AW: Persönliche Berichte mit Bildern
Dann mache ich mal den Anfang......
ein "kleiner" Bericht der letzten Session bei Koblenz
Alles begann mit einer dem modernen Karpfenangler wohl vertrauten szene, Ich startete an einem schönen Montag morgen mit einem (wie immer) völlig Überladenen Auto ( A 3) in Richtung Koblenz zum diesjährigen Saisonhöhepunkt.
Dort wollten wir, dass sind 3 Karpfenverrückte mal wieder eine Woche zusammen fischen gehen was aufgrund verschiedener Wohnorte und Arbeitszeiten/plätze oftmals sehr schwierig ist.
Nach 7 Stunden fahrt ( 3 h Stau) kam Ich endlich in Koblenz an und erfuhr, dass mein dort wohnender Kumpel erst ab Freitag frei bekommen hatte und ich somit eine ganze Woche entweder alleine am See sitzen konnte (zumindest bis Donnerstag abend denn dann sollte no.3 im Bunde kommen) oder mir eine gemütliche Woche auf der Couch konnte. Ich entschied mich für zweiteres und lernte in diese Woche nicht nur das Nachtleben von Koblenz sondern auch sehenwürdigkeiten der Stadt, wie etwa das Deutsche Eck kennen.
Das Vor/Mittags- Tv Programm nahm ich als Lückenfüller gleich mit.
Total entspannt und viel zu relaxt nahm ich also am Donnerstag Abend die Letzen Kilometer von Koblenz zum See in angriff und wurde beim erreichen auch schon vom Vorstand des Vereins kontrolliert. Meine relaxte Stimmung schien dem älteren Herrn zu gefallen und so ließ er sich auf meinen Carpchair nieder, behinderte mich vollends beim aufbauen und wir quatschten die nächsten beiden Stunden bis um ca 10 Uhr.
Nun musste Ich also mit Kopflape aufbauen- sehr toll war ich also umsonst früher losgefahren.......
Als ich um 11 alles am Start hatte wunderte ich mich so langsam wo Kamerad no.3 Steckte, es stellte sich herraus dass er ca 6 Stunden stau hinter sich hatte und deshalb wohl erst um 2 Uhr ankommen würde...die Laune näherte sich dem Tiefpunkt....doch nachdem auch sein Camp stand und wir endlich in der Falle lagen hatte ich wieder dieses unbeschreibliche Gefühl von Freiheit welches mich jedesmal auf meiner Liege heimsucht.
Die erste Nacht verlief bis auf einige Piepser ergebnisslos und so wurden am nächsten Morgen die Ruten perfekt ausgebracht und gefüttert, meine Strategie war es wenig zu füttern da der See als stark befischt gillt.
Am Mittag erfuhren wir dass unser "koblenzer" noch bis abends Malochen musste. Kaum aufgelegt hatte ich den ersten Run der mir nach einem aufregenden Drill einen 12,5 kilo Spiegler bescherte.
Der Anfang war also gemacht.
Bis zum Abend passierte nicht mehr viel und so hatten wir Zeit um über alles und doch nichts zu reden.
Als unser Koblenzer dann endlich ankam sorgte er mit seinem neuen Starbaits Zelt für viele lacher da er sich grundsätzlich den Kopf am Rahen anstieß.
Die folgende Nacht war bis auf tolle Gespräche leider völlig ergebnisslos und erst am Morgen hatte mein Kumpel einen Lauf der ihm einen makellosen 16 Kilo Spiegler bescherte. Kurz darauf lief auch bei mir eine Rute ab und ich konnte schon den zweiten Fisch auf der Habenseite verbuchen, einen nicht gewogenen wunderschönen Schuppi.
Der Samstag ging, wie erwartet schnell vorrüber und die Pizza am abend war der krönende Abschluss.
Doch kaum in der Falle rannte meine Linke Rute ab und nach einem tollen Drill konte ich einen 16 Kilo Spiegler landen.
Kaum wieder im Bettchen rannte dieselbe Rute erneut ab und bescherte mir einen 15 Kilo Spiegler.
Der Sonntag begann mit einem späten Frühstück, oder auch frühem Mittagessen und überraschenderweise einem Lauf um genau 12 Uhr in der knallen Sonne. Ergebniss war hier ein 10 Kilo Schuppi.
Meine zwei Kollegen waren schon Stark gefrustet und fragten sich was sie falsch und Ich richtig machte....( ich Saß in der Mitte und fischte die gleichen Distanzen) .
Am abend rannte dann ein Fisch mit brachialer Gewalt auf meiner rechten Rute ab und ich konnte nach langem und nervenaufreibendm Drill einen absolut feisten und wunderschönen Spiegler von 18 Kilo zum Landgang überreden. Ich war im Siebten Himmel und auch Kumpel no.3 konnte seinen bisherigen Blank mit einem Spiegler von 13 Kilo abwenden.
Von nun an war ich der Meinung, dass es nicht besser werden konnte, meine zwei anderen dagegen waren richtig Heiß.
Leider sollte Ich recht behalten und bis auf ein paar Winzlingen und größenwahnsinnigen Rotaugen vergriff sich bis Dienstag nichts mehr an unseren Ködern.
Nun fing zu allem Überfluss auch noch das Wetter mit Spinnen an und wir hatten von Hagel bishin zu Orkanartigen Böen fast alles- ausser Regen....dies hatte zur folge dass alles verstaubte und wir uns wie in der Wüste vorkamen, zumal jeder Sand im Getriebe hatte.
Als hilfreich in dieser Beziehung erwieß sich der am See gelegene Campingplatz mit Duschen.
Doch auch frisch geduscht und rasiert ( die Dauercamper hielten uns beim reinlaufen sicher für Urwaldmenschen) wollte nichts mehr laufen.
So beschloss Kumpel no.3 schon Mittwochmorgen heimzufahren, wir andene jedoch wollten die Sache bis samstag ausbaden- ein Fehler wie sich noch herausstellen sollte.
Am Mittwoch abend beschlossen wir zu Moven und die Kopflampe war wieder Stundenlang im Einsatz bis alles Stand.
Doch auch nach dieser Aktion wollte nichts mehr so richtig laufen und das Wetter, in der zwischenzeit sogar mit Starkregen machte auch dicht. Aufgrund dieser Tatsachen verbrachten wir die letzten Tage gemütlich schwatzend beim ein oder anderne Hopfentee und Zigarette und genossen den "angelurlaub".
Am Samstag begann- wie könnte es auch anders sein das Wetter seine stärksten Geschütze aufzufahren und zwang uns in Windeseile abzubauen und den See zu verlassen.
Ich fuhr noch mit nach Koblenz und verabschiedete mich nach einem Lecken Eis mit Schlag vom "koblenzer" und trat die ereignislose Heimreise an.
Abschließend kann Ich nur sagen dass dieser Tripp trotz stark welchselndem Wetter und z.t mäßigen Fangerfolgen meiner Kupels ein voller Erfolg war und wir sicher wiederkommen.
Nun noch schnell zu den harten Fakten...
- Cp mit Duschen erreichbar
- kaum/ keine Einkaufsmöglichkeiten, dafür Pizzalieferservice
- stark befischt/überfischt -> sparsames füttern
Meine Kumpels wollte Ich nicht beim Namen nennen deswegen die synonyme No.3 / Koblenzer.
So, ich hoffe der ausführliche Bericht ist ein würdiger Anfang und seid nicht zu kritisch mit Rechtschreibfehlern- komme gerade von der Nachtschicht.
mfg