Spinnfischen am Rhein

Hallo, am 1.6 ist bei uns die Schonzeit für Zander zu Ende.
Letztes Jahr hab ich es einige Male erfolglos versucht.
Ich habe Kopyto Gummifische mit 21g Bananenköpfen gefischt und die Faulenzermethode angewendet.
Nach dem 2.-3. Mal, hatte ich den dreh dazu auch raus.
Allerdings, kann ich nur in dem Bereich angeln, wo keine Strömung herrscht. (Im roten Kasten auf dem Bild), weil ich in den Strömungswirbeln keinen Grundkontakt mehr bekomme.
Ich habe des öfteren gelesen und gehört, das aber gerade dieser Strömungswirbel erfolgsversprechender ist, wegen z.B Ausspülungen.
http://img391.*ih.us/img391/3344/stromunganbuhnen2od0.jpg
Lohnt es sich überhaupt in dem roten Bereich zu angeln, oder ist da einfach kein Fisch?
Muss ich mir dann also schwerere Köpfe zulegen (müsste ich mir bei angelussat bestellen) und wie schwer sollten die dann sein?
 
AW: Spinnfischen am Rhein

Das Bild ist auch nur ein Beispiel
Wie schwer sollten die Köpfe denn sein, um gut am Buhnenkopf zurecht zukommen
 

Wallerschreck

Herr der Fehlbisse
AW: Spinnfischen am Rhein

Kopytos sind bei starker Strömung ungeeignet (meine Meinung) die Dinger fangen ja bereits bei sehr leichten Gewichten ohne Strömung an zu wackeln wie bekloppt in starker Strömung werden sie dadurch dann zu stark nach oben Gedrückt und sonderlich fängig sind sie dann auch nicht mehr (in Hafenbecken etc. fangen sie dafür umso besser).

In deinem Beispiel würde ich zu schlanken, harten Gummifischen tendieren die fangen bei solcher Strömung gerade an gut zu arbeiten und kommen auch gut auf Grund. Die ansonsten ziemlich unfängigen Cormoran - Shads z.B. zeigen in solcher Umgebung echte Fangqualitäten.
 

Veit

I ♥ Zander
AW: Spinnfischen am Rhein

Ich angle mit Kopytos auch in starker Strömung z.Bsp. den Elbbuhnen und kann mich über die Fängigkeit nicht beschweren.
Der Bereich in dem roten Kasten ist in der Regel nur dann gut, wenn die Buhne dort am Ufer eine Steinpackung hat und gleich tief abfällt. Bei herkömmlichen Buhnen ist dieser Bereich aber meist flach und versandet oder gar verschlammt. Zander Fehlanzeige! Wenn überhaupt ziehen sie da nur nachts rein. Tagsüber stehen die Stachelritter meist an der Strömungskante und wer dort nicht fischt, fängt halt auch keinen....
Bananenköpfe sind unter diesen Bedingungen natürlich keine optimale Wahl. Rund- und Erieköpfe funktionieren besser und selbstverständlich muss man mit dem Gewicht soweit hoch gehen, dass man sie hart am Grund fischen kann. Wenn 21 g nicht reichen, muss eben mehr her.
Meiner Erfahrung nach sollte man nicht hunderte Buhnen an einem Angeltag abfischen, sondern sich stets vorallem auf die ersten und letzten drei Buhnen einer Buhnenstrecke konzentrieren. Da geht eigentlich immer was. In den Mittleren Buhnen einer solchen Strecke ist meist nur dann etwas zu holen, wenn sie sich in einer scharfen Außenkurve befinden und dem entsprechend recht tief sind. Anderenfalls sind die mittleren Buhnen aber in der Regel verlandet und für Zander nicht attraktiv.
Wenn du an dem Fluss am Tag keinen Erfolg hast, lege deine Angelaktivitäten komplett auf die Nacht um. Weniger Zander fängst du dann auf keinen Fall. Es gibt viele richtig gute Zandergewässer mit tollen Beständen, wo man tagsüber so gut wie keinen fängt. Ich spreche aus Erfahrung.... ;)
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Spinnfischen am Rhein

Statt "faulenzen" mal folgendes probieren:
Gegen die Strömung einwerfen, Köder absinken lassen, mit der Rute leicht anheben, an nicht gespannter Schnur aber mit leichtem Kontakt (musst Du ausprobieren, wie beimPilken) Köder wieder absinken lassen und so weiter, bis ein Fisch hängt oder der Köder an Dir vorbei in die Strömung kommt.

