Nitrat im Grundwasser- zu viel Gülle auf unseren Feldern

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Gelöschtes Mitglied 150887

Guest
Jüngst wurde in von Seiten der EU auf die zu lasche Umsetzung der Düngeverordnung hingewiesen und seit Jahren wird darauf hingewiesen, das die Importe der Gülle aus dem Ausland, z.B. Niederlande um sie in Deutschland auf den Äckern aus zu bringen nicht statthaft ist. Und zudem die Böden, das Grundwasser und natürlich auch unsere Gewässer schädigt.

Da muss ich doch staunen, das Gero Höcker bei Facebook schreibt:

"Wenn Grundwasser und Umwelt in Europa wirklich geschont werden sollen, müssen europaweit einheitliche Standards gelten - bei Tierhaltung, Einsatz von Pflanzenschutz und auch bei der Messung von Nitrat. Wer bei diesen Themen etwas anderes behauptet, will nicht die Qualität des Grundwassers oder den Tierschutz verbessern, sondern die Landwirtschaft in Deutschland abwickeln - obwohl die Standards bei uns zu den weltweit höchsten gehören. Deswegen gilt die alte wissenschaftliche Weisheit: wer Ergebnisse miteinander vergleichen will, muss sicherstellen, dass sie auch auf die gleiche Weise zustande gekommen sind!"

Sollte man nicht vermuten, das einem Angler, dem Präsidenten des Deutschen Fischerei-Verbandes die Anliegen der Fischer und Angler dementsprechend am Herzen liegen?

Die Ostsee übersäuert und überdüngt, Todeszonen breiten sich aus, die Fischer und auch wir Angler müssen immer weitere Einschränkungen hinnehmen und es drohen weitere.

Stimmt es, das unsere Landwirte nur überleben können, wenn wir unsere Böden mit Gülle aus dem Ausland ruinieren? Und wenn es so ist, ist das eine zukunftsweisendes wirtschaftliches Handeln?

Bin mal gespannt, wir ihr das so seht.
 
Also wenn ich sehe wie viel „Scheiße“ so mancher Bauer aufs Feld zum düngen fährt frag ich mich wirklich ob das sein muss.
Ich denke in fast allen Fällen würde weniger Düngeeinsatz nahezu den gleichen Ertrag bringen.

Hab die Tage noch ein Interview von einem Bauern gesehen, der sich beschwert hat, wo er denn sonst seine Gülle hinfahren soll.
Da hab ich schon geschmunzelt, bei den Mengen die wir noch zusätzlich importieren wäre seine eigen Gülle wohl kein Problem.

DIe Bauern beschweren sich ja mittlerweile bei allem. Sicherlich mag so manche Entlohnung zu wenig sein, aber was da an Subventionen reingepumpt wird ist schon enorm.
Auch letztes Jahr die ENtschädigungen wegen den Ernteausfällen aufgrund des heißen Wetters.
Früher galt mal eine Ernte auf dem Feld eine im Speicher und eine auf der Bank. Dann ist auch mal ein Totalverlust verkraftbar. Aber heute wirtschaftet anscheinend keiner mehr so.
Ich zumindest denke dass ein etwas geringerer Ernteertrag und dafür weniger Nitrat im Wasser durchaus gerechtfertigt und zumutbar wäre.

Was der Gero sagt ist schon etwas lächerlich. Den Interessen der Fische entspricht das nicht und in anderen Klimabereichen will Dt. Doch auch immer der Vorreiter sein.
 
G

Gelöschtes Mitglied 150887

Guest
Das Nitrat, welches die Pflanzen brauchen wäre ja kein Problem, das wäre dann ja gebunden, aber durch die übermäßige Aufbringung von Gülle können die Pflanzen es nicht aufzehren und es gelangt in Grundwasser, Quellen und Oberflächenwasser.

Die Christel sich für die weitere Genehmigung vom Glyphosat ein und der Monsieur Höcker predigt gegen einen vernünftigeren Umgang mit Gülle.
 

