Luftdruck - Auswirkungen unter Wasser

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Tom

Guest
Hi zusammen,
man hört immer wieder, dass die Fische bei steigendem oder fallendem Luftdruck besser beissen.

1. Wie ist da eure Erfahrung?
2. Warum wirkt sich fallender oder steigender Luftdruck auch unter Wasser aus??

Danke
Tom
 
AW: Luftdruck - Auswirkungen unter Wasser

Hi zusammen,
man hört immer wieder, dass die Fische bei steigendem oder fallendem Luftdruck besser beissen.

1. Wie ist da eure Erfahrung?
2. Warum wirkt sich fallender oder steigender Luftdruck auch unter Wasser aus??

Danke
Tom

1. Ich habe selten gehört, dass die Fische bei steigendem oder fallendem Luftdruck besser beißen. Eher, dass sie bei konstantem Luftdruck besser beißen.

2. Der Luftdruck wirkt sich unter Wasser genauso wie über Wasser aus ;) Wenn man sich den Luftdruck als Schweredruck einer Luftsäule die auf einem lastet vorstellt wird klar, dass diese Schweresäule natürlich genauso auf dem Wasser lastet.

Heißt also: Wir haben normalerweise nen Luftdruck von knapp 1013hPa, was 1,013 Bar entspricht. Also haben wir in 10 Meter Wassertiefe einen Druck von 2,013 Bar (1,013 Bar Luftdruck + 1 Bar Druck der Wassersäule). Bei einer Luftdrucksenkung von 10 hPa (normales Tiefdruckgebiet) würde der Druck in 10m Wassertiefe genauso um 10hPa fallen, also auf 2,003 Bar.

Achtung jetz kommt Spekulatius: Ich könnte mir vorstellen, dass Fische über Drucksensoren messen können in welcher Wassertiefe sie ungefähr rumdümpeln. Sollte das der Fall sein, sollte klar sein dass Druckschwankungen die Viecher aus dem Gleichgewicht bringt und sie dadurch weniger fressen. Wie gesagt, ist nur Spekulation weil ich grad keine Lust habe irgendwas nach zu schauen ;)

Bis denn, denn
#h
 
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ich persönlich denke, das da viel Spekulation drin ist. Wie will man wissen, was der Fisch dazu sagt. und warum sollte der fisch darauf reagieren. es ist ihm doch egal ob es regnet. er ist doch eh im wasser. villeicht hitze und kälte aber luftdruck, welchen sinn sollte es für den fisch machen? dann müßten doch die meresforscher festgestellt haben, das haie in 1000 meter tiefe tauchen, wenn es stürmt.
 
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Manche Fische reagieren stark auf Luftdruckschwankungen, andere weniger.

Bei fallendem Luftdruck dehnt sich die mit Luft gefüllte Schwimmblase aus und drückt auf die anderen Organe. Das erzeugt vielleicht nicht unbedingt ein Unwohlsein beim Fisch, könnte aber trotzdem kurzfristig dafür sorgen, dass er sich vorübergehend mehr mit dem Druckausgleich als mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. Besonders Zander sind da wohl recht empfindlich.

Letztes Jahr (?) war mal ein entsprechender Artikel im "Blinker".
 
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ist ja alles schön und gut....aber woher wollen die das wissen. war ein fisch mal beim tierarzt wegen unwohlsein....ich denke das gehört in den bereich der fabel.....
 
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Glaube nicht, dass sich der Luftdruck direkt auf das Befinden der Fische auswirkt.

Eher sind es die Randbedingungen.
Letzten erst an einer Talsperre in der Nähe beobachtet:
Luftdruck fällt und es steigen so komische Schlammflecken vom Boden auf.

Also werden die Fische sicher vom Luftdruck beeinflusst, allerding nicht direkt, sondern eben über Phänomäne die eine Luftdruckschwankung mitbringt. (Insekten die auf die Oberfläche gedrückt werden usw.
 
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Manche solten lieber bei der Musik bleiben als bei der Pysik und ein Gewitter ensteht weil da oben einer sauer ist????????
 
