Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

vk58

Member
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

Klingt nicht schlecht. Darüber hinaus wäre das auch der ideale Kompromiß zwischen c&r- und Kochtopfanglern.
 

Seebaer

Active Member
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

Ein generelles Nachdenken ist sicherlich gefragt. Aber nicht nur für jeden einzelnen Angler und Verein sondern auch vom Gesetzesgeber seiner Seite her.

Link zu diesen Thema

http://www.wav-stgt.de/catch_&_release.htm

Gruß

Seebaer <°)))))>><
 

Toni_1962

freidenkend
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

EINE Studie, deren wissenschaftlichen Verlauf man auch bezweifeln kann.

So ist inzwischen in anderen Studien eindeutig bewiesen worden, dass
1. die Anzahl der Eier NICHT ausschlagekräftig ist, sondern die Entwicklungsquancen und die liegt bei HECHTEN, die um 50 cm sind wesentlich höher als bei kapitalen !
2. für den Fortbestand der Hechte (leider oder UNWISSENSCHAFTLICH wird in der Studie die Lebensform des Dorsches mit der eines Hechtes gleichgesetzt). Der kapitale Hecht aber verdrängt gesunde fortfplanzungsfähige kleinere Hechte und hält somit den Bestand eines Gewässers klein.

Abgesehen davon fehlt mir in dem Artikel über welchen Zeitraum die Untersuchung ging, ob hierzu auch wissenschaftliche Kontrollgruppen isoliert beobachtet wurden, ob die genetische Veränderung auch genetisch untersucht oder nur "beobachtet wurde", ob andere Einflüsse (z.B. fehlen große Dorsche, weil man sie nicht groß werden ließ, Umwelteinflüsse) usw., (das nachgeschobene Argument des "Elefanten und die Wilderer" lassen doch daran Zweifel aufkommen)

Diese Untersuchung erscheint mir bisher eher eine pauschale undifferenzierte Aussage zu sein. |wavey:
 
Zuletzt bearbeitet:

arno

Active Member
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

Moin!
Lesen tuts sich gut, aber wie siehts mit vergleichsstudien aus!
Da muss wohl noch etwas mehr geforscht werden!

Toni schreibt:
2. für den Fortbestand der Hechte (leider oder UNWISSENSCHAFTLICH wird in der Studie die Lebensform des Dorsches mit der eines Hechtes gleichgesetzt). Der kapitale Hecht aber verdrängt gesunde fortfplanzungsfähige kleinere Hechte und hält somit den Bestand eines Gewässers klein.


Das sehe ich anderes!
Der Große Hecht frisst zwar die anderen, aber warum frist er die anderen?
Ich meine er frist sie, weil die Raubfischkonkurenz im Gewässer zu groß ist, also schalte ich meine Futterkonkurenz aus und ich habe genug zu fressen!


Ausserdem ist es einem Hecht so ziehmlich egal was er frisst!
Haptsache er wird satt!
 

Toni_1962

freidenkend
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

Je öfters ich den Artikel lese, um so mehr Zweifel habe ich an einer glaubwürdigen Untersuchung. Das Beispiel der genetischen Auswirkung bei Elefanten innerhalb von 100 Jahren läst nur noch den Kopf schütteln únd die Sache in den Papierkorb wandern.

@arno|wavey:

im Lehrgang für Gewässerwarte und -bewirtschaftung hört man:

Für einen entnommenen kapitalen Hecht rücken 3 bis 4 Hechte durchaus große Hechte nach. Diese aber bringen wesentlich mehr Laich als der alte kapitale.
 
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

HI,

auch wenn ich an der wissenschaftlichen "Festigkeit" der Theorie meine Zweifel habe würde ich der Sache uneingeschränkt zustimmen.
Die Sache ist recht kompliziert, weil sie sich schwer verallgemeinern lässt. Dazu gibt es zuviele Unterschiede was z.B. die Fischarten anbelangt wie auch die jeweiligen Lebensbedingen (offenes/geschlossenes Gewässer u.v.m.).
Da aber eine solche Regelung niemandem ersthaft weh tun würde, würde ich wie gesagt zustimmen.
 

Seebaer

Active Member
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

In einer Fischzucht werden zum abstreifen des Laiches nicht die Kapitalen Fische genommen sondern die mittlere Größe bzw Alter.
 

