Reisebericht Mursteinfjord/Lauvsnes

Chips

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Hallo Boardies,

vom 10.-24.05.2008 waren wir zu Viert in Friesendal am Mursteinfjord in der Nähe von Lauvsnes. Wir, das sind mein Vater Heinz, Arbeitskollege Ralf und sein Kumpel Sven und ich.
Gebucht hatten wir ein Ferienhaus von Dancenter (s. auch den Tread "Wer kennt sich aus am Mursteinfjord".

Freitags um 10.00 Uhr sind wir mit dem Wohnmobil von Ralf gestartet. Von Hannover bis zum Urlaubsort laut Navi 1800 km.
Es ging auf dem Landweg über Fehmarn/Puttgarden durch Dänemark über die Öresundbrücke nach Göteborg, Oslo, Trondheim bis nach Friesendal.
Nach 26 Stunden waren wir am Samstag um 12.00 Uhr da, etwas früh(Einlass lt. Dancenter ab 16.00), aber kaum waren wir da, kamen auch schon die Vermieter.

Vorweg werde ich mich ein wenig über Haus, Boote, Vermieter etc. auslassen, da vielleicht noch andere Boardies dieses Haus gemietet haben (einer kommt im September) oder mieten werden.


Die jungen Vermieter hatten noch nicht mit uns gerechnet und hatten noch einen Termin aber wir konnten in der Zwischenzeit das Haus beziehen und die Angeln Startklar machen:).

Nachdem die Vermieter wieder da waren zeigten Sie uns die Boote. Das kleinere war 50m unterhalb des Hauses am Ufer an einer Boje vertäut. Dort konnte man es mit dem Seil an das Ufer ziehen und einsteigen. Was sich aber nicht als so einfach erwies, das Ufer war nackte Felsenküste, bei Hochwasser noch Passabel aber bei Niedrigwasser;+. 2m nasse glitschige Felsen zum Boot runterkriechen das zudem Beim Be- und Entladen am Felsen scheuert. Fender o.ä. schutz waren nicht vorhanden.

Als der Vermieter unsere skeptischen Blicke sah meinte er wir könnten das Boot auch in den 3km entfernten Hafen bringen ,dort liegt dann auch zweite Boot das wir extra hinzugemietet hatten.
Für den Anfang war uns der Hafen lieber und der Vermieter fuhr das Boot Zum Hafen, während uns seine Frau uns den Weg zum Hafen mit dem Auto zeigte .

Dort konnten wir auch das zweite Boot begutachten. Lt. Katalogbeschreibung ein 15 Fuß 10PS und ein 17 Fuß mit 25PS.
Das kleinere war ein neueres 15 Fuß (Bever 4.60 m) mit Fernschaltung und Lenkrad mit einem 15 PS Mariner 2-Takt. Das größere ein älteres 5,30 m Rana mit 30 PS Honda E-Start, Schaltung und Lenkung.
Also die Boote waren insgesamt nicht schlecht#6, besser als der Katalog es hergab.

Negativ anzumerken war das es im Hafen keine Filetiermöglichkeit gab. Die einzige Filetiermöglichkeit war unterhalb des Ferienhauses dicht am Ufer. Dort stand ein selbstgezimmertes Tischlein mit den massen 50X100cm.|bigeyes
Fliessend Wasser und Licht ? leider Fehlanzeige. Aber ich hatte zum Glück mein eigenes Filetierbrett(Baumarkt, Buche 60x100cm) mit.

Nun ja, es war zu merken das die Besitzer erstmalig das Haus vermieten und wir waren erst die dritten Mieter. Die ersten Mieter aus Schweden sollen im März nur 5 (fünf) Fische gefangen haben und die zweiten Mieter aus Deutschland waren nur eine Woche da und die ersten Tage springen die Fische in einem neuen Revier auch nicht gleich ins Boot(mit ein Grund warum wir nur noch 2 Wochen fahren). Die Fische sollten mit dem Auto vom Hafen zum Ferienhaus/Filetierbrett gefahren werden.

Seekarten gab es keine und Tipps zum Angeln konnten die Vermieter auch nicht geben. Aber ich hatte mir im Vorfeld der Reise die Seekarte besorgt und daraus 3 Farbkopien im Copy-Shop gemacht und Einschweissen lassen.

Ich will jetzt hier keinen nörgelnden Eindruck hinterlassen aber das Haus war im Katalog als Anglerhaus angeboten und wie wir bei einem gemütlichen Abend |bla:mit den Vermietern ein paar Tage später erfuhren, kommen den Rest des Jahres bis Oktober nur Deutsche und das sind zu 90% bestimmt Angler.

