ShogunZ
Member
Der Bericht kommt zwar ein wenig spät
, aber doch besser als nie.
Am 14. Juli letztes Jahr war es endlich so weit. Es ging ab in Richtung Norden.
Mein erstes Mal
!
Das Ziel war Sorreisa. Dieses kleine Dörfchen liegt in einem geschützten Fjord – dem sog. Solbergfjorden.
Die wunderbare Lage dieses kleinen Dorfes war atemberaubend.
Auf den hohen Bergen, die teilweise recht steil in die Höhe ragten, lag teilweise noch Schnee.
Angekommen sind wir in unserer Anlage so gegen 1.30Uhr morgens.
Dank der Mitternachtssonne war es natürlich taghell. Wir verstauten unsere Sachen, verteilten uns auf unsere 2 super eingerichteten Häuser, und dann ging´s schon ab aufs Wasser.
Wir erkundeten die Gegend, begutachteten die Tiefen und kamen eigentlich nicht so rcihtig zum angeln.
Wir verbrachten etwa 2 Stunden auf dem Wasser.
Unsere Resultate waren ein paar Köhler, Lumbs (von denen wir noch genügend in diesem Urlaub fangen sollten), und einem Schellfisch.
Den Dorsch sollten wir jedoch erst später finden.
Nach ein paar Stunden Schlaf wurden wir von unseren „Oldies/Mädels“, so wurden sie von uns „jüngeren“ Angelkollegen genannt, unsanft geweckt.
„Sind wir denn zum Schlafen hergekommen oder zum Angeln?“
Wir wurden von Odd, unserem Guide ein wenig eingewiesen und schon ging´s los Richtung Fisch.
Wir fischten am ersten Tag in ca. 100- 120m Tiefen, die auf dem Echolot anstiegen und wieder rasch fielen.
Doch der erwartete Erfolg blieb erstmal aus.
Wir fischten mit „schweren“ Pilkern von rund 300-400g, die wir über Grund zupften.
Der einzige Fisch, der uns an die Angel ging, war LUMB.
Man meinte, diese Gegend sei verseucht von Lumbs.
Es waren alles Fische in der Größe von 50cm. Fluoreszierende Pilker oder Pilker mit Knicklichtern waren der absolute „Renner“, auf diese Kreatur.
Wir einigten uns schnell, dass diese Angelmethode sowohl zu anstrengend als auch nicht lohnenswert war.
Wir wechselten demnach den Platz und fischten mit leichten Pilkruten auf 50m.
Wir folgten immer den Futterfischen (kleine Seelachse), die durch ihre größeren Artgenossen an die Wasseroberfläche getrieben wurden.
Das Wasser kochte dann immer, aber bis auf kleine Seelachse in den Größen um die 55cm, war nix los auf dem Fjord.
Wir beschlossen nach Hause zu fahren und die paar Seelachse zu verarbeiten und uns anschließend nach dem Tidenkalender zu richten.
Uns erschien dies als einzige Alternative. An der Anlage angekommen, trafen wir die „Mädels“, die bis auf ein paar Schellfische und kleine Köhler auch keinen rechten Erfolg hatten.
Wir machten es uns in unserem schicken Häuschen bequem und studierten den Gezeitenkalender. (Danke Jirko)
Also – 1 Stunde Ruhepause – dann geht´s schon wieder ab aufs Wasser.
Ich nutze diese Ruhepause und fing uns ein paar Köderfische vom Steg direkt vor unserem Haus.
Vor unseren Füßen schwammen hunderte kleine Seelachse, die jeweils ca. 5cm groß waren. Abundzu ließ sich ein kleinwüchsiger Dorsch blicken, der in den Schwarm hineinstieß und sich seinen Anteil holte.
Unsere Köder waren alle so um die 10-15cm. (wenn ich jetzt nach dem Urlaub das lese, krümme ich mich vor lachen <~ lächerlich)
Wir sollten nämlich unsere Köderfischgröße doch sehr vergrößern.
Also wieder raus und diesmal weiter weg. Wir beobachteten einen raubenden Schwarm Seelachse (natürlich nur die Beute der Seelachse), wie hielten gleich an. Das Echolot zeigte 55m an.
Kurz darauf 60, 65, 70, 75 und dann zu guter letzt 80m.
„Wow – Hotspot!“ so unser Fahrer.
Ich fischte mit einem 175g Bergmannpilker. „Ok Jungs, auf geht´s, hier muss es doch Fisch geben.“
Ich schmiss meinen Pilker so weit ich konnte, ließ ihn dann Richtung Grund.
Nach ca. 10s – „Ach, ich bin schon unten, das ging aber flott.“
Ich schloss den Bügel meiner Nautil und wollte dem Pilker ein wenig Spiel verleihen.
