Neue Fangregeln in MV

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Hecht, Barsch und Meerforelle stärker geschützt.

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In Mecklenburg-Vorpommerns Küstengewässern gelten neue Fangregeln: Hechte dürfen nur zwischen 60 und 90 Zentimetern entnommen werden (Bild @pixabay)

Für Angler und Berufsfischer in Mecklenburg-Vorpommerns Küstengewässern gelten ab sofort neue Fangregeln. Besonders beim Hecht greifen deutlich strengere Vorgaben: Künftig dürfen Angler nur Hechte zwischen 60 und 90 Zentimetern entnehmen. Außerdem gilt ein Tageslimit von einem Hecht pro Angler.
Mit dem neuen Entnahmefenster sollen vor allem größere Hechte geschützt werden. Sie spielen für die Fortpflanzung eine wichtige Rolle. Hintergrund ist der seit Jahren rückläufige Hechtbestand in den Boddengewässern.

Wissenschaft sieht Hechtbestand weiter unter Druck​

Bereits seit 2014 berichten Angler von sinkenden Hechtfängen, seit 2019 wird die Bestandsentwicklung wissenschaftlich untersucht. Neben fehlenden geeigneten Laichgebieten wird auch der Rückgang von Wasserpflanzen als Problem genannt. Dadurch gehen wichtige Bereiche zum Laichen, Aufwachsen und Verstecken der Jungfische verloren. Wissenschaftler des Thünen-Instituts erwarten deshalb, dass sich der Hechtbestand künftig auf einem niedrigeren Niveau einpendeln könnte.

Auch für Barsche und Meerforellen gelten neue Grenzen​

Nicht nur beim Hecht ändern sich die Regeln. Für Barsche gibt es in der Freizeitfischerei erstmals ein Tageslimit: Maximal 15 Fische pro Angler dürfen entnommen werden. Bei der Meerforelle steigt das Mindestmaß auf 48 Zentimeter. Beim Steinbutt entfällt dagegen die bisherige landesrechtliche Schonzeit, da Mecklenburg-Vorpommern seine Vorgaben an das geltende EU-Fischereirecht anpasst.

Anglerverband unterstützt die Fangbegrenzungen​

Der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die neuen Vorgaben. Insbesondere die Begrenzung auf einen Hecht und 15 Barsche pro Tag wird als sinnvoll angesehen, um die Bestände zu schonen. Damit soll die Freizeitfischerei weiterhin möglich bleiben, während gleichzeitig der Druck auf die Fischbestände reduziert wird.

Neue Regeln sollen auch Kegelrobben schützen​

Zusätzlich geht es um den Schutz von Meeressäugern. Nach mehreren Totfunden von Kegelrobben im Jahr 2024 erhält die Fischereibehörde mehr Möglichkeiten, zeitlich und räumlich begrenzte Vorgaben für die Fischerei festzulegen. Auch Anforderungen an Fanggeräte können künftig angepasst werden. Pauschale Verbote sind laut Umweltministerium nicht vorgesehen.


Was haltet Ihr von den neuen Regeln? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!




Quelle: www.ndr.de
 
Irgendwie scheint man langsam Zusammenhänge zu begreifen und handelt dann auch mal.
Bei Hecht Fangfenster plus max Entnahmemenge 1 Stück je Angler / je Tag
Meerforelle Mindestmaß rauf auf 48 cm, ist ja vielfach in den letzten Jahren schon hier diskutiert worden
Barsch Fangmenge bis ich eher bei max 10 / Je Angler / je Tag, reicht um eine oder zwei Pfannen zu füllen .....

Für mich ist es nur ein weiterer notwendiger Schritt, welcher aber auf lange Sicht das Angeln an sich
auch nicht mehr retten wird. Bestände sind rückläufig, Fischarten auf der " roten Liste " werden immer mehr,
kaum positive Entwicklungen in Sicht.
Als Angler blutet mir das Herz wenn ich das alles ansehen muss und muss tatenlos es geschehen lassen ....

