neue Baitcastausrüstung

crisis

ewiger Lehrling
Habe mir am Wochenende, nach langer Meinungsfindungspahse (eigentlich der schönste Teil!) eine Baitcastausrüstung gekauft. Rolle und Rute von Abu, nämlich die Revo MGX und die Fantasista Nano in Länge 2,07 m. Eigentlich zu teuer für einen Baitcast-Novizen, aber das Angebot war einfach zu verlockend.

Nach ein paar zeimlich üblen ersten Würfen ging es überkopf dann doch erstaunlich gut. Muss nach 2 Tagen festellen, dass ich seitliche Würfe nicht gut hinbekomme. Tut immer einen Schlag in der Rolle, wahrscheinlich durch die Beschleunigung der Spule inkl. Schnur. Konnte das auch durch verschiedene Einstellung der Bremse nicht loswerden. Bei einem schnellen Schlenzer habe ich es sogar geschafft, mit einem 18 g Wobbler die 12er Spiderwire abzureissen.

Wer hat guten Rat für mich? Ist die Beschleunigung des Köders tatsächlich bei Überkopfwürfen anders als beim seitlichen Werfen? Gibt es eine Anleitung zum Baitcasting (Baitcast for Dummies!)? Oder geht das eine oder andere einfach nicht mit meiner Kombo?

Nur zur Info, mit einer leichten Spinnausrüstung mit Stationärrolle krieg ich das Gewünschte passabel hin.

Bin schon tierisch gespannt auf Eure Kommentare.
 

Sporry

Member
AW: neue Baitcastausrüstung

Hi crisis,

ich selber fische auch ein bissel mit der Baitcast. Wichtig sind die Grundeinstellungen der Rolle und die Wurftechnik. Die Rolle muss an der Magnetbremsschraube immer individuell auf jeden Wobbler, Gummifisch usw neu eingestellt werden. Dazu hälst du die Rute parallel zum Wasser und stellst die Bremse fest. Angenommen du hast jetzt deinen 18g Wobbler dran, drehst du so lange an der Bremse bis er langsam zu Wasser sinkt. Es sollte kein Plumpsen sein, sondern ehr ein flüssiges Absinken. Weiterhin solltest du darauf achten das der Schnurr-öhr von der Revo immer mittig vor der Spule steht, somit bekommst du echt heftige Weitwürfe hin. Ich selber habe mich für Seitwärtswürfe entschieden, da diese, finde ich, am besten funktionieren.

Der Wurf: Es gibt ja meist zwei Einstellungen einmal mit drücken des Freilaufs aber nur solange man ihn gedrückt hält und zum Anderen die Arretierung des Freilaufs. Ich arretiere ihn immer und halte meinen Daumen auf der Schnurr, Schnurr-öhr steht mittig und Köderauswahl wurde an Bremse angepasst- und jetzt nur noch ein flüssiger Wurf und Wobbler kann tanzen. Beim Einholen einfach ab und an schläge richtung Wasseroberfläche geben. Meist wechsel ich mich immer ab mit 3 Umdrehungen, 2 Schläge, 2 Umdrehungen, 3 Schläge, 1 Umdrehung, 2 Schläge, kurze Wartepause. Ist jedem selbst überlassen wie er die Technik angeht.

Zur Rute kann ich nur sagen, dass ich anfangs eine steifere Rute hatte mit nicht soviel Aktion. Ich weiss nicht wie die Fantasista ist aber ein bißchen weicher kann sie ruhig sein, ist beim casting auch nicht schlecht und gibt ne schönere Aktion.

Ich hoffe ich konnte dir ein bissel helfen, ansonsten macht Übung den Meister.
 
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crisis

ewiger Lehrling
AW: neue Baitcastausrüstung

Vielen Dank für Eure Ratschläge.

Speziell Deine Tipps, Sporry, erscheinen mir sehr hilfreich. Dass die Schnurführungsöse beim Wurf mittig stehen soll klingt logisch, kam mir aber nicht in den Sinn. Auch die dürftige Beschreibung von Abu beschreibt das nicht.

