Shimano G2

Hecht100+

Moderator
Teammitglied
Vorbemerkung: Dieser Bericht sollte eigentlich im Thread "Rollen-Zombie-Thread oder Wandelne Tote ab Werk eingestellt werden, dann aber ließ mir mein Gewissen keine Ruhe, das jemand nahe der Niederländischen Grenze evtl. Auswanderungs-Gedanken hegen könnte.

Meine erste "Japanische Edelschmiede" Vintage-Rolle ist angekommen, und sie würde einfach gut in den Zombie-Thread passen, die Shimano G2. Irgendwie hatte ich mir etwas anderes unter Shimano vorgestellt, kein Kugellager, nur Buchsen, furtztrocken (kein Thema, Fettspende nicht erwünscht), eingepresstes Kegelrad, mit einer Klammer gehalten, Tellerrad schräg verzahnt, Rücklaufsperre wirkt direkt auf die andere Seite des Tellerrades. Vom Aufbau her eine billige Japanrolle. Hergestellt ab Mitte der siebziger Jahre, in Deutschland verkauft lt. @eiszeit ab ca. 1976. Meine Sammelleidenschaft für Shimano hat doch einen großen Dämpfer erhalten. @eiszeit, Walter, kann es sein das es 2 verschiedene Getriebearten gab, du berichtest von einem gerade verzahnten Antriebsrad, was aber bei einem Hypoid-Getriebe doch schlecht möglich ist.

Rollenbilder

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Von der Schnurfassung, lt. Spule gehen 360 Meter 8 lbs Schnur drauf oder 330 Meter Line No.3 oder 280 Meter 0,30mm Nachdem sie gefettet wieder zusammen gebaut ist, läuft sie doch sehr anständig. Besonderheiten: Metallkörper, Überlappende Spule, Außenanschlag, Bügel manuel umklappbar. Die Rücklaufsperre ist nach dem einfetten auch erheblich leiser geworden. Die Bremse scheint fein einstellbar zu sein. Sie wiegt 425 Gramm und hat eine Übersetzung von 1:3,8.

721.jpg Tellerrad

722.jpg Einzelteile, Rotorhalteklammer in der Mitte

723.jpg Eingepresses Kegelrad

724.jpg Rotor von unten

720.jpg Einzelteile
 

Thomas.

Mr. Diaflash
Vorbemerkung: Dieser Bericht sollte eigentlich im Thread "Rollen-Zombie-Thread oder Wandelne Tote ab Werk eingestellt werden, dann aber ließ mir mein Gewissen keine Ruhe, das jemand nahe der Niederländischen Grenze evtl. Auswanderungs-Gedanken hegen könnte.
ab91 nee soo schlimm ist es dann doch nicht, mal abgesehen von dem Technischen Murks die das Ding besitzt ist es aber eine sehr schöne Rolle, und da ich ja bis jetzt sowieso nicht mit den alten fische ist es für mich nicht so schlimm, und weiter hin muss man ihr zu gute halten das sie von DAM vertrieben wurde(Spulen von der SLS passen) Shimano wurde erst besser als sie es selbst in die Hand genommen haben (behaupte ich mal einfach habe aber keinen Plan):laugh2
 

Andal

Teilzeitketzer
In den Jahren war die japanische Industrie noch voll auf dem des-mach-ma-auch-Trip. Da wird nicht mehr dabei hergehen. Die kamen erst später mit ansehnlichen Sachen auf den Markt. Aber auch in Europa waren die 70er keine Blütezeit.
 

eiszeit

Well-Known Member
@eiszeit, Walter, kann es sein das es 2 verschiedene Getriebearten gab, du berichtest von einem gerade verzahnten Antriebsrad, was aber bei einem Hypoid-Getriebe doch schlecht möglich ist.
/QUOTE]

Nein Heiner, es gab keine zwei verschiedenenn Getriebearten. Wurde dahingehend schon von einem anderem Sammler darauf hingewiesen. Schräg verzahntes Antriebsrad ist richtig, Tektur bzw. Änderung erfolgte bereits schon vor einigen Monaten.
 

Nordlichtangler

Well-Known Member
Vorbemerkung: Dieser Bericht sollte eigentlich im Thread "Rollen-Zombie-Thread oder Wandelne Tote ab Werk eingestellt werden, dann aber ließ mir mein Gewissen keine Ruhe, ...
Genau, da passt das aber schon punktgenau hin! :cool:

Gibt also noch eine größere Verwandschaft, eine ganze Familie dieser ruchlosen Kernzinkverschmelzung Mafioso-Rollen.
Dazu getarnt im Gewande eine Edelmannes.

Die Shamoni G2, die MAD SL 2, die MAD SLS 2.

Mir hätte schon eine davon gereicht!

Jetzt haben die sich gleich nochmal vermehrt - das Böse schläft nie.
Niemand kann mehr sagen, dass der Shamoni nicht auch so kann. Wenn auch nur in Werwolfnächten.

Also seid gewarnt! :ninja
 

Nordlichtangler

Well-Known Member
Tolle Bildersammlung und Zusammenstellung! thumbsup

Mit einer Daiwa Bronze (muss den Typ vom Explosionspapier inzwischen nachgucken) hatte ich auch mal eine kurze Angelphase,
die glücklicherweise durch neu dazukommende Daiwa Silver 2600C sehr abruppt beendet wurde, und die bröckelnde Freundschaft zu Daiwa war damit stabilisiert und betoniert.

Die Daiwa Silver 2600C hatte um 1978 einen schlanken Angebotspreis von 47 DM in Oldenburg/Nds. im neuen Großmarkt und löste für mich einige Probleme als Rolle(n) fürs schwere und grobe, zudem konnte ich sie vorher bei einem netten älteren Herrn und Kurgast mit viel Zeit auf einem Steg am Zwischenahner Meer mehrmals probeangeln und damit für mich austesten, das war wunderfein als Schüler mit nur selbst verdienten Pennies !
Mein primäer Wunsch, die Ambidex 2430, war derzeit gut doppelt so teuer und wurde nicht günstiger mal angeboten, nur die kleineren 2410 und Pflueger kamen in die Preise der Einsteigerklasse, damit ging ja das meiste schon gut mit.
 
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