richtige schnur für hechte?

milb0o

New Member
Hi!

Ich bin noch noch nicht wirklich ein eingefleischter Angler, deshalb wollte ich wissen welche geflochtene Schnur (fireline, powerline, whiplash usw.) am besten ist, wenn ich auf Hecht mit z.B. wobblern, gummyködern, halben heringen etc. angle.
Vll. doch lieber ne monofile???

thx schonmal
mfg ...
 
AW: richtige schnur für hechte?

hallo milb0o

erstmal herzlich Willkommen im Anglerboard.

Spinnfischen:
Geflochtene: Hier hast du fast 0% Dehnung, d.h. der Kontakt zum Köder wird kaum "getrübt", was bedeutet, dass du ganz genau über die Schnur fühlen kannst was dein Köder da macht.
Beim Spinnfischen setzen die meisten Angler auf geflochtene.

Monofile:
Bietet den Vorteil, dass der gehakte Räuber durch die "Federwirkung" der dehnbaren Monofilschnur nicht so leicht ausschlitzen kann. Andererseits ist es schwer nachzuverfolgen wie dein Köder läuft etc. es kann bei vorsichtigen Fischen durchaus auch passieren, dass du die Bisse gar nicht mitkriegst.
Alles in Allem kann man schon mit Monoschnur zum Spinnfischen antreten... aber das sollte irgendwann doch eher die Notlösung sein ;)

Ansitzangeln:
Hier kommt es schlicht auf die Entfernung zwischen dir und deinem Köder an.
Solange der Anhieb auch noch mit der Monofilen Schnur durchkommt... spricht nichts dagegen eine solche zu verwenden ;)

Wenn du auf 150m Distanz angelst, bist du mit einer geflochtenen besser beraten ;)
 
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AW: richtige schnur für hechte?

0,15 mm Fireline reicht von der Tragkraft vollkommen aus.
 
AW: richtige schnur für hechte?

Klausi schrieb:
0,15 mm Fireline reicht von der Tragkraft vollkommen aus.

Das schon, aber wegen evtl. zu erwartenden Hängern nehme ich lieber die 20-er. Die hängen dann zwar auch, aber man hat mehr Chancen, das nochmal los zu reissen, wenn garnix mehr geht. :q
 
AW: richtige schnur für hechte?

Also beim Spinnfischen würde ich auch zu ner Geflochtenen raten, da hat man viel besseren Köderkontakt. Ausser in sehr klaren gewässern, da ist sie dann doch etwas zu gut zu sehen, da sollte man zumindest ein stück Mono vorschalten.

Bewährt haben sich hier die Fireline und die leider sehr teure Stroft GTP. Beide lassen sich im gegensatz zu vielen anderen hervorragend (teils Besser als Mono) werfen. Wenn man auch viel bei Gefriertemperatur unterwegs ist, ist eine Fusionsschnur wie die Fireline immer vorzuziehen. Normale Geflochtene sind dann kaum zu bändigen.

Stärke würde ich um 8Kg für ausreichend halten. Die wahrscheinlichkeit einen Hänger mit einer stärkeren schnur mal besser lösen zu können ist sehr gering. Meist hängt das Bombenfest in der Steinschüttung, und dann zieht man sich mit der Stärkeren nur unnötig nen Wolf beim Abreissen. Ausserdem sind mit ner Dünneren natürlich auch die Wurfweiten besser, die Sichtbarkeit für den Fisch geringer, sie hat nicht soviel Auftrieb und dadurch ist dann auch der Köderkontakt noch verbessert.

Just Monsters
Holger
 
AW: richtige schnur für hechte?

Hallo milb0o,

zunächst schonmal herzlich Willkommen im Anglerboard...
Das Wichtigste wurde ja bereits zu den Schnüren erwähnt (Unterschied Mono zu Geflochten), jedoch würde ich auch die Farbe, je nach Einsatzgebiet, nicht ganz außen vor lassen.
Da Du mit der Schnur wie beschrieben eher Spinnfischen gehst, solltest Du vielleicht (je nach Gewässer) auch eine gut sichtbare Schnur verwenden.
Zur Stärke denke ich das Du mit einer Schnur ab 9 kg Tragkraft hinkommen solltest. Stahlvorfach ist bei den geflochtenen auf Hecht allerdings auch absolute Pflicht.
 
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Geraetefetischist schrieb:
Die wahrscheinlichkeit einen Hänger mit einer stärkeren schnur mal besser lösen zu können ist sehr gering. Meist hängt das Bombenfest in der Steinschüttung, und dann zieht man sich mit der Stärkeren nur unnötig nen Wolf beim Abreissen.