Doch der Pilker war nicht am Grund, er hing bereits in nem Fischmaul, so glaubte ich.
Rute krumm, dann auch bei den anderen 2 . Sie pumpten ihre Fische mit Gefühl hoch, doch bei mir war es ein Kraftakt.
Sie fingen jeweils 2 schöne Küchenseelachse um die 4 Pfund.
Als ich mich ein wenig über die Bordwand beugte, sah ich das Missgeschick – einen schön an der Schwanzflosse gehakten Seelachs.
Mein erster richtiger Fisch in Norwegen und dann so eine „Enttäuschung“.
Ich erinnerte mich an die Themen hier Board – „Man muss unter den Schwarm – da stehen die Dicken“
Ich zückte meine Naturköderrute und flanschte einen kleinen Seelachs ( ca. 10cm) auf meinen 10/0 Haken, sah lustig aus.
Ich lies meine Montage hinunter, das warten begann, doch es tat sich rein gar nichts, null, niente, nüscht.
Die anderen fingen die ersten Dorsche um die 6 Pfund, alle auf Pilker.
Nach vergeblicher Zeit mit Naturködern, nahm ich auch wieder meine Pilkrute zu Hand.
Mein Pilker kam diesmal am Grund an, doch bei mir biss nichts, die ganze Zeit.
Ich beschloss den Pilker zu wechseln und fing an meine Montage schnell hohzukurbeln, doch ich kam nicht weit.
Ca 5m überm Grund bekam ich einen Biss. Das da unten wehrte sich zwar, doch ich kannte von der Ostsee, dass das sogenannte „Kopfnicken“ fehlte. Ich lies den Fisch ein wenig zuckeln und beförderte ihn ca 2m nach oben, als plötzlich meine Schnur von der Rolle gerissen wurde. Mir schlotterten die Knie. Nun war es da, das gewisse „Kopfnicken“.
Innerlich war ich angespannt, so wie vor keiner meiner Abiprüfungen.
Ich gewann wieder ein wenig Schnur und musste sie dann auch gleich wieder abgeben.
Die anderen hatten bereits ihre Angeln aus dem Wasser geholt um mich nicht zu irritieren.
Nach 5 minütigem Drill rutschte irgendwas, ich meinte zu Beginn, dass die Schnur um den Spulenkern rutscht.
Doch auf einmal war der Fisch weg, ich riss die Angel nochmals hoch, doch ich spürte nichts, außer einen kleinen Wiederstand.
Oben angekommen, staunten wir nicht schlecht. Es lag ein Seelachs mit 42cm auf den Planken, doch nach genauerem Betrachten, sah man ganz deutlich, dass der auf seiner ganzen Längsseite aufgeschürft war.
Was meinen Fisch, da unten gepackt hat, weiß ich zwar bis heute nicht, ich denke jedoch, dass es ein großer Dorsch gewesen sein wird.
Wir fingen noch einige Dorsche, ein Angelkollege seine 2 größten Dorsche mit 24 Pfund und 20 Pfund. (nach diesen 2 Superdorschen fütterte der Kollege noch kräftig mit seinem Frühstück an, da die Drills sehr kraftraubend waren und der Wellengang auch etwas zunahm J)
Klasse Tag!!!
Am darauffolgenden Tag waren die Fänge recht mau, da (unsere Vermutung) Tümmler oder Schweinswale uns die Fische vergrämt hatten.
Daraufhin fragten wir Odd, unseren Guide, ob er nicht mal mit uns raus fahren würde, um uns die ein oder andere gute Stelle auf Dorsch zu zeigen.
Gesagt – getan.
Nach einer sehr schmerzvollen einstündigen Fahrt gegen Wind und Wellen kamen wir an einer erfolgversprechenden Stelle an: 2 kleine Inseln ragten aus dem Wasser, der Grund fiel von 2m auf über 65m.
Wir fischten zu Beginn auf 6m, ich schnappte mir meine Black Star CM mit einem Wurfgewicht von 40-100g und zupfte mit einem Gummifisch den Boden ab.
Wir fingen alle super, schöne Dorsche um die 8-10 Pfund.( fast auf Sicht)
Nach einer Weile zogen sich die Fische immer mehr ins tiefere Wasser zurück, bis auf 50m.
Ein wunderbarer Törn ging zu Ende, mit reichlich Fisch natürlich.
Wir fingen an diesem Tag auch noch schöne Schellfische, natürlich auch Lumb (auf den blanken Pilker!!!) und ich eine schöne Scholle.
Unsere Nachbarn fingen an diesem Tag woanders einige Steinbeisser, auf die wir es am nächsten Tag abgesehen hatten.
