Mono für Baitcaster?

Borsti

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Hallo zusammen!

Ich habe mir zum Spinnfischen eine neue Baitcaster-Multi zugelegt.
Mit dem Werfen habe ich noch keine Erfahrung.
Wegen der zu erwartenden Perücken denke ich, dass es besser ist es erst mit Mono zu versuchen.
Gebt ihr mir dabei recht? Dann wäre ich euch dankbar, wenn ihr mir einen Tipp gebt, welche Schnur da am besten geeignet ist.
Wenn es mit dem Werfen etwas besser klappt werde ich es mit Geflecht versuchen, da mir der direkte Köderkontakt schon wichtig ist.

Danke für eure Hilfe,
Borsti
 

Chrizzi

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AW: Mono für Baitcaster?

Was willst du damit machen? Jerken oder ehr leichtere Wobbler/Twitchbaits/Softbaits und sowas fischen?

Bei zweiterem würde ich auch bei Mono bleiben.

die ere Schnurfüllung... da würde ich das nehm was du findest und nicht so teuer ist, je nach vorhaben möglichst dick. Ich hab bei Ködern zwischen 7-20g mit einer 28-29er Mono angefangen, das war nicht so verkehrt. Also würde ich eine 28-30er Mono nehmen, es sei denn du willst dicke Jerks werfen, da entweder gleich dickes Geflecht, oder eine 40er-50er Mono (wenn genug auf die Rolle passt). Bei so einer Stärke würde ich die Schnur aber aufspulen und 3-4 Tage nicht werfen, da sich die Schnur dem viel geringeren Spulenkern anpassten muss, sonst "plustert" sich die Schnur von alleine auf und du hast nen schönen Tüddel.
 

Borsti

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AW: Mono für Baitcaster?

Jerken hab ich momentan nicht vor. Dazu würde mir auch noch die passende Rute fehlen. Gibts später.
Zur Zeit werde ich wohl Wobbler und Softbaits bis max. 25g nutzen.
 
AW: Mono für Baitcaster?

Naja, ich habe jetzt erstmal versuchsweise ne 0,15er FL (ja, steinigt mich ;) ) drauf, da die eh noch im Keller vor sich hin oxidierte... Vorher hatte ich ne 16lb Rapala Spinnig Line drauf, aber die enorme Dehnung war echt kein Vergnügen, daher mal das krasse Gegenteil...

So richtig weiß ich aber auch noch nicht wohin sich das nun bei mir entwickelt.

Die FL ist schon vom Gefühl her ganz nett, aber wenn ich daran denke, dass ich letztens meine Session nach dem 3. Wurf abbrechen musste und dann zu hause 2h brauchte den Fitz zu lösen. Aber ich habe festgestellt, dass es echt möglich ist jeden!! Fitz zu lösen, wenn man die Spule herausnimmt. Viel schlimm als den kann ich mir eigentlich keinen Vorstellen. Ist halt die Frage, ob man die Gedult hat und sich die Mühe machen möchte... Andererseits habe ich auch schon stundenlang mit 10g-t-rig ohne Probleme gefischt. (ich schweife ab... ;) )

Also keine klare Aussage von mir, sorry bin da auch noch Anfänger.

Vor- und Nachteile wurden ja schon mal in einem Thread von Bernhardt hier und bei BA diskutiert.

Mal sehen, ob ich mal an ne Hochleistungsmono mit geringer Dehnung aus den Staaten oder JP komme. Ansonsten werd' ich bei Gelegenheit nochmal ne 0,28er Stroft ABR testen...

Was haste denn für ne Combo?

flo
 
AW: Mono für Baitcaster?

hey

also ich würde als erste schnurfüllung für deine baitcaster auch eine ca. 0,30iher mono schnur vorschlagen.

ich habe sehr gute erfahrungen mit der climax schnur gemacht(glaube die heißt carp line?) oder nimmst eine 0,3iger berkley trilene.

ciao dennis
 

Borsti

Member
AW: Mono für Baitcaster?

