Naturköderangeln: Wann anschagen?

merlin99

Member
Moin zusammen,

in 18 Tagen geht´s nach Ulvöya |supergri .
Ich möchte in diesem Urlaub mich mal verstärkt im Naturköderfischen versuchen. Mit dem entsprechendem Equipment habe ich mich ausgerüstet.
Nur in der Praxis habe ich noch keine Erfahrung gesammelt.
Meine Frage nun: Wann setzt man den Anhieb? Sofort wenn es an der Rute zuppelt, oder mit offener Bremse warten bis der Fisch mit dem Köder abzieht?
Für jeden tipp bin ich dankbar!

Gruß Roland
 
AW: Naturköderangeln: Wann anschagen?

hallo roland #h

hmh, schwierige frage |kopfkrat, da zu viele umstände, unterschiedlichstes beißverhalten an den tag legen...

...nen paar beispiele:

wenn du ne gute drift hast, fackeln lumb & leng in der regel nich lange, da sie nen teufel tun werden und den köder hinterhereiern... hier gilt haben oder nich haben, wobei sich leng und lumb in der regel für ersteres entscheiden ;)... hast du nen ententeich und die drift und unterströmung lässt deinen köder nur leicht über grund tänzeln, sieht´s schon wieder ganz anders aus... aber auch nur dann, wenn sie sich am grund nicht stapeln! klopfst du z.b. an einem sogenannten lumbloch an gilt, stellen die sich nich in reihe sondern werden bestrebt sein, als erster am leggerbissen zu sein... diese einstiege sind mitunter sehr vehement!...

...auch die angebotenen köder haben nen maßgeblichen anteil daran, wann der anschlag zu setzen ist... kebap, filet am haken, flatterfilet, flattermakrele- hering oder köhler... alles faktoren, die den zeitpunkt eines treffsicheren anhiebs beeinflussen...

hmh... mal in kurzform roland: bei ruhiger see und lütter drift warten, bis der köder energisch attackiert wird... wenn die rutenspitze mehrmals hart gen wasser gezogen wird, daumen auf die spule und energisch aber nicht brutal nen anhieb setzen... fischst du tiefer als 100m noch einen hinterlegen, da auch das geflecht nen restdehnungsfaktor hat und der erst anhieb den haken womöglich noch nicht zum fassen gebracht hat...

...ist die drift eine schnellere, werden die köder auch härter attackiert (meine erfahrung)... bei der ersten attacke solltest du deinen freilauf reinklinken und den köder liegen lassen... wenn dann spürbar schnur genommen wird, freilauf rausnommen (sternbremse) bzw. schieberegler auf strike... däumchen auf die spule und anhieb setzen... auch hier wieder einen folgenden ab 100m+... ging der in´s leere, wieder ablassen! meist kommen folgeattacken...

...aaaaaaber: es kann ja auch gut möglich sein, daß ein dickschädel deinen köder attackiert! hier haben 2 anhiebe meist zur folge, daß die weichen maulflanken aufgerissen werden... bei der nächsten schüttelattacke isser wech :(... was ich damit sagen möchte roland: erfahrung sammeln ist das A und O... in worten kann man(n) das schwer vermitteln #h
 
AW: Naturköderangeln: Wann anschagen?

hi roland

ich mache es immer so das wenn ich nen biss habe aufstehe und solange warte bis die rutenspitze in den fjord zeigt

grössere lengs und lumbs legen sich in die rute das wirst du merken und dann heisst es anschlagen und das mit voller wucht

geht der ins leere sofort nachlassen denn meistens kommt ein nachzügler. dieses ist nur bei lauer puste möglich.

hast man ordentlich drift aufen teig mach ich es so das wenn ich den biss merke sofort schnur nachgebe und dann kann er in ruhe den happen fassen.

dann die schnur wieder auf spannung bringen und auch hier merkst du wenn der fisch sich reinhängt und auch hier wieder volle pulle den anhieb setzten


hab bis jetzt nur beste erfahrung gemacht :m
 
AW: Naturköderangeln: Wann anschagen?

H!
Nun besteht der Bestand in Norwegen nicht nur aus Lumb und Leng. Ich habe die Erfahrung gemacht das der Schellfisch manchmal schlimmer beist wie eine Plötze!#q Meiner Meinung nach gibt es kein Patentrezept für den Anhieb. Ist wohl eher ne Sache die sehr verschieden ist. Da kann ich nur den altklugen Spruch anbringen, Austesten! Wie Jirko und Snofla schon erwähnten , mal steigen Sie volle Kanne ein, manchmal zieren sie sich auch und eiern ewig rum.
Da muss man den richtigen Zeitpunkt des Anhiebs erwischen , das klappt mal besser oder schlechter.