Fortsetzung folgt…..Bilder kommen natürlich auch!
Am 14. Juli letztes Jahr war es endlich so weit. Es ging ab in Richtung Norden.
Mein erstes Mal
Das Ziel war Sorreisa. Dieses kleine Dörfchen liegt in einem geschützten Fjord – dem sog. Solbergfjorden.
Die wunderbare Lage dieses kleinen Dorfes war atemberaubend.
Auf den hohen Bergen, die teilweise recht steil in die Höhe ragten, lag teilweise noch Schnee.
Angekommen sind wir in unserer Anlage so gegen 1.30Uhr morgens.
Dank der Mitternachtssonne war es natürlich taghell. Wir verstauten unsere Sachen, verteilten uns auf unsere 2 super eingerichteten Häuser, und dann ging´s schon ab aufs Wasser.
Wir erkundeten die Gegend, begutachteten die Tiefen und kamen eigentlich nicht so rcihtig zum angeln.
Wir verbrachten etwa 2 Stunden auf dem Wasser.
Unsere Resultate waren ein paar Köhler, Lumbs (von denen wir noch genügend in diesem Urlaub fangen sollten), und einem Schellfisch.
Den Dorsch sollten wir jedoch erst später finden.
Nach ein paar Stunden Schlaf wurden wir von unseren „Oldies/Mädels“, so wurden sie von uns „jüngeren“ Angelkollegen genannt, unsanft geweckt.
„Sind wir denn zum Schlafen hergekommen oder zum Angeln?“
Wir wurden von Odd, unserem Guide ein wenig eingewiesen und schon ging´s los Richtung Fisch.
Wir fischten am ersten Tag in ca. 100- 120m Tiefen, die auf dem Echolot anstiegen und wieder rasch fielen.
Doch der erwartete Erfolg blieb erstmal aus.
Wir fischten mit „schweren“ Pilkern von rund 300-400g, die wir über Grund zupften.
Der einzige Fisch, der uns an die Angel ging, war LUMB.
Man meinte, diese Gegend sei verseucht von Lumbs.
Es waren alles Fische in der Größe von 50cm. Fluoreszierende Pilker oder Pilker mit Knicklichtern waren der absolute „Renner“, auf diese Kreatur.
Wir einigten uns schnell, dass diese Angelmethode sowohl zu anstrengend als auch nicht lohnenswert war.
Wir wechselten demnach den Platz und fischten mit leichten Pilkruten auf 50m.
Wir folgten immer den Futterfischen (kleine Seelachse), die durch ihre größeren Artgenossen an die Wasseroberfläche getrieben wurden.
Das Wasser kochte dann immer, aber bis auf kleine Seelachse in den Größen um die 55cm, war nix los auf dem Fjord.
Wir beschlossen nach Hause zu fahren und die paar Seelachse zu verarbeiten und uns anschließend nach dem Tidenkalender zu richten.
Uns erschien dies als einzige Alternative. An der Anlage angekommen, trafen wir die „Mädels“, die bis auf ein paar Schellfische und kleine Köhler auch keinen rechten Erfolg hatten.
Wir machten es uns in unserem schicken Häuschen bequem und studierten den Gezeitenkalender. (Danke Jirko)
Also – 1 Stunde Ruhepause – dann geht´s schon wieder ab aufs Wasser.
Ich nutze diese Ruhepause und fing uns ein paar Köderfische vom Steg direkt vor unserem Haus.
Vor unseren Füßen schwammen hunderte kleine Seelachse, die jeweils ca. 5cm groß waren. Abundzu ließ sich ein kleinwüchsiger Dorsch blicken, der in den Schwarm hineinstieß und sich seinen Anteil holte.
Unsere Köder waren alle so um die 10-15cm. (wenn ich jetzt nach dem Urlaub das lese, krümme ich mich vor lachen <~ lächerlich)
Wir sollten nämlich unsere Köderfischgröße doch sehr vergrößern.
Also wieder raus und diesmal weiter weg. Wir beobachteten einen raubenden Schwarm Seelachse (natürlich nur die Beute der Seelachse), wie hielten gleich an. Das Echolot zeigte 55m an.
Kurz darauf 60, 65, 70, 75 und dann zu guter letzt 80m.
„Wow – Hotspot!“ so unser Fahrer.
Ich fischte mit einem 175g Bergmannpilker. „Ok Jungs, auf geht´s, hier muss es doch Fisch geben.“
Ich schmiss meinen Pilker so weit ich konnte, ließ ihn dann Richtung Grund.
Nach ca. 10s – „Ach, ich bin schon unten, das ging aber flott.“
Ich schloss den Bügel meiner Nautil und wollte dem Pilker ein wenig Spiel verleihen.