Im übrigen waren die Vermieter sehr nett und bemüht und aller Anfang ist schwer, klar das es hier und da mal hakt, aber wir haben uns sehr gut verstanden und dürfen auch nächstes Jahr wiederkommen#6 , und unsere Vorschläge was hier und da noch besser gemacht werden kann damit die nächsten Gäste auch zufrieden sind wurden gerne angenommen.

Noch ein paar Worte zum Haus, gemütlich, sauber und gepflegt, ausreichend große Gefriertruhe und großer Kühlschrank mit Gefrierabteil und von der Terasse eine herrliche Aussicht auf den Fjord. Dort hätt ich stundenlang sitzen können und aufs Wasser gucken.

Die Lage des Hauses ist weit ab vom Schuß, aber wunderbar gelegen.
Tankstelle mit kl. Einkaufsmöglichkeit 20km, nächste Einkaufsmöglichkeit in Lauvsnes 50km oder vom Hafen aus 3-4 km mit dem Boot. Keine Frage , wir sind 3 mal mit dem Boot zum Einkaufen gefahren, wie die meisten Norweger dort.

So, Fortsetzung mit dem eigentlichen Thema Angeln und Fotos folgt in Kürze.
 

Der Troll

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AW: Reisebericht Mursteinfjord/Lauvsnes

Nah da bin ich ja mal gespannt. Lass dir nicht zu lange Zeit.
 

Chips

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So, weiter gehts.
Da wir von der langen Fahrt doch etwas kaputt waren, wollten wir nur ein kleines Testfischen starten, was sich dann aber doch 4-5 Stunden hinzog.
Die mitgebrachten Echolote(Eagle Fish Easy und Eagle 480 DF) wurden flugs montiert und wir starteten mit leichtem Gerät unsere Erkundungstour.
Es war herrliches Wetter mit Sonnenschein, knapp 10 °C und null Wind. Die ersten Stopps brachten nichts und bei fehlender Drift mussten wir halt öfters neue Stellen anfahren und suchen. Gegen Abend hatte mein Vater einen vernünftigen Dorsch und Pollack vorzuweisen, bei mir bissen leider nur kleine Seelachse und Dorsche die wieder schwimmen durften.
Ralf und Sven im anderen Boot hatten mehr Erfolg und konnten knapp ein Dutzend brauchbare Dorsche vorweisen.

Die Fische von meinem Vater filetierte ich gleich an Bord und gab das Filetierbrett im Hafen an das andere Boot weiter.
Eine Dauerlösung war das aber nicht, schon garnicht wenn wir mal mehr Fische fangen sollten, aber wir wollten die Fische auch nicht im WoMo durch die Gegend kutschieren.

Als brauchbare Lösung erwies sich der im Heck des WoMo angebrachte Fahradträger, der Mangels Fahrädern gleich eine Doppelfunktion übernahm.
Auf die Ladefläche wurden hintereinander drei passend zurechtgesägte Bretter mit Kabelbindern befestigt, die eine gute Filetiermöglichkeit in passender Arbeitshöhe ergaben, und
die mittlere Querstrebe des Fahradträgers wurde mit zwei Handtüchern gepolstert, wo man prima die Ruten anlehnen konnte, die dann Für die Fahrt mit zwei Spanngummis gesichert wurden. Hat prima funktioniert.

Die Abfälle haben wir wie immer in die Fischkisten getan, ins Boot gestellt und zum Schutz vor Möwen die die Abfälle gern im Boot, auf dem Steg und in näherer Umgebung verstreuen, abgedeckt. Bei der jeweils nächsten Ausfahrt wurden diese dann in ausreichender Entfernung vom Hafen versenkt.

Abend kamen nochmals die Vermieter und teilten und mit, das für den nächsten Tag starker Wind angesagt war:(.
Schade zwar, aber so konnte man am nächsten Tag beruhigt ausschlafen. Nachmittags fuhren wir dann erstmal zur Tankstelle, Benzin Bunkern.
Gut das wir ein paar eigene leere 5 und 10l Benzinkanister mitgebracht hatten, vor Ort befand sich lediglich ein 25l Kanister für beide Boote zum nachtanken, so mussten wir nur drei mal zur Tanke fahren.
Außerdem habe ich gerne neben einem vollen Tank auch immer einen Reservekanister mit, wir haben zwar pro Boot und Ausfahrt selten mehr als 10 l verbraucht, bei jeweils 25l Tanks, aber sicher ist sicher.

Am Montag hatte sich der Wind wieder gelegt nach einem ausgiebiegen Frühstück gings los.
Die Bootseinteilung machten wir diesmal etwas anders, Ralf ,Sven und Vater fuhren mit dem größeren Boot, welches für drei Personen ausreichen Platz hat und ich machte es mir auf dem kleineren Boot bequem, da ich es mal mit Naturködern im Tiefen probieren wollte und die anderen außer Ralf doch ausgesprochene Flachwasserangler (10-60m) sind.

Außerdem hatte ich mir nach längerer Überlegung nun eine Elektrorolle zugelegt (Ryobi AD 101), gabs für 250 Euronen bei Moritz-Nord.
Ein paar Tüten Makrelenfilets hatte ich mir vom letzten Herbst extra beiseite gelegt, dazu gabs noch Filets von frischgefangenen Seelachsen.
Ich hab vorher auch schon gerne und des öfteren Naturköderangeln gemacht, aber selten tiefer als 100m, das viele Gekurbel ist halt auf Dauer anstrengend:q.

Die ersten Driften südlich der Untiefenstange Feoytaren direkt vorm Ferienhaus von 70 auf 120 m brachten 3 Lumbs und einen Leng.
Dann probierte ich es weiter nördlich in der Nähe der Untiefenstange Asholman, dort in der Nähe liegt auch ein Schiffswrack im Flachwasser. Diese Driften brachten in 70 bis ca. 200m Tiefe aber nur einen Lumb und einen Hänger, den ich zum Gück lösen konnte sowie beim einziehen einen schönen Seelachs von knapp 5kg, der aber trotz intensiver Suche mit der Pilke der einzige blieb.

Leider war auf meinem Boot das schwächere Echolot, welches sich regelmäßig zwischen 120 und 150m verabschiedete, so konnte ich größere Driften nur grob anhand der Seekarte und des Tiefenmessers der Rolle abschätzen.
Aber ich muß sagen, so eine E-Rolle ist was feines, ich hatte bei starker Drift bis zu 450m Schnur draussen mit Bleien von 500-1000g.
Kein endloses Gekurbel mehr bei Leerfahrten und kleinen Lumpis, dafür Kreuzschmerzen vom Halten der Rute:q,
die Rolle ist mit 1500g kein Leichtgewicht und die schweren Bleie in großer Tiefe bringen ganz schön Druck auf die Rute und zur besseren Bisserkennung habe ich die Rute nicht auf der Reling abgestützt sondern in beiden Händen gehalten.

Danach habe ich erstmal mit der Spinnrute den Flachwasserbereich um das Wrack und die Untiefenstange abgesucht. Einige Pollacks und Dorsche bis 2-3 kg sowie unzählige kleine Seelachse waren der Lohn.
Abends im Hafen waren die anderen schon fleissig am filetieren. Sie hatten den Bereich zum Ausgang der Revillen unsicher gemacht und Ralf hatte beim ersten Stopp eine Triplette mit Selachs und 2 Pollacks von 3-5kg .
Dazu kamen noch eine Menge schöner Dorsche. Vier alle hatten heut richtig Spaß.

Ich versuche gleich(mit Hilfe meines Bruders) ein paar Fotos einzustellen, aus der Digitalkamera meines Vaters, leider hat die Kamera nicht richtig funktioniert und viele Bilder sind nichts geworden.
 
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Chips

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AW: Reisebericht Mursteinfjord/Lauvsnes

So, hier noch einige Fotos!!


Meine Polaroidfotos habe ich Ralf (alias Boardie Hook)heute zum einscannen gegeben, er sagt es kann etwas dauern, morgen auf der Arbeit werd ich ihn nochmal antreiben, das er aus seinen Digitalkamerafotos ein paar gelungene hier einstellt


Fortsetzung folgt.
 

