Überfischung

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

nicht nur an der Küste gibt es ne gewisse Klientel, die sehr kreative Lösungen entwickelt, um Fanglimits/Schonzeiten/Schonmaße zu unterlaufen.

Da fällt es Aufsehern oft schwer, gerichtsfeste Beweise zu präsentieren.

Wenn sich solche Meldungen häufen, würde es mich nicht wundern, wenn die Limitüberschreitungen in Zukunft als Dunkelziffer in die Fänge der Freizeitfischerei eingerechnet würden.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

ist halt ein Unterschied, ob man seine eigenen Beobachtungen macht oder sich auf offizielle Zahlen von zweifelsfrei nachgewiesenen Verstößen stützt.

Ist ein zweischneidiges Schwert.

Eigentlich liegt es im Interesse aller ehrlichen Angler, dass Verstöße möglichst aufgedeckt und bestraft werden.

Aber der Schuss kann eben auch nach hinten losgehen und zu weiteren Beschränkungen für alle Angler führen.

Idealerweise sollten sich die Leute eben von sich aus vernünftig verhalten.

Aber den Kinderglauben kann man sich bei der gesellschaftlichen Entwicklung leider abschminken.
 

climber

Member
Ich beobachte diese Fälle immer wieder bei uns im Hafen.
Irgendwann ist Schluss mit dem Dorsch...
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
...
Da fällt es Aufsehern oft schwer, gerichtsfeste Beweise zu präsentieren.

Braucht es die überhaupt?
Um was handelt es sich denn bei einem Verstoß gegen das Baglimit, doch "nur" um eine Ordnungswidrigkeit oder?
Viele große Firmen und Behörden arbeiten in vielen Fällen ohne gerichtsfest, vermutlich weil 80 bis 99% der Betroffenen gar nicht dagegen angehen sondern direkt Zahlen, warum sollte das die Fischereiaufsicht ausgerechnet anders machen?
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,
warum sollte das die Fischereiaufsicht ausgerechnet anders machen?
müsste man mal die Fischereiaufsicht befragen, ob die auch auf bloße Vermutungen hin schon Bußgeldbescheide verteilen.

Wäre sicherlich ne überlegenswerte Strategie.

So wie ich aus der Entfernung die Lage an der Küste eingeschätzt habe, habe ich angenommen, dass diese Klientel bisher nur bestraft wurde, wenn sie auch mit überzähligen Fischen erwischt wurden.

So läuft das bei uns im Binnenland ja auch.

Irgendwann ist Schluss mit dem Dorsch...

Könnte leider so sein. Aber ob die Angler da wirklich die Hauptschuld tragen, kann man schon bezweifeln.

Ganz aus der Verantwortung können sie sich aber wohl auch nicht stehlen.
 

climber

Member
So habe ich dies auch gemeint.
Wir sind von April bis September auf der Ostsee unterwegs und wie sich der Dorschbestand entwickelt hat ist ein Jammer. Wir sehen einiges und der Angler ist bestimmt nicht der Hauptverantwortliche.
 

baltic-hf

Member
Es sagt auch keiner daß die Angler schuldig am Dorschrückgang sind, die Berufsfischer müssen sich an ihre Quoten halten und somit kann man auch verlangen daß die Angler sich an die Regeln halten egal ob es ein Verstoß oder Ordnungswidrigkeit ist und wer sich nicht daran hält muß eine saftige Strafe bezahlen genau wie die Berufsfischer auch.
 

Meefo 46

Well-Known Member
Nur das die Kontrollen der Angler strenger sind als die der Berufsfischer .

Oder warum wehrt man sich gegen Kameras seitens der Berufsfischer.
 

SFVNOR

Active Member
So habe ich dies auch gemeint.
Wir sind von April bis September auf der Ostsee unterwegs und wie sich der Dorschbestand entwickelt hat ist ein Jammer. Wir sehen einiges und der Angler ist bestimmt nicht der Hauptverantwortliche.
@climder
Das ist Wasser auf meine Mühlen. Ein Fangstop für Dorsch 2020 (vorbei) -2023 wäre die beste Lösung gewesen und natürlich auch für Die Berufsfischer.
Komme mir nicht mit dem Kuttersterben weil eh kein normaler Mensch 500 KM fährt um vielleicht pro Tag 5 Dorsche fangen zu dürfen. Das war schon in 2019 mit 7 Dorschen grenzwertig genug. Dazu natürlich die Preise für eine Ausfahrt. Also, ich würde davon absehen.
Die Berufsfischer sind von der EU mehr wie subventioniert und werden überleben. Ein Ansatz wäre wie in DK eine Schleppnetzfischerei zu verbieten aber in DE schert sich niemand darum. Nebenerwerbsfischerei muss eingestellt werden.
 

climber

Member
Wir wären mit einer vernünftigen Schonzeit von Oktober bis März zufrieden.
Wir haben uns angesehen, was die Schleppnetzfischerei angerichtet hat und am folgenden Tag sah es aus, als ob es im Meer geschneit hat.
 

Andal

Teilzeitketzer
So lange sich an der Ostsee jeder benimmt, wie der sprichwörtliche "Hund des Fuggers", wird sich am Status Punkt zwölf nichts ändern. Aber so lange Lobbyarbeit mehr zählt, als Fakten, dürfte dieses Meer geliefert sein. Aber baden und Bötchen fahren ist ja noch...!
 

Andal

Teilzeitketzer
Überlegt mal. Neun Nationen, plus die EU pfuschen an diesem fragilen Meer(chen) herum, dass es eine Wonne ist. Zudem ist es quasi so eine Art Autobahnzubringer für den Schiffsverkehr nach und von Nordosteuropa. Obsolet über 5, oder 7 mickerige Dörschlein pro Angler zu debattieren. Auf gut deutsch, an der Ostsee ist für den Fisch der Arsch genäht!
 

Andal

Teilzeitketzer
Am besten die nächsten 15 Jahre fängt niemand mehr auch nur noch einen Hering. oder sonst einen Fisch. Dafür kümmern wir uns um eine absolute Minimierung aller Einleitungen und eine maximal saubere Räumung von Altlasten. Danach kann man sich in Ruhe zusammensetzen und erneut bewerten.

Hoch lebe Utopia!

Weil es Utopia aber nicht gibt ... eh schon wissen!
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,
Nur das die Kontrollen der Angler strenger sind als die der Berufsfischer .
wenn die Meldungen, dass die Fischereiaufsicht sich bei den Berufsfischern vorher anmeldet, stimmen, sieht das wohl so aus.
kann man auch verlangen daß die Angler sich an die Regeln halten
Sehe ich auch so.

Ob man Regelverstöße auch beweisen kann, hängt aber auch von der Cleverness der Regelbrecher ab, egal ob nun Profi oder Amateur.

Allerdings dürfte man bei Profis mit der gleichen Manpower/Anzahl von Kontrollen ggf. mehr Wirkung erzielen, wenn man das vorhätte.
 
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