Gruß dtnorway|wavey:
 
AW: Naturköderangeln: Wann anschagen?

...hast vollkommen recht dtnorwag #6... beim stichwort naturköderfischen dachten wir sicherlich lediglich an´s klassische im tiefen... warum wohl |kopfkrat :)

aber neben diesen, gibt´s halt noch die leichteren methoden auf wittling, schellfisch & co... und gerade beim stinki verbietet sich nen brachialer anhieb, da du dann wahrscheinlich die kauplatten am haken hast... und der rest fehlt :(... #h
 
AW: Naturköderangeln: Wann anschagen?

Danke für die Tipp´s!

Dann werde ich wohl meine eigenen erfahrungen sammeln müssen.
Das macht das Ganze dann auch spannender #h

Gruß
 
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Hallo, Merlin99 wann genau bist du in Ulvoya ? ich bin vom 16. - bis 29.4. oben kannst dich ja mal mit mir austauschen wenn du lust hast.
gruß Eiswerner
 
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Ich hab im Lauf der Jahre in Norge die Erfahrung gemacht,so wenig als möglich anzuschlagen!!Auch wenn man nicht mit Circles fischt!Und nach Möglichkeit fische ich auch nur mehr mit Einzelhaken,ganz gleich ob mit Naturköder oder mit Pilker!
 
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gismowolf schrieb:
Ich hab im Lauf der Jahre in Norge die Erfahrung gemacht,so wenig als möglich anzuschlagen!!Auch wenn man nicht mit Circles fischt!Und nach Möglichkeit fische ich auch nur mehr mit Einzelhaken,ganz gleich ob mit Naturköder oder mit Pilker!

Das ist das tolle im AB. Hier kann man Techniken wunderbar vergleichen :m Deshalb würde ich mich freuen wenn Du Deine Technik mal genauer niederschreibst. Beim Pilken hau ich auch eher "sanft" an. Aber beim Grundangeln gibts schon nen ordentlichen Hieb gen Himmel. Allerdings hab ich auch den Freilauf drin und kontrolliere die Schnur entweder mit dem Daumen auf der Rolle oder die Schnur zwischen den Fingern. Dadurch hat der Fisch kaum Widerstand und dann gibts halt den kraftvollen Hieb, da ich nicht weiß wie weit der Köder schon genommen ist.
 
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Beim Pilken schlage ich z.B. gar nicht an. Meistens hängt der Fisch sofort.

Beim Naturköderstippen wird durch einen kurzen aber saftigen Anhieb aus dem Handgelenk das Filet-Stibitzen quittiert.

Im Grunde kann ich mich den Ausführungen meiner Vorredner nur anschliessen. Wenn der Fisch brutal Einsteigt ist ein Anhieb meistens Überflüssig, da durch die Drift und das Blei meistens schon der Haken hängt, bei wenig Drift warte ich bis der Fisch anfängt am Filet zu zerren, dann Zack und er hängt!!#a
 
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@Wodi!
Ich habe durch das Anschlagen,wie es z. B. beim Grundangeln mit ca.50m Monofil
zwischen Rute und Köder erforderlich ist(dieser Bewegungsablauf wird ja im Laufe der Jahre automatisiert und erfolgt,wenn ein Fisch am anderen Ende Gegenzugversuche macht),schon sehr viele Fische in Norwegen verloren!Darüber will ich nicht weiter reden!!:q Das war genau das Gleiche,wie ich mit der Fliegenrute zu fischen begann!!
Das Gehirn signalisierte "Anschlag",daraufhin setzte sich die jahrelang bewährte Reihenfolge der Bewegungsabläufe zwischen Körper und Rute in Bewegung.Und der Haken wurde mit brachialer Gewalt aus dem Fischmaul gerissen!!Es dauerte dann schon einige Zeit bis sich der Unterschied der Anschlagvarianten gut einprägte und ich mit der Fliege nur durch Strecken der Wurf-und Rutenhand Fische fangen konnte!!:q #6
Und jetzt beherrsche (ich bilde es mir zumindest ein!:q)ich schön langsam auch die Anschlagvariante mit geflochtener Schnur(keine oder nur minimalste Dehnung!!)in Norge!Beim Fischen mit Naturködern ist bei mir "immer"die Hakenspitze freiliegend!!
Daher genügt ein kurzes Anheben der Rute mit gleichzeitigem Ankurbeln der Rolle und
auf diese Art und Weise fange ich jetzt in Norge auch Fische! :q #6 #h
Beim Fischen auf Großleng sollte man ja den Haken (Einzel-bzw Drilling)komplett im Köder(z.B.Kopf eines Köhlers)verstecken,damit die gefräßigen Lumbs sich nicht festhaken können.Bei dieser Montage ist natürlich ein gewaltiger Anschlag bei einem Lengbiß erforderlich!!
 