Ja, früher war alles besser, Nein, früher war alles anders, andere Umgebungsvariablen andere Ergebnisse,
mittlerweile ist ja weniger mehr anstatt mehr weniger ....
 
Ich schliesse mich den Vorrednern hans albers Allroundangler66 an- 15 Barsche am Tag ist schon äußerst grosszügig, 8 oder 10 hättens locker auch getan: Zumal M-V sich ja ohnehin Sorgen um den Barsch macht, die haben ja als einziges (glaub ich) Bundesland auch ein Mindestmass für Barsch (17/15cm). Find ich begrüssenswert.

Lässt schon tief blicken, wenn nen Land das für seine grossen und vielen Barsche bekannt ist (Bodden) bei nem einstigen Massenfisch schützend eingreift. Aber vllt. Gehts den Gesetzgebern weniger um den Barsch als um die (Bodden-)Fischer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist nur komisch, dass man in Mecklenburg-Vorpommern die Meerforelle mit Schonzeit und Hochsetzung des Mindestmaßes schützen muss und im Nachbarland Schleswig-Holstein, sowie Dänemark immer noch 40cm ohne Schonzeit gilt.
 
Lässt schon tief blicken, wenn nen Land das für seine grossen und vielen Barsche bekannt ist (Bodden) bei nem einstigen Massenfisch schützend eingreift. Aber vllt. Gehts den Gesetzgebern weniger um den Barsch als um die (Bodden-)Fischer.
In der Schweiz z.B. ist der Barsch (Egli) inoffizielles Nationalgericht und ein absoluter Klassiker der schweizer Küche. Über 90% des schweizer Fischkonsums werden importiert. Pecunia non olet oder ein Schelm wer Arges dabei denkt.;)
 
Ich schliesse mich den Vorrednern hans albers Allroundangler66 an- 15 Barsche am Tag ist schon äußerst grosszügig, 8 oder 10 hättens locker auch getan: Zumal M-V sich ja ohnehin Sorgen um den Barsch macht, die haben ja als einziges (glaub ich) Bundesland auch ein Mindestmass für Barsch (17/15cm). Find ich begrüssenswert.

Lässt schon tief blicken, wenn nen Land das für seine grossen und vielen Barsche bekannt ist (Bodden) bei nem einstigen Massenfisch schützend eingreift. Aber vllt. Gehts den Gesetzgebern weniger um den Barsch als um die (Bodden-)Fischer.
Was lässt da tief blicken? In meinen Augen geht es hier darum, dass die Leute aufhören Geld zu machen mit ihren gefangenen Fischen, dass ist nämlivh bei den Müritzfischern zb der Grund, warum dort zahlenmäßig eingeschränkt wird...
 
In der Schweiz z.B. ist der Barsch (Egli) inoffizielles Nationalgericht und ein absoluter Klassiker der schweizer Küche. Über 90% des schweizer Fischkonsums werden importiert. Pecunia non olet oder ein Schelm wer Arges dabei denkt.;)
Ich hab grade mal ein bisschen nachrecherchiert. Das (Barsch)Thema ist komplex. Eigentlich nimmt der Barsch als Exportfisch in MV keine besonders grosse Rolle ein. Und die egligeilen Schweizer (und andere) stillen ihren Barsch-Bedarf vor allem aus Russland und dem Baltikum.
Andererseits besteht in MV offenbar ein kommerzielles Interesse an der Fischart: Denn 1. Betreffen die neuen Beschränkungen beim Barsch nicht die Fischer (bei anderen Arten schon) ; und 2. Forscht man in MV viel an der Aquakulturellen Zucht von Flussbarschen.

Ich kann da nach ner 15min Recherche kein Urteil fällen. Andererseits find ich ein Mindestmass und Höchstfang für die armen kleinen Stachelritter schon grundlegend sympathisch, egal aus welchen Gründen. Nur wär es cool gewesen auch die Fischer in die Pflicht zu nehmen (wie fast nie).
 