Danke für eure Antworten.

Was haste denn für ne Combo?

Ich habe mir nach langem Überlegen ne Calcutta 201 DC geleistet. Die Rute ist ne Beastmaster AX Casting 2,70m 20-50g. Die Rute ist nicht der Hammer, aber ich hab sie von nem Kollegen für nix bekommen. Fürs erste sollte mit der auch was gehen. Werde mich dann mal nach ner guten Rute umschauen bzw. mal einige ausprobieren.

Über die Vor- und Nachteile von Fireline will ich hier auch nicht lange diskutieren. Ich kann mir nur vorstellen, dass die relativ glatte und feste Schnur gerade bei unerfahrenen Werfern leichter zu beherrschen ist, als ne sehr weiche Schnur (STROFT GTP oder so).

Gruß
Borsti
 
AW: Mono für Baitcaster?

Ich habe auch erst mit ner längeren Rute angefangen, aber das ist nichts für mich.
Mit der DC wirste ja hoffentlich weniger Probleme beim Werfen haben.

Falls du wirklich noch nicht mit Multis geworfen hast, dann kann dir auch empfehlen erstmal schwerere und kompaktere Köder zu verwenden, da die beim Wurf ein vielfaches weniger Backlashes erzeugen...

Also ich sag mal so 20-30g (ohne die Rute und ihr Aufladeverhalten zu kennen...)
Immer wenn ich zu leichte Köder nehme stecke ich auch mehr Wucht in den Wurf und das führt dann auch immer wieder zu BL. Vielleicht kann da auch ein erfahrener Multi-User mal nen Tip zu geben??? Hilft wahrscheinlich nur ne leichtere Rute, die sich dann auch schon bei <10g gut aufläd...

flo
 

big-Z

New Member
AW: Mono für Baitcaster?

Hallo Borsti,

bin selber noch Anfänger mit der Multi, kann aber auf über 20 Jahre Angelerfahrung zurückgreifen. Wie das bei dir ist, weiß ich leider nicht.

Ich habe meine ersten Schritte mit einer 0.35 mm Berkley Triline (aktuell für 2.99 bei Fachversan. Stollenwe..), der Jenzi Mitsuki Live Bait, WG 50-100g, Länge 2.70 m und einer 25 g Bleiolive auf dem Fußballplatz gesammelt. Stell am Anfang die Fliehkraftbremse relativ stark ein, versuche ohne ruckartige Bewegungen das Gewicht zu beschleunigen und lass den Daumen beim Wurf auf der Rolle. Am Anfang sind Richtung und Distanz nicht wichtig! Sondern nur das Gefühl für die Rolle und das Aufladen des Blanks #6. Wichtig ist ebenfalls noch, dass du mit den Augen die Flugbahn der Bleiolive verfolgst und vor dem Aufprall die Schnur mit dem Daumen bremst. Wenn du grundsätzlich Erfahrung vom Spinnfischen mitbringst, wirst du recht schnell die richtige Wurfrichtung und eine gute Wurfdistanz erreichen.
Aber, unter 100 Würfen auf dem Fußballplatz würde ich nicht ans Wasser gehen, sonst droht Köderverlust und Frust |gr: !


Gruss big-Z
 

Chrizzi

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AW: Mono für Baitcaster?

Mal sehen, ob ich mal an ne Hochleistungsmono mit geringer Dehnung aus den Staaten oder JP komme. Ansonsten werd' ich bei Gelegenheit nochmal ne 0,28er Stroft ABR testen...

Stroft... naja die hat mich nicht Überzeug (ebenfals die 28er). Da ich aber eine Schnur sehr schnell brauchte, hab ich mich für die entschieden... nun hab ich sie ausgetauscht und die neue (Machinegun Cast 10lb von Sunline) macht einen viel besseren Eindruck. ich hab auch das Gefühl, das die weniger Dehnung als die Stroft (mit dickerem Durchmesser) hat.


