AW: Saiblinge??
Hi!
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen,daß jemand in einen Forellensee Seesaiblinge einsetzt!!Ich spreche hier vom Salvelinus Alpinus,der in den kalten und tiefen Alpenseen,sowie in tieferen Seen Nordeuropas sein natürliches Verbreitungsgebiet hat und in der Schweiz auch Rötel genannt wird! Er wächst auch verhältnismäßig langsam,wodurch mir sein Besatz in Put-und-Take-Seen nicht logisch erscheint.Kann es sich da nicht um den aus Amerika eingebürgerten Seesaibling Salvelinus Namaycush oder um den ebenfalls aus Amerika schon vor längerer Zeit eingebürgerten Bachsaibling handeln?Die beiden letzteren wachsen auch wesentlich
schneller und erreichen auch beachtliche Größen.
Nur.......vom Beißverhalten her,wie oben beschrieben deutet doch wieder alles auf unseren Seesaibling hin.Er will erst mit Größen um die 30cm auf größere Köder wie z.B. auf Elritzen beißen!!
Normalerweise wird er bei uns im Februar und März auf kleinste Nymphen des gleichen Typs,wie man sie zum Fang von Schwarzfelchen,Blaufelchen und Maränen verwendet,gefangen!Ja und mit der Fangtiefe hat Boardi Lechfischer ganz recht!Die richtet sich nach der Wasserschicht,in der sich die meisten
Nymphen aufhalten.Bei uns z.B.im Wolfgangsee benützt man ein Vorfach mit
3 bis 5 Seitenarmen(ähnlich einer Hegene)mit einem Birnenblei am Ende und
läßt diese Montage vom Boot aus bis zum Grund absinken.Dann werden ähnlich dem Pilkfischen hebende und senkende Bewegungen mit Stillständen zwischendurch ausgeführt,um die feinen Bisse an einer sehr sensiblen Rutenspitze zu erkennen!Dann werden wieder einige Meter Schnur eingeholt
und das ganze wiederholt sich,bis die Nymphen zur Oberfläche kommen!
Noch was.Seesaiblinge ziehen immer im Schwarm herum und sind deshalb
mit Mühe zu finden.Nur wenn einmal einer gebissen hat,kann man immer
mehrere fangen.