Wie hoch ist die neue Entnahmemenge für die Berufsfischerei?

Für Angler und Berufsfischer in Mecklenburg-Vorpommerns Küstengewässern gelten ab sofort neue Fangregeln.
Besonders beim Hecht greifen deutlich strengere Vorgaben: Künftig dürfen Angler nur Hechte zwischen 60 und 90 Zentimetern entnehmen. Außerdem gilt ein Tageslimit von einem Hecht pro Angler.
Mit dem neuen Entnahmefenster sollen vor allem größere Hechte geschützt werden. Sie spielen für die Fortpflanzung eine wichtige Rolle. Hintergrund ist der seit Jahren rückläufige Hechtbestand in den Boddengewässern.

Für Angler ist das ja aufgeführt, schön wäre es wenn für die Berufsfischer auch das Entnahmefenster gelten würde und die Entnahmemenge auch begrenzt ist.
Ist dann nur die Frage wenn sie die Entnahmemenge nicht überschreiten dürfen was machen sie mit den überschüssigen Hechten die dann noch in den Kiemennetzen zappeln...
Und wer kontrolliert...


Gruß Frank
 
Für Angler ist das ja aufgeführt, schön wäre es wenn für die Berufsfischer auch das Entnahmefenster gelten würde und die Entnahmemenge auch begrenzt ist.
Ist dann nur die Frage wenn sie die Entnahmemenge nicht überschreiten dürfen was machen sie mit den überschüssigen Hechten die dann noch in den Kiemennetzen zappeln...
Und wer kontrolliert...


Gruß Frank
Glaubst Du wirklich das das jemand kontrolliert ???
Was niemand sieht, kann auch niemand ankreiden ....
Entnahmefenster und Entnahmemenge für Berufsfischer wäre mehr als endlich angebracht ....
nur warum ??? Weil es den Fischbeständen mittlerweile an die Substanz geht im allgemeinen.

Fische wachsen nicht auf Bäumen !!! Ich weiss das dir das klar ist, musste es nur mal los werden ....
 
Fische wachsen nicht auf Bäumen !!! Ich weiss das dir das klar ist, musste es nur mal los werden ....

Alles gut dir, mir und den Anglern ist das klar aber die Fischer scheinen zu glauben man soviel fischen wie man fangen kann da wird schon was nachkommen, nur wie bei anderen Fischarten und an anderen Orten hat man gesehen (und sieht man) das das nicht so ist.

Irgendwann ist das Glas nicht mehr halbvoll sondern leer.


Gruß Frank
 
Alles gut dir, mir und den Anglern ist das klar aber die Fischer scheinen zu glauben man soviel fischen wie man fangen kann da wird schon was nachkommen, nur wie bei anderen Fischarten und an anderen Orten hat man gesehen (und sieht man) das das nicht so ist.

Irgendwann ist das Glas nicht mehr halbvoll sondern leer.


Gruß Frank
Gut das ich da nicht so alleine da stehe und wir das gemeinsam begriffen haben, jeder auf seine Art und Weise,
teilweise durch harte , sehr harte Erfahrungen die wir machen mussten ....
 
Was die Boddenhechte betrifft erinnere ich mich an ein Bild in den Medien, wo ein Fischerkahn randvoll mit gefangenen Hechten abgebildet war...ohne Maß alles mitgenommen was im Netz zappelte...die Mangels Nachfrage in MV nach Polen verkauft wurde.

Für ein Land wie MV, das stark vom Tourismus lebt ist diese Regelung gut gemeint, aber schlecht gemacht.
Die Handangelei ist lukrativer als die Berufsfischerei...dem Fischbestand hätte man mit Regulierung der Fischerei mehr geholfen.

48cm Schonmaß für die Mefo bedeutet in der Praxis, dass 8-9 von 10 gefangenen Fischen wegen Untermaß zurückgesetzt werden müssen.
 
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