Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

Thomas9904

Well-Known Member
Na, ihr Karpfenangler!

Wie jeden Monat haben wir auch im Dezember in der Anglerpraxis einen Artikel in unserer Satire-Rubrik "Am Haken".

Diesmal hat sich "Kay Hai" (nein, nicht ich!!!) Gedanken über Karpfenangler gemacht.

Ich selber bin ja kein Karpfenangler, und kann das daher nicht so gut bewerten, aber auf Grund der vielen Reaktionen die wir zu diesem Artikel in den wenigen Tagen seit Veröffentlichung bereits erhalten haben - denke ich dass er für Karpfenangler durchaus lesenswert ist.

Hier der Link:
http://www.anglerpraxis.de/ausgaben-archiv/dezember-2010/am-haken-max-und-moritz.html

Schreibt mal eure Meinung dazu....
 

snorreausflake

Active Member
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

Schreibt mal eure Meinung dazu....
"Dank" des Specime Hunting durch jede andere Fischart ersetzbar bzw. übertragbar.
Traurig aber war, es zählt nur noch die Größe.
In manchen Fangfreds wir ja sogar über Leute hergezogen wenn sie kleine Fische einstellen, unabhängig von der Art.#d
 

Buds Ben Cêre

ehemals Singvogel
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

Fehlt nur noch die Ironie...:)
Aber mal ehrlich, im Forum wäre der Text schon längst verissen worden und wir wären bereits bei der Neiddebatte angelangt.

Ich kenne aber mittlerweile einige Angler, die HAUPTSÄCHLICH spezialisiert den Karpfen nachstellen, aber auch gerne mal ne Runde Spinnfischen gehen oder eben einen Aalansitz machen.

So ist´s mir am liebsten: Allrounder mit Hang zum....was auch immer.
 

heidsch

NEVER GIVE UP !
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

hi,

netter bericht der zum nachdenken anregen sollte !!!
ich vermute mal, dass es vielen neueinsteigern so geht. mir ging es die ersten jahre ähnlich.

fische wurden nur noch nach ihrem gewicht beurteilt. jedes mal wenn ein kumpel nen neuen pb gefangen hat kam unweigerlich der neid durch.

das was mich zum umdenken anregte war schlicht und einfach eine laaaaaaange durststrecke. man hat in solchen zeiten einfach mal die möglichkeit darüber nach zu denken warum man sich das überhaupt noch antut.

die ganze schlepperei ... tackle hier tackle da ... aufbau und abbau ... und wofür eigendlich ??? um doch wieder ohne fisch heim zu fahren ?! das konnte es nicht sein !!!

wenn man glück hat, kommt man schlussendlich zu der erkenntnis, dass es da mehr gibt als nur die dicken fische !!! die natur, die ruhe und entspannung ... der blick für's wesendliche !!!

ob jeder irgendwann mal zu diesem schluss kommt ???

ich hoffe nicht ;) ... damit ich mir meine ruhe bewahren kann #h.



mfg heidsch
 

antonio

Active Member
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

nicht nur beim angeln ist diese entwicklung zu beobachten.
immer weiter immer schneller immer besser immer höher.
heutzutage zählt doch (fast) immer und (fast) überall nur der schnelle große erfolg.
und dies hat eben auch aufs angeln abgefärbt.
von grund auf in kleinen schritten vorwärts gehen, findet man doch heute kaum noch.

heute : schein machen, highendgerät für zig euros gekauft und dann gleich nur rekordfische fangen wollen

früher : klein angefangen (einfache stippe und dergleichen) und dann stück für stück weitergemacht

ist jetzt mal sehr übertrieben dargestellt aber den kern trifft es.


antonio
 

meckpomm

Member
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

Sorry,

ich finde es nicht gut, wie mal wieder versucht wird, einen Keil in die Anglerschaft getrieben wird und Karpfenangler, egal ob jung oder alt, als Ausartung und Gewichtsgeil hinzustellen. Die Realität sieht zum Glück auch bei Neueinsteigern anders aus!

Gewichtsfixierte Angler gibt es durchaus auch bei anderen Fischarten, aber mit dem Hobby selbst hat es doch wenig zu tun.

Gruß
Rene
 

antonio

Active Member
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

es versucht doch hier keiner einen keil in die anglerschaft zu treiben.
da hast du etwas falsch verstanden.
es wurde nur das geschildert, was vorhanden ist mit ein wenig ironie, um mal zum nachdenken anzuregen.

antonio
 

cafabu

Active Member
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

moin,moin,
ich ahne was mein Psychotherapeut bemerken würde, wenn ich am Ufer stehe und gröle: Ich hab den Größten!!!!!!!!!!
Nämlich: "Wir müssen mal über Ihren Peni..eid reden."
Zum Glück fang ich nur Kleine und bin ein Scheißkerl.
Gruß Carsten
 
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

Ich finde den Bericht sehr gut und den Nagel auf den Kopf getroffen.