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das sie nach nem Gewitter oder Regen ans ufer gehen fressen ist ja ne erlernte erfahrung mehr nicht. nur ein kausaler zusammenhang......dann dürfte ja der komoran bei niedrigem luftdruck nicht mehr jagen, da alle fische tief unten stehen
 
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Ich halte die Spekulationen über das Beißverhalten für übertrieben.
Ein Fisch muss sich doch auch in einem tiefen Gewässer (z.b. Talsperre) nach einer Jagd über z.b. 5 Tiefenmeter sofort wieder zurechtfinden. Das entspricht einem Druckabfall von 0,5 bar. Soviel Schwankungen hat der Luftdruck über der Erde nicht annähernd!
Normale Schwankungen des Luftdrucks dürften unter Wasser einen Tiefenunterschied von geschätzt max. 1m ausmachen.
Ich denke daher, dass ein Fisch auf Druckänderungen gut zu reagieren weiß... einfach weil er auch bei konstantem Luftdruck deutlich stärkere Schwankungen unter Wasser erfährt.
 
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eigentlich heißt es Luftdruck, nicht wasserdruck...wie soll denn der Luftdruck weiterdrücken bis in 8 Meter wassertiefe! das verstehe ich nicht, denn dann müßte doch auch meine Körpferflüssigkeiten darauf mit Druck und Spannung reagieren. Oder irre ich mich da....Oder gelten für mich andere physikalische Gesetze.
 
AW: Luftdruck - Auswirkungen unter Wasser

eigentlich heißt es Luftdruck, nicht wasserdruck...wie soll denn der Luftdruck weiterdrücken bis in 8 Meter wassertiefe! das verstehe ich nicht, denn dann müßte doch auch meine Körpferflüssigkeiten darauf mit Druck und Spannung reagieren. Oder irre ich mich da....Oder gelten für mich andere physikalische Gesetze.
Der Druck in 8m Tiefe setzt sich zusammen aus dem Druck der Wassersäule (~0,8bar) und dem Druck der Umgebung (Luftdruck, der sich ja ändert).

Du vermischt anscheinend Relativdruck und Absolutdruck.

Bei der Wasseroberfläche als Bezug wäre der Relativdruck in 8 m Tiefe ~0,8 Bar (pü)
Der Absolutdruck wäre pü+pl
also 0,8 (pü)+1,01325 (Normdruck bei 0°C auf 0m Seehöhe)
1,81325 bar.
 
AW: Luftdruck - Auswirkungen unter Wasser

1. Ich habe selten gehört, dass die Fische bei steigendem oder fallendem Luftdruck besser beißen. Eher, dass sie bei konstantem Luftdruck besser beißen.

2. Der Luftdruck wirkt sich unter Wasser genauso wie über Wasser aus ;) Wenn man sich den Luftdruck als Schweredruck einer Luftsäule die auf einem lastet vorstellt wird klar, dass diese Schweresäule natürlich genauso auf dem Wasser lastet.

Heißt also: Wir haben normalerweise nen Luftdruck von knapp 1013hPa, was 1,013 Bar entspricht. Also haben wir in 10 Meter Wassertiefe einen Druck von 2,013 Bar (1,013 Bar Luftdruck + 1 Bar Druck der Wassersäule). Bei einer Luftdrucksenkung von 10 hPa (normales Tiefdruckgebiet) würde der Druck in 10m Wassertiefe genauso um 10hPa fallen, also auf 2,003 Bar.

Achtung jetz kommt Spekulatius: Ich könnte mir vorstellen, dass Fische über Drucksensoren messen können in welcher Wassertiefe sie ungefähr rumdümpeln. Sollte das der Fall sein, sollte klar sein dass Druckschwankungen die Viecher aus dem Gleichgewicht bringt und sie dadurch weniger fressen. Wie gesagt, ist nur Spekulation weil ich grad keine Lust habe irgendwas nach zu schauen ;)

Bis denn, denn
#h

Die in diesem Beitrag geschrieben Aussagen, halte ich schonmal für richtig und führe sie fort, in dem ich die Auswirkungen des Luftdrucks noch ergänzend beschreibe.
Jeder hat sicherlich schonmal beobachten können und/oder davon gehört, dass die Schwalben bei Tiefdruck tief und bei Hochdruck hoch fliegen.
Auch das hat Auswirkungen auf unsere Fischlis im Wasser, weil tief fliegende Schwalben nichts anderes bedeuten, als tief fliegende Fluginsekten, die den Schwalben, wie auch den Fischen, als natürliche Nahrung dienen.
Zudem erhöht sich beispielsweise der Sauerstoffeintrag ins Wasser, wenn bei Tiefdruck auch noch Regen hinzukommt.
Man darf aber auch nicht vergessen, dass jegliche Änderungen des Wetters, vom Luftdruck mal abgesehen, im Wasser mehr oder weniger verzögert ankommen.
Die Wassertemperatur hinkt der Lufttemperatur z.B. immer hinterher.;)
So gibt es noch etliche Zusammenhänge und mit etwas Beobachtungsgabe und Gripps in der Birne, kommt man hinter viele Zusammenhänge, von ganz alleine.#c
Das war auf jeden Fall mal das, was mir spontan zu dem Sachverhalt einfiel.:m
 
AW: Luftdruck - Auswirkungen unter Wasser

Der Druck in 8m Tiefe setzt sich zusammen aus dem Druck der Wassersäule (~0,8bar) und dem Druck der Umgebung (Luftdruck, der sich ja ändert).

