Kopf kann man nur an allerfeinstem Geschirr anbieten. Eine 0,15er geflochtene Schnur ist da leider viel zu dick. Der kleine Köder kann eine Schnur mit so hohem Widerstand nicht strecken. Wenn Du diese Gummis einsetzen willst, dann solltest Du die dünnste geflochtene Schnur wählen, die Du bekommen kannst (max. 0,10mm, besser 0,06mm). Und selbst mit feinstem Gerät benötigt man schon relativ viel Erfahrung und vor allem sehr sehr viel Konzentration um den Köder vernünftig führen zu können. Oder Du wählst die Alternative mit einem Sbirulino. Dann führst Du den Gummi zwar auch nicht am Grund, aber die Führung ist einfacher.

Ich habe aber die Erfahrung gemacht, daß sooo kleine Twister auch beim Barschfang überhaupt nicht nötig sind. Du kannst also ruhig auf 7cm oder gar 8cm hoch gehen und diesen Köder dann mit 7g oder, wenn nötig, mit 10g Köpfen bestücken. Gerade jetzt, wo die Fischbrut schon Größen von 5-7cm erreicht hat, paßt ein Shad oder Twister in dieser Größe gut in Beuteschema.

Du wirst sehen, mit den etwas höheren Gewichten spürst Du auch wieder Grund und Dein Schnurbogen gehört der Vergangenheit an! :m
 

Regentaucher

Werbekunde
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

ein 7gr Jigkopf an seiner 0,15er geflochtenen finde ich nicht gerade überdimensioniert! Wenn er die Schnur drauf lassen möchte, wird ihm nichts anderes übrig bleiben als auf größere Twister oder etwas schwerere Jigköpfe zu nehmen.

Vom Spirolino zum Twisterangeln als Anfänger würde ich abraten. Da muss das Material aufeinander abgestimmt sein...
 

Chris7

Member
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Regentaucher,

bei einer 0,15er Schnur ist ein 7g Kopf absolut nicht überdimensioniert, da hast Du Recht! Ich bezog das Gewicht aber auf den 3,5cm langen Twister. Da finde ich den Kopf dann doch etwas zu groß.
 

Tisie

Active Member
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Hallo,

grundsätzlich kann ich Christian zustimmen, aber die Ködergröße kann durchaus fangentscheidend sein. Ich fische beispielsweise sehr gerne kleine Attractors (ProfiBlinker) in 5cm (Größe B), welche zeitweise wesentlich mehr Fische bringen, als Größe C (7cm). Das ist natürlich auch vom Gewässer, der Jahreszeit und dem Beißverhalten der Barsche abhängig. Als Schnur verwende ich gelbe 10er Fireline mit vorgeschaltetem Fluocarbon-Vorfach (1-2m) und knote den Köder direkt an (ich fische meist in sehr klaren Gewässern). Mit einem mittelschweren Bleikopf (schwarzer Haken bei ProfiBlinker) lassen sich die kleinen Gummis dann schon recht ordentlich führen. Allerdings verwende ich auch eine lange Rute (3,15m) mit einer sehr schnellen Aktion und sensibler Spitze (Eigenbau aus Matchrute). Ich führe den Köder damit klassisch über die Rute (anzupfen, Rute oben lassen, an gestreckter Schnur zum Grund sinken lassen, Schnur aufnehmen und dabei Rute senken, wieder zupfen, usw. ...). Bisse erkennt man manchmal nur über die Schnur (zuckt oder sinkt nicht weiter ab) ohne sie in der Rute zu spüren. Fazit: mit dem richtigen Gerät und ein bißchen Übung klappt's auch ultraleicht - und dann macht es 'ne Menge Spaß ;)

Viele Grüße, Matthias
 
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Peruckenkuenstler- jenachdem wie passive die Fische sind, lass ich den Gummikoeder auch mal eine Minute auf dem Grund liegen.
 

