Posen-Grundmontage auf Aal

Dieses Thema im Forum "Raubfischangeln und Forellenangeln" wurde erstellt von fischer's, 11. Juli 2019.

  1. fischer's

    fischer's Member

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    Hallo, ich verwende normalerweise zum Aalangeln auf Grund als Bissanzeige eine Durchlaufpose mit Stopper auf der Schnur. Die letzten Male habe ich als Pose kleine vorgebleite Forellenposen verwendet und ansonsten kein weiteres Blei, nur den Wurm einfach absinken lassen. Ich habe das Gefühl mit dieser Montag viele Bisse zu verpassen, da der Wurm häufig weg war ohne spürbaren Ausschlag an der Pose. Ich fände diese Montage sehr einfach und da auf der Schnur kein Blei ist, dürften die Fische auch keinen Widerstand spüren. Warum verpasse ich trotzdem die Bisse?
     
  2. Aalbubi

    Aalbubi Angler xD

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    Das Blei benutzt man beim Posenangeln für:
    -das Ausbleien der Pose
    -Wurfweite
    -als "Anker" am Vorfach (kleines Schrotblei) um die Posenmontage am Platz zu halten

    Eventuelle Lösung:
    -ausloten, sodass das Vorfach nicht in voller Länge aufliegt
    - Vorfach kürzen (wie lang ist dein jetziges Vorfach?)
    -die vorgebleite Pose noch feiner bebleien (manchmal sind solche Posen schlecht vorgebleit)
     
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  3. Minimax

    Minimax Well-Known Member

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    Aalbubis Hinweis mit dem sauberen Ausloten ist sehr richtig. Ausserdem ist etwas Blei in Hakennähe wichtig zur bissanzeige. Wenn alles Gewicht direkt an der Pose hängt, ist diese zwar vmtl. korrekt ausgebleit, aber alles was zwischen Haken und Pose passiert kann im ungünstigsten Fall unbemerkt bleiben. Die Fische könnten Flossenball mit dem Köder spielen, während die Pose einfach im Wasser steht.
     
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  4. drathy

    drathy Member

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    Ich frage mich gerade, ob ein Ändern der Montage wie von meinen Vorrednern vorgeschlagen, etwas bzgl. Deiner Aal-Ausbeute bewirkt. Klar, mag sein, dass Du vllt. den einen oder anderen Biss so mehr mitbekommst, wenn die Aale vorsichtig beißen, ich persönlich kann aber nicht sagen, dass ich durch das erkennen von "ein wenig Gezuppel" einen Aal "verhaften" konnte. Meine Erfahrungen sind, wenn der Aal den Köder will, schnappt er ihn sich richtig und marschiert los...und wenn er nur n bissl am Wurm nuckelt oder Stückchen abbeißt, dann hilft mir ein Erkennen dessen auch nicht wirklich.

    Aber mag natürlich sein, dass es bei Euch am Gewässer anders ist und die Aale sich da anders verhalten...und letztendlich ging es ja auch nur um das Erkennen von Bissen und nicht deren Verwertung. ;-)
     
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  5. PirschHirsch

    PirschHirsch Well-Known Member

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    Bei vorgebleiten Posen eins nicht vergessen:

    Wenn die nicht festgestellt verwendet werden, sind Haken/Köder oft zu leicht, um die Schnur bei einer Durchlaufmontage bis zum Stopper durchzuziehen. Dann passiert oft Folgendes:

    Zwischen Pose und Stopper entsteht nach dem Wurfeinschlag ein Schnurbogen - vor allem, wenn dann noch mit der Rute "gestrafft" wird - da zieht man dann die Schnur bis zum evtl. vorhandenen Vorfachwirbel in Gegenrichtung durch, während der Stopper je nach Wassertiefe dann ggf. endlos von der Pose entfernt ist.

    Je nachdem, wie heftig der Fisch beißt/abmarschiert, wird der Schnurbogen (je nach Größe) zwischen Pose und Stopper dann nicht mal bis zu letzterem durchgezogen. Ganz feine "Standbiss-Zupfer" sind überhaupt nicht mitzubekommen - auch kein Kleinfisch-Abgenage etc.