Doch der Pilker war nicht am Grund, er hing bereits in nem Fischmaul, so glaubte ich.
Rute krumm, dann auch bei den anderen 2 . Sie pumpten ihre Fische mit Gefühl hoch, doch bei mir war es ein Kraftakt.
Sie fingen jeweils 2 schöne Küchenseelachse um die 4 Pfund.
Als ich mich ein wenig über die Bordwand beugte, sah ich das Missgeschick – einen schön an der Schwanzflosse gehakten Seelachs.
Mein erster richtiger Fisch in Norwegen und dann so eine „Enttäuschung“.
Ich erinnerte mich an die Themen hier Board – „Man muss unter den Schwarm – da stehen die Dicken“
Ich zückte meine Naturköderrute und flanschte einen kleinen Seelachs ( ca. 10cm) auf meinen 10/0 Haken, sah lustig aus.
Ich lies meine Montage hinunter, das warten begann, doch es tat sich rein gar nichts, null, niente, nüscht.
Die anderen fingen die ersten Dorsche um die 6 Pfund, alle auf Pilker.
Nach vergeblicher Zeit mit Naturködern, nahm ich auch wieder meine Pilkrute zu Hand.
Mein Pilker kam diesmal am Grund an, doch bei mir biss nichts, die ganze Zeit.
Ich beschloss den Pilker zu wechseln und fing an meine Montage schnell hohzukurbeln, doch ich kam nicht weit.
Ca 5m überm Grund bekam ich einen Biss. Das da unten wehrte sich zwar, doch ich kannte von der Ostsee, dass das sogenannte „Kopfnicken“ fehlte. Ich lies den Fisch ein wenig zuckeln und beförderte ihn ca 2m nach oben, als plötzlich meine Schnur von der Rolle gerissen wurde. Mir schlotterten die Knie. Nun war es da, das gewisse „Kopfnicken“.
Innerlich war ich angespannt, so wie vor keiner meiner Abiprüfungen.
Ich gewann wieder ein wenig Schnur und musste sie dann auch gleich wieder abgeben.
Die anderen hatten bereits ihre Angeln aus dem Wasser geholt um mich nicht zu irritieren.
Nach 5 minütigem Drill rutschte irgendwas, ich meinte zu Beginn, dass die Schnur um den Spulenkern rutscht.
Doch auf einmal war der Fisch weg, ich riss die Angel nochmals hoch, doch ich spürte nichts, außer einen kleinen Wiederstand.
Oben angekommen, staunten wir nicht schlecht. Es lag ein Seelachs mit 42cm auf den Planken, doch nach genauerem Betrachten, sah man ganz deutlich, dass der auf seiner ganzen Längsseite aufgeschürft war.
Was meinen Fisch, da unten gepackt hat, weiß ich zwar bis heute nicht, ich denke jedoch, dass es ein großer Dorsch gewesen sein wird.
Wir fingen noch einige Dorsche, ein Angelkollege seine 2 größten Dorsche mit 24 Pfund und 20 Pfund. (nach diesen 2 Superdorschen fütterte der Kollege noch kräftig mit seinem Frühstück an, da die Drills sehr kraftraubend waren und der Wellengang auch etwas zunahm J)
Klasse Tag!!!
Am darauffolgenden Tag waren die Fänge recht mau, da (unsere Vermutung) Tümmler oder Schweinswale uns die Fische vergrämt hatten.
Daraufhin fragten wir Odd, unseren Guide, ob er nicht mal mit uns raus fahren würde, um uns die ein oder andere gute Stelle auf Dorsch zu zeigen.
Gesagt – getan.
Nach einer sehr schmerzvollen einstündigen Fahrt gegen Wind und Wellen kamen wir an einer erfolgversprechenden Stelle an: 2 kleine Inseln ragten aus dem Wasser, der Grund fiel von 2m auf über 65m.
Wir fischten zu Beginn auf 6m, ich schnappte mir meine Black Star CM mit einem Wurfgewicht von 40-100g und zupfte mit einem Gummifisch den Boden ab.
Wir fingen alle super, schöne Dorsche um die 8-10 Pfund.( fast auf Sicht)
Nach einer Weile zogen sich die Fische immer mehr ins tiefere Wasser zurück, bis auf 50m.
Ein wunderbarer Törn ging zu Ende, mit reichlich Fisch natürlich.
Wir fingen an diesem Tag auch noch schöne Schellfische, natürlich auch Lumb (auf den blanken Pilker!!!) und ich eine schöne Scholle.
Unsere Nachbarn fingen an diesem Tag woanders einige Steinbeisser, auf die wir es am nächsten Tag abgesehen hatten.
Fortsetzung folgt…..Bilder kommen natürlich auch!