Logo

KinderdieserZeit
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

@Chicago Angler
kommts bei dir denn häufiger vor, dass ein Köder der schon nen bissel auf Grund liegt auch genommen wird?
Bei mir beissen Zander immer dann wenn ich damit gar nicht rechne und kurz nachdem Fang weiß ich dann meistens nicht mehr wie ich den Gufi geführt habe :(
 
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Beim Zander erfolg der Biss meistens beim Fall. Barsche, Hechte und Largemouth Bass (ich glaube, der heisst Forellenbarsch zu deutsch) heben den Koeder schon vom Grund auf.
 

Tisie

Active Member
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Logo schrieb:
@Chicago Angler
kommts bei dir denn häufiger vor, dass ein Köder der schon nen bissel auf Grund liegt auch genommen wird?
Ich habe die Erfgahrung gemacht, daß Barsche und Zander den Köder bevorzugt beim Absinken nehmen. Bei Barschen konnte ich auch schon beobachten, wie diese den auf Grund liegenden Köder attackieren (bei kaltem Wasser). In solchen Fällen machen sich sogenannte StandUp-Jigköpfe ganz gut. Länger als ein paar Sekunden würde ich den Köder aber nicht am Grund ruhen lassen - warum auch?

Viele Grüße, Matthias
 
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Thanks @ All !!#6

Ich denke, daß ich diese tollen Tips verwerten kann!

Ich möchte Euch ja nicht übermäßig strapazieren, aber ich habe jetzt Wild Eye Swim Bait Shads von Storm der Größe 13cm, Calliber 43g. Aussehen und anfühlen tun die sich echt klasse, riechen nur bisschen streng nach Gummi? Sind vielleicht etwas groß und schwer? Führt man die auch wie einen Twister? Wäre schön wenn mir jemand verraten könnte, wie ich diese "Waffen" richtig benutze muß.

Achja! Und zwei Rapala Rattlins, 8cm lang mit 22 Gramm. Sinkend! Habe einen vorhin mal im Wassereimer abtauchen lassen. Der fällt ja wie ein Stein! Fast schon wie wenn da gar kein Wasser drin wäre! Ich ahne böses, in Punkto der Köderlebenserwartung..:c... Kann man den vom Ufer aus überhaupt benutzen, oder habe ich mich da verkauft?



....Spinnfischen macht echt Spaß!! Und wenn die Köder mal etwas länger halten würden, wär' vielleicht auch mal ne tolle Rute drin.....
 
W

Wedaufischer

Guest
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Sinkende Wobbler sind eher etwas zum Schleppen mit dem Boot, um schneller auf Tiefe zu kommen. Zum Angeln vom Ufer aus sind die weniger geeignet. Floating (schwimmend) oder Suspender (halten die Tiefe beim Spinnstop) sind die bessere Wahl.
 

Regentaucher

Werbekunde
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Wedaufischer schrieb:
Sinkende Wobbler sind eher etwas zum Schleppen mit dem Boot, um schneller auf Tiefe zu kommen. Zum Angeln vom Ufer aus sind die weniger geeignet. Floating (schwimmend) oder Suspender (halten die Tiefe beim Spinnstop) sind die bessere Wahl.
*hüstel* naja, nicht ganz richtig!

es kommt immer auf das Gewässer das du befischen willst...Z.b. der Rat-L-Trap von Bill Lewis oder der TN 60 sind ausgezeichnete Köder um den Grund nach Zander oder Barsch abzuklopfen. (Zander + Barsche rauben auch oder meistens von oben nach unten) Gerade die beiden Wobbler haken sich aufgrund ihrer Bauweise´sehr wenig und lassen sich super werfen und individuell führen. Kurze Sprünge, mal absinken lassen und dann wieder schneller einholen - haben mir so manchen guten Fisch auch vom Ufer gebracht. Diese Wobbler werden eigentlich selten bis überhaupt nicht vom Boot aus geschleppt, da der Einsatzbereich verfehlt wird. Gerade zum Spinnfischen sind diese Wobbler geeignet, weil sie sich extrem weit und gut werfen lassen....
 