Was mir die vergangen Jahre immer wieder aufgefallen ist: meistens sind es Jungangler oder Anfänger in der Karpfenscene die so "versaut" werden.

Es zählt nur bei den Fischen nur noch schwerer und beim Gerät noch teurer.
Ich angle mit ein paar Jahren Pause seit Ende der 80er/Anfang der 90er geziehlt auf Karpfen und habe dieses Jahr meinen ersten Ü40-Pfünder gefangen. Und ich habe mich durch sehr viele kleine Fische angeln müssen und hatte ettliche Schneidertage...
Leider spielt da auch die Angelindustrie eine große Rolle mit. Die suggeriert immer, das nur die großen Fische zählen und Fische von 15Pfd und kleiner werden ja auch kaum in den Medien der Industrie veröffntlicht.

Ich für meinen Teil kann mich da aber auch nicht ganz Schuldfrei sprechen. Bis zum Jahr 2008 war ich meistens am Rhein zum fischen. Als ich die Chance hatte in einen anderen Verein mit einem erstklassigem Gewässer einzutreten habe ich eigentlich nur noch an diesem See geangelt.

Und habe dabei fast vergessen, wie schön die Sommernächte mit 2 Angelkameraden in den Buhnen am Rhein waren.
Wir haben zwar nicht immer was gefangen, aber hier stand das "Erlebnis angeln" im Vordergrund und nicht der Fang.

Klar habe ich meinen PB auch direkt an Angelkameraden gemeldet, ich war und bin ja auch Stolz wie Oskar darauf. Und vor allem: es war nach Monaten der erste dicke für mich in diesem Gewässer und ich habe damit den See- und Vereinsrekord gebrochen.
Und genau das ist es, was mich auch beschäftigt... Ich hätte lieber vorher ein paar "kleine" gefangen und dann diesen Ausnahmefisch.

Aber "satt" bin ich deswegen lange nicht, es gibt im See noch genug Fische die zwar nicht größer sind, aber schöner Aussehen.
So hält sich das auch wieder die Waage.

Und Neid habe ich bei meinen Kameraden nicht feststellen können, die befischen auch andere Gewässer (auch international) und haben schon mehr und größere gefangen.
 

Dorschbremse

Urlaub ist grundsätzlich zu kurz
Teammitglied
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

Sorry,

ich finde es nicht gut, wie mal wieder versucht wird, einen Keil in die Anglerschaft getrieben wird und Karpfenangler, egal ob jung oder alt, als Ausartung und Gewichtsgeil hinzustellen. Die Realität sieht zum Glück auch bei Neueinsteigern anders aus!

Unsinn- lies den Text doch noch mal mit etwas mehr emotioneller Distanz und Du wirst hoffentlich erkennen, daß dieser Text lediglich auf ironische Art und Weise einen "Spiegel vorhält".


Gruß, Kai#h
 

antonio

Active Member
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

tja betroffene hunde bellen,#h

ne mal im ernst und spaß beiseite.

es trifft schon auf einige zu, was hier beschrieben wurde und nicht nur auf karpfenangler.
die mußten hier eben mal wieder herhalten stellvertretend für alle.
und die hier dargestellte entwicklung entspricht eben der praxis und wie gesagt nicht nur beim angeln.
man braucht sich hier nur mal viele fragen angucken, dann merkt man, daß es nicht an den haaren herbeigezogen ist.
die geschichte ist gut und auf alle bereiche übertragbar, wie im wahren leben.

antonio
 

Carras

Active Member
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

So ganz Unrecht hat Rene ja nicht.

Gerade wenn es um solche Dinge geht, werden immer wieder Karpfenangler dafür her gezogen um ein solches "Problem" anzusprechen. Das zeigt die Erfahrung hier im AB durchaus. Vor allem von Anglern, die mit den Karpfen eher nix zu tun haben.

Grundsätzlich, und das haben ja viele hier auch schon geschrieben, lässt sich so ein Verhalten durchaus auch auf alle andere Anglerspezies reflektieren.
Es ist also nicht nur ein "Problem" der Karpfenangler, nur werden diese in diesem Bereicht halt als Beispiel herangezogen. Ich denke das will Rene damit auch sagen.
 

marcus7

Well-Known Member
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

Mich wunderts total das noch niemand danach gefragt hat wo der Bremsensee ist, wie man da am besten hinkommt, welchen Köder man nehmen muss und wo die besten Spots sind:q.

Mag aber auch daran liegen, dass gard noch Schulzeit ist:q.


Lustiger Text zum schmunzeln auf jeden Fall.
Natürlich wird maßlos übertrieben (insbesondere im Bezug aufs Gewässer), sonst wärs ja nicht so komisch.

