Mein Karpfen Tackle

Nach 15 Minuten den ersten Fisch gehakt - ungefähr 45 Sekunden Drill - kurz nach dem Kescher gebückt - Fisch schwimmt auf mich zu - schüttelt erst den Feederkorb von der Schnur und dann den Haken ab und schwimmt davon.

Das Problem ist da sicherlich nicht der Haken gewesen sondern die Schnur, die nicht auf Spannung war. Auch die Micro - Widerhaken halten eigentlich im Fischmaul.
 
Das Problem ist da sicherlich nicht der Haken gewesen sondern die Schnur, die nicht auf Spannung war.
Na, wenn ich die Schnur stets auf Spannung halte, kann ich auch nen Schonhaken fischen - dafür ist der Widerhaken ja da, daß es nicht gleich zum Abhaken kommt, wenn mal was Wildes passiert, oder die Schnur mal nicht auf Spannung ist. Also ich habe schon öfter mal nach dem Kescher greifen müssen und dabei eigentlich kaum nen Fisch verloren, auch wenn die Schnur mal durchhing. Ich habe aber schon größere kämpferische Forellen verloren, weil ein XXXX Schonhaken an der Montage war ;)
 
Alles möglich, keine Frage. Kann ja auch sein, dass der Haken gar nicht richtig im Maul gegriffen hatte, also nicht bis zum Widerhaken eingedrungen ist. Wir werden den Sachverhalt, bei diesem verlorenen Fisch, wohl nie erfahren.
 
Mal was Anderes - gibt es ein bezahlbares Methodfeeder Teig Mix Zeug? Ich hatte das Balzer Sweet Winter und der original Preis lag wohl bei über 10 € das Kilo. Ich halte das für Fischköderbrösel ... gewagt. Vor allem, wenn man bedenkt, was ein Kilo Mehl kostet.
Ich hab dieses TTCarp Zeugs entdeckt - da wären wir bei rund 3 Euro das kilo - das ginge so grade noch. Hat da jemand Erfahrung mit oder kennt ein anderes bezahlbares Fertigprodukt? Rezepte zum Selbermachen kenne ich selbst.
 
Pellets kann ich empfehlen, insbesondere Sonubaits Sticky Feeder 2mm. Müssen nicht ewig vorher angesetzt werden und funktionieren perfekt.

Sie scheinen zwar teuer zu sein mit 6-7€/Tüte aber das täuscht. Die sind so ergiebig, dass sie wahrscheinlich günstiger sind als das Standard Grundfutter.
Normales Futter nutze ich kaum noch, weil mir das Gematsche und die klebrigen Finger auf die Nerven gehen.
 
Mit kleinen angefeuchteten Halibut-Pellets bekommst du eine Betonartige Masse in den Methodfeeder, den kannst du dann vermutlich mehrere Male auswerfen und es ist immer noch was vorhanden. Wie sagte einmal ein Verkäufer, Pellets im Method ist Feedern für Geizige.
 
Soll es möglichst am MF haften/sehr klebrig sein oder sich lösen wie normales Grundfutter?
... es soll Fisch fangen (Karpfen natürlich und ne hübsche Schleie wäre auch fein). ;) Ich hatte diesmal auf vertrauensvollen Rat meine Händlers das Balzer Sweet Winter und das löst sich wohl eher schnell auf und verteilt sich im umliegenden Bereich. Es gibt anscheinend aber auch Futter, daß sich deutlich klebriger verhält, länger am Korb bleibt und dennoch ne gute Lockwirkung hat. Ich fange grade erst mit dem Thema an...
 
Gestern war auch die Pelzer Bondage Rute mal mit am Wasser, die quasi aus dem ersten Kaufversuch übriggeblieben ist und für 38 € hab ich sie behalten, statt sie auf eigene Kosten nach Österreich zurückzuschicken. Sie ist mit der leichteren 6000er Okuma Dyna Drag Rolle ein herrlich handliches Gerät und erinnert an eine gut ausbalancierte Spinnrute ähnlicher Größe.
Die Rute wiegt 230 g und die Rolle 430 g - da bringen etliche Karpfenrollen alleine schon mehr auf die Waage!
Die Rute hat eher die Eigenschaften, die ich von einer Stalker Rute erwarte als die Cocoon G2. Die Bondage ist weicher und harmonischer, lädt bei Wurf aber prima auf.
Bei der Cocoon G2, die auch ein wenig in die Richtung geht (nicht zu stramm, leicht) ist die Aktion deutlich progressiver und obwohl sie die folgsame Spitze einer eher schnellen Rute hat, hab ich das Gefühl, daß die JRC Marketing Abteilung die Rute mal irgendwann umgewidmet hat, denn das ist, wie ich mir ne Karpfenrute vorstelle, mit der ich universell auf mittlere und kurze Distanz angeln möchte. Ich mag halt keine Knüppel.

