Schleppen mit Wobblern

makrele

Member
|wavey: Boardies,

in letzter Zeit liest bzw. hört man häufiger über das (Schlepp-) Angeln mit großen Wobblern im Meer. Hauptsächlich auf Seelachs (aber es sollen ja auch schon Dorsche und Heilbutt rangegangen sein:q:vik:).
Wie muss man sich das denn vorstellen?
Wie tief schleppt man dabei 3m, 20m, 50 m?
Braucht man einen Downrigger oder sollte man zumindest ein
Blei vorschalten oder geht einfach ein normaler Tieftauchwobbler?
Wie weit sollte man hinter dem Boot schleppen? 20m, 50m oder sogar 100 m?
Schleppt man über tiefem Wasser im Mittelwasser oder sollte man lieber in flacheren Gebieten schleppen dafür eher in Grundnähe?
Fragen über Fragen, ich hoffe auf Hilfe.

Danke schonmal,
Gruß makrele
 

Vibra - Zocker

CATCH & RELEASE
AW: Schleppen mit Wobblern

Wenn du so etwas praktizieren willst, ist die Frage: Was hast du an Material zur Verfügung und was willst du noch ausgeben.. Möglich ist da vieles....|bigeyes
Gruß Robert
goNorge Angelteam #h
 

makrele

Member
AW: Schleppen mit Wobblern

Hi,
also ich verfüge bereits über eine umfangreiche Meeresausrüstung und auch über liquide Mittel um nötigenfalls noch etwas zuzukaufen....:q:q

Momentan geht es mir mehr um das "wie" weniger um das "ob".
Ich suche zunächst einfach Antworten auf die oben gestellten Fragen, damit ich mir die Details dieser Methode besser vorstellen kann.
Oder vereinfacht gesagt: Wie setzen diejenigen die mit den Wobblern was fangen diesen erfolgreich ein?

Gruß
makrele
 

Debilofant

Well-Known Member
AW: Schleppen mit Wobblern

Nabend Makrele,

außer ufernahem Spontanheimfahrtfreihandschleppen zwischen 1 bis 6 Metern mit tieflaufenden Wobblern oder schweren Blinkern (in der Hoffnung auf Pollack, Tangdorsch oder gar Mefo) habe ich mich selbst in Norge auch noch nicht schleppend betätigt.

Was große Köhler bzw. Havsei angeht, ist mir aber ein sehr beeindruckender Artikel von Andree Fenske aus dem Esox 12/2002, S. 14/15 fortfolgende im Gedächtnis, der unter der Überschrift "Jäger der grauen Wölfe" erschien! Der hat seinerzeit mit seinem eigens hochgeschipperten, mit allen Schleppvorrichtungen ausgestatteten Boot vor der Südspitze der Lofoten mit 30 cm Rapala-Magnum-Wobblern im Freiwasser geschleppt und mit den von ihm eingesetzten 12-Pfund-Ruten Drillspaß hoch drei gehabt! Angeltiefen waren recht groß, wenn ich mich recht entsinne irgendwas zwischen 70 und 130 Metern, was demnach nur mit professionellem Schleppgeschirr zu realisieren ist.

Was man wie genau anstellen muss, hängt also wohl auch von der Fischart ab - auf Heilbutt wird sich die Sache wohl eher zwischen 10 und 30, 40 Metern abspielen.

Tschau Debilofant #h
 

ThomasL

Active Member
AW: Schleppen mit Wobblern

Hallo Markus

Ich habe schon sehr oft mit flachlaufenden Schwimmwobblern (Rapala Magnum) und Dipsy-Divern geschleppt, Tiefen ca. 5 - 15 m, geschleppt. Wir haben so schon viele Dorsche, Pollacks, Köhler und einzelne Heilbutts gefangen.

Ich habe eine extra Dipsy-Diver Rute von Daiwa, eine Inliner mit 2.70 m, 12 - 30 lbs.
 

Grottenolm

Fischscheuche!
AW: Schleppen mit Wobblern

Hallo ThomasL#h

Sehr interessant!Schreib mal bitte etwas mehr dazu, den das habe ich dieses Jahr auch vor...;)

Welchen Diver verwendest Du, bzw. welche Größe?

Viele Grüße, Dank im voraus...