Den Beitrag von big-Z kannst du vergessen (nicht böse gemeint, aber er hat einfach eine andere Rolle), du hast eine DC. Theoretisch brauchst du da nichtmal mit dem Daumen die Spule bremsen und es wurde hier im Board auch schon getestet und besttigt. Die Wurfbremse (normal Fliehkraft-/Magnetbremse) wird Digital gesteuert (Digital Control), das soll je nach Einstellung mehr oder weniger gut gehen.

Anfangen würde ich mit einer ~35er Mono, wenn du so eine "starke" Rute hast. Die hat 20-50g WG, da würde ich mit etwa der Mitte ~35g anfangen. Am besten irgendetwas was gut fliegt (zur Not eine Bleiolive, aber mit dem DC sollte es ein Softjerk auch tun).

Die DC-Einstellung... schwer zu sagen, ich hab keine DC und kann dir da nicht wirklich weiter helfen welche Einstellung zu Beginn sinnvoll ist. Von "X" (extrem distance) würde ich jedoch abraten und "A" (accuracy) ehr auch, wenn du normal Casten willst. Also bleibt nur noch "L" (long distance) und "W" (wind). Ich würde vermutlich mit "W" anfangen, weil da am meisten gebremst wird.

Wichtig ist, dass du nicht ruckartig wirfst, sondern so, dass sich die Rute gut aufläd.
 
AW: Mono für Baitcaster?

Lag's nur ander Dehnung, oder was war mit der ABR Chrizzi??

Vielleicht noch nen Tip für leichte Köder, außer keine hecktischen Bewegungen? ;)

flo
 

Chrizzi

Active Member
AW: Mono für Baitcaster?

Lag's nur ander Dehnung, oder was war mit der ABR Chrizzi??


Die ABR ist doch die braune Stroft oder? Wenn ja, dann hatte ich die.

Hmm viel Dehnung hat die ja eigendlich nicht, aber mit der Machinegun Cast (MGC) hab ich merkbar mehr Rückmeldung zum Köder und das ist eine 26er, die Stroft war eine 28er (normal: je dicker, desto weniger Dehnung).
Dann empfand ich die Stroft nicht für so angenehm auf der Multi, die hatte ein sehr hohes Bestreben sich aufzuplustern im Gegensatz zu meiner alten Nitlon Bait (12lb = 0.285mm).

Die MGC ist da viel schöner, da hab ich ein sehr gutes Ködergefühl, die Farbe ist gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlimm (so ein Kupferbraunton), farblich fand ich die Nitlon am besten (grün). Ich hab die Schnur (MGC) abends auf die Rolle gespult und am nächsten Tag konnte ich normal werfen, da war kaum etwas von einem "sich aufplustern wollen" zu spüren - bei sehr kleinen Gewichten merkte ich das, jedoch wird sich das legen, wenn sich die Schnur erstmal an den Spulenkern angepasst hat (war bei der Nitlon Bait auch so und bei der Stroft nur zum Teil).


Vielleicht noch nen Tip für leichte Köder, außer keine hecktischen Bewegungen? ;)

flo

1. Die Rolle sollte auch kleine Gewichte schaffen. So dürfte eine 201 Calcutta große Probleme haben 5g durch die Gegend zu befördern.
2. Die Rute sollte das passende WG zu Rolle haben
3. Die Schnur sollte zu der Combo passen
4. DU musst Übung haben um so kleine Teile werfen zu können - ich kenn' meine Combo recht gut und weiß wo ihre Grenzen sind, versuche aber trotzdem (mittlerweile sehr häufig) diese zu unterschreiten. Mit Vorsicht klappt das auch, z.B. kann ich nen DD Chubby ohne Problem ~10-15m werfen, viel weiter hab ich das noch nicht versucht.

zu 4. 10-15m sind ja nicht gerade weit, aber wenn man bedenkt der Kleine wiegt 4,3g und meine Rolle erst ab ~7g gut wirft und die Rute ein WG von 7-28g hat was real erst ab 10-12g anfängt ist das schon nicht so verkehrt.
 
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