Ich kenne pers. keinen guten Karpfenangler der sich gegen eine schöne Aalnacht sträuben würde#6.
 

angler1996

36Z Löffelschnitzer
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

nö, das ist kein problem " der Karpfenangler" ( was/wer ist das überhaupt?)
ich angle nun auf Einiges, was da Schuppen hat, also wohl Allround.
Und ja, es gibt die Stunden, wo das Erlebnis rund ums Angeln ausreicht. Nur war's das, Nein, ich will Fische fangen und die dürfen durchaus auch groß sein, habe ich nichts dagegen. Wer Fangbilder von mir sucht: Fehlanzeige, mache ich seit Jahren nicht mehr, wozu? ich habe sie nie wieder angeschaut ( oder so wenig , dass sich der Aufwand nicht lohnt).
Was mich in diesen Diskussionen immer etwas ärgert, ist die Tendenz dazu, höherwertiges Angelgerät nur als Selbstdarstellungszweck zu reden. Warum? Wer gerne mit einer 600 EURO Rolle an der 400 EURo Handmade auf Hecht fischt, warum nicht? Mich interessiert das nicht .
Vielleicht hat der ja lange drauf gespart? Ich will nicht infrage stellen, dass dies zum Teil Selbstdarstellung ist, nur mag ich diese pauschalen Aburteilungen genauso wenig.
Ich würde das selber nicht tun, ne Rolle deutlich darunter erfüllt den selben Zweck. Bei Ruten sieht das anders aus, allerdings kann ich die selber einigermaßen zusammen schrauben. Da darf es durchaus ein hochwertiger Blank sein.

Ging mir so durch den Kopf.
Gruß A.
 
Zuletzt bearbeitet:

Franz_16

Mitglied
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

@Carras
Du hast Recht, dast lässt sich natürlich auch auf andere Gruppen ausweiten, allerdings gibt es da meiner Meinung nach schon auch einen grundsätzlichen Unterschied.

Beim Karpfenangeln ist es grundsätzlich mal leichter möglich, gezielt auf kapitale Fische zu angeln als bei anderen Angelmethoden/Zielfischen.

Es gibt reichlich künstlich angelegte Gewässer, in denen bei den Karpfen keine Alterspyramide vorhanden ist. Durch Besatz werden vorrangig kapitale Karpfen eingebracht, welche sich aber in den allermeisten Fällen in diesen Gewässern nicht vermehren können. Somit ist die Chance einen 5-Pfünder zu fangen einfach relativ gering - weil er nicht da ist. Man kann hier natürlich auch Karpfen durch Regenbogenforelle oder Störe ersetzen!

Bei Raubfischen, also Hecht, Zander, Barsch, Wels sieht das anders aus, da fehlen diese Angebote an "Only Big"-Gewässern. Denn diese Fischarten vermehren sich bei den in Deutschland vorherrschenden Bedingungen leichter als Karpfen. Wenn man also gezielt einen großen Zander oder Hecht fangen will muss man sich trotzdem fast immer auch durch kleinere Fische angeln.
 

meckpomm

Member
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

@Carras
Beim Karpfenangeln ist es grundsätzlich mal leichter möglich, gezielt auf kapitale Fische zu angeln als bei anderen Angelmethoden/Zielfischen.

Ja ist das so?

Wenn ich einen großen Hecht fangen möchte, dann fahr ich zum Bodden. Das ist nix anderes, nicht umsonst ist da zur Saison immer die Hölle los. Dort prahlen die Leute mit Meterhechten. Ob nun Ü40 oder ÜMeter ist letztendlich doch das gleich oder? Beim Laichdorschangeln fahr ich zu einer bestimmten Zeit mit einer entsprechenden Tour womöglich in Skandinavien. Großwelsgewässer gibt es auch genug. Keiner anderen Angelart wird das aber derart vorgehalten?! Gibt es denn auch einen Thread "Mal was zum Nachdenken für Boddenangler" oder "Mal was zum Nachdenken für Laichdorschangler"? Ob die das auch mit Ironie abgetan hätten?

Gerade in diesen Beiträgen wird Stimmung gemacht und Leute, die sonst nie im Karpfenbereich was schreiben, werden aktiv.

Gruß
Rene
 
U

Udo561

Guest
AW: Mal was zum Nachdenken für Karpfenangler

Wenn ich einen großen Hecht fangen möchte, dann fahr ich zum Bodden. Das ist nix anderes, nicht umsonst ist da zur Saison immer die Hölle los. Dort prahlen die Leute mit Meterhechten. Ob nun Ü40 oder ÜMeter ist letztendlich doch das gleich oder?
Gruß
Rene

Hi,
es kommt doch wie immer aufs Gewässer an , an manchen Gewässern ist es keine Kunst ü1 Meter Hechte zu fangen , genau so wie es in manchen Gewässern einfach ist ü30 Pfund Karpfen zu fangen.
Daher macht es für mich einen großen Unterschied wo der Fisch gefangen wird ;)
Gruß Udo
Ps. ich habe 30 Jahre auf meinen ü1 Hecht gewartet |supergri
 
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