Moin moin!
Nachtrag von letzter Woche. Saison ist ja am 1.10. zu Ende gegangen. Also nochmal beschlossen erst an den Kleifarvatn zu fahren. Einem Geothermalgebiet und auch bekanntes Erdbebengebiet. Nicht selten, dass man beim Angeln eine Warnung erhält, man solle nicht zu nah den Felswänden sein, da Steine runterfallen könnten.
Der See Kleifarvatn ist schon sehr mystisch. Da passieren sehr kuriose Sachen, wie zufällige Motorabschaltungen von Autos mitten während der Fahrt, oder komische Lichtformationen. Es ist sogar die Rede von einem Monster , was dort lebt. Schon gut möglich, da man nicht genau weiss wie tief der See wirklich ist.
Der See beherbergt auch richtige Monsterforellen und Saiblinge.
Aber auch ohne Fisch ein geiler Anblick. Ich versuchte es mit einem 12 g Blinker an der Nordwestseite, bis zu einigen Stellen wo ich noch nicht war. Kein Lüftchen.
Aber auch wenig Fisch. Einzelne Ringe an der Oberfläche, allerdings zu weit vom Ufer entