Mit Wobbler am Forellenbach

Dieses Thema im Forum "Expertenwissen" wurde erstellt von Rapala_Deutschland, 26. August 2019.

By Rapala_Deutschland on 26. August 2019 um 14:46 Uhr
  1. Rapala_Deutschland

    Rapala_Deutschland Experte

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    Wobbler sind fürs Bachangeln auf Forellen absolute Topköder. In diesem Beitrag zeigen wir, welche Modelle besonders erfolgreich sind.

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    Drei Topmodelle von Rapala: Shadow Rap (oben), Shad Dancer (mitte) und Shadow Rap Jack Deep (unten)

    Warum Wobbler?
    Was unterscheidet Wobbler von Spinnern, kleinen Spoons oder Blinkern? Schließlich fangen diese Köder ja schon seit Jahrzehnten Fische! Soweit richtig, aber Wobbler sind einfach viel flexibler einsetzbar. Spinner und Blinker sinken beispielsweise immer. Wobbler dagegen gibt es in allen erdenklichen Sinkverhalten von schwimmend über schwebend, langsam bis schnell sinkend und alles dazwischen. Außerdem können wir die Tauchtiefe wunderbar beeinflussen. Gegen die Strömung gefischt, drückt es Spinner und Blinker immer schnell an die Oberfläche. Ein Wobbler mit langer Tauchschaufel kommt in so einer Situation richtig auf Tiefe. Das ist oft von Vorteil. Weiterhin braucht die Metallfraktion erst einige Kurbelumdrehungen, um das verführerische Köderspiel zu zeigen. Ein tief laufender Wobbler arbeitet durch den hohen Wasserdruck, der auf die Tauchschaufel wirkt, recht zügig. Und letztendlich sprechen die Fangerfolge für den Plastikfisch.


    Twitchbaits – schlank und schnell

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    Der Rapala Shadow Rap ist ein guter Twitchbait für Foelle. Links die Sieben-Zentimeter-Version eignet sich besonders!

    Es gibt nicht den einen Wobbler, sondern viele unterschiedliche Unterarten mit speziellen Eigenschaften.
    Die schlanken, stromlinienförmigen Twitchbaits wie der Rapala Shadow Rap sind wahre Forellenmagneten und echte Favoriten, wenn es an den Bach geht.

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    Viele Farben stehen zur Auswahl und decken alle Bedingungen am Wasser ab

    Wichtigster Schlüsselreiz dieser Köder ist das zackige, aufgeregte Laufverhalten, das durch kurze, knackige Schläge über die Rutenspitze entsteht. Am besten hat sich eine hochfrequente Köderführung mit schnellen Schlägen etabliert. Oft liest man beim Twitchen von der magischen Pause, in der die Raubfische die Köder attackieren. Bei Forellen haben sich die Spinnstopps nicht etabliert. Zu oft verlieren die Verfolger bei einem Köderstopp das Interesse und drehen ab. Viel wichtiger als die Pause ist es, den Twitchbait aufmerksam bis vor die Füße zu führen. Oft kommt der Biss auf den letzten Zentimetern! Der Shadow Rap eignet sich bestens dafür. Er kommt als Sieben-Zentimeter-Version oder als Elf-Zentimeter-Variante daher. Den große Elfer gibt es auch als Tiefläufer, den sogenannten Shadow Rap Deep.

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    Gedeckte Muster bringen im klaren Wasser Bisse

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    Diese schicke Bachforelle stand auf den Lauf vom Shadow Rap


    Crankbaits – dicke Krawallbrüder

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    Der Rapala Shad Dancer ist ein lupenreiner Crankbait

    Eine weitere, fängige Wobblerart sind Crankbaits. Der Rapala Shad Dancer erzeugt ordentlich Druck unter Wasser. Anders als schlanke Twitchbaits werden diese voluminösen Köder sehr monoton geführt. Einfaches, gleichmäßiges Einkurbeln bringt die Bisse! Crankbaits vpunkten, wenn die Fische träge sind. Sehr gut funktioniert es, den Shad Dancer mit langer Tauchschaufel gegen die Strömung zu fischen. Dabei wird der Köder stromab bis zum Hotspot treiben gelassen. Dort angekommen, wird der Schnurbügel der Rolle zugeklappt und der Crank auf der Stelle präsentiert. Durch die lange Tauchlippe entsteht viel Druck und der Köder tanzt auf dem Fleck. Optimal, um die vermeintliche Beute vor Wurzeln oder unterspülten Uferabschnitten zu präsentieren.

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    Es hat geklappt. Die Bachforelle attackierte den Shad Dancer

    Dabei wird der Köder an besonders vielversprechenden Stellen durchaus zwei bis drei Minuten spielen gelassen. Irgendwann verliert der Räuber die Nerven und packt zu. Diese Attacken sind meist knallhart und aggressiv! Es ist einfach genial und treibt den Adrenalinspiegel ordentlich hoch. Aich den Shad Dancer gibt es in zwei Varianten: in der Vier- oder Fünf-Zentimeter-Version.

    Fette Beute

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    Der Rapala Shadow Rap Jack Deep eignet sich für große Forellen, die in tiefen Gumpen lauern

    Besonders auf kapitale Bachforellen lohnt sich der Einsatz größerer Ködern wie dem Rapala Shadow Rap Jack Deep. Voluminös und stromlinienförmig zugleich lässt er sich perfekt mit der Strömung führen. Die große Silhouette spricht dabei meist bessere Fische an. Ein kleiner Trick bringt hier oft noch zusätzlich Bisse. Verfolgt eine gute Forelle meinen Köder bis vor die Füße, beißt jedoch nicht zu, wird der Wobbler an uns vorbei gezogen und in einer 180-Grad-Kurve an kurzer Schnur nun stromaufwärts gelenkt. Sehr oft beißt der Verfolger, wenn der Köder die Kurve kriegt. Der abrupte Richtungswechsel ist hier der Schlüsselreiz und lässt die Fische zuschnappen. Ein echtes Schauspiel, wenn eine gute Forelle direkt vor den Füßen angreift. Und auch für tiefe Gumpen, in denen oft Kapitale am Grund lauern, eignet sich der Shadow Rap Jack Deep bestens. Probiert es einfach mal aus, denn Wobbler fangen immer!
     

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Kommentare

Dieses Thema im Forum "Expertenwissen" wurde erstellt von Rapala_Deutschland, 26. August 2019.

    1. Toni_1962
      Toni_1962
      Schöner Artikel!
    2. crisis
      crisis
      Ist natürlich ein Werbeauftritt. Trotzdem muss ich zugeben, dass Rapalas bei mir den meisten Platz in den Köderboxen einnehmen. Den Countdown sollte man nicht vergessen, mit dem man sehr variabel in verschiedenen Tiefen anbieten kann. Das hat schon des Öfteren den Unterschied gemacht.
    3. Andal
      Andal
      Eine nicht ganz unpreiswerte Angelegenheit. Aber man reift in der Meisterschaft teure Spinnköder aus der Vegetation und Steinen zu bergen. ;)
      Peter_Piper gefällt das.
    4. Christian.Siegler
      Christian.Siegler
      Oder lernt schnell, zielgenau zu werfen! Und liebt irgendwann seine Wathose, die einen immer wieder trocken zu den Hängern bringt :07_Cool
    5. Andal
      Andal
      Ich bin ja ein großer Freund von Naturködern am Forellenbach. Pfrillen, Koppen, oder andere kleine Fischerl sind einfach die perfekten Forellenköder. Aber halt nicht immer und überall erlaubt. Da punkten dann die Wobbler, auch wenn sie bisweilen sauber ins Geld gehen.
    6. Toni_1962
      Toni_1962
      Ich nicht ;) und was sich unter Wasser abspielt mit Ästen und Wurzeln erkenne ich nicht immer ;)
      Zudem in Gumpen selbst im kleineren Bach zu gehen, kann plötzlich unerwartete Tiefe offenbaren ;)
    7. Andal
      Andal
      Aber es erfrischt auch ungemein, wenn so eine Wathose schlagartig voll des kühlen Bergbaches ist.
      Georg Baumann gefällt das.
    8. Toni_1962
      Toni_1962
      da hat so mancher schon seinen sicheren Tritt verloren ;)
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    9. Christian.Siegler
      Christian.Siegler
      Ich bin in über 20 Jahren Bachangelei genau einmal abgesoffen! Und zwar beim... Hängerlösen :D
      Den Köder hab ich heut noch. Der hat einen Ehrenplatz bekommen!
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    10. Andal
      Andal
      Gestern noch standen wir vor dem Abgrund. Heute sind wir den entscheidenden Schritt weiter! ;)
    11. Toni_1962
      Toni_1962
      Christian, die erstren 20 Jahre war das auch bei mir so und im nächsten Jahr dann 20mal :laugh2
    12. Christian.Siegler
      Christian.Siegler
      Na hoffentlich nicht... Da zieh ich lieber gleich die Badehose an!
    13. crisis
      crisis
      Kann ich nur unterschreiben. Und, zumindest, den Drang genauer zu werfen. Funktioniert nur halt nicht immer und überall. Was auch noch geschult wird ist das Orientierungsvermögen und Gedächtnis, wenn Du erst eine längere Strecke den Fluss oder Bach rauf- und dann auf der anderen Seite wieder runtermusst. Ja, wo hängt er nun, mein kleines Juwel … :annoyed
    14. buttweisser
      buttweisser
      Die Fängigkeit von kleinen Wobblern in Bächen ist sicher unbestritten.

      Aber für die Bäche der Salmonidenregion, die sowieso schon von Kormoran, Verschmutzung, Überdüngung und fehlendem Regen in Mitleidenschaft gezogen sind, sollte grundsätzlich das angeln mit Ködern mit Drillingshaken wie Spinner, Blinker oder Wobbler verboten werden. Ich weiß das jetzt eingefleischte Spinnangler schimpfen werden, aber das ist mir relativ egal. Lernt einfach den Umgang mit der Fliegenrute. Wer schon die Erfahrung gemacht hat, wie man mit Spinnködern und deren Drillingshaken den Forellen das Maul zunagelt, weiß von was ich hier schreibe.
      Lajos1 gefällt das.
    15. Lajos1
      Lajos1
      Hallo,

      das ist richtig. Eine Forelle, welche auf einen Köder mit Drilling beisst, hat den meist so im Maul, dass diese daran zu 80 Prozent eingeht, falls sie zurückgesetzt wird.
      Wenn schon Spinnfischen, dann halt den Drilling durch einen Einzelhaken ersetzen.

      Petri Heil

      Lajos
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    16. Seele
      Seele
      @buttweisser Das ist Käse, das so zu pauschalisieren. Es gibt Bäche, da macht es mit der Fliegenrute einfach gar keinen Spaß weil einfach kein Platz zum werfen ist.
      Es geht auch schonend mit Spinnködern, es muss ja nicht immer ein oder zwei Drilling sein. Ich fische meine Forellenzöpfe und Wobbler meistens mit einem einfachen 8er Haken, bekomme dadurch zwar nicht jeden Biss, aber verangle dadurch aber auch nicht mehr Fische als mit der Fliege.
      Ich fische unheimlich gern mit der Fliege, aber genauso gerne mit der Spinrute. Es haben einfach beide Arten der Fischerei seine Berechtigung.
    17. Salmonidenangler
      Salmonidenangler
      Solange man Spinnköder ohne feststehende Schonhaken fischt, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich diese genauso gut, wenn nicht sogar besser als Fliegen lösen lassen. Im Kescher sind sie meist schon ab.
      Drillinge am Forellebach gehen meiner Meinung nach gar nicht.
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    18. buttweisser
      buttweisser
      Mit Schonhaken sieht die Sache schon wesentlich besser aus, aber das machen sicher die wenigsten Angler. Vielleicht sollte man schon im Bericht darauf hinweisen nur diese Haken zu verwenden, denn Drillingshaken im Forellenbach hat mit waidgerechter Angelei nichts zu tun.
      Lajos1 gefällt das.
    19. Salmonidenangler
      Salmonidenangler
      Ja, leider. Will gar nicht wissen, wie viele kleine Forellen so verangelt werden. Aber dann über zerhäckselte Fische am Wasserkraftwerk schimpfen. Lieber erst mal vor der eigenen Türe kehren:unsure
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