    Einfach, weil der Direktkontakt zum Stopper komplett fehlt - dann kann die Pose nix anzeigen: Der Fisch verringert nur etwas den "Leerlauf", mehr passiert nicht. Und klaut dabei evtl. unbemerkt den Köder.

    Wobei "der Fisch" dann natürlich auch ne nagewütige Kleinrotaugen-Horde etc. sein kann und kein Aal.

    Zudem treibt der Köder in diesem Fall auf unerwünschter Höhe bzw. längst nicht so tief wie angedacht.

    Insofern: Auch bei einer vorgebleiten Pose so viel Blei auf der Schnur bzw. dem Vorfach anbringen (optional als reine aufliegende Anker-Bebleiung), dass immer ein sicherer Schnurdurchlauf/-zug bis zum Stopper eintritt.

    Sofern nicht mit dem Blei "geankert" wird, muss die Resttragkraft der Pose dann natürlich die erforderliche Bleimenge für die jeweilige Wassertiefe etc. "freischwebend" packen können

    --> nützt ja z. B. nix, wenn bei einer bestimmten Bedingung dann 4 g "freischwebender" Zusatz erforderlich wären, die Pose aber nur 2 g packt.

    Alternativ die Pose feststellen (sofern die Wassertiefe/Rutenlänge dies erlaubt), dann ist sie ohne Zusatz-Blei verwendbar.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juli 2019
  6. Aalbubi

    Aalbubi Angler xD

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    Meine Erfahrung ist, das nur kleine Aale Ewigkeiten am Köder nuckeln. Pirschhirsch's Posting rundet alles eigentlich ab.
    Falls du immer noch solche Probleme hast, würde ich einen Waggler für die Lift-Montage (google) benutzen.
     
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  7. PirschHirsch

    PirschHirsch Well-Known Member

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    Waggler ja, Liftmontage nachts mit Knicklicht meiner Erfahrung nach eher nein - zentimeterweises Vorsichtig-Anheben sieht man da oft nicht richtig.

    Bei Helligkeit ist eine Liftmontage super - da sieht man dann "Strich für Strich", wie die Antenne rauskommt. Und kann entsprechend "punktgenau" anschlagen.

    Aber nachts mit Knicklicht ist "zentimeterweises Versenken" deutlich angenehmer bzw. besser beobachtbar als Heben - man sieht eben nur den Lichtpunkt und vom Rest der Antenne bzw. Pose gar nix.

    Ankerschrot ja - zwecks Grundkontakt/Verdriftungs-Verhinderung, aber an einer ansonsten normal bebleiten Abtauch-Montage ohne Liften.

    Es ist wichtig, auch feines Mini-Genage zu erkennen - das sind dann fast immer Kleinfische (oder Krebse, Schnappschildkröten, Suicide Ducks, Taucher mit Faible für Wirbellose), und ein dann leergefressener Haken kann keinen Aal mehr fangen.

    Das ist somit nicht wg. "Supervorsichtig-Aal" wichtig (wie schon von Aalbubi angemerkt: ein anständiger Aal ist da nicht zu "übersehen"), sondern zwecks evtl. nötiger Köderkontrolle zwischendurch. Bei Würmern hat man halt generell einen recht hohen Abnage-Faktor, das bleibt nicht aus.

    Wenn's dann dauernd knabbert, muss eben entsprechend häufiger kontrolliert werden, um keinen Kahlhaken zu haben.

    Bei flachem Wasser sind sehr lange Waggler oft auch suboptimal - z. B. kann es bei 35-cm-Modellen in 50-cm-Wasser zu vielen Schnurschwimmern/Posenmoshern durch Kleinfische, Karpfen kommen etc., weil die Pose einfach zu lang ist bzw. der Abstand von Posenende zum Grund zu gering ist.

    Bei Flachwasser dann halt einen Kurz-Waggler bzw. eine kürzere Laufpose mit Endöse verwenden oder alternativ eine normale kürzere Innenlauf-Laufpose per Adapter zum Waggler umbauen.