Unterm Strich bin ich mit allen Ruten sehr zufrieden und bei den Rollen hab ich mich nach 2 Angeltagen noch nicht so richtig an die Frontbremsrollen gewöhnt - aber die Custom Carp machen einen zuverlässigen Eindruck und sie schauen doch recht elegant aus. Vermutlich werden wir noch beste Freunde ;)
weil mir das Gematsche und die klebrigen Finger auf die Nerven gehen.
Das ist ein Argument. Sind die Pellets schon fertig aufgeweicht, oder warum bleiben die Finger sauber?

Wie sind denn eure Erfahrungen? Muß ein Method Feeder Futter sich schnell auflösen und eine Wolke bilden, oder gibt es auch Derivate, die genug Attraktoren verströmen und dabei laaange am Korb bleiben??
 
Die Pellets nehmen nur soviel Wasser auf, bis sie "gesättigt" sind und behalten ihre Form dabei. Nehmen aber deutlich an Volumen zu. Man kann sie zu einem Ballen zusammendrücken und trotzdem wieder auseinander bröseln ohne dass es klebt.

Im Futterkorb zerfällt der Haufen dann wieder zu einzelnen Pellets....mit dem Köder in der Mitte. Ich habs zu Hause in einem Eimer getestet.
 
...
Bei der Cocoon G2, ...hab ich das Gefühl, daß die JRC ...die Rute mal irgendwann umgewidmet hat, ...
Mein Gefühl ist, dass Du für diese zwei Sätze schon länger über die Rute nachgedacht hast als jemals irgendwer im Team JRC. :roflmao
In meinen Augen sind gerade diese matten Blanks immer irgendwie Hinweis auf absolute Durchlaufware die von irgendeinem Chinesen mit an den Tisch gebracht wurden weil sie günstig und verfügbar sind. Muss die Ruten allerdings nicht schlecht machen, meine JRC Defender haben genau solche Blanks, waren ursprünglich günstiger als die Cocoon und sind über die letzten 4, 5 Jahre unter all meinen Karpfenruten, mit bis zu 10fachem Stückpreis, mir die liebsten (und erfolgreichsten).:XD


Der reale Unterschied zur Defender wäre mal interessant.
 
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irgendeinem Chinese
"Irgendein Chinese" Baut auch den sensationellen Blank meiner Abu Garcia Realfinesse und wenn da mal der Markenaufkleber drauf ist, kostet das Ding plötzlich richtig Geld. Wenn ich das nötige Kleingeld hätte, würde ich mich auch bei Sportex umschauen - das sind tolle Ruten - hab ich schon gelegentlich befingert. Allerdings habe ich keinerlei Vorbehalte gegenüber chinesischer Fertigung, die sicherlich schon länger das Level vieler deutscher Marken überschritten hat...
meine JRC Defender haben genau solche Blanks, waren ursprünglich günstiger als die Cocoon
Die Defender haben 24 T Blanks und die Cocoon 30 T - dazu die Minima Ringe und der Seaguide Rollenhalter ... das ist Preislich schon OK ;)
 
Bei der Cocoon G2, die auch ein wenig in die Richtung geht (nicht zu stramm, leicht) ist die Aktion deutlich progressiver und obwohl sie die folgsame Spitze einer eher schnellen Rute hat, hab ich das Gefühl, daß die JRC Marketing Abteilung die Rute mal irgendwann umgewidmet hat, denn das ist, wie ich mir ne Karpfenrute vorstelle, mit der ich universell auf mittlere und kurze Distanz angeln möchte. Ich mag halt keine Knüppel.
Wenn ich das was Du da schreibst richtig verstehe, dann verstehst Du da was nicht richtig?
Nach meiner Kenntnis bedeutet eine progressive Aktion eine durchgehende Aktion/Biegekurve. Oft bis ans Griffteil. Quasi noch bisschen mehr als parabolisch.
 
Nach meiner Kenntnis bedeutet eine progressive Aktion eine durchgehende Aktion/Biegekurve. Oft bis ans Griffteil. Quasi noch bisschen mehr als parabolisch.
Progressiv heißt, dass die Rute sich an die Belastung anpasst.
Zuerst biegt sie sich nur im Spitzenteil, dann im Mittelteil und so weiter.
Vielleicht kann das ein Rutenbauer noch etwas besser erklären?
So ist! Bevor das Marketing Wort "progressiv" eingeführt wurde hätte man wohl Richtung "mittelschnell" oder "semiparabolisch" formuliert - allerdings deutet die Bezeichnung "progressiv" auf einen steileren Verlauf - weichere Spitze und im Handteil stärker...
 
So als technischer Begriff wirft das Netz aus: Progression = eine sich steigernde, fortschreitende oder lastabhängig zunehmende Wirkung. Wie stark die Zunahme ist, bleibt dabei Variabel - allerdings ist das nach meinem Verständnis das Gegenteil von parabolisch.
Immer wieder witzig ist auch, wie einige Hersteller die Rutenaktionen falsch beschreiben - nur weil es dem Marketing gut steht, "schnelle" Ruten zu bewerben. Irgendwie will niemand ne langsame Rute kaufen ;)
 
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