Kauli11

Well-Known Member
Das Problem ist die Massentierhaltung. Dadurch wird massenhaft Gülle produziert, die ja irgendwo entsorgt werden muß.
Das passiert dann auf den Feldern und uns wird gesagt, daß ja nur gedüngt wird.
Als es noch keine Massentierhaltung gab, hatte der Dünger ja auch gereicht und es wurde gut geerntet.
Was heute gemacht wird, ist für mich kein Düngen, sondern kostengünstige Abfallbeseitigung.
Die Nitratwerte im Grundwasser steigen immer weiter an und es wid immer teurer, das Wasser zu reinigen. Die Kosten werden natürlich auf den Verbraucher umgelegt. Mit den Subventionen für die Landwirtschaft verunreinigen wir unser Trinkwasser. Verkehrte Welt.
Hoch lebe die Landwirtschaft.:poop:poop:poop
Sammel du mal die Fäkalien deiner Familie und schütte sie irgendwo auf ein Feld.Dann hast du umgehend eine Klage wg. Umweltverschmutzung am Hals.
 
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Gelöschtes Mitglied 150887

Guest
Das ist die Gülle aus der Massentierhaltung, die Rückstände aus den Biogasanlagen und dazu die Importe aus dem Ausland.
 

Stulle

Well-Known Member
Hohe Standards hat Deutschland mit Sicherheit nich allenfalls mittlere und die nur auf dem Papier warum Karren die holländer sonst die Scheiße zu uns. Hier kann man sie aufs Feld kippen zuhause zahlt man kräftig für die Entsorgung aber die blöden deutschen lassen ja alles mit sich machen.
 
G

Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
Habt ihr schon euren Abwasserkanal saniert?
 

Naturliebhaber

Well-Known Member
Höcker ist FDP-Mitglied und vertritt entsprechende Klientel-Interessen (genau wie Happach-Kasan). Der ist genau so lange "Vertreter von Anglerinteressen", wie es seiner Karriere nutzt. Ich war mal über Facebook mit ihm verbunden und habe diese "Freundschaft" gelöst, nachdem ich diverse Statements von ihm gelesen habe, die eine ähnliche Qualität wie das oben verlinkte hatten.

Wie von Stulle geschrieben fehlen die strengen Vorgaben zum Thema Nitratbelastung in Deutschland, sonst wären wir nicht Importland für Gülle. Das weiß jemand mit dem Bildungshintergrund von Höcker natürlich, es passt seiner Klientel aber nicht in den Kram.

Leute wie er behaupten gern, Anglerinteressen zu vertreten, wenn sie damit ein Werkzeug in die Hand bekommen, unliebsame Themen beiseite zu schieben. Kann sich jemand vorstellen, dass Höcker sich für Natur- und Umweltschutz einsetzen könnte? Ich nicht.
 
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Gelöschtes Mitglied 150887

Guest
Habt ihr schon euren Abwasserkanal saniert?
Warum hat eigentlich diese neue Konservative für jeden Mist Verständnis, nur nicht für die Interessen ihrer eigenen Kinder, Ihr eigenes Fleisch und Blut?

Ich habe übrigens eine geschlossene Abwassergrube, aus der Zeit nach 1995. Sollte über jeden Zweifel erhaben sein.

Als bauern auch noch immer Eigentümer der Felder waren, wäre ein solcher Umgang wahrscheinlich nicht denkbar gewesen, da die Felder, der Boden ja deutlich darunter Leiden und an Wert verlieren. Irgendwann wächst eben erstmal nur noch Mais, der solche hohen Düngemittelkonzentrationen erträgt.
 
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Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
Verständnis? Wo?
Ich habe eine Frage gestellt.
Es wird ja so schnell dem Mainstream gerecht auf die Landwirte geschimpft.
Ob dies aber immer so...
Dabei versickert verdammt viel Scheisse auch durch die Kanalisation.
 

MarkusZ

Well-Known Member
Dabei versickert verdammt viel Scheisse auch durch die Kanalisation.
Dadurch wird aber die Gülle aber nicht weniger, die kommt da noch mit dazu und nicht zu knapp.

Und die Gülleflut ließe such wahrscheinich leichter eindämmen als defeke Kanalrohre aufzuspüren.

Optimalerwise müsste man natürlich beides machen. Beides zu unterlassen halte ich für nicht zielführend.
 
