Nachtangeln einmal anders ...

honeybee

No Road? No Problem!
Gestern ging es wieder ans Wasser, in der Hoffnung noch einen Schleicher zu erwischen. Das Wetter war anfangs sehr wechselhaft, so das wir glücklich waren, einen Schirm zu haben.

Gegen 22Uhr kam dann so langsam Bewegung in die Posen. Der Nachbarangler konnte kurz vor 22Uhr einen schönen 60iger fangen und fast zeitgleich ist mir ein guter ausgeschlitzt. Das Angeln gestaltete sich recht schwierig, da durch den Hagelschlag eine Menge Laub auf dem Wasser lag.

Kurz vor 23Uhr war mir dann das Glück doch noch hold und ich konnte einen schönen 49er fangen.

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Gegen 23.30Uhr kam ein Auto auf den Parkplatz gefahren und eine Person stolperte im dunekln die Treppen hinunter. Sehr freundlich begrüsste er uns und teilte uns mit, das wohl noch 2 Kollegen kommen.
Die Taucher sind da.....

Sie wollten einen Nachttauchgang machen und ein paar Fische fotografieren. Da war ich natürlich hell auf begeistert, denn ich habe schon den Bericht von Dietmar in der Fisch und Fang gelesen.

Hier nun die Vorbereitungen kurz vorm Einstieg.

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Nochmal überprüfen und die Kamera checken

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Und ab gehts....

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So sah das ganze dann im Wasser aus (kann man etwas schlecht erkennen, da ich ohne Blitz geknippst habe)

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Sie schwammen am gegenüberliegenden Ufer entlang in einer Tiefe von 3 bis 5m. Der Lichtschein zeigte uns immer genau, wo sie sich gerade befanden.
Nach gut 40 Minuten waren sie wieder am Ufer.

Hat da jemand ein Loch im Schuh???? |supergri

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Nun konnte ich auch mal fragen, wie es denn so war. Dietmar antwortet ganz trocken "Tja, es gibt Tage, da kann man die Fische mit der Kamera erschlagen und es gibt Tage wie heute, wo alles unterwegs ist und es schwierig ist, ein Bild zu bekommen."

Interessant war auch, das die Aale sich vornehmlich oberhalb der Sprungschicht im Uferbereich aufhalten in einer Tiefe von 3-4m. Und somit stand für uns fest, das wir unsere Montagen und Taktiken nicht ändern müssen.
 

honeybee

No Road? No Problem!
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Ein weiteres Phänomen des Gewässers sind die vielen kleinen Aale. Auffällig war, das gestern sehr viele kleiner Aale den Tauchern begegneten.

Jetzt fragt ihr Euch bestimmt, was ist so besonderes an kleinen Aalen. Eigentlich nix. Die gefangenen größen liesen vermuten, das Aal besetzt wurde. Aber so ist es nicht, es wurde schon seit ein paar Jahren kein Aal mehr gesetzt.

Auffällig bei den kleinen (20cm) sind die überdimensional großen Augen. Einige sprechen von Kümmerlingen andere davon, das diese Aale abwandern wollen/wollten.

Irgend jemand eine Idee?
 

AnGeL11

Member
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Hi,
vielleicht hat ja irgendjemand ohne das es registriert wurde dort Aale ausgesetzte, denn ich denke nicht das sie dort abgelaicht haben ... |kopfkrat
 

Lotte

auf den wolf gekommen!!!
AW: Nachtangeln einmal anders ...

moin-moin,

wäre es denn möglich, daß die "kleinen" aale dort eingewandert sind??? also ich meine besteht nur eine theoretische möglichkeit??? wir hatten vor ein paar jahren auch mal richtig glück und hatten wieder aalaufstieg!!! da kamen die glasaale massenweise in unser gewässer!!! das sah so aus, als ob nen feuerwehrschlauch im wasser schwimmt!!! so dicht standen die!!! wie die allerdings das riiiiieeeeeeesen glück hatten soooo weit zu kommen können wir uns bis heute nicht erklären!!! wäre doch möglich, daß dieses bei euch vor ein paar jahren auch mal stattgefunden hat!!!