Sixtus

Member
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Morsche zusammen!

Um nochmal zu den weichen Ködern zurück zu kommen. Da gestern Abend am Wasser weiter draussen recht tote Hose war, hab ich von der Spundwand etwas vertikal gefischt. Hab in einem dem Spiel der verschieden Twister und Shads zugeguckt. Da viel mir auf, daß die Twister aufgrund der längeren "Schwanzflossen" viel stärker (=verführerischer, fängiger?), als die Shads im Wasser flatterten. Jetzt frag ich mich doch, ob der gute alte Twister, insbsondere wenns ein doppelter ist, deswegen mindestens genau so fängig ist, wie die HighTech-Shads aus dem Windkanal..... .? Was sagt Ihr erfahrenen Cracks denn dazu? Mich hatte das schon verblüfft, weil ich denn Eindruck habe, daß der Twister so ein bißchen in Vergessenheit gerät.

In alter Frische und viele Grüße
Christoph
 

Tisie

Active Member
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Hallo Christoph,

Twister und Shads würde ich als grundsätzlich verschiedene Köder ansehen. OK, beide sind aus Gummi, aber der Shad überträgt meiner Meinung nach mehr Druckwellen ins Wasser, da durch den Schaufelschwanz der ganze Köder mitvibriert, was ich bei Twistern in dem Maße noch nicht beobachten konnte. Dazu kommt die Fischform des Shads, was zusammen mit der richtigen Farbe eine recht naturgetreue Imitation eines Fischchens ermöglicht. Twister würde ich hingegen eher als Reizköder einordnen, die kein Lebewesen unter Wasser konkret imitieren. Wobei man gerade mit einem Doppelschwanztwister in gedecktem Braunton die Vorliebe der Barsche und Zander für Krebse gut ausnutzen kann ;) ... dabei den Twister ruhig mal über den Grund schleifen, anstatt der üblichen Sprünge.

Viele Grüße, Matthias
 

Chris7

Member
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Hi Chris,

im Großen und Ganzen kann ich Matthias zustimmen. Nur in dem Punkt, daß Twister keine natürliche Lebewesen darstellen sollen stimme ich nicht mit ihm überein. Gerade braune Twister, sehr bodennah geführt (mit kleinen Ausbrüchen zur Seite), immitieren sehr gut Koppen. Und in Gewässern in denen dieser kleine Fisch vorkommt, da fangen braune Twister in der Länge von 5 oder 7cm oftmals richtig gut.

Ich setze sie heute aber auch kaum noch ein. Angle fast nur noch mit Shads. Warum weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr... :q Wenn ich früher mit Gummi geangelt habe, dann habe ich fast ausschließlich mit Twistern den Räubern nachgestellt. Aber wie es doch so oft ist... hat man erst einmal Erfolg mit einem anderen Köder gehabt, dann bleibt man gerne dabei.

Obwohl... im Winter ist nach wie vor ein rot/gelber Twister in 15cm Länge mein Favorit!
 

Tisie

Active Member
AW: Unterschiede Gufi-Twisterführung???

Hallo Chris,
Chris7 schrieb:
Gerade braune Twister, sehr bodennah geführt (mit kleinen Ausbrüchen zur Seite), immitieren sehr gut Koppen. Und in Gewässern in denen dieser kleine Fisch vorkommt, da fangen braune Twister in der Länge von 5 oder 7cm oftmals richtig gut.
OK, das ist ein Spezialfall, wie auch mit den Krebsen. Ein Bekannter von mir fängt an der Küste zur Paarungszeit der Seeringelwürmer beispielsweise auch gut mit langen bräunlichen Twistern ;)

Übrigens gibt es noch wesentlich bessere Koppenimitate, als einen einfachen Twister:

... die mögen Barsche auch ganz gerne ;)

Viele Grüße, Matthias
 
Oben