    Zudem rate ich nachts von komplett durchsichtigen Wagglern ab - zumindest der Knicklicht-Reinsteckteil sollte "massiv" bzw. lackiert sein

    --> andernfalls kann das Knicklicht die Pose in eine fast komplett funzelnde "Leuchtstange" verwandeln.

    Ein durchsichtiger Waggler funzt aber, wenn man die normale Antenne drinlässt und das Knicklicht per Schlauch auf die lackierte Antennenspitze steckt - die Lackierung verhindert dann "Gesamtleuchten".

    Ein Knicklicht direkt in einer durchsichtigen Steckfassung bzw. per Schlauch direkt auf einem "Durchsichtig-Posenstumpf" montiert erzeugt jedoch oft Widerlich-Durchgangsdisco.

    Was vor allem im Flachwasser mit gelbem Knicklicht potenziell sehr scheuchend wirkt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juli 2019
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  8. Aalbubi

    Aalbubi Angler xD

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    Hmm. Habe irgendwie nicht daran gedacht, das es beim Aalangeln meistens dunkel ist
     
  9. drathy

    drathy Member

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    @fischer's: Was ist eigentlich der Hintergrund, dass Du Deine Montage umgestellt hast? Aale sind meiner Erfahrung nach nun wirklich nicht zimperlich und wenn ich sehe, dass die Leute hier in den Hafenbecken einfach die (recht robuste) Rute schräg hochstellen und warten, bis die Spitze ordentlich zuppelt und so ihre Aale fangen, bekräftigt das meine Erfahrung... Oftmals sagt man ja, man soll so leicht wie möglich angeln, aber ich persönlich denke, dass das Aal-Angeln da eine Ausnahme ist. Aber vielleicht haben andere da ja auch andere Erfahrung gemacht?
     
  10. Michael.S

    Michael.S ”Und eines Tages kommt hoffent

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    Grade große Aale sind sehr vorsichtig ,mit steil aufgesstellten Ruten fängt man eher die kleineren Aale
     
  11. Bimmelrudi

    Bimmelrudi Well-Known Member

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    Wie die Rute aufgestellt wird, hängt vorrangig von den Gegebenheiten am Gewässer ab, im stark fließenden Fluss wird man mit flach abgelegten Ruten nicht viel mitbekommen.

    Mit den Fischgrößen hat das nichts zu tun, egal ob vorsichtiger oder rabiater Biss, beides bekommt man hervorragend mit bei hoch gestellter Rute.
     
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  12. zokker

    zokker Mecklenburger Seenplatte

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    Hier, in den Stillgewässern, würdest du mit deinen Erfahrungen, im Frühjahr vielleicht den ein oder anderen Aal fangen, dann aber nichts mehr.
     
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  13. PirschHirsch

    PirschHirsch Well-Known Member

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    Genau. Im Stillwasser rate ich auch zur Pose bzw. alternativ Grundmontage mit offenem Bügel und flach gelegter Rute. So wie beim Stillwasser-Zander auch, da ist wenig Abzugswiderstand wichtig.

    Da angele ich von den Methoden her praktisch identisch auf beides, nur auf Aal mit vergleichsweise etwas derberem Gerät.

    Bei Strömung kommt Steilstellen dagegen deutlich besser.
     
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  14. fischer's

    fischer's Member

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    Vielen Dank für eure Antworten. Mittlerweile leuchtet auch mir ein, dass die Idee mit vorbebleiter Pose ohne weiteres Schrotblei keine gute Idee war, bzgl. Bisserkennung und absinken des Köders. Wieder mal was gelernt!
     
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  15. drathy

    drathy Member

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    Ich hab ebenso was gelernt! :) Wenn ich nochmal darüber nachdenke, ist mein Vergleich zu den Hafen-Anglern natürlich sehr weit hergeholt. Ich selbst habe im Stillwasser immer mit 5-6g Posen geangelt, aber nie wirklich das Gefühl gehabt, dass ich mit noch leichterer Angelei vllt. noch mehr Erfolg gehabt hätte...das werde ich mal ausprobieren, wenn es das nächste Mal auf Aal geht...
     

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