@ anGel11: bei den preisen für aal halte ich diese vermutung für unwarscheinlich, oder ich will auch so ein uneigennütziges vereinsmitglied haben |supergri:):m!!!
 

AngelAndy20

Active Member
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Sehr schöner Bericht!:l #6


Zu der Aalfrage kann ich aber nicht wirklich was beisteuern, ich will keinen mehr haben....:m#d :m
 

Angler77

Member
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Also dort sind sie nicht geboren !

Ist es ein see?
Ist ein Fluß oder see in der nähe?

Wie ist die umgebung?

Angler88
 

The_Duke

Alles kann, nichts muss!
AW: Nachtangeln einmal anders ...

honeybee schrieb:
Auffällig bei den kleinen (20cm) sind die überdimensional großen Augen. Einige sprechen von Kümmerlingen andere davon, das diese Aale abwandern wollen/wollten.

Irgend jemand eine Idee?

Hi Jana |wavey:

ich habe vor ein oder zwei Jahren mal einen Bericht über ein französisches Gewässer gelesen, wo bereits ebenfalls Aale in einer Größe von knapp 30cm deutliche körperliche Anzeichen für Abwanderbereitschaft zeigten.
Untersuchungen haben dann einen erhöhten Hormongehalt im Wasser und in den Nährtieren erbracht.
Eine Ursachensuche zeigte, daß in das Gewässer das zwar geklärte Abwasser einer Kläranlage geleitet wurde, diese aber wiederum die Abwässer einer gewerblichen Schweinezucht zu klären hatte.
In diesen ungeklärten Abwässern fanden sich diese Hormone, vermutlich wurden sie als Hilfsmittel zur Mast verwendet.
Die Hormone konnten von der Kläranlage nicht abgebaut werden und gelangten so in den Nährstoffkreislauf.
Es wurde vermutet, daß diese Hormone die geschlechtliche Entwicklung der Aale gepusht hatten.
 

honeybee

No Road? No Problem!
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Also es handelt sich um einen Steinbruch, der nur durch das Grund und Regenwasser gespeist wird. Einen natürlichen Zulauf gibt es also nicht.

Ein Bach/Fluss befindet sich auch nicht in der näheren Umgebung.

Das jemand privat still und heimlich dort Aale eingesetzt hat, halte ich für höchst unwahrscheinlich.
 

Lotte

auf den wolf gekommen!!!
AW: Nachtangeln einmal anders ...

moin-moin,

also scheidet eine natürliche zuwanderung definitiv aus!!!

honeybee schrieb:
Aber so ist es nicht, es wurde schon seit ein paar Jahren kein Aal mehr gesetzt.

hatte scheinbar aber auch nicht richtig gelesen!!! denn ein paar jahre dauert es schon, bis die schlängler groß werden. die wachsen extrem langsam!!! wenn ihr damals vorgestreckte aale, bzw. glasaale eingesetzt habt, kann es schon bis zu 10 jahre dauern, bis die fangfähig sind!!!

wann ist denn ca. das letzte mal besetzt worden??? sind dann glasaale oder vorgestreckte aale eingesetzt worden???
 

Angler77

Member
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Also mann kann nie sicher sein!

Evtl. hat de eigentümmer der Pächter/Verein einfach ohne absprache was eingesetzt!

@LOTTE

Das stimmT !


Angler88
 

honeybee

No Road? No Problem!
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Angler88 schrieb:
Evtl. hat de eigentümmer der Pächter/Verein einfach ohne absprache was eingesetzt!

Der Verein hat definitiv nix eingesetzt. Denn das wüsste ja schließlich der gesamte Vorstand.

Seit Jahren Rätseln sie und die Taucher schon über diese "Zwergaale mit den großen Augen"
 

Angler77

Member
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Ist das denn euer gewässer oder gehöhrt das ein anderen privat besitzer?
Wan war der lezte besatz?
Was für ein amt hast du denn im Vorstand?

Angler88
 

Stefan6

AF-SH
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Vielleicht ja auch unterirdisch eine Verbing zu einem Gewässer??Braucht ja nicht groß sein,nur so groß das Aale durch kommen.#c
 

wolf

Member
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Hallo,

Tauchen würd' ich auch gern.

Aber zu den Aalen:
Aale sind durchaus mit 26-32 cm ausgewachsen - sofern sie nämlich männlich sind!
Lange Jahre war es gängige Praxis, die kleineren Aale - teils ausgewachsene Männchen, teils tatsächliche Jungaale - aus den Reusenfängen der Fischer als teure Besatzfische zu verscherbeln. Dass die Hälfte davon nicht abwachsen würde, war ja denen egal...

In Dänemark gibt's daher verschiedene Mindestmaße für Nordsee- und Binnlandaale, nämlich 28 cm u. 40 cm, wenn ich recht erinnere. In den Küstenregionen gibt's (gab's) besonders viele Männchen, im Landesinneren eher die größeren Damen. In Holland z.B. - auch nach an der Küste - ist der typische Speiseaal keine 30 cm lang! Ist aber ok, weil halt ausgewachsenes Männchen.


Viel Spaß weiterhin, Gruß
 

honeybee

No Road? No Problem!
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Hallo Wolf

Danke für Deine Antwort. Für mich stellt sich dann allerdings die Frage: Sollte man die männlichen Aale, gerade die, mit den riesen Augen nicht entnehmen?

Das Nahrungsangebot in dem dortigem Gewässer ist eh gering, da kein Zulauf durch einen Bach oder ähnlichem erfolgt.
Hauptnahrung sind Muscheln und Schnecken.
 

Magic_Moses

Member
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Die Geschichte mit den niemals besetzten Aalen haben wir an unserem Vereinsweiher ebenfalls.
Hier ist aber definitiv klar, dass die Jungs und Mädels über den nur 10m entfernt fließenden Bach zugewandert sind. Regelmäßig werden 70er und teilweise sogar darüber hinaus gefangen, was für unseren relativ kleinen Weiher ein stolzes Maß ist.
Zu den dicken Glubschaugen kann ich leider nichts Schlaues sagen - vielleicht gucken die einfach nur dämlich, weil ständig Froschmänner mit Lampe und Kamera das Gewässer unsicher machen...... |supergri
 

Hechthunter21

Ranjith_01
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Magic Moses ...die Sache mit Aalen im Gewässer & keiner weiß warum& woher ist auch bei UNS im Landkreis in 1nem Gewässer der Fall!!!
Denke kedoch ONKEL LOTTE ist der Fährte auf der Spur...
Habe Bekannte in Frankreich die das gleiche zu berichten haben w.die Zuwanderrung angeht!

Weitere New´s folgen...
 

honeybee

No Road? No Problem!
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Hmmmm Guido

Das mit dem Zuwandern mag ja ok sein. Nur geht es dort eben nicht. Das nächste Gewässer ist ein Rinnsal und dieses ist gut 2 km entfernt im Tal. das hiese, die Aale müssten Bergauf wandern um dann irgendwie in den Steinbruch hinein zu kommen. Und das durch komplett bebautes Gebiet und unzähligen Feldern.
 

Hechthunter21

Ranjith_01
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Jana mmmmmhhh...
habe schon mal was berichtet über den Aalfang mit der Zeitung in Frankreich.
Weißt du noch?!
Weitere Info´s folgen wenn ich morgen mit Daniel & Piere in Leon gesprochen habe ob es möglich ist...oder nicht!?
Feucht muß es sein das steht fest ...aber welche Strecken dann von den Aalen hingelegt werden (max) weiß ich nicht!
 

Knispel

In der Alters - Ruhephase
AW: Nachtangeln einmal anders ...

Ich würde einmal die Angler fragen, da tuen sich sich z.B. 6 Aalangler zusammen, jeder gibt 100 Euro, da kannste schon einmal etliche kg Satzaal von kaufen, selber abgeholt und rein ins Gewässer....
 
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