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mit geflochtener schnur genügt nach meinen erfahrungen ein ganz kurzer zuck in der rute.dann sitzt der (scharfe)haken eigentlich fast immer!!zumindest wenn mit fischfetzen,filets,stücken etc geangelt wird!anders sieht es bei muschelfleisch aus.muschelfleisch ist zwar ein topköder,aber relativ schwierig am haken zu halten.nicht jeder fisch nimmt diesen köder wenn er in ein säckchen gepackt wird.entsprechend muß man dann ein wollfaden oder ähnliches nehmen.was zur folge hat das der köder sich meist beim ersten anschlag schon verabschiedet!
 
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@Norgepeitscher
Bei Muschelfleisch u.ä. (nehm ich meist beim Uferangeln) ziehe ich zum Schluß über die Hakenspitze ein kleines Stück Zellophan bis hinter den Widerhaken. Dadurch verlier ich beim Wurf nix :m
Beim Grundangeln sehe ich immer zu das die Hakenspitze frei bleibt.
 
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ich würd mal pauschal sagen das ab tiefen von 150mtr und tiefer doch schon ne ordentliche wumme unten ankommen sollte ansonsten siehts wohl schlecht aus den fisch hoch zu bekommen
 
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...snofla hat vollkommen recht #6... bei diesem thema muß ganz klar unterschieden werden: lighttackle natur- und pilkfischen oder halt hardcore ab 150m+... und in diesen tiefen muß der anhieb erst einmal durchkommen... restdehnungsfaktor geflecht... dehnung der mundschnur (auch ne 1er+ hat´n büschen pufferwirkung)... wie gesagt, ich setze in diesen tiefen 2 x einen rein... aber heftigst ;) (wenn ich nicht über grund fische und der fisch sich meist selbst hakt... aber auch hierbei gibt´s 1 x eins auf die mütze) #h
 
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#h

immer anschlagen wenn die rutenspitze auf spannung ist .
1 bis 2 anhiebe dann ganz normal den fisch hoch hollen.

:s 1
 
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Beim Tiefseeangeln muss man schon ordentlich durchziehen - es müssen ja unter Umständen 500 Meter Strippe in Bewegung gesetzt werden, einschließlich Schnurbogen, Dehnungsfaktor und Kiloblei...

Auf einen zweiten Anhieb verzichte ich allerdings, weil dieser schon einen sich in Gegenrichtung bewegenden oder wild um sich schlagenden Fisch erwischen kann und dann gibt es Impulse, die den berühmten zweiten Sieger zur Folge haben können. Ich habe mir allerdings angewöhnt, nicht den typischen einmaligen trockenen Anhieb zu setzen, sondern nachzufedern, wenn nach oben noch einigermaßen Platz ist. Dadurch vermeidet man auch das tödliche Lockerlassen der Schnur, denn wenn die Schnurspannung nur eine Sekunde in dieser heiklen Situation nachläßt, gehen viele Fische verloren.
 
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Hi, |wavey:

ich hatte bis letztes Jahr auf Senja überhaupt nie was richtiges beim Naturköderangeln gefangen.
Meistens hing ich fest, oder es zuppelte dauernd wie verrückt, hoch kamen aber nur die Mini-Rotbarsche.
Aber auf Senja wars anders. Da war das Ding keine 5 Minuten am Grund, und schon hing wieder ein Lumb dran - und die haben so heftig gebissen, das war krass. Rutenspitze einmal kräftig nach unten, zack - eine in die Eisen - und ab gings ne Etage höher ins Boot.
Und ich staune noch heute, was die sich für riesige Fleischbrocken einverbleibt haben; ich habe noch keinen gierigeren Fisch erlebt, muss ich sagen. Ok - Dorsch ist da auch Spezialist, aber ich meine, der Lumb ist noch ne Spur verfressener!

|wavey:
 
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