Tipps fürs Winterangeln - Teil 5: Wenn der Regenbogen tief steht

Im Winter genießen viele Salmonidengewässer ihre verdiente Ruhe und wir weichen an den Bindetisch oder den Forellensee aus. Elmar Elfers sucht sein Abendessen dann einige Etagen tiefer.

Es ist nicht immer angenehm, wenn die nasse Fliegenschnur bei knapp über null Grad durch die Finger gleitet. Doch kaum ist der ersehnte Ruck am anderen Ende zu spüren, ist die Kälte sofort vergessen! Doch bis es soweit ist, muss ich die Fische erst einmal finden. Meine Erfahrung am Forellensee ist: Die Fliege muss in den Keller. Denn meist halten sich die Regenbogner in den tieferen Gewässerbereichen auf. Dafür setze ich auf Kunststoffvorfächer, die sogenannten Poly Leader. Sie sind mit unterschiedlichen Sinkgeschwindigkeiten erhältlich. Je nach Gewässer schlaufe ich fast, super fast und extra super fast sinking. Damit geht meine Fliege zügig auf Tauchstation.

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Poly Leader fürs Forellenfischen

Apropos Fliege: Im Winter fische ich gerne knallige Muster in Pink, Rosa, Rot oder Weiß. Die „Bonbons“ sind aber kein Garant für Action. Also gehen auch immer ein paar gedecktere Muster mit ans Wasser. Bei der Hakengröße lege ich mich nicht fest. Zwischen vier und acht finden sich in meiner Box. Gerne mit Marabou. Die feinen Fibern pumpen sich beim Stopp schön auf und bringen bereits im Zeitlupentempo Bewegung ins Nass.
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Auffällige Muster für den Winter. Ich habe aber auch immer ein paar gedeckte Farben dabei

Zügiges Einstrippen vermeide ich. Je kälter das Gewässer, desto langsamer hole ich ein. Das kann im Winter schon mal zu „Erfrierungserscheinungen“ führen. Um nicht zum Eiszapfen zu werden, lege ich regelmäßige Angelpausen ein. Ein bisschen Bewegung am Ufer und ein Heißgetränk helfen, wieder warm zu werden. Dann geht es weiter.

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Fisch in kalten Fingern

Beim Vorfach lautet bei mir auch im Winter die Devise: so dünn wie möglich, so dick wie nötig. Tummeln sich Brummer im XL-Format im Wasser, lasse ich die 0,18er Spitze in der Tasche. Dann bekommt eine 20er oder 22er ihre Chance.

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An die Poly Leader-Spitze knote ich einen kleinen Pitzenbauerring für das Tippet

Der Winter ist im vollen Gange. Mal sehen, wie es die nächsten Wochen in DK aussieht. Vielleicht komme ich ja noch mal los.Euch viel Erfolg - egal, wo Ihr fischt!
 
Nur so als Idee: alternativ bietet sich auch eine leichte Sinktip-Schnur mit 150 grain und Monofil direkt angeknüpft an. Die viel längere Sinkspitze hält die Schnur u. U. besser auf Länge unter Wasser und lässt eine gute horizontale Führung der Fliege in der Tiefe zu. Besonders natürlich auch bei Strömung ein Vorteil, dass das Vorfach nicht von der schwimmenden Schnur nach oben weggerissen wird. Ich bin jedenfalls schon vor vielen Jahren umgestiegen. :)
 
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