...der Olm|supergri
 

ThomasL

Active Member
AW: Schleppen mit Wobblern

Hallo Grottenolm

Ich verwende die Diver mit 11 cm Durchmesser, hab aber jetzt noch grössere mit 12.5 cm Durchmesser bei http://www.cabelas.com gekauft, damit ich auch noch etwas tiefer schleppen kann. Mit den 11 cm Divern kannst du auch noch die 18cm Rapala Magnum schleppen, mit den kleineren (8 cm) funktioniert das nicht mehr, da ist dann der Wobbler zu gross. Mit der Wobblergrösse musst du testen, letztes Jahr hatte es viele Heringe dort, da entsprach der grössere Wobbler eher dem bevorzugten Beuteschema als die kleineren und war wesentlich erfolgreicher. Wenn die Dorsche viele Krabben fressen, sind aber die kleineren Erfolgreich. (11 - 14 cm)

Als Hauptschnur verwende ich Geflochtene, dann der Diver mit einem "Snubber" (ist so ein Gummipuffer) und 2 m 30lbs Mono als Vorfach. Die Dipsy Diver Rute von Daiwa hat eine sehr weiche Aktion, ähnlich einer Downriggerrute.

Beim Diver musst du aufpassen wegen der Einstellung der Auslöseschraube, wenn sie zu locker ist, löst sich der Diver immer wieder von selbst und kommt an die Oberfläche, wenn sie zu stark angezogen ist, löst sie sich dann auch bei einem Fisch nicht mehr.
 

ThomasL

Active Member
AW: Schleppen mit Wobblern

hab noch was vergessen, zum landen der Fische eignet sich ein Fish-Grip sehr gut, z.B. der von Rapala (gibt's auch bei Cabelas):

LOCKN_WEIGH_PGLW10_30_RAPALA_2006.jpg
 

Grottenolm

Fischscheuche!
AW: Schleppen mit Wobblern

Danke Thomas!#h

Sehr gut erklärt, da kann ich richtig was mit anfangen... 11 er Diver ist bestellt...

Das Rudel 18 er Rapalas "wartet" schon sehnsüchtig im Keller auf seinen Einsatz!

Nochmals Vielen Dank!

...der Olm
 

makrele

Member
AW: Schleppen mit Wobblern

Vielen Dank für die Antworten, würde mich freuen, wenn noch
mehr Input kommt.

@Thomas
2 Detailfragen drängen sich mir noch auf;):

Wenn Du so in Tiefen von 5-15m schleppst, steuerst Du dann
Gebiete an wo es z.B. 20-30 m tief ist, damit Du im Mittelwasser
bzw. über Grund schleppst oder schleppst Du mit dieser
Methode auch über z.B. 100 m tiefen Wasser im Oberwasser?

Wieviel Schnur lässt Du von der Rolle laufen bzw. wie weit
hinter dem Boot schleppst Du? Ich habe etwas bedenken
ob es nicht eine Scheuchwirkung auf die Fische gibt?

Vielen Dank nochmals
Gruß Markus
 

ThomasL

Active Member
AW: Schleppen mit Wobblern

Hallo Markus

Ich schleppe jeweils über Wassertiefen von ca. 5 - 25m, möglichst über Grund. Mit den Divern muss man schauen wegen der Schnurausgabe, die brauchen nicht so viel um tief zu kommen. Man kann sie so einstellen, dass sie etwas links oder rechts vom Boot laufen, wobei sie dann im flachen natürlich trotzdem recht nahe am Boot laufen, ich habe aber so noch keine Scheuchwirkung des Bootes festgestellt. Ich habe nur festgestellt, dass die Methode mit Diver einiges erfolgreicher ist als mit Schwimmwobbler und Vorblei.
 

goolgetter

••••
AW: Schleppen mit Wobblern

Hallo Makrele!

Ich fische mit den Rapala Deep Dail Dancer. Diese laufen ohne Downrigger und sonstigem je nach Schleppgeschwindigkeit zw.10-12m. Fahren dann meisten in Gebieten wo die Wassertiefe bis 20m ist. Am besten aber so 15m (wegen der Grundnähe) Hatten bisher guter Erfolge verzeichnen können. Besonders im Herbst auf Hitra hat es alle Nase lang gescheppert! Als Rute verwende ich eine YAD KANSAS in Verbindung mit einer 6000 Stationären.
 

Debilofant

Well-Known Member
AW: Schleppen mit Wobblern

...kleine Korrektur zu der Größenangabe in Posting Nr. 4...