Just Monsters
Holger

Völlig richtig bei Steinpackungen, geht es jedoch um Äste, Plastiktüten, Regenschirme, andere Dinge, ist da die dickere im Vorteil.

Und Verglichen mit der Wurfweite einer Mono Schnur von 0,28 oder mehr ist die 20- FL dann immer noch mit de Nase vorn.

Aber wie meist Du schon richtig sagst, liegts es ja auch am jeweiligen Gewässer und den dortigen Bedingungen. Bei mir am See und auch dort am Rhein, wo ich meist unterwegs bin, beschränken sich die Hänger zu 80% auf Dinge, die man nach gewaltigem Drill dann doch noch landen kann - so wie mein "Prachtdrill" mit einem ca. 4 -5 Meter langen und 10 cm dicken Bäumchen (oder Ast) :q

Nachdem dann erst nix ging, bewegte sich beim Abreißversuch dann doch was und dann war ein 20 Minütiger Kampf mit dem "Stockfisch" in vollem Gange :q
 
AW: richtige schnur für hechte?

Moin!
Ich fische mit .15er Fireline. Allerdings vom Boot und in Gewässern mit geringer Hängergefahr. Ist ne super Schnur. Lässt sich klasse werfen, wenn mann sie auf ner Rolle mit sauberer Schnurverlegung hat. Bei vielen Hängern würde ich auch eine stärkere nehmen. Bremse nicht zu fest einstellen, dann ist die fehlende Dehnung auch kein Problem.
Rein haun!
 
AW: richtige schnur für hechte?

Wenn man auch viel bei Gefriertemperatur unterwegs ist, ist eine Fusionsschnur wie die Fireline immer vorzuziehen. Normale Geflochtene sind dann kaum zu bändigen.

Da muss ich kurz einhaken - gerade bei Frostwetter könnte ich meine Fireline XDS verfluchen... so ab -8°C wird sie fast unfischbar...
Sie transportiert einfach zu viel Wasser zu den Rutenringen.

Die Powerline soll da angeblich weniger anfällig sein - hat damit jemand Erfahrung ????
 
AW: richtige schnur für hechte?

Ich hatte selber schon das vergnügen, die Powerline zu fischen im Winter. Und ja, die Powerline ist weniger "anfällig" was minus Temperaturen angeht.

Bei den anderen, die mit Fireline fischten, waren die Ringe sehr schnell gefroren, was uns bei der Powerline nicht passierte.
 
AW: richtige schnur für hechte?

Also Schnur alleine - hier mit Mono oder geflochtener beschrieben - ist auch nicht alles.
Die Rute sollte schon zur Schnur passen, sprich Stärke, Elastizität und Bruchfestigkeit der Rute zur Schnur. Von den SIC-Ringen für geflochtene gar nicht erst zu reden.
Eine starke geflochtene an einer sensiblen HM-Carbon-Rute ist Mist, weil die Schnur ohne Dehnung die Rute schnell überlastet, gerade beim Schleppen vom Boot eines der Hauptprobleme. Für eine geflochtene sollte man immer die stärkere Nachgiebigkeit & Weichheit sowie Bruchfestigkeit der Rute einplanen, sag mal zum Vergleich:
- Sportex KevSpin mit weicherer Aktion für Geflochtene
- Sportex HM Turbo mit härterer Aktion für Monofile
Wäre nicht der erste Fall wo eine schöne HM-CarbonRute ohne Knacksicherung durch Glasfiber und Kevlar schnell knackt! also lookout #h
Richtig im Vorteil ist eine geflochtende einer guten Mono-Schnur (sag nur Trilene SensiThin :g ) eigentlich nur bei den sehr aktiven Angelarten wie Gummifisch und Jerken u.ä. (extreme Tiefen/Weiten), ansonsten hat sie eben auch wirklich viele Nachteile.
Ich mag die geflochtenen Schnüre nicht sonderlich, unbeschichtet schon gar nicht (Finger-Strumpfhoseneffekt, Auffaserung, Drecksammlung, Schnur bleibt nass oder schockgefrostet, unharmonischer Stahlsaiteneffekt, sehr laute Schwingungen beim Schleppen, Fische und gerade Hechte schlagen sich leichter los), aber wenn man Grundangeln und richtig Gummifischen will sollte man sich beide, Mono- und geflochtene gönnen jeweils für den richtigen Einsatzzweck. Ersatzspule alternativ gefüllt und gut.
 
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