Rapfen "versuchen" zu beißen!

MikeHawk

BigBaitBursche
Hallo alle zusammen,

ich bin momentan wirklich etwas am verzweifeln. Ich beangel aktuell eine Stelle bei der jeden Abend um die gleiche Zeit die Rapfen eine nette Party feiern.

Ich beangel sie mit Topwater Baits oder flach laufenden Wobblern.

Jetzt kommt allerdings das große ABER...anstatt wie häufig zu beobachten, die Rapfen garnicht beissen bekomme ich einen Biss nach dem anderen.

Das kuriose, die meisten Bisse spüre ich nicht mal in der Rute. Man sieht den Popper oder Stickbait auf der Oberfläche laufen und es knallt (meist 3-4 mal pro Wurf) unter/auf den den Köder. Teilweise stoßen Sie den Köder mehrere Zentimeter in die Luft aber es bleibt so gut wie nie einer hängen.

Rekord waren letztens gezählte 40 "Fehlbisse"...davon konnte ich 3 kleinere Rapfen verhaften.

Das komische ist wirklich das die Fische den Köder anscheinend oft gar nicht treffen, da ich in der Rute ja nichts merke.

Ich habe auch schon sehr langsame Führung versucht um den Fischen das zielen zu erleichtern :D aber das selbe Spiel...klatsch...patsch...Bugwellen....nix

Gestern schraubte sich ein ü80 Rapfen komplett aus dem Wasser und ich konnte sehen wie der Popper über seinen Rücken rutschte....sind die blind? :D

Jemand eine Idee? Habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht?

Beste Grüße
Alex
 

Angler9999

nicht nur Angler
AW: Rapfen "versuchen" zu beißen!

Ich nehme gerne einen kleinen Kopyto max 5cm mit kleinem Kopf. Da ist egal ob der Motoröl oder Silber Glitter ist. Der geht eigentlich immer, wenn Wobbler sich schwer tut.
 
AW: Rapfen "versuchen" zu beißen!

ich vermute auch: falsche Ködergröße. falsche Hackengröße oder am Köder schlecht positionierte Hacken

-gesendet vom Smartphone-
 

motocross11

Active Member
AW: Rapfen "versuchen" zu beißen!

Versuch mal Spinner, haut bei mir eigentlich immer ganz gut hin wenn Sie die Oberflächenköder ignorieren oder nicht richtig kriegen.
 

MikeHawk

BigBaitBursche
AW: Rapfen "versuchen" zu beißen!

Ködergröße ist so 6-8cm...eben wie die Brutfische an der Stelle.....so ein kleiner Köder mit 2 Drillingen...ist mir unbegreiflich wie die dabei nicht hängen bleiben können oder zumindest ein kurzer Ruck durch die Rute fährt.
 

Trollwut

Angeln-mit-Stil
AW: Rapfen "versuchen" zu beißen!

Rapfen versuchen oft ihre beute erstmal bewusstlos zu "rammen" und erst kurz darauf einzusammeln.
Von daher kann es sinnvoll sein nach einem Kontakt den Köder einige Sekunden bewegungslos zu lassen und dann erst mit kurzen "Zuckungen" wieder zu starten.
 

MikeHawk

BigBaitBursche
AW: Rapfen "versuchen" zu beißen!

Danke Jean, darüber hab ich mich gerade in dem Moment noch mit einem Kumpel unterlagen...hatte genau die selbe Idee, wird heut Abend versucht!
 

vermesser

Well-Known Member
AW: Rapfen "versuchen" zu beißen!

Das Problem ist, das Oberflächenköder gern attackiert werden, aber nicht getroffen!! Wenn die Zusammenstellung von Rute, Rolle und Schnur nicht totaler Mist ist, merkt man wirkliche Kontakte, sprich Berührungen von Köder und Fisch.

Aus genau diesem Grunde verwende ich fast nie Oberflächenköder. Das ist mir zu nervig. Ein flachlaufender Wobbler oder wie von Angler999 vorgeschlagen ein schnell und flach geführter Gummi (mit Stinger) vermeiden das Problem.

Oberflächenköder sind ganz toll zum "Fische gucken", aber eher weniger zum "Fische fangen". Ich kenn das Elend.

Kleiner Exkurs: Hechte und Softjerks mit versteckten Haken führen zu ähnlichen Fehlbissquoten jenseits von Gut und Böse.
 

Trollwut

Angeln-mit-Stil
AW: Rapfen "versuchen" zu beißen!

Bezüglich Alternativköder wenn es Oberflächenangeln sein soll fällt mir noch ein: Minipilker/Zocker.
Die wie ein Irrer übers Wasser Kurbeln, reduziert mMn auch die Fehlbissquote, weil die Aktion im gegensatz zum wobbler relativ schmucklos ist.
 

Kurbel

Member
AW: Rapfen "versuchen" zu beißen!

Ich war schon mit folgender Montage erfolgreich, nachdem ich mir überlegt hatte, daß Ukeleis auch nicht mit Affentempo durch das Wasser schwimmen, höchstens bei Flucht, sondern im Schwarm stehen. Also Sbirolino, 1m langes Fluovorfach mit 4er Haken den ich
einem grünlichem Gabelschwanzgummifisch, wie bei Dropshot durch die Nase zog. Dann noch einen Stinger dran und fertig.wenn man nicht auf Weite gehen muss, ist es besser den Sbiro wegzulassen. Dann einfach
langsam einkurbeln oder bei Strömung auch mal treiben lassen.
 

Andal

Teilzeitketzer
In stillem Gedenken
AW: Rapfen "versuchen" zu beißen!

Meerforellenstreamer und davor ein Bulletweight, grad so schwer, dass man die Wurfweiten erreicht sind auch eine Alternative, wenn sie nur "lutschen".
 

lute

Active Member
AW: Rapfen "versuchen" zu beißen!

Hallo, genau das gleiche wie du habe ich vor zwei Jahren an einer Stelle erlebt und quasi den gleichen Tröt aufgemacht.
An der Stelle sind jeden Abend Köcherfliegen geschlüpft und die Rapfen waren wie bekloppt. 20 Fehlbisse auf Popper (Rapala Skitter Pop) ohne Kontakt zum Fisch waren locker jeden Abend drinnen, hängen geblieben sind 0. Die beste Lösung dürfte eine Fliegenrute sein, ich habe mir anders geholfen. Wesentlich weniger Fehlbisse bekommt man mit Ködern, die nicht auf der Oberfläche laufen, sondern knapp darunter.
Da liegt ein Mepps Spinner nah, nur haben sie diesen gar nicht angepackt.

Mir wurde von illex der watermonitor 95 empfohlen und mit ihm hat es wirklich geklappt. Ein Stickbait, der sehr knapp unter der Oberfläche läuft, leicht zu animieren ist, super Wurfeigenschaften hat und von den Rapfen geliebt wird. Man kann ihn ruhig mit einem Affentempo führen, der unsaubere Lauf und das Tempo macht den Rapfen nichts aus.
 
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