...die in dem genannten Beitrag erwähnten größten Modelle der Rapala-Magnum-Serie (CountDown-Variante) sind "nur" 26 cm lang... ;)

Tschau Debilofant #h
 

cafabu

Active Member
AW: Schleppen mit Wobblern

Moin, moin,
meine Schlepperfahrungen betreffen in Norge nur das Gebiet Romsdahlfjord und Molde. Man hat uns gesagt das wir Touries in Norwegen nur Schleppen dürfen mit der Rute in der Hand und nicht im Rutenhalter. Bei einer Kontrolle solles teuer sein wenn man mit abgelegten Ruten erwischt wird. Ob dem Fischereirechtlich wirklich so ist, kann ich aber nicht sagen. Vielleicht weiß dies hier im Forum auch einer genauer.
Wir haben in Ufernähe, so bei 30 - 40 Meter mit Wobblern die Hering oder Makrele immitieren (Hersteller egal) gefischt, Schlepptiefe zwischen 5 - 10 Meter. Dabei gab es guten Erfolg auf Dorsch und Pollak, auch Größere. Seelachs war eher kleiner, aber gute "Kochtopfgröße". Wenn die kleinen Seelachse (unter 40 cm) kamen, meißtens dann in Unmengen, haben wir aufgehört und versetzt, weil außer diesen Vorpubertären nichts mehr an die Ködern kam.
Zwei mal habe ich es erlebt, dass sich andere auf die großen Seelachse spezialisiert haben. Dabei richtig Trolling betrieben haben (erlaubt? s. o.). Schlepptiefen von 40 bis 80 Meter bei mehr als 200 Meter Tiefe. Sehr erfolgreich mit großen Seelachsen, aber sie hatten auch keine anderen Fischarten.
Wenn ich Einheimische Schleppen sehe, sind sie hauptsächlich in Ufernähe, selten im Freiwasser und Schleppen in einem sehr flachen Schnurwinkel mit sehr viel Schnur draußen. Der Abstand und die Tiefe ist dabei sehr schwer zu schätzen, daher gebe ich da lieber nichts an.
Gruß
Carsten
 

TiMa

Karpfenfan
AW: Schleppen mit Wobblern

Hallo Makrele
Ich habe immer meine Naturköderruten(2,4m mit 30 oder 5o lbs) Slidingboom und 400-600g Blei zum Tiefschleppen benutzt. Dabei wird ein ca. 2m langes Stück 0,75 Mono zwischen Wobbler und das Blei geschaltet, mit einem starken Seewirbel. Da ich auf meine Schnur Tiefenmarkierungen gemacht habe(alle 10m), weiß ich immer wie tief ich fische.
Und auf dem Echolot sehe ich wie tief es ist und wo die Fische stehen. Die meisten Fische haben auf den Rapalla Silver 15cm in blau-weiß und grün-weiß gebissen. Auf das größere Modell hat fast nichts gebissen.
Diese einfache Methode hat bisher immer funktioniert, meist auf Köhler und Dorsch.

Gruß TiMa
 

Elton

Ederseeangler
AW: Schleppen mit Wobblern

Vor allem ist Schleppen immer eine gute Alternative an Tagen, an denen man sonst wegen Wind nicht an die etwas ungeschützer liegenden Plätze fahren kann. Wir fahren dann auf Hitra gerne "mal eben vor die Hafeneinfahrt" und schleppen zwei oder drei Stunden auf Dorsch und Pollack und sind bislang nie als Schneider wieder eingelaufen... |rolleyes
 

makrele

Member
AW: Schleppen mit Wobblern

#h,
nochmal eine konkrete Frage:

Wenn man zum Schleppen Wobbler benutzt (mit Dipsy Diver), sagen wir den
Rapala Magnum. Sollte man dann den schwimmenden oder den
sinkenden Typ nehmen, oder ist das egal?

@Thomas
Du schreibst ja schon "Schwimmwobbler". Frage ist halt, ob
sinkende auch funktionieren. Oder wo es Vor-und Nachteile gibt.

Danke nochmals für die bisherigen Antworten zum Thema:m

Gruß
makrele
 
AW: Schleppen mit Wobblern

Sersn Makrele #h

Muss ich mich umstellen nächstes Jahr? Lass es mich bitte wissen, wenn Du Deinen Großeinkauf startest, das Thema interessiert mich ebenfalls stark! Ich habe da was von Pollack gelesen...:k

Gruß
Kracho
 

Ritschfisch

Member
AW: Schleppen mit Wobblern

Hallo,
es geht so gut wie alles,besonders mit einem Heintz Blinker oder einem großen Spinner geht so richtig die Post ab.
Man muß diese zumindest mit Sprengring und Drilling aber erst Salzwasserfest machen.
Wir haben am Seitenarm mit Bleigewichten gefischt.Köhler greifen wie wild auf die rotierenden Bleche.

Ritschfisch
 
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