Stippen im Tegeler See

Angellady

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Hy Leute!

Ich habe am Wochenende wieder ein Vereinsangeln und hab bis jetzt leider noch nicht das perfekte hinbekommen. Muss allerdings dazu sagen, dass das meine erste Jahr als aktive Vereinsstipperin ist. :vik:

Ich stippe vom Boot in einer Tiefe von 4 bis 6,5 m. Könnt ihr mir irgendwelche hilfreichen Tipps geben damit ich vielleicht auch mal annähernd an die Spitzengewichte unserer Spezis von 30 kg bis 40 kg rankomme?!

Danke für eure Hilfe!!!

Grüße eure Angellady
 

michael2105

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AW: Stippen im Tegeler See

Moinsen,

da du vom Boot aus angelst würde ich ein gekürztes Vorfach fischen damit der Haken nicht zu weit vom Grund auftreibt wenn das Boot driften sollte.

Als Montage würde ich einen 2gr Schwimmer an 16'er Hauptschnur mit 14'er Haken an 10'er Vorfach verwenden. Das Vorfach wird über eine Schlaufenverbindung in die Hauptschnur eingehangen - also kein Wirbel. Außerdem würde ich das Vorfach kürzen auf ca. 25cm. Vor die Schlaufenverbindung kommt eine kleine Stopperperle. Als Blei würde ich ein Laufblei nehmen welches direkt das Gewicht des Schwimmers tariert. Also keine Bleikette etc...
Evtl. - aber nur wenn die Drift stark ist durch Wind oder Strümung, würde ich ein winziges Bleischrot ca. 15cm. vor dem Haken auf das Vorfach klemmen. Allerdings schwächt man sich so schnell das Vorfach sodass es schnell reißen kann.
Sollte das Boot nicht driften würde ich ein Vorfach mit einer Länge von 60cm wählen!

Ich würde einen langen Schwimmer benutzen mit langer Antenne (Antenne ca. 5-7cm). Das hat den Vorteil, dass er dir beim Driften des Bootes durch Schrägstellung der Antenne anzeigt, dass der Haken am Boden mitgeschliffen wird. Somit kannst du während dem Angeln die Tiefe ohne langes Ausloten korrigieren. Ich würde bei dem Wetter (Hier ist gerade keine einzige Wolke am Himmel) eh sehr nahe am Grund fischen oder direkt den Haken schleifen lassen.

Als Köder würde ich Maden nehmen. Das Futter selbst würde ich bereits trocken 2 - 3 mal durchsieben um wirklich alle groben Partikel raus zu filtern. Das Futter je nach Gewässer dunkel oder hell machen mit Maden drinne. Außerdem das Futter nicht zu schwer. Es sollte sich recht schnell auflösen, da du ja vom Boot aus angelst. Könnte also passieren das du von der Futterstelle wegdriftest. Daher würde ich eine feine Wolke aus Futter einem matschigen Grundballen vorziehen ;)


In diesem Sinne - Petri heil
 

Angellady

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AW: Stippen im Tegeler See

Soweit schon mal danke für den Tip. Aber ich hätte mich wohl ein bisschen klarer ausdrücken sollen. Mein Fehler. #q

Mir geht es eigentlich hauptsächlich ums Futter. Mit meinen Montagen bin ich zufrieden. Ich dachte vielleicht nur, dass man mir Tipps darüber geben kann welche Futtermischung und welche Lockstoffe man nehmen kann, die so richtig reinhauen. Es gibt ja soviele, dass man da schnell den Überblick verliert. Und dann wahrscheinlich noch das falsche kauft.

In diesem Sinne! #h
 

michael2105

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AW: Stippen im Tegeler See

Na dann flitz uich doch mal schnell in den Keller und schau mal mit was ich vorgestern geangelt habe...

So - da wären einmal von Team Mosella "Competition Classic" mit fogelnden Werten:
Rohprotein 11,1%
Rohfett - 8,8%
Rohfaser - 2,6%
Rohasche - 3,8%

Und ebenfalls von Team Mosella "Match Mix Turbo Brassen" mit folgenden Werten:
Rohprotein 11,3%
Rohfett - 7,7%
Rohfaser - 3,1%
Rohasche - 3,7%

Das Mischungsverhältnis lag bei mir bei 1:1
Dazu habe ich ca. 1/2 Dose groben Angelmais gemischt, sowie den Saft aus der Dose gegeben. Außerdem recht viele, in Flusswasser gewaschene Maden ins Futter gemischt. Das Futter selbst habe ich mehrfach trocken gesiebt und alle groben Partikel entfernt und ich habe es mit sehr wenig Wasser (Flusswasser - kein Kranenwasser!) gemischt um möglichst große Wolken zu erzeugen. Da ich mit der Feederrute unterwegs war, war das Futter eigentlich schon zu trocken, da es bereits aus dem Futterkorb draußen war bevor dieser den Grund berührte. Aber das war ja auch meine Absicht ;) Ich habe in der Mosel an einer sehr ruhigen Stelle mir leichter Rückströmung geangelt und hatte somit immer eine schöne Futterwolke von der Oberfläche bis zum Grund in der aber keine groben Partikel für die Fische schweben konnten, da diese ja rausgesiebt waren. Somit gingen die Fische nur auf Maden und den Mais. Da der Futterkorb bereits bei Grundkontakt leer war, war dieser entsprechend leicht und bot beim Biss nur noch wenig Widerstand. Die Bisse kamen alle unmittelbar nach dem Absinken des Hakens. Ungelogen- jedes mal wenn ich einen Fisch gefangen habe, dauerte es nicht länger als 1 Minute bis der Biss kam!

Das brachte mir dann 25 Rotaugen, 4 kleinere Brassen und den größten Brassen den ich je gefangen habe - 60cm. Damit hättest du deine Vereinskollegen sicherlich aus dem Rennen gekickt ;)
Beweisfoto kommt hoffentlich heute sofern mein Kollege mir das endlich mal per Email schickt! Der arme Fisch tat mir schon fast leid da ich keine Matte dabei hatte um das Tier entsprechend versorgen zu können #c

Petri Heil

Edit Nachtrag
Ich verwende nie Lockstoffe da ich der Meinung bein, dass Fisch auch nicht dumm sind. Warum sollte Ihr gewohnter Lebensraum plötzlich nach Vanille, Karamell, Zimt oder Schoko riechen? Mag sein dass da so mancher Fisch neugierig wird aber ich fange eigentlich immer gut und habe noch nie Lockstoffe benötigt.
 
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