Toni_1962

freidenkend
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

Seebaer schrieb:
In einer Fischzucht werden zum abstreifen des Laiches nicht die Kapitalen Fische genommen sondern die mittlere Größe bzw Alter.
richtig#6

zur Ergänzung: das betrifft auch die Nachzucht von Fischarten, die man durchaus auch kapital haben möchte wie von Stören, Lachsen usw ...
 

pechi24

Member
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

Klar kann man es nicht generell unterstreichen.

Aber als praktischen Vergleich könnte man ja mal ein typisches deutsches Vereinsgewässer und ein naturbelassenes Gewässersystem zu Rate ziehen.

Das Problem ist halt, dass die Angler mit Ihrer Entnahme ein halbwegs natürliches Gleichgewicht gar nicht zulassen, weil sie ganz gezielt einer gewissen Fischgröße nachstellen.

Ich denke da immer nur an den Satz der Vereinsopis

"Man fängt keine großen Fische mehr"

Im gleichem Moment liegt aber ein 50er Hecht in der Tüte.

Wie schrieb Jan Eggers kürzlich so schön

"Ein Hecht der mit 50cm Entnommen wird, kann keinen Meter groß werden.#6

Ich denke einfach, dass bezüglich der Entnahme riesige Fehler gemacht werden. Da die Bestände auch in weiten Teilen des Landes ziemlich mies sind, sollte man zumindest über Alternativen nachdenken.

Weil es an vielen Angelgewässern keine Fischer gibt, muss man sich als Angler auch mal selbst an die Nase fassen.
 

petipet

Active Member
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

Ob diese Studie nun wirklich wissentschaftlich relevant ist, kann wohl kein Laie so aus der Hüfte beurteilen.
Fakt ist aber, das der Dorschbestand in der Nordsee praktisch zusammengebrochen ist und in der Ostsee sieht es auch eher düster aus. Ganz kristallklar sollten wir Angler immer selbstkritisch sein. Das Desaster liegt aber meiner Meinung nach im Versagen der Anrainerstaaten, sprich: der jeweiligen Fischereipolitik. Die Maßnahmen, die die Staaten zum Schutz und zum Erholen der Bestände treffen, sind ja noch nicht mal halbherzig.
Jeder Schritt - alle sinnvollen Strategien, zum Schutz der Bestände sind dringend notwendig und überfällig.

Gruß...Peter
 

Toni_1962

freidenkend
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

pechi24 schrieb:
"Man fängt keine großen Fische mehr"

Im gleichem Moment liegt aber ein 50er Hecht in der Tüte.

Wie schrieb Jan Eggers kürzlich so schön

Ein Hecht der mit 50cm Entnommen wird, kann keinen Meter groß werden.
Da gebe ich dir uneingeschränkt Recht, das kann ein Aspekt sein, dass es weniger Kapitale gibt ... aber hat das was mit GENEN zu tun? ... ist dieser Aspekt der Überfischung aber bei der "Untersuchung" von Dorschen berücksichtigt worden? Zweifel, Zweifel .....
 

vertikal

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AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

Die Idee, ein Entnahmefenster anstelle eines Mindestmasses einzuführen ist nicht so neu. Im übrigen handeln viele meiner Kollegen z. B. beim Zanderangeln danach.
Wenn wir, was selten vorkommt (immer vorausgesetzt, der Fisch kann unverletzt zurückgesetzt werden) einen Zander entnehmen, hat er mindestens 60 cm und höchstens 80 cm. Alle anderen wachsen weiter bzw. sorgen weiterhin für einen guten Bestand.
Beim Hecht wäre es genauso, würden wir nicht grundsätzlich Hechte releasen. Was bringt bitte ein 45er Hecht in der Pfanne??? Umgekehrt ist es unsinnig (jedenfalls meiner bescheidenen Meinung nach), Hechte von über einem Meter zu entnehmen, die laichtechnisch entscheidend für den weiteren Hechtbestand im Gewässer sorgen. Klar, auch hier gibt es andere Meinungen. Ich kenne eine Studie, die behauptet, in der Diemel wäre die Generationspyramide beim Hecht gestört, weil es viel zu viele kapitale Großhechte gäbe, die sich hauptsächlich vom Mittelbau der Hechtpyramide ernährten und diesen somit radikal dezimieren würden. Erst eine gezielte Entnahme der Kapitalen würde hier Abhilfe schaffen und den Bestand wieder in normale Bahnen lenken.