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Hallo Chips,

Glückwunsch zu dem gelungenen Tripp und anke für den Bericht.

grüße

Dorschsearcher
 

Chips

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AW: Reisebericht Mursteinfjord/Lauvsnes

Die Einteilung der Boote behielten wir für den Rest des Urlaubs so bei und fuhren am nächsten Tag bei wenig Wind gemeinsam Richtung Revillen.
Zwischen den Inseln im Ausgangsbereich versuchten wir diesmal zusammen unser Glück, aber außer ein paar Dorschen war hier diesmal nichts zu holen und so fuhr ich direkt zu den Revillen um die Kanten mal nach Pollack abzuklopfen.
Gleich am Anfang biss einer, aber das wars dann auch.
Also ein paar von den kleinen Seelachsen als Köder zurechtgemacht und ab in die Tiefe. Ein kleines Plateau mit 70m Tiefe NW-lich der Revillen war mein Ausgangspunkt. Nachdem ich ich bei zu schwacher drift auf dem Plateau keinen Biss bekam fuhr ich ein wenig an die Kante, und so bei 90m kam der erste kleine Lumb nach oben.
Von da an lief es rund und mit zunehmender Tiefe wurden die Lumbs auch besser. Als ich bei ca.170m Tiefe einen schönen Lumb der 5kg-Klasse hochpumpte, kamen die anderen vorbei und mopsten mir meine Seekarte(ihre lag schön in der Hütte#d)um die Schwellen im Mündungsbereich des Namsenfjordes zu suchen(Mefalltaren).
Nach 1 Stunde kamen sie ohne fündig geworden zu sein wieder zurück. Naja, ich hatte zwar das Hand-GPS dabei, war aber bisher zu faul die Daten ins Gerät einzugeben und der Zettel lag in der Hütte.
Daher machten wir jetz Schluss um das schöne Wetter zu nutzen und den Grill anzuwerfen und das mitgebrachte 5l-Fass anzuzapfen:q.

Die nächsten Tage verliefen ähnlich, je nach Wasserstand waren die Revillen und und der Bereich um das Wrack mehr oder weniger ergiebig.
Ein Ausflug zu den Mefalltaren (jetzt mit GPS-Ansteuerung) brachte einige schöne Pollacks aber nur lütte Seelachse, wo waren die größeren?, bis auf vereinzelte Exemplare von 3-5KG
konnten wir noch keinen Scharm ausfindig machen.
Ein Versuch auf Tiefe in diesem Bereich, brach ich wegen zu Starker Drift bei ablaufendem Wasser ab.

Mittlereweile hatte ich das kleinere Boot aus dem Hafen an die Hütte verlegt. Das Ein- und Aussteigen klappte doch besser als erwartet, ich nahm auch nur die Ruten und den Eimer mit Filets von Bord, der Rest blieb drin - wir sind ja in Norwegen!.

Nach gut einer Woche baute ich dann die Echolote nach Absprache um, ich hatte genug, das kleine Echolot reicht für
die Flachwasserangler vollkommen:q und startete abend bei auflaufendem Wasser noch einen Versuch direkt vor der Haustür. Bei leichter südlicher Drift startete ich einen Versuch auf einem 121m Berg wo es auf 155m runtergeht. Die andere Richtung war zwar interessanter weil es dort auf bis zu 257m runtergeht, aber vor der Insel Feoya war ein Netzgehege dessen äusserste Boje (mit Abspannseil) direkt auf der Kante zum Tiefen lag.
Also in ausreichend Abstand zu der Farm, den Bojen und möglichen Seilen gestartet. Nach kurzer Zeit konnte ich einen Leng erwischen. Neu Beködern und wieder runter. Nach weiteren 5 Minuten tauchte auch dem Echolot in 50-60m plötzlich ein Schwarm auf bei knapp 140m Wassertiefe. Vorher die ganze Zeit nichts.
Die Grundrute hochziehen bei 250 m Schnur draussen würde zu lange dauern, dann wär ich über dem Schwarm drüber, also 10 m über Grund geleiert, Bremse auf und ab in den Rutenhalter.
Die mittlere Pilkrute geschnappt, das Paternoster mit 150g Pilker zwischen den Rudern herausgetüddelt und runter damit.

Nach gefühlten 50m gestoppt, gepilkt-nichts, noch 10m tiefer, einmal, zweim.... da war doch was. Der Fisch zog sofort 30m Schnur ab, stoppte und ein Zweiter stieg zu, wieder abwärts.
Nachdem die Fische nicht mehr tiefer wollten began ich mit dem hochpumpen, nach ca 30m hochpumpen ging es erneut abwärts, da ist doch wohl nicht noch einer zugestiegen?|kopfkrat

Nach 10 minuten gefühlvollen Hochpumpens kamen 3 schöne Seelachse von jeweils 4-5kg an die Oberfläche. Der Anblick entschädigt für meinen schmerzenden Arm:k.
Die Fische nacheinander an Bord geholt, versorgt und erstmal die Grundrute hochholen. Danach nahm ich die Spinnrute mit einem 60g Pilkerchen und wieder runter damit. Die Drills der nächsten Fische machten einfach Spaß, 40-60m Schnur in einem Rutsch von der Rolle und die kreischende Bremse dazu können süchtig machen. Meine ersten vernünftigen Seelachse an der Spinnrute, ein Traum ist wahr geworden:m.

