rechtslage bei kleinen bächen

hey

also ich wohne in ner ziehmlich ländlichen gegend,und da gibts massenhaft kleine bäche.

teilweise ziehen die sich kilometerlang komplett naturbelassen durch die gegend.

wie siehts jetzt da mit angeln aus?also rein rechtlich?!

die bäche werden nicht bewirtschaftet=>an wen muss ich mich wenden um mal zu fragen ob man da angeln darf?!

oder kann ich mich da einfach hin setzen und die rute reinhalten,weil da ja eh keiner fischt und sich auch keiner drum kümmerr???

ciao dennis
 
AW: rechtslage bei kleinen bächen

hey

also ist der grundstücksbesitzer berechtigt über den bach zu verfügen?!

wenn ich jetzt z.b. den besitzer frage und der sagt es ist ihm egal,kann ich mich dann wirklich einfach hin setzen und fischen?

wie ist das jetzt wenn das grundstück keinen besitzer hat?(also außer der stadt dann halt),muss ich dann den bürgermeister fragen???

oder gibt es da ein allgemeines amt,das über gewässer entscheidet?

ciao dennis
 

Schuschek

Active Member
AW: rechtslage bei kleinen bächen

In Ländlicher Gegend bei der Gemeindeverwaltung (Bürgermeister ist nur der "Chef") bei der Stadt, müsste es die Liegenschaftsabteilung regeln. Meistens integriert im Stadtvermessungsamt die dem Baudezernat untergeornet ist. Oder sollte das Gewässer dem Bundesland zugeornet sein müsste es das Liegenschaftsamt sein. Diese "Institutionen" sind im allgemeinen für die Pachtverträge zuständig. Das ein Bach privat ist, ist höchst unwarscheinlich.
 

duck_68

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AW: rechtslage bei kleinen bächen

Sind dafür nicht die Wasserwirtschftsämter zuständig?? Ich kann mich aber auch täuschen

Gruß
Martin
 

marcus7

Well-Known Member
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Meistens haben die Bauern automatisch das fischereirecht wenn der Bach an ihr Feld angrenzt
 

megger

Member
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Naja, das stimmt ja so nicht. Der Pächter des Gewässers hat das Fischereirecht. Wenn es keinen Pächter gibt, kann das vielleicht sein. Aber selbst das glaube ich nicht. Wo man aber herausbekommt ob und an wen das Gewässer verpachtet ist, bzw. wer die Fischereirechte besitzt kann ich nicht sagen. Vielleicht mal bei den Ämtern nachfragen.


Petri


Megger
 

duck_68

Active Member
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Meistens haben die Bauern automatisch das fischereirecht wenn der Bach an ihr Feld angrenzt


nein, das stimmt auf keinen Fall. Bei kleineren Mühlen an Bächen ist oft ein Fischrecht dabei, aber keinesfalls besitzt ein Landwirt generell ein Fischrecht für Gewässer, die durch seinen Grund und Boden laufen.
 

Pikepauly

Mitglied
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Das musst Du schon individuell rauskriegen, sonst kann das böse schiefgehen.
Bei uns in der Gegend haben z. Bsp. die Wasser-und Bodenverbände viele Fischreirechte.
Interessiert die zwar nicht ob da jemand an ihren Gewässern angelt, aber legal ist es nicht!
 

dirkbu

Member
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Angelvereine oder Angelläden der Gegend können oft weiter helfen.

Vorsicht ist wirklich gegeben. (Fischwilderei=Straftat)
Kleine Bäche sind oft Laichgewässer und Kinderstuben.
Diese sind sehr oft auch noch Fischereischonbezirke mit Angelverbot!
 

Janbr

Fliegenverwedler
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Hallo,

An jedem Gewässer gibt es im Grunde 3 verschiedene "Rechte".

a.) Das Eigentumsrecht (wem gehört physisch das Gewässer)
b.) Das Wasserrecht (Entnahme- und Staurechte)
c.) Das Fischrecht (Wer darf Fische und Nährtiere entnehmen)

An jedem Gewässer ist der Eigentümer zuerstmal auch der mit dem Eigentumsrecht und zugleich Inhaber des Fischrechts. Mit Wasserrecht kenne ich mich nicht 100% aus, aber hier hat der Eigentümer m.E. nach nicht uneingeschränkte Rechte.

Das Fischrecht kann der Eigentümer unabhängig vom Eigentumsrecht an jede natürliche oder juristische Person weitergeben, z.B. verpachten. Das passiert z.B. wenn ein Verein das Fischrecht an einem Gewässer hat, desen Besitzer er aber nicht ist.

