Pressemeldung: Jollensegler auf dem Stettiner Haff aus Lebensgefahr gerettet

Thomas9904

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Pressemeldung

Schiffbrüchige Jollensegler auf dem Stettiner Haff aus Lebensgefahr gerettet

Für zwei Jollensegler aus dem brandenburgischen Ludwigsfelde ist ihre Ausfahrt auf dem Stettiner Haff am Sonntagnachmittag, 22. September 2013, an Bord des Seenotrettungsbootes GERHARD TEN DOORNKAAT der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu Ende gegangen. Die Frau und der Mann verdanken der Besatzung der Jugendsegelyacht „Greif von Ueckermünde“ ihr Leben.

Gegen Mittag kenterte die etwa fünf Meter lange Jolle bei Windstärken um fünf Beaufort rund zwei Seemeilen (ca. 3,5 Kilometer) vor Dargen. Die zwischen 30 und 40 Jahre alten Segler retteten sich auf das gekenterte Boot, hatten jedoch keine Möglichkeit, irgendjemanden über ihre Notlage zu informieren. Dieser Bereich am Nordufer des Haffs wird normalerweise kaum befahren.



In der ausweglosen Situation versuchte der Mann nach einiger Zeit, bei 15 Grad Wassertemperatur schwimmend an Land zu gelangen. Nach wenigen Metern musste er jedoch aufgeben und kehrte um.



Gegen 13.30 Uhr bemerkte die im Revier fahrende „Greif von Ueckermünde“ die Schiffbrüchigen, die winkend auf sich aufmerksam machten. „Die beiden dunklen Punkte waren in dem Grau aus Wasser und Himmel kaum auszumachen“, berichtet Schiffsführer Michael Lange. Das Paar trug dunkle normale Kleidung und keine Rettungswesten.



Die Jugendsegelyacht hielt auf die unterkühlten Schiffbrüchigen zu, nahm sie an Bord und alarmierte die Seenotretter. „Der Mann war orientierungslos, die Frau stand regelrecht unter Schock und hatte sogar bereits erste Muskelkrämpfe“, schildert Lange. Seine Besatzung teilte notdürftig eigene Kleidung mit den Geretteten und reichte ihnen warme Getränke.



Kurz darauf traf das Seenotrettungsboot GERHARD TEN DOORNKAAT/Station Ueckermünde am Unglücksort ein. Die Seenotretter übernahmen die Schiffbrüchigen, versorgten sie, statteten sie mit trockener, wärmender Kleidung aus und brachten sie nach Dargen. „Sie haben unvorstellbares Glück gehabt und können künftig am 22. September zum zweiten Mal Geburtstag feiern“, sagt Manfred Fastnacht, Vormann des Seenotrettungsbootes.



Die Seenotretter versuchten außerdem, die gekenterte Jolle wieder aufzurichten. Deren Mast steckte jedoch auf dem Grund des Haffs fest. Die GERHARD TEN DOORNKAAT schleppte das Boot deshalb kieloben nach Dargen.
 
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