Am nächsten Tag versuchten wir es gemeinsam mit beiden Booten auf Seelachs, aber tagsüber klappte es nicht so gut, es waren wohl welche da, aber schwer zu finden und schneller weg wie man gucken konnte.

Anfang der zweiten Woche konnte sich Ralf auf dem zweiten Boot endlich durchsetzen und schnappte sich das letzte Päckchen mit Makrelen um auch mal Naturköderangeln zu machen. Unter den gelangweilten Blicken von Heinz und Sven beköderte er die Grundmontage mit Makrelen und ließ alles auf Grund.
Er hatte sich die Stelle unterhalb der Untiefenstange Feoytaren ausgesucht die ich ihm beschrieben hatte. Dort hatte ich einige Lumb und Leng gefangen und es ging max. bis auf 110m Tiefe runter.
Nachdem sich ein paar Minuten lang nichts rührte mußte er sich von seinem Kumpel Sven anhören "Naturköderangeln ist doch so langweilig wie Farbe beim trocknen zuzusehen"|gaehn:.

Aber nachdem er kurze Zeit später einen Leng und danach einen Lumb über die Bordwand holte, wurde er doch kleinlaut gefragt ob er die Köderfilets mal weiterreichen könne.
Wie jetzt? sagte Ralf, ich denke Naturköderangeln ist so langweilig wie .......:q .
Nachdem alle drei es mit Naturködern probierten konnten sie noch einige Lumb und Leng überreden. Und es kam wie es kommen musste, kurze Zeit später hatte mein Vater einen guten Fisch der in die Bremse ging und erstmal Schnur nahm.

Nachdem er ihn bis ins Mittelwasser pumpte ging es wieder bis auf Grund runter. Die ersten Worte von Heilbutt waren zu hören und Ralf und Sven holten rasch ihre Ruten ein und verfolgten den Drill mit angespannten Minen.
Und tatsächlich, ein Kveite, der erste Versuch mit dem kleinen Gaff(das grössere lag natürlich in der Hütte) klappte aber und es gab ein grosses Jubelgeschrei|laola:

Der erste Heilbutt für meinen Vater.

Ich war bereits in der Hütte, hatte Essen vorbereitet und es mir gerade auf dem Sofa gemütlich gemacht, weil ich abends nochmal raus wollte, als die Jungs breit grinsend in die stube kamen und mich nach der Waage fragten um einen Heilbutt zu wiegen.
Jaja dachte ich, ihr wollt mich nur vom Sofa scheuchen und verwies sie an die Küchenwaage(die immerhin bis 3kg wiegen kann:q).
Aber ein Blick aus dem Fenster machte mich dann munter, auf dem Fahradträger am WoMo lag fein säuberlich festgezurrt ein Platter.
Das nachfolgende Wiegen ergab 14,2 kg bei 1,11m länge.#r. Nicht schlecht, zumal mein Vater an diesem Tage auch noch einen Seelachs von 9.5 kg vorweisen konnte. Die beiden größten von allen für diesen Urlaub.

Am nächsten Tag waren die anderen schon früher los in Richtung Revillen und ich probierte es nochmal an der Seelachsstelle. Diesmal klappte es super und ich rief per Handy die anderen zu mir, der Schwarm war noch da und gemeinsam erlebten wir ein Spitzen Seelachsangeln.

Am vorletzten Tag stand ein Ausflug nach Namsos (80km) auf dem Programm um unseren bestellten Räucherlachs abzuholen und im Bootsgeschäft Ausschau nach einem Propeller zu halten, da Ralf am Tag zuvor ein kleines Mißgeschick mit dem Honda-Motor hatte:c, aber jetzt weiss er was die kleinen Kreuze auf der Seekarte zu bedeuten haben|supergri. Wir hatten mit einem Propeller leider kein Glück, es war keiner vorrätig und bis nach Trondheim war es doch zu weit.
Doch die Vermieter hatten fast jeden zweiten Tag in Trondheim beruflich zu tun und besorgten dann am nächsten Tag einen in Trondheim. Da Sie aber auch einen Ersatzpropeller vorrätig haben wollten, einigten wir uns mit Ihnen so, das wir aus Deutschland umgehend einen passenden Propeller schicken, in Deutschland kosten Sie doch erheblich weniger. Der Propeller ist mit einer guten Flasche Sekt und einem lieben Gruß bereits unterwegs.