Ebenfalls etwas kurz kommt das Thema 'Bremseinstellung'. Deine Darstellung erklärt besser, auf was zu achten ist. Allerdings hat die MGX 3 Bremsen und die Magnetische soll auf Null gestellt werden und die mechanische Bremse (nicht die Sternbremse) zur Einstellung auf den Köder verwendet werden. Für was brauche ich dann die Magnetbremse? Vielleicht kennt ja jemand eine Internetanleitung für meine Rolle.
 

H.Senge

Member
AW: neue Baitcastausrüstung

Die "mechanische" Bremse neben der Sternbremse ist die gröbere von beiden. du stellst diese so ein, dass der Köder beim freilassen langsam beschleunigt beim absinken. sollte so 2 Sekunden dauern bis der Köder den Boden erreicht aus 1,20m höhe. Nur als Richtwert zu verstehen.


jetzt wirfst du und schaust was passiert, wenn du ne perücke bekommst drehst du jetzt die magnetbremse weiter richtung max. wenn max erreicht ist und du trotzdem noch perücken bekommst, drehst du die erste Bremse wieder fester und fängst wieder bei minimum auf der magnetbremse an. usw usw usw. solange bis du keine perücken mehr bekommst, das ist dann die perfekte einstellung für die Grammzahl. Das ist am Anfang etwas mühseelig aber glaub mir nach 1-2 Wochen stellst du die Rolle blind ein und brauchst nur noch feinjustieren.



liebe Grüße
Heino
 

pike-81

Beastmaster
Moinsen!
Die Sternbremse ist, wie bei der Stationärrolle, für den Drill gedacht.
Die daneben ist für das Spulenspiel. Am Anfang stellst Du sie so ein, daß der Köder bei waagerechter Rute langsam zu Boden sinkt. Beim Aufkommen sollte die Spule dann stoppen.
Nach mehr Erfahrung drehst Du sie so weit auf, daß die Spule gerade eben Spiel zu den Seiten hast.
Die Magnetbremse (oder Pins) auf der anderen Seite ist zur Feinjustierung. Sie soll ein Überdrehen der Spule verhindern. Erstmal eher mehr aktivieren. Dann nach und nach weniger. Aber niemals ganz deaktivieren.
Das verlinkte Video erklärt alles super.
Petri
 

crisis

ewiger Lehrling
AW: neue Baitcastausrüstung

Jetzt funktioniert das Werfen schon deutlich besser, dank Eurer Tipps.

Letzten Samstag hatte ich ein seltsames Phänomen. Beim nicht allzu festen Werfen eines 10 g Wobblers (Schnur 0,12 Spiderwire) spulten erst ca. 15 m Schnur ab, dann riss diese. Einen Knoten in der Schnur konnte ich nicht feststellen. Woher kann so etwas kommen?
 

pike-81

Beastmaster
Moinsen!
Check mal die Rutenringe und die Schnurführung der BC.
Deine Schnur war höchstwahrscheinlich beschädigt.
Muß aber nicht unbedingt am Tackle liegen.
Petri
 

Hecht2

Member
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Stimmt wenn du in Grund nähe fischst kann es sein das Steine,Muscheln etc. die Schnur beschädigt haben und somit leicht abreißt;)

Mfg.Hecht2
 

meimei

Member
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Jetzt funktioniert das Werfen schon deutlich besser, dank Eurer Tipps.

Letzten Samstag hatte ich ein seltsames Phänomen. Beim nicht allzu festen Werfen eines 10 g Wobblers (Schnur 0,12 Spiderwire) spulten erst ca. 15 m Schnur ab, dann riss diese. Einen Knoten in der Schnur konnte ich nicht feststellen. Woher kann so etwas kommen?

Luftmasche, die an einem Ring oder der Spitze haengenbleibt.


Mei
 
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Ich hatte auch mal ne Spiderwire Code Red auf einer Baitcaster, war für mich nicht das Wahre. In anderen Foren wurde dann die Spiderwire explizit nicht empfohlen fürs baitcasten.
Aber erstmal üben üben üben, die ersten tausend Würfe abwarten :)
 

--BassQ--

Barsch-Junkie
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Also ich fische fast nur BC und hatte die Spiderwire auch drauf und hatte die selbe Problemme wie du, schnurbrüche mitten in der Schnur usw.

Ich nutze nun seit langer Zeit die Stroft GTP Schnüre, ok sie sind teuer aber da hatte ich noch nie Problemme mit.
 
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