Das Problem bleibt für uns sicherlich, zu erkennen, welche Studie allgemeingültige Aussagen trifft und welche Studien nur unter bestimmten Randbedingungen gelten und eben nicht allgemeingültig sind.
Hier gilt leider auch das Motto aus einem etwas anderen Bereich: "Traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast."

Meine mittlerweile 50jährige Lebenserfahrung besteht u.a. darin, das alles was extrem ist, selten gut ist.
Will sagen: Jeden maßigen Fisch zu entnehmen (was ja vom Gesetzgeber in Deutschland gefordert wird) kann eigentlich nicht grundsätzlich richtig sein. Auf der anderen Seite kann auch trefflich darüber gestritten werden, ob es grundsätzlich richtig ist, jeden gefangenen Fisch zurückzusetzen.

So gesehen kommt meinen Vorstellungen ein Entnahmefenster eher entgegen, als ein grundsätzliches Entnahmegebot oder -verbot maßiger Fische.

Gruß, VERTIKAL
 
W

Wasserpatscher

Guest
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

So ähnlich machen's doch auch die Iren (jedenfalls bei Hechten), mittlere entnehmen, größere zurücksetzen. Wäre interessant zu erfahren, wie sich das bis jetzt ausgewirkt hat.
 

Breamhunter

Hochleistungsspinner
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

@ wasserpatscher: In Irland ist die Regelung so, daß Hechte zum sofortigen Verzehr bis 6 Pfd. entnommen werden dürfen (also keine Gefriertruhen füllen) und ab 23 Pfd. als Trophäe (braucht kein Mensch). Alles was dazwischen liegt muß ausnahmslos zurückgesetzt werden.
 

petipet

Active Member
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

Was mich wundert und irritiert ist, das sich fast alle Beiträge auf Hechte/Süßwasserfische beziehen. Gerade hier sollte aber die Chance zum "Besseren" am Günstigsten sein, weil es kaum Druck von Berufsfischern gibt und Angler und Vereine lokale Einflußnahme auf die Gesetzgeber haben.
In der Nord- u. Ostsee bringt aber die jeweils national kommerzielle Nutzung des Fischbestandes ganzen Specienarten den Garaus.
Von europäischer Vernunft über den nationalen Tellerrand hinaus ist da nix in Sicht. Und die Resternunft... falls überhaupt existent... kapituliert vor denen, die noch Abfischen wollen, die skrupelos die Rand- oder Binnenmeere ausbeuten "auf Teufel komm heraus" bis wirklich ENDE ist.
Um ein par Tausend Wählerstimmen zu catchen - wenns hoch kommt, geht es einigen europäischen Politikern - nicht um die Erhaltung von Fischbeständen. Die haben keine Wählerstimme.

Gruß...Peter
 

Achim 1961

Member
AW: Mal ein paar Gedanken zum Entnahmeverhalten in Dtl.

Ich habe mal eine Frage.

Ich zähle mich ja zu einem Fischbestandpflegenden Angler. Ich esse gerne Fisch, freue mich auch wenn ein Fisch wieder im Wasser planscht.

Wir zahlen doch eigentlich alle Mitgliederbeiträge an unsere Vereine oder für die Berechtigungskarten der Gewässerabschnitte. Vorab, ich möchte keinen C&R Konflikt erzeugen.

Es werden immer mehr Angler und somit auch mehr Fisch gefangen. Die Vereine müssen es wissen. Zwar wissen sie nicht wieviel Fisch gefangen wird aber sie können sich nicht daavon freisprechen das man es ein bissel abschätzen kann.

Um diesen Diskussionen ein wenig aus dem Weg zu gehen, kann man nicht höhere Beiträge zahlen damit Fischarten besetzt werden?? Weil von unseren Beiträgen wird es wohl nicht gemacht.

DAS IST JETZT EIN ERNSTER GEDANKE, keine Provokation. Was passiert mit den Geldern. Also ich wäre bereit mehr zu zahlen !!!

Angeln soll ja auch angeln bleiben.
 
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