Reisebericht Schweden / Dänemark ~~~ Teil 1 ~~~

SuperMario

z.Zt. nur selten hier
Reisebericht Teil 1: Schweden vom 30.07. - 06.08.2005

Urlaub in Sangesnäs/Nora am See Sangen

Am Freitag Nachmittag ging's endlich los Richtung Norden. Die Fahrt nach Frederikshavn verlief ohne größere Probleme und wir (meine Freundin mit ihren Eltern und ich) trafen rechtzeitig bei der Fähre ein. Diese legte dann auch pünktlich um 03:45 Uhr ab nach Göteborg. Auf der Fähre konnten wir dann ein paar Stunden schlafen, um am Samstag morgen die restlichen Kilometer zu unserem Ferienhaus bei NORA in Angriff zu nehmen. Die Anzahl der Blitzer auf der Strecke nach Örebro hat uns schon fasziniert, ich glaube es waren über ein Dutzend. Allerdings waren sie alle sehr gut einzusehen und außerdem waren wir ja nicht auf der Jagd, sondern im Urlaub.

SAMSTAG 30.07.
Gegen 16:00 Uhr kamen wir in Nora an und unser erster Weg führte uns ins Touristenbüro. Dort wollten wir die "Fiskekort" kaufen, allerdings war sich die nette junge Frau dort nicht ganz sicher, ob unser See überhaupt zur Kommune Nora gehört. Aber nach einem kurzen Telefonat und einem Blick in die vorhandene Gewässerkarte, hat sich alles aufgeklärt und wir konnten unsere Angelkarten doch noch bekommen. Also ging es weiter zu unserem Ferienhaus in Sangesnäs, welches ca. 30 km nordwestlich von Nora entfernt lag.
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Dort angekommen, erkannten wir unser Ferienhaus (Novasol, S44230) schon von der gegenüberliegenden Seite des Sees. Das Haus war einfach, aber dennoch gemütlich ausgestattet. Lediglich die steile Treppe und die teilweise niedrige Raumhöhe machten besonders mir zu schaffen.
Nach dem ersten Gang mit der Videokamera durch unser Domizil für die nächste Woche, wurden die restlichen Sachen aus den Autos gekramt und ich machte die Spinnangel fertig, während sich unsere Frauen um das Essen kümmerten. Der See lag direkt vor unserem Haus und hatte einen eigenen Bootssteg mit dazugehörigem Ruderboot. Mein zweiter Wurf mit der Spinnrute brachte gleich einen schönen Barsch von ca. 30 cm. Das geht ja gut los, dachte ich mir, doch leider sollte es nicht so bleiben, obwohl ich noch einen weiteren Barsch vom Steg aus verhaften konnte.
Nach dem wir gegessen hatten, unternahmen wir die erste Fahrt mit dem Ruderboot zu viert. Natürlich waren die Spinnruten dabei. Uwe hatte seine eigene Angeltechnik: ich würde es mal eine Art "Pilk-Spinnen" nennen. Und zu meinem Erstaunen hatte er damit auch noch Erfolg. Ohne ein Kommentar holte er einen schönen Hecht an die Oberfläche. Ich ließ mir schnell den Kescher geben und landete den gepilkten Spinn-Hecht sicher. Es war keine Riese, aber mit 65 cm war es der erste Hecht des Urlaubs. Es sollte auch der Größte bleiben. Weitere Fische blieben uns an diesem Abend verwährt.

SONNTAG, 31.07.
Am nächsten Tag war erst einmal richtig ausschlafen und von den Reisestrapazen erholen angesagt. So beschlossen wir am Nachmittag einen Ausflug nach HÄLLEFORS zu unternehmen. Unterwegs dorthin fanden wir noch einen Aussichtspunkt mit Cafe, der sich Vildmarkskrogen nannte. Dort hatte man einen guten Überblick über die nähere Umgebung. In Hällefors gab es leider nicht viel zu sehen. So machten wir nur eine paar kleinere Einkäufe (die meisten Geschäfte haben in Skandinavien auch Sonntags geöffnet) und fuhren auf einem anderen Weg durch die schöne schwedische Wald- und Seenlandschaft zurück nach Sangesnäs. Am Abend war wieder eine "Bootstour" angesetzt. Unsere Frauen übernahmen die Ruder, sodass Uwe und ich nebenbei angeln konnten. Diesmal ruderten wir in die andere Richtung des Sees, wo sich eine kleine Halbinsel befand. Ich vermutete dort ein paar gute Hechtplätze. Kurz vor der Halbinsel war auch ein großes Seerosenfeld. Dort konnten ich auch ein paar Barsche überlisten, die mir allerdings jedes mal kurz vor dem Boot wieder abfielen. Das ärgerte mich sehr.
Ein paar Würfe in Richtung der Halbinsel brachten viele Hänger. Der Grund dafür waren riesige Steine, die dort überall im Wasser verteilt lagen. Wir beschlossen daraufhin, diese Stelle zu verlassen, da wir nicht riskieren wollten, einen dieser Steine zu rammen und das Boot kaputt zu machen. Wir probierten es dann hinter der Halbinsel in etwas tieferem Wasser. Mein Schwiegervater hatte einen Spinner mit nachgeschaltetem Gummifisch an der Angel. Ich hatte damit noch nie etwas gefangen und benutzte deshalb einen einfachen Spinner oder probierte öfters mal einen Tandemspinner. Wie es nicht anders sein sollte, fing Uwe natürlich mit dem Spinner-Gummifisch den einzigen Hecht des Abends. Wieder kein Riese, aber mit gut 50 cm Länge ideal für den Grill.

MONTAG. 01.08.
Für den heutigen Tag stand die Besichtigung des schönen Städtchens NORA an. Es war von allen kleineren Städten in der Umgebung die mit Abstand sehenswerteste und interessanteste. Man kann wunderbar durch die kleinen Gässchen und Geschäfte schlendern. Ich kann nur jedem empfehlen, der in der Nähe ist, einmal einen Abstecher nach Nora zu machen.
Danach fuhren wir nach PERSHYTTAN, einem stillgelegten Bergbaudörfchen mit Ausstellung und Grubenführung. Leider kamen wir hierfür zu spät und beschlossen dafür den Konunga-Stollen zu besichtigen. Dieser Stollen war ein begehbarer gemachter Entwässerungsstollen. Diesmal hatten wir mehr Glück und kamen genau zur 15:00 Uhr - Führung. Für die Begehung dieses Stollens verteilte die gleiche nette Frau aus dem Touristenbüro Nora Helme und Stiefel, was sich als sehr vorteilhaft erwies. Die Führung fand in englisch statt, da lediglich eine Schwedin, aber vier Holländer und wir daran teilnahmen. Somit konnten wir auch relativ viel von der Geschichte dieses Stollens sowie der Umgebung als Bergbaugebiet mitbekommen. Nach der sehr interessanten Führung durch diesen Stollen machten wir noch eine Erkundung durch das Bergbaugebiet auf ausgeschilderten Wegen, wobei wir viele eingestürzte bzw. zugeschüttete Gruben fanden und fotografierten.
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Am Abend zog ein Gewitter auf, wie wir es noch nicht erlebt hatten. Wir standen auf dem Balkon unseres Ferienhauses und starrten wie gebannt auf den See, dessen Wasser von dem niederprasselndem Regen förmlich zu kochen schien. Es blitze und donnerte unentwegt. Wir waren wie angewurzelt, als plötzlich ein Blitz irgendwo direkt in unserer Nähe einschlug. Wir waren in diesem Moment alle mehrere Zentimeter geschrumpft aufgrund der enormen Druckwelle.
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Als wir uns von dem Schock erholt hatten und uns wieder ins Haus begaben, stellten wir fest, das wir keinen Strom mehr hatten. Gefesselt von der Beobachtung der Naturgewalten, hatten wir leider auch vergessen, den Fernseher rauszuziehen, wie es eigentlich von der Vermieterin auf einem Zettel geschrieben stand. Außerdem war auch die Pumpe für die Wasserversorgung ausgefallen. Ein Gespräch mit den sehr netten Nachbarn ergab, das diese das gleiche Schicksal ereilt hatte. Da unsere Vermieterin verreist war, kümmerte sich unser Nachbar um dieses Problem. Wir hatten glücklicherweise noch einige Töpfe Leitungswasser auffangen können sowie einen alten Herd mit Holzfeuerung zum Kochen.
Entschädigt wurden wir nach dem Gewitter mit einem wunderbarem Regenbogen:
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Es dauerte schließlich bis zum nächsten Abend bis wir wieder mit Strom und Wasser versorgt wurden. Es stellte sich heraus, dass der Blitz direkt in den nächsten Strommasten 15m neben unserem Haus eingeschlagen hatte, Der daran angebrachte Sicherungskasten war in mehrere Teile zersplittert.

DIENSTAG, 02.08.
Da wir das Haus nicht verlassen konnten (unser Nachbar hatte sich mit Elektrikern angekündigt), machten wir heute einen Gammeltag. Ich versuchte mein Glück mit der Stippangel und mein Schwiegervater fuhr ein wenig mit dem Boot umher. Dieses mal hatte ich mehr Glück: Ich konnte ein paar Rotaugen direkt neben dem Steg verhaften, was ich allerdings mehr als Spaßangeln sah, da ich bisher noch nicht einen Hecht auf dem See hatte räubern gesehen. Der Weißfischbestand in dem See erschien mir sowieso sehr gering zu sein, da auch mit Schwimmbrot keine Fische anzulocken waren. So hälterte ich einige Rotaugen, um es in den nächsten Tagen einmal mit Köderfisch zu probieren. Um es vorweg zu nehmen: Das brachte auch nicht den gewünschten Erfolg. Die weiteren Tagesbeschäftigungen bestanden aus Heidelbeersuche und einem ausgedehnten Spaziergang am Abend.
Nachdem die am Abend eingetroffenen Elektriker alle Sicherungen im Haus getauscht hatten, blieb uns die Gewissheit, das es den Fernseher wohl doch entschärft hatte. Wir meldeten dies Novasol, die der Vermieterin Bescheid gaben.

MITTWOCH, 03.08.
Heute klingelte der Wecker bereits um 05:30 Uhr, da wir einen Tagesausflug nach STOCKHOLM machen wollten. Wir benötigten ca. 3,5 Stunden für die 250 km, bevor wir an dem ersten ausgesuchten Parkplatz ankamen. Wir hatten uns vor dem Urlaub die Stockholm-Karte per Internet bestellt, mit der man auf ausgewählten Parkplätzen kostenlos parken kann sowie viele weitere Vergünstigungen für Museen u.ä. hat. Sie kostet 240 SEK zzgl Versand - umgerechnet sind das ca. 30 Euro pro Person. So bestand unser festgelegter Plan aus einer Altstadt-Bootstour, dem Besuch des königlichen Schlosses mit Altstadt-Besichtigung, dem Aquaria-Vatten- und dem Vasa-Museum sowie zum Abschluss ein Besuch im Skansen.
Die Bootsfahrt dauerte ca. eine Dreiviertel-Stunde und war sehr interessant. Besonders gefallen hat uns die Auswahl mehrerer Sprachen über Kopfhörer. Da das Boot am imposanten Stadthaus an- und ablegte, beschlossen wir dort noch einen Aufstieg in den Tower. Dieser war ebenfalls mit der Stockholm-Karte kostenlos. Von dort oben hat man einen schönen Blick über Stockholm.
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Von hier fuhren wir weiter nach Gamla Stan, die Insel auf der sich die Altstadt Stockholms und das königliche Schloss befanden. Doch leider mussten wir hier feststellen, das das Parkplatzangebot der schwedischen Hauptstadt reichlich beschränkt war und unsere Stockholm-Karte ermöglichte uns zwar kostenloses Parken, doch einen Parkplatz mussten wir selber finden. Endlich dachten wir - nach der zweiten Runde über die Insel - einen passenden Platz gefunden zu haben, als wir bereits eine freundliche Politesse bemerkten, die bereits Strafzettel verteilte. Sie erklärte uns, das wir hier nicht Parken dürften und wir suchten weiter. Aufgrund unseres engen Zeitrahmens und der bereits mit einer Parkplatzsuche vergoldeten Zeit fuhren wir weiter zur Insel Djurgarden, wo sich unsere letzten drei Anlaufpunkte befanden. Aber auch hier war die Suche nach einem freien und legalen Parkplatz keineswegs leichter. Nach geschlagenen 90 Minuten !!! fanden wir an einem Straßenrand ohne Parkverbot eine Reihe Autos, in der ich mich einreihte. So konnten wir dann doch noch unser Programm fortsetzen und besuchten das Aquaria-Vattenmuseum, ein kleines aber sehr schön angelgtes Aquarium mit Regenwald-Simualtion, kleinen Salzwasser- und Süsswasser-Becken mit Barschen und Forellen und einem riesigen Hecht.
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Von dem anschließendem Besuch im Vasa-Museum sind wir alle noch bis heute fasziniert. Ich verrate nur soviel: Es hat rein gar nichts mit dem Knäckebrot zu tun, sondern es handelt sich um ein Schiff, das im Stockholmer Hafen gesunken ist und nach über 300 Jahren !!! auf dem Meeresgrund geborgen worden und dort restauriert und ausgestellt ist. Einfach nur gigantisch !!!
Den Abschluss eines nun doch gelungenen Tagesausflugs bildete der Besuch im Skansen, ein großer Park mit vielen skandinavischen Tieren, Restaurants und Freilichtbühnen. Wir wollten uns natürlich in erster Linie die Elche anschauen, die sich genau am gegenüberliegenden Ende des Eingang befanden. Für mich und meine Freundin war es die erste Begegnung mit einem lebenden Elch, nachdem meine Schweigereltern vor zwei Jahren bereits in freier Wildbahn einen zu Gesicht bekommen hatten.
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Trotz der ewigen Parkplatzsuche war es ein gelungener und schöner Tag. Und den Preis für die Stockholm-Karte hatten wir auch locker wieder gut gemacht, hätten wir die gesamten Eintrittsgelder bezahlen müssen.
 
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SuperMario

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DONNERSTAG, 04.08.
Nachdem wir uns von dem letzten Tage ein wenig erholt hatten und ordentlich ausgeschlafen waren, hatte ich für den Nachmittag eine Wanderung entlang des Flusses Rastälven geplant, der hier alle Seen miteinander verband. In einem Kanuheft hatte ich eine schöne Strecke von ca. 3 km Länge mit Stromschnellen gefunden, doch leider haben wir den Weg, der auch zum Transport von Kanus dienen sollte, nicht gefunden. So schauten wir uns in NYHYTTAN eine Staustufe des Flusses an, in dem ich einige Forellen vermutete. Allerdings fanden wir dort ein Angelschild, das wir nicht genau lesen konnten und somit nicht wussten, ob dort das Fischen erlaubt war. Jedoch führte hier ein ausgeschilderter Weg zum Kanu-Transport entlang des Flusses, wo wir einige von Bibern abgenagte Baumstämme fanden.

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Am späten Nachmittag fuhr ich mit meinen Schwiegervater mit dem Boot noch einmal zu der Stelle, an der sich das Seerosenfeld befand, wo ich am Sonntag einige Barsche verloren hatte. Wir beschlossen das Boot an den Seerosen entlang driften zu lassen. Das Problem war das gezielte Anwerfen entsprechender Gassen in den Seerosen, da der Wind doch relativ heftig war. Ich hatte einen grünen Spinner mit Bachforellendesign in der Größe 2 an meiner Cormoran Blue Star und ein guter Wurf in die erste Lücke zwischen den Seerosen brachte endlich auch den erhofften Widerstand in der Rute. Fisch am anderen Ende leistete einigen Widerstand, hatte jedoch keine Chance. Nach kurzem Drill, konnte ich endlich meinen ersten Schwedenhecht für dieses Jahr landen. Das wurde auch langsam Zeit. Das Maßband zeigte 55 cm an.
Wir verlegten das Boot noch mal an den Anfang der Seerosen und probierten es ein zweites Mal. Es gab nur wenige Lücken zwischen den Seerosenblättern, so dass wir oft nur außen entlang werfen konnten oder riskantere Würfe meistens in Hängern endeten, die sich aber nach anrudern alle wieder lösen ließen. Am Ende des Feldes angelangt, entdeckte ich eine weitere viel versprechende Gasse. Und tatsächliche merkte ich wieder einen Widerstand am Ende des Stahlvorfachs. Der Fisch erschien mir größer, da die Gegenwehr doch heftiger war. Eine letzter Fluchtversuch unter das Boot endete allerdings auch im Kescher, den mein Schweigervater schon bereit hielt. Der zweite Esox in einer halben Stunde war genau einen Zentimeter länger als der Erste - anscheinend Geschwister.




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Wir beendeten den Angelnachmittag also mit zwei schönen Grüngefleckten von 111 cm Gesamtlänge - wenn das kein Grund für ein Bierchen ist.


FREITAG, 05.08.
Der letzte Tag unserer ersten Urlaubswoche und somit auch der letzte Tage in Schweden für dieses Jahr war gekommen. Der Erfolg des Vortags zwischen den Seerosen ließ unsere Hoffnungen nochmals steigen. Doch leider waren die Seerosenfelder auf dem See sehr rar gesät und so beschlossen Uwe und ich, an den Zu- und Ablauf auf der anderen Seite des Sees zu rudern, wo wir noch etliche Felder vermuteten und auch vorfanden. Allerdings benötigte es gut eine halbe Stunde "Hand- und Rückenarbeit" bis dorthin. Die dortige Bucht war voll mit Seerosen und Schilf und die Drift ließ unser Boot genau Richtung Auslauf des Sees treiben. Also gute Bedingungen. Uwe konnte auch ziemlich schnell einen schönen Barsch verhaften. Ich hatte meinen Spinner vom Vortag durch einen identischen der Größe 3 ausgetauscht und erhoffte mir dadurch doch noch einen größeren Esox. Als wir am Ende des Auslaufs ankamen, ließen wir den Anker genau in einer etwas größeren Freiwasserstelle zu Wasser und angelten möglichst alle Seerosenkanten in der Nähe ab. Mein Schwiegervater verzeichnete auch gleich einen guten Biss, der aber leider nicht richtig saß. Danach hatte er mit einem Hänger und anschließendem Schnur-Wirr-Warr zu kämpfen, so das wir das Boot noch mal ein Stück verlegen mussten. Von hier konnte ich gut eine Bucht in dem großen Seerosenfeld anwerfen. Nach einer kurzen Kurbelumdrehung war meine Rute krumm. Der erste heftige Widerstand ließ sich dann relativ einfach Richtung Boot kurbeln. Uwe hatte seine Rute zur Seite gelegt und den Kescher bereit gemacht. Doch hier wehrte sich der Fisch noch einmal und sprang aus dem Wasser, womit ich nicht mehr gerechnet hatte. Er landete allerdings genau in dem bereit gehaltenen Netz meines großen Keschers. Der Fisch war größer als die Hechte vom Vortag und zwar genau wieder einen Zentimeter: 57 cm. Weitere Versuche blieben leider erfolglos, und ich ruderte zurück um rechtzeitig zum Mittag wieder beim Ferienhaus zu sein, was der Gegenwind allerdings ganz schön erschwerte. Unsere Frauen warteten schon mit dem Mittagessen.
Beim Ausnehmen des Hechtes fand ich zwei große Krebse in dessen Magen, was sicher auch auf das Freßverhalten der dortigen Hechte und den geringen Weißfischbestand hindeutet.
Am Nachmittag unternahmen wir noch einen Ausflug nach KOPPARBERG, was auch ein schönes kleines Städtchen ist. Am Abend kamen dann die zwei lästigen P's: Packen und Putzen, aber zu viert ging das auch ziemlich zügig.
Unsere anglerische Bilanz lautete am Ende: 5 Hechte (55 - 65 cm) und 3 Barsche. Es war kein überragendes Ergebnis, aber wie ich finde auch nicht schlecht. Zum Ende der Woche hatten wir wieder einmal herausgefunden, wo die Standplätze der Fische waren, allerdings war der See auch für ein Ruderboot zu groß zum genauen Erkunden.
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Der zweite Teil unseres Urlaubs in Dänemark auf der Halbinsel Mols folgt demnächst ...
 
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Der Troll

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AW: Reisebericht Schweden / Dänemark ~~~ Teil 1 ~~~

Sehr schöner ausführlicher Bericht. Kann einiges sehr gut nach vollziehen, da ich einige Orte deiner reise selber kenne. Wenn du jetzt noch das ein oder andere Bildchen für uns hast ist alles total komplett. Besten dank.
 

Dorsch-Tom

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Da hast Du Dir ja sehr viel Mühe gegeben! #6
Auch in Schweden muß man sich scheinbar die Fische verdienen. War bestimmt ein schöner Urlaub!
Danke für deine ausführlichen Schilderungen! |bla:

Gruß
Tom
 

Murphy88

... infiziert
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Hallo Mario - ein ausführlicher und gelungener Bericht über einen offensichtlich schönen Urlaub. #6
 

SuperMario

z.Zt. nur selten hier
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Weitere Bilder:
Einer der vielen schönen schwedischen Seen in der Umgebung:
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Das schöne Städtchen Nora mit Kirche:
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Der Konunga-Stollen in Klacka-Lerberg:
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Ein mit Wasser gefüllter Stollen:
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Sonnenuntergang am See Sangen vor unserem Ferienhaus:
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Das imposante Stadthaus von Stockholm:
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"Auge in Auge" mit den Barschen aus dem Vatten-Aquarium:
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Meine zwei Hechte vom letzten Tag:
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Der Bericht ist auch ein Dank an die vielen Tipps, die ich im Vorfeld unseres Urlaubs hier aus dem Forum sammeln konnte. #6 #6 #6

Der zweite Teil mit der Woche in Dänemark ist wie gesagt bereits in Erstellung.
 

Der Troll

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Super Bilder, besten Dank Mario.
Wie gesagt, toller Bericht, KLASSE
 

Tyron

Meeresfan
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Echt klasse Mario, wiviel Mühe du dir gemacht hast!
Hat sich gelohnt!
 

Lotte

auf den wolf gekommen!!!
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moin-moin,

da hst du wirklich einen ganz tollen und sehr ausführlichen bericht geschrieben!!! danke dir dafür!!
 
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