Mehr Raum für Flüsse

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BUND sieht große Defizite beim Hochwasserschutz.

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Der BUND fordert einen stärkeren Ausbau des ökologischen Hochwasserschutzes

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal ist Deutschland nach Einschätzung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weiterhin unzureichend auf Hochwasserereignisse vorbereitet. Eine aktuelle Recherche des Verbandes zeigt, dass Flüssen nach wie vor zu wenig Raum für natürliche Überschwemmungen bleibt und stattdessen technische Schutzmaßnahmen im Vordergrund stehen.
Demnach flossen zwischen 2014 und 2024 jährlich durchschnittlich rund 301 Millionen Euro in Deiche und andere technische Hochwasserschutzmaßnahmen, während für Deichrückverlegungen lediglich etwa sieben Millionen Euro bereitgestellt wurden. Gleichzeitig seien trotz bestehender Bauverbote in Überschwemmungsgebieten zwischen 2019 und 2023 bundesweit weitere 2,75 Quadratkilometer Auen bebaut worden.
Nach Angaben des BUND haben Deutschlands Flüsse bereits rund zwei Drittel ihrer natürlichen Auen verloren. Der Verband fordert deshalb einen stärkeren Fokus auf ökologischen Hochwasserschutz. Dazu zählen die Wiederherstellung von Auen, die Rückverlegung von Deichen sowie ein konsequenter Stopp der Flächenversiegelung. Natürliche Überschwemmungsflächen könnten Hochwasser wirksam abschwächen und zugleich Wasser für Trockenperioden speichern.



Quelle: https://www.presseportal.de/pm/7666/6309488
 
Wie immer wird hier vom Naturschutzverband mit einer Maximalforderung das Problem angegangen, anstatt sich auf realistisch zu erreichende Ziele zu konzentrieren.
Wahrscheinlich wird auch hier der Stand von vor 250 Jahren zu Grunde gelegt
und diesen Zustand wieder herzustellen, wird schlicht unmöglich sein.
Auch die angeführten Zahlen können so nicht stimmen, von wegen nur 7 Millionen Euro wurden investiert für Rückbau Maßnahmen.
Ich habe selbst die Baustellen gesehen am Baden Württembergischen Oberrhein, zwischen Karlsruhe und Mannheim, wo der alte Rheindamm zurückgesetzt wurde und Überschwemmungsflächen geschaffen wurden.
Eine riesige Baustelle mit gigantischen Erdbewegungen, besonders bei Philippsburg.
Niemals hat dies nur lächerliche 7 Millionen gekostet, dass wird nicht mal für die Maschinenkosten gereicht haben?
Ich fühle mich einfach nur verarscht, mit solchen Fake News von BUND und Co.

Jürgen
 
weiss nicht , wo du da "maximal forderungen" rausliest.. ?
oder steht da "rückbau aller auen "??

auserdem wird das in verhandlungen ja auch so gemacht,
dh. man geht man maximal forderungen rein, und geht mit einem kompromiss wieder raus...

wenn man nix fordert, passiert auch nichts.

ist doch gut, das der bund das thema anmerkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
weiss nicht , wo du da "maximal forderungen" rausliest.. ?
oder steht da "rückbau aller auen "??
Diese hübschen roten Tortendiagramme müssen ja eine Bemessungsgrundlage haben?
Und geht daraus hervor, wie diese datiert ist, nein.
Also kann ich nur vermuten das damit ein jungfräulicher Zustand der Fließgewässer gemeint ist, also vor Tulla z.B., auf den Rhein bezogen.

Jürgen
 
Diese hübschen roten Tortendiagramme müssen ja eine Bemessungsgrundlage haben?
Und geht daraus hervor, wie diese datiert ist, nein.
Also kann ich nur vermuten das damit ein jungfräulicher Zustand der Fließgewässer gemeint ist, also vor Tulla z.B., auf den Rhein bezogen.

Jürgen
Ich verstehe die Grafik auch nicht. Ich weiß nicht was es heißt oder bedeutet wenn dort steht: ....an denen das Einzugsgebiet 1000 Quadratkilometer überschreitet....
Und wenn dann dort steht:
Gleichzeitig seien trotz bestehender Bauverbote in Überschwemmungsgebieten zwischen 2019 und 2023 bundesweit weitere 2,75 Quadratkilometer Auen bebaut worden.
Vielleicht bin ich da auch zu unbedarft, aber bundesweit 2,75 Quadratkilometer in 4 Jahren kommen mir in Relation zu den genannten größer 1000 Quadratkilometer nun nicht gerade viel vor. Klar, ein Minuswert wäre sicherlich besser.
 
Bin da ganz bei Jürgen. Wenn ich sehe welche Maßnahmen an der Nidda in und nördlich von Frankfurt über die letzten Jahre durchgeführt wurden erscheinen die 7 mio. € schon seeeeehr konservativ. Allerdings ist halt nicht jeder Rückbau auch gleich eine Deichrückverlegung. Ist somit wahrscheinlich Definitionssache. 2,75 qkm zusätzliche Auen verbaut finde ich doch schon viel, immerhin ungefähr 550 der vielzitierten Fußballfelder, wenn ich das überschlagsmäßig richtig hinbekommen habe.

Die Tortengrafik gefällt mir, auch wenn, wie von Jürgen korrekt angemerkt, der Bezug fehlt. Danach ist Hessen, nach MeckPomm, Nummer 2.
 
2,75 qkm zusätzliche Auen verbaut finde ich doch schon viel, immerhin ungefähr 550 der vielzitierten Fußballfelder, wenn ich das überschlagsmäßig richtig hinbekommen habe.
Es sind etwa 400 Fußballfelder. Das hört sich wirklich viel an. Aber gemessen an der gesamten Bundesrepublik, so wird es ja dort genannt, ist das nicht wirklich viel. Im Originalartikel ist von 0,04% die rede. Was bedeutet denn am Beispiel von Hamburg wenn die Grafik sagt, das 76% Verlust an Überschwemmungsfläche, an denen das Einzugsgebiet größer als 1000 Quadratkilometer, ist? Ich komme mit dem Einzugsgebiet nicht klar.
 
Für Hamburg bin ich auch am rätseln welche Flächen da verlustig gegangen sind. Mir fällt spontan nur das Mühlenberger Loch ein, das glaube ich um etwa 50% zugunsten Airbus weichen musste. Dafür wurden meiner Erinnerung nach aber wiederum neue Ausgleichsflächen geschaffen bzw. vergrössert.
Oder wie definieren sich Überschwemmungsflächen im Bereich eines tidenabhängigen Grossstadtflusses ?
 
Demnach flossen zwischen 2014 und 2024 jährlich durchschnittlich rund 301 Millionen Euro in Deiche und andere technische Hochwasserschutzmaßnahmen, während für Deichrückverlegungen lediglich etwa sieben Millionen Euro bereitgestellt wurden.
Ist doch einfach Jungs ;)
Den BUND Heinis geht es um diese Diskrepanz: 300 Mio wurden fürs Einsperren ausgegeben, während fürs Schaffen natürlicher Hochwasserflächen nur 7 Mios ausgegeben wurden. Damit haben sie sogar mal Recht. Wobei beide Zahlen im Vergleichzu den 90er Jahren in denen Milliarden fürs Einsperren ausgegeben wurden, lächerlich sind.
 
Eine riesige Baustelle mit gigantischen Erdbewegungen, besonders bei Philippsburg.
Niemals hat dies nur lächerliche 7 Millionen gekostet, dass wird nicht mal für die Maschinenkosten gereicht haben?
Ich fühle mich einfach nur verarscht, mit solchen Fake News von BUND und Co.
Ich hab anhand der Pressemeldung nicht herausfinden können auf welche Zahlen die sich beziehen.
Es kommt auf die Zuständigkeit an, nimmt der BUND Zahlen des Bundes, der ja nur für Wasserstraßen zuständig ist, würde ich das sogar glauben.

Gehört es zu den Gewässern erster Ordnung, liegt die Zuständigkeit beim Land.
Es sind ja die Bundesländer und bei den Kategorien 3 und 4 die Landkreise bzw. Kommunen, die zuständig sind. Deshalb können Zahlen durchaus verwirrend sein. Wie dem auch sei, die nächste Katastrophe ala' Ahrtal ist vorprogrammiert, weil man in DE weiterhin mehr Kohle fürs Einsperren als für Überschwemmungsflächen ausgibt.
Der große Haufen den unsere Regierungen seit Jahrzehnten auf die Einhaltung von Programmen wie Natura 2000 oder die WRRL scheixxen ist ja eigentlich schon genug Aussage zu diesem Thema.
 
Es geht um das Einzugsgebiet, also die Fläche aus der das Wasser in den Fluss fließt.
Das Einzugsgebiet der Elbe ist z.B. etwa 150.000km²
Vielen Dank für die Erklärung. Wahrscheinlich kann ich das auch nicht wirklich gut einschätzen oder bewerten. Aber wenn es allein schon für das Einzugsgebiet der Elbe diese große Fläche von 150000 Km2 ist, wie groß ist dann die Fläche für alle 16 Bundesländer? Und wie gravierend sind dann die genannten knapp 3 Quadratkilometer zusätzlich bebaute Fläche für das gesamte Deutschland? Offensichtlich spielen aber diese knapp 3 Quadratkilometer eine so große Rolle das es für solch eine Nachricht reicht. Mir ist auch bewußt, das Hochwasser in einem zunehmenden Maße ein Thema sein wird, hier und sonst wo auf der Welt. Die Ursachen sind klar, die Gegenmaßnahmen nicht ausreichend. Ich glaube da helfen auch keine größeren Auslaufflächen für das Hochwasser alleine. Da werden noch andere Maßnahmen getroffen werden müssen.
 
Jetzt ich wieder. :XD
Die Einzugsgebietsgröße ist nur Kriterium zur Auswahl der betrachten Flüsse. Die Auenfläche wird (viel) kleiner sein.
Aber unabhängig davon würde ich die 3km² auch anders einordnen.
Man könnte jetzt rechnen wieviele Einfamilienhäuser da reinpassen.
Potentiell steht jedes davon in einer Überflutungsfläche und beweist, dass Wasser bei vielen Stadtplanern, Architekten, sonstigen Fachleuten und aber auch Bauherren noch fast gar nicht auf der Agenda steht. Im Jahre 2026.
 
OK, ich nehme das einfach Mal so hin. Aber 1000 Quadratkilometer ist schon eine Menge z.B. 100 km lang und 10 km breit.
Die von mir genannte Nidda ist gerade mal 89,7 km lang, also nicht bes0nders groß, und hat eine Einzugsgebiet von 1.942 qkm (https://de.wikipedia.org/wiki/Nidda_(Fluss)). Ich schätze, dass maximal die Hälfte der Fließlänge von Auen gesäumt ist, die um die 50 m breit sein dürften. Das wären dann 2,25 qkm oder 320 Fußballfelder.
 
Musste auch ne ganze Weile suchen um irgendwas unter 1000km² Einzugsgebiet zu finden.
Wupper ist mit etwa 800 dann drunter, aber das Ding ist ja eigentlich nen größerer Bach.
Mittelgroße Flüsse dürften wahrscheinlich alle drüber sein.
 
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