Du vermischt anscheinend Relativdruck und Absolutdruck.

Bei der Wasseroberfläche als Bezug wäre der Relativdruck in 8 m Tiefe ~0,8 Bar (pü)
Der Absolutdruck wäre pü+pl
also 0,8 (pü)+1,01325 (Normdruck bei 0°C auf 0m Seehöhe)
1,81325 bar.

das ist ein echtes Argument!!!!!!!
 
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Naja, egal was die "Experten" der Zeitschriften da ausrechnen:
Jeder kennt entweder von sich oder bei Bekannten die Menschen, die man eher als "wetterfühlig" bezeichnet.

Auch wenn die Schwankungen in absoluten Zahlen noch so gering sein mögen, kann es ja dennoch Auswirkungen auf das tägliche Leben (bei Menschen wie bei Fischen haben)...

Und selbstverständlich dürften Pflanzen wie Tiere auf sich verändernde Bedingungen - sei es Temperatur, Luftdruck, Lichtverhältnisse, Sauerstoffgehalt etc. reagieren - wie der Mensch ja auch.

Das muss ja nicht bedeuten, dass die nix mehr fressen.

Die Frage ist wohl eher wo und was fressen die unter welchen Bedingungen....

Nach meinen persönlichen Erfahrungen sind im allgemeinen (NICHT ZU HUNDERT PROZENT!!) stabile Wetterlagen (also möglichst gleichbleibender Luftdruck über mehrere Tage) daher gut zum Angeln, weil sich die Fsiche dann auf bestimmt ePlätze und bestimmte Nahrung einstellen und so - wen einmal gefunden - auch leichter zu beangeln.

Ums gleich nochwas komplizierter zu machen ;-)):
Wenn aber z. B. über eine längere Hochdruckphase im Sommer Sauerstoff im Wasser weniger wird, kann ein Luftdruckeinbruch (z. B. Gewitter) sehr wohl eine akute Beißphase auslösen.

Indem dann einfach wieder durch Sturm/Regen etc. mehr Sauerstoff ins Wasser kommt.....

Oder anders gesagt:
Alles hängt mir allem zusammen und hat alles irgendwie Einfluß..

Da wir nur Angler und keine Wissenschaftler sind, werden wir wohl nur selten in de rLage sein, alle Zusammenhänge in der jeweiligen Situation beurteilen zu können.

Neben dem eigentlichen "Wissen" spielt da auch das Gefühl eine große Rolle. Das ist der Faktor, wenn man einem Angler "Gespür für die Fische" oder eine "Fischnase" nachsagt..
 
AW: Luftdruck - Auswirkungen unter Wasser

Naja, egal was die "Experten" der Zeitschriften da ausrechnen:
Jeder kennt entweder von sich oder bei Bekannten die Menschen, die man eher als "wetterfühlig" bezeichnet.

Auch wenn die Schwankungen in absoluten Zahlen noch so gering sein mögen, kann es ja dennoch Auswirkungen auf das tägliche Leben (bei Menschen wie bei Fischen haben)...

Sowas wollte ich auch sagen!

Außerdem würde ich es eher als Milchmädchenrechnung ansehen wenn man sagt "Die Schwankungen sind so klein im Vergleich zu denen,die der Fisch selbst überwindet, die können nichts ausmachen"
- Wie ist das denn bei uns? Ein Temperaturanstieg von 5°C vertreibt uns im Sommer schon manchmal den Appetit und führt im Winter schon oft zu Frühlingsgefühlen, obwohl wir zu allen Jahreszeiten beim verlassen oder betreten von klimatisierten Häusern oder geheizten Räumen wesentlich größere Schwankungen ohne große Reaktionen hinnehmen. Gleiches gilt für die Luftfeuchtigkeit.

Ich werd mich mal um das Buch hier ("Rezeption hydrostatischer Drücke bei Fischen und ihre Mitwirkung an der Orientierung im Raum" -Eberhard Strotkoetter) bemühen um eventuell ein wenig Klarheit verschaffen zu können!

Ich meld mich ;)
Bis denn, denn
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