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Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
Jo, aber einerseits wollen wir alle Spargel & Co. futtern. Doch keinen deutschen Spargel mehr?

Oder wie sieht es mit dem subventionierten Mais& Co. Anbau aus? Mais laugt die Böden aus.

So langsam kann man auf die Idee kommen, dass man keine Landwirtschaft in Deutschland möchte.
Wer bezahlt dies alles? Was möchte man in DE?

Es gibt auch Böden welche von Natur aus eine hohe Nitratbelastung haben.

Eine gegensetzliche Meinung zu eurem Mainstream gemecker und schon läuft die Dikussion hier? lol ;)

Zitat:"
Und die Gülleflut ließe such wahrscheinich leichter eindämmen als defeke Kanalrohre aufzuspüren.

Optimalerwise müsste man natürlich beides machen. Beides zu unterlassen halte ich für nicht zielführend."

Die Kanalsanierung ist teuer. Geht direkt ans eigene Portmonee.
Dann doch besser den Landwirt packen.

Was machen wir mit der ganzen Gülle?
 
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Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
Den Beitrag hast Du doch eröffnet.
Ich dachte Du bist der Experte, Dir müssten doch alle Zahlen + Fakten dazu vorliegen

Ich weiss nicht wirklich was an Herrn Hocker´s Aussage so falsch ist.
Zitat:"Wenn Grundwasser und Umwelt in Europa wirklich geschont werden sollen, müssen europaweit einheitliche Standards gelten - bei Tierhaltung, Einsatz von Pflanzenschutz und auch bei der Messung von Nitrat."
Was ist daran falsch?
 
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Gelöschtes Mitglied 150887

Guest
Aber du hast doch fabuliert, das es Böden gäbe, die natürlicherweise erhöhte Nitratwerte aufweisen, nicht ich. Du machst dich immer lächerlicher, da du zwar dagegen hältst, aber Argumente dabei als unnötigen Zierrat betrachtest. Das ist heute in manchen Kreisen so, aber damit kommt niemand weiter.

Hast du dazu Infos, oder war das auch nur ein laues Lüftchen?
 
G

Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
Musst Du mal in der ARD Mediathek suchen.
Dazu gab es vor Monaten einen Beitrag. :XD

Null Landwirtschaft, null Viehhaltung und dennoch über den erlaubten Wert hohe Nitratbelastung.

Ich mach mich lächerlich? Aha, andere Meinung zum Thema und schon wird man lächerlich.
Ich bin der Meinung man sollte mit den Landwirten zusammen das Problem lösen und sie nicht zum Buhmann machen.
Derzeit: Massentierhaltung, Insektensterben, Nitratbelastung.

Was noch?

Und wir Verbraucher waschen unsere Hände in Unschuld.

Es stellt sich doch aber wirklich die Frage wo wird der Nitratgehalt gemesen?
Wo misst das Ausland? Wie werden die EU - Vorschriften dazu interpretiert?

Wie war das mit den Stickoxyden?
In Paris auf dem Dach gemessen, in DE direkt an der Ampel- Kreuzung

Aber Hocker macht sich lächerlich? Ach nee, das war ich.
 
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Fruehling

Kommunikaze
...Stimmt es, das unsere Landwirte nur überleben können, wenn wir unsere Böden mit Gülle aus dem Ausland ruinieren? Und wenn es so ist, ist das eine zukunftsweisendes wirtschaftliches Handeln?

Bin mal gespannt, wir ihr das so seht.
Es ist wohl eher so, daß sie nur deshalb überleben können, weil auch in diesem "Wirtschaftszweig" Kosten externalisiert werden, daß es nur so kracht!

Eine von ungezählten Quellen hier.
 

Andal

Teilzeitketzer
Wenn jeder Bauer nur so viele Viecher hält, wie sein Land auch nähren kann, wäre der Stoffkreislauf theoretisch ein Geschlossener. Aber wir haben ja grad keine Märchenstunde.
 
G

Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
Wenn jeder Bauer nur so viele Viecher hält, wie sein Land auch nähren kann, wäre der Stoffkreislauf theoretisch ein Geschlossener. Aber wir haben ja grad keine Märchenstunde.
Die Zeiten sind leider schon lange vorbei.
 
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