Vorteil(e):
Du kommst mit wesentlich leichteren Gewichten als beim "faulenzen" auf den Grund.

Wegen der leichteren Köder kann man auch leichteres, einem Zander angepassteres Gerät als beim faulenzen verwenden

Da der Fisch mit dem Kopf in der Strömung steht, sieht er den Köder früher und kann ihn in der Strömung besser packen.

Leichtere Köpfe als beim faulenzen zu verwenden, daher braucht man meist keinen Schwanzdrilling, da die Fische den leichteren Köder besser einsaugen können, dadurch weniger verangelte Fische.

Nachteil:
Schwierigere Bisserkennung, braucht längere Übung.
 
AW: Spinnfischen am Rhein

Also ich habe 8cm Twister und 12cm GuFis, bei den Bananas war 6/0 für die Gummifische eigentlich schon zu klein. Aber die Erieköpfe nehmen ja nicht soviel Platz vom Haken ein wie die Bananas, daher noch die Frage:
Welche größe für die Twister / GuFis und soll ich es dann nochmal mit 21g probieren oder lieber auf 33g gehen?
 
AW: Spinnfischen am Rhein

6/0er Haken für 12er GuFi? Alter Schwede man kann es auch übertreiben. 4/0er und wen man nicht sicher ist noch einen Stinger dran.

Kopyto Klassic sind im Rhein nicht der wirkliche Bringer, Kopyto River hingegen schon eher (reine Schwanzaktion)

Im Juni sieht meine Strategie wie folgt aus (für den Rhein versteht sich):

18-30 g Köpfe und 10 – 12 cm GuFi´s Buhnenköpfe sind für mich die idealen Standorte für Zander, Das Kehrtwasser ist schon eher Barsch Bereich und der Rote Kasten bei Dir ist uU guter Platz für Hecht.

EDIT:

es sind Erie und Rundkopfjigs

Gelbe Kreise: Barsch und Hecht Standplätze
Grüne Ovale: Zander Standplätze
 

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WickedWalleye

Guest
AW: Spinnfischen am Rhein

Gegen die Strömung einwerfen, Köder absinken lassen, mit der Rute leicht anheben, an nicht gespannter Schnur aber mit leichtem Kontakt (musst Du ausprobieren, wie beimPilken) Köder wieder absinken lassen und so weiter, bis ein Fisch hängt oder der Köder an Dir vorbei in die Strömung kommt.
Vorteil(e):
Du kommst mit wesentlich leichteren Gewichten als beim "faulenzen" auf den Grund.
Wegen der leichteren Köder kann man auch leichteres, einem Zander angepassteres Gerät als beim faulenzen verwenden
Da der Fisch mit dem Kopf in der Strömung steht, sieht er den Köder früher und kann ihn in der Strömung besser packen.
Leichtere Köpfe als beim faulenzen zu verwenden, daher braucht man meist keinen Schwanzdrilling, da die Fische den leichteren Köder besser einsaugen können, dadurch weniger verangelte Fische.
Nachteil:
Schwierigere Bisserkennung, braucht längere Übung.

Ja, super, endlich mal einer, der es auch so macht wie ich! :vik:

Woher kommt das? Ich bin quasi über das Pilken und Küstenspinnfischen zum Flussangeln gekommen, da hat man irgendwie einen anderen "Stil"...