Das Fischrecht kann der Eigentümer aber auch unentgeldlich weiter geben. D.h. wenn du den Besitzer dieser Bäche ausfindig machst, dann kann er dir das Fischrecht weitergeben (das passiert an jedem Wasser an denen es Tageskarten gibt. Hier gibt der Verein oder der Besitzer das Fischrecht weiter). Ich würde dir aber empfehlen dir dies vom Besitzer schriftlich (auch formlos möglich) bestätigen zu lassen, falls du kontroliert wirst. Zur Kontrolle sind sowohl Fischereiaufseher als auch Polizisten und jeder vom Inhaber des Fischrechtes autorisierte Person berechtigt.

Das Fischrecht entbindet dich aber auch an Privatgewässern nicht von der Fischereischeinpflicht (je nach Bunesland unterschiedlich geregelt).

Über die Verteilung der einzelnen Fischrechte in einem Fischereibezirk muss/ kann dir die zuständige untere Fischereibehörde auskunft geben. Häufig können dir aber auch die nächstgelegenen Polizeiinspektionen bescheid geben.

Ich hoffe das hilft die weiter.

Gruß

Jan
 

Parasol

Member
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Hallo jackdaniels66909,

hättest Du Dein Profil etwas informativer gehalten, hätte der eine oder andere aus Deiner Region vielleicht noch geantwortet.

Für ein Fischrecht ist z.B. in Bayern nicht allein der Grundbesitz am Gewässer maßgeblich. Für ein Fischrecht ist auch noch eine Mindestlänge der Uferstrecke gefordert. Notfalls werden mehrere Eigentümer zu einem Fischrecht zusammengefasst.
 

Schuschek

Active Member
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Also noch einmal, fließende Gewässer sind zu 99% Eigentumsmäßig in öffentlicher Hand. Bei stehenden Gewässern ist es aber anders herum! Daher ist mein obiger Beitrag für den TE sehr treffend. Es ist doch wohl einfacher bei einem Amt oder einer Behörde nachzufragen (sind ja schließlich die Verwaltung, die das öffentliche Eigentum verwalten) wer der Pächter ist.
 

Thomas W.

Member
AW: rechtslage bei kleinen bächen

@jackdaniels66909,

also ich würde bei der unteren Fischereibehörde Deines zuständigen Amtes nachfragen, wem die Bäche gehören oder wer dafür zuständig ist.
Persönlich hatte ich auch mal das verlangen danach und die vom Amt konnten mir weiterhelfen und meine fragen beantworten.

Viel Erfolg.#6
 

Palerado

Active Member
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Ich hätte auch noch eine Frage in die Richtung.

Unser Angelverein hat einen Bach gepachtet der durch mehrere Felder fließt.
Darf man als Fischereiberechtigter diese Felder betreten auch wenn sie einem Bauern gehören oder macht man sich damit auch strafbar?

Daniel
 

anglermeister17

Angler par Excellence
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Ich hätte auch noch eine Frage in die Richtung.

Unser Angelverein hat einen Bach gepachtet der durch mehrere Felder fließt.
Darf man als Fischereiberechtigter diese Felder betreten auch wenn sie einem Bauern gehören oder macht man sich damit auch strafbar?

Daniel

du hast als Fischereiberechtigter ein sogenanntes "Uferbetretungsrecht", das dir erlaubt, an Gewässern, wo du offiziell fischen darfst, auch Privatgrundstücke betreten darfst.
 

Parasol

Member
AW: rechtslage bei kleinen bächen

allerdings haftet der Angler für evtl. verursachte Schäden auf den Grundstücken.
 

Janbr

Fliegenverwedler
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Hallo Palerado,

das glaub ich kommt auch wieder auf das Bundesland an. In Bayern hast du als Fischereiberechtigter das sog. Uferbegehungsrecht.

Ich gehe mal davon aus das auch dein Angelverein in der Gegend Krefeld liegt, also in NRW, und mach mich mal schlau.

Gruß

Jan
 

ollidi

Krebssammler
Teammitglied
AW: rechtslage bei kleinen bächen

Das Uferbetretungsrecht fällt unter das Fischereigesetz und ist daher Bundesweit gültig.
Das Fischereirecht ist Ländersache und kann daher von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein.
Das Du natürlich für Schäden u.s.w. haftest, wurde ja schon angesprochen.
 
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