Am Abend startete ich dann noch einen letzten Versuch vor den Revillen auf Naturköder, und jetzt fing ich meinen ersehnten guten Tiefseefisch, einen Lumb von 7,5 kg aus 220m Tiefe.
Beim nächsten ablassen hatte die Drift leider so stark zugenommen, das ich bei 150m mit 700g nicht mehr runterkam, mein letztes 1000g Blei hatter der grosse Lumb auf dem Gewissen, der Wirbel mit Blei war abgedreht;+. und als ich bei 300m abgelassener Schnur im 45° Winkel noch nicht unten war drückte ich auf den Knopf.
Doch als der Schnurzähler knapp 50m zeigte, riß mir ein Fisch fast die Rute aus der Hand. Zum Glück hatte ich die Bremse nicht zu fest eingestellt. Motor aus und Bremse noch etwas gelockert und der Tanz begann, ein Seelachs von 9kg hatte zugefasst. Nachdem ich den Fisch versorgt hatte, wollte ich noch zur Spinnrute greifen, aber eine Gewitterfront war schon bedrohlich nahe, so das ich schweren Herzens den Rückzug antrat.

Der letzte Urlaubstag wurde noch mit etwas Spaßfischen für die Fischsuppe und etwas Bratfisch begonnen und gegen mittag stellten wir dann ein.
Boote schruppen und Angeln abrüsten stand auf dem Programm, sowie Hütte säubern und Klamotten einpacken.
Abends kamen die Vermieter noch vorbei und wir saßen noch mit ein paar letzten Bier in gemütlicher Runde zusammen.
Eine Seekarte und Erläuterungen zu den Stellen was wir wo gefangen haben ließ ich den Vermietern da für die nächsten Gäste.

Am Freitag gegen 10.00 fuhren wir dann heimwärts und waren dann Samstag morgen um 10.00 nach diesmal nur 24 Stunden Fahrt wieder daheim.

Fazit: Ein wunderschöner, erfolgreich und erholsamer Urlaub mit doch einigen kapitalen Fischen. Hier war ich bestimmt nicht das letzte mal. Mit meinen vorgenommenen großen Rotbarschen hatte ich zwar kein Glück, aber man braucht ja noch Ziele für den nächsten Urlaub.

|wavey:Chips
 

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Chips

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Fotos!

Auf dem letzten Foto unsere Vermieterin mit ihren drei Töchtern.
 

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und noch mal 2 Fotos
 

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Amerika1110

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Hallo Chips,

ein sehr schöner Bericht mit tollen Fängen dazu. Ein ordentliches Petri dazu.

Gruß

Ralf
 

Rabi

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Super Bericht!
Da fällt mir nur eins ein: ICH WILL NACH NORWEGEN!!!
 

Heilbutt

Endlich : Die Ehe für Aale
AW: Reisebericht Mursteinfjord/Lauvsnes

Danke für den super Bericht!!!
Prima Fänge !!!

Gruß

Holger
 

Chips

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Fotos|wavey:
 

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Chips

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Fotos, die letzten von mir.#h

Chips
 

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AW: Reisebericht Mursteinfjord/Lauvsnes

hallo mirko, #h#h

dolle bilder - da guckt vaddern aber (zu recht) stolz#6#6

und denk dran! da wo der heli war, sind noch mehr!!!
 

Fischbox

Salzwasserjunkie
AW: Reisebericht Mursteinfjord/Lauvsnes

Tja, da würde ich mal sagen "klasse Urlaub", geniale Fänge und toller Bericht.
Danke dafür#6

...und dein Vaddi ist ein echtes "Glücksschweinchen";)
 

Toddi

Member
AW: Reisebericht Mursteinfjord/Lauvsnes

Noch 22 Tage, dann hat die elende Warterei endlich ein Ende!

Schöner Bericht!

Gruß, Toddi:g:g:g
 

Frieder

"Der" Norwegenfan
AW: Reisebericht Mursteinfjord/Lauvsnes

Danke für die schönen Fotos und den ebenso guten Bericht.
 

goolgetter

••••
AW: Reisebericht Mursteinfjord/Lauvsnes

Dieser schöne Bericht, macht die Vorfreude auf Norwegen noch größer!

Danke dafür!:m
 
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