Außerdem finde ich die ganze Geschichte mit den vollkommen überheftigen Megableiköpfen teilweise stark übertrieben (21g hab ich noch nie gebraucht, aber im Rhein gibt es wohl solche Plätze) . Die Faulenzermethode erfordert wohl auch solche dicken Bleibatzen.

Dabei kommt man auch bei stärkerer Strömung mit wenig Blei klar, das Tackle muss nur zusammen passen. Natürlich spürt man nichts mehr, wenn man mit ner 60g-Rute nen 10g-Bleikopf in der Strömung fischt, aber wenn man ne 30g-Rute nimmt und es so macht wie von Thomas beschrieben braucht man die Granatenköpfe einfach mal nicht. Hat auch den Vorteil des leichteren Einsaugens.

Außerdem möchte ich nochmal die Footballjigs ins Rennen werfen. Mit denen habe ich in der Strömung eigentl. die besten Erfahrungen gemacht. Kann man aber auch mal in der Badewann testen, die Footballs stehen immer nach oben und kippen nicht um, Eries hingegen kippen manchmal einfach zur Seite und fallen um.
 

drogba

Active Member
AW: Spinnfischen am Rhein

ich angeln nur im roten bereich bzw an den ecken nicht im mittleren teil.finde es totalen blödsinn mitten in der strömund zu fischen .ich fische zwar mit wobblern aber die meisten fische fange ich halt in der ecke und auf der strömungszugewandten seite..
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Spinnfischen am Rhein

Die Faulenzermethode erfordert wohl auch solche dicken Bleibatzen.
Das íst das Problem!
Um an gespannter Schnur den Jig mit Kontakt fischen zu können, brauchts halt relativ viel Blei.
Zander und Barsche schnappen den Köder nicht so wie der Hecht, die saugen ihn mehr ein, wie richtig beschrieben:
Hat auch den Vorteil des leichteren Einsaugens.

Bei den hohen Bleigewichten beim faulenzen ist das natürlich schwieriger, weswegen da immer die Schwanzdrillinge empfohlen werden.

Fischt man leicht(er), kann der Fisch den Köder leichter einsaugen, vor allem auch dann, wenn die Schnur nicht unter "Vollspannung" steht.

Dennoch sollte man die Methode nicht pauschal abqualifizieren.
Gerade Anfänger beim gufieren bekommen durch diese Methode Bisse eben viel leichter mit.

Und da dabei (wie auch beim pilken) das Bisserkennen das wichtigste ist (es werden nach meiner Ansicht mehr Fische nicht gefangen, weil man den Biss nicht bemerkt hat als weil sie nicht gebissen hätten...), hat die Methode schon Vorteile.

Ich mag aber nicht so mit schweren Geschützen auf Zander angeln, wie man sie zum faulenzen braucht.

Woher kommt das? Ich bin quasi über das Pilken und Küstenspinnfischen zum Flussangeln gekommen, da hat man irgendwie einen anderen "Stil"...
Inzwischen auch andere Köder ;-))
Tipp:
Mit Kleinstpilkern versuchen (5 - 15 Gramm).
Funzt im Fluß super, neben Zandern gibts reichlich Barsch und auch Döbel.
Da reicht dann locker ne 20 Gramm -Rute, was wesentlich eher zu den Fischen passt als die harten Faulenzerprügel.........
 

zesch

it`s Piketime
AW: Spinnfischen am Rhein

@ Veit
das mit Außenkurve kann ich nur bestätigen...

+ roter Bereich ist fängig, ich benutze im Juni nur kleine Köder z.B. Twister bis 8cm + Köpfe bis 20 Gramm, = Köderführung mit der Strömung

am Buhnenkopf + Strömungskante kommen bei mir 30 Gr. Köpfe 4/0 zum Einsatz,
ich fische lieber leicht überbleit, als zu leicht...

ich verwende nur Rundköpfe, da ich diese besser + genauer werfen kann, und weil die Hängerquote am geringsten ausfällt

Gruß

zesch
 

HEWAZA

Mitglied
AW: Spinnfischen am Rhein

Statt "faulenzen" mal folgendes probieren:
Gegen die Strömung einwerfen, Köder absinken lassen, mit der Rute leicht anheben, an nicht gespannter Schnur aber mit leichtem Kontakt (musst Du ausprobieren, wie beimPilken) Köder wieder absinken lassen und so weiter, bis ein Fisch hängt oder der Köder an Dir vorbei in die Strömung kommt.

Vorteil(e):
Du kommst mit wesentlich leichteren Gewichten als beim "faulenzen" auf den Grund.

Wegen der leichteren Köder kann man auch leichteres, einem Zander angepassteres Gerät als beim faulenzen verwenden

Da der Fisch mit dem Kopf in der Strömung steht, sieht er den Köder früher und kann ihn in der Strömung besser packen.

Leichtere Köpfe als beim faulenzen zu verwenden, daher braucht man meist keinen Schwanzdrilling, da die Fische den leichteren Köder besser einsaugen können, dadurch weniger verangelte Fische.

Nachteil:
Schwierigere Bisserkennung, braucht längere Übung.

TOOOOOOP TIP #6#6#6

Gruß
HEWAZA
 

drogba

Active Member
AW: Spinnfischen am Rhein

also ich kann mich nicht beschweren .. habe erst lezte woche nen 110er wels auf nen tinyfry gefangen genau in dem bereich und endliche barsche rapfen und zander (leider)auch.keine riesen aber waren ganz ordentliche fische dabei.vorallem gefallen mir die aktionen nicht im stromwasser da kann man den wobbler so schlecht twitchen und was ich noch sagen wollte gefangen hab ich im da noch nie was#c
 

paul188

Dullen
AW: Spinnfischen am Rhein

An den von dir genannten grünen Bereichen stehen die Zander tagsüber am Rhein . Was nicht heißen soll, das du im roten Bereich keine Fische fängst .Eine Menge der Bisse erfolgen sogar im roten Bereich , da die Zander dem Köder folgen und in vielen Fällen gerade kurz vorm Ufer zu packen. Dazu mußt du natürlich den grünen Bereich anwerfen , damit der Zander den Köder überhaupt warnehmen kann, um ihm dann zu folgen... . In der Dämmerung oder Nachts ist der rote Bereich fast immer interessant, besonders im Sommer und Herbst , da sich dort dann eine Menge Kleinfisch tummelt.
Ansonsten Versuch macht "kluch"!

Gruß Paul.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Spinnfischen am Rhein

Naja, mit Wobblern ist im Strom nix zu holen, die Frage war ja auch klar zum angeln mit Gummi...
 

Veit

I ♥ Zander
AW: Spinnfischen am Rhein

Naja, mit Wobblern ist im Strom nix zu holen

EINSPRUCH!!! Sie wollen da bloß nicht den getwitchen Japan-Kram (der funktioniert nur in den ruhigen Bereichen) sondern nen ordentlichen Crank-Wobbler, der durch kräftige Druckwellen auffällt.
 

Veit

I ♥ Zander
AW: Spinnfischen am Rhein

Nochmal:
Thema hier ist Gummi!

@ Thomas: Will mich jetzt keineswegs gegen den Obermod stellen, aber nimms mir nicht übel. - Der Threadtitel heißt "Spinnfischen im Rhein" und unter Spinnfischen versteh ich auch Wobbeln. Warum nicht dem Threadersteller ein paar interessante Alternativen aufzeigen zu dem was er bisher (offenbar erfolglos) gemacht hat? ;)

@ Drogba: Salmo Perch 8 cm (Mitteltiefläufer), Ugly Duckling (9 cm Zweiteiler) sind meine Favoriten!
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Spinnfischen am Rhein

Hast vollkommen recht, mein Fehler..
Er schrieb nur dass er bisher nur Gummi fischte.
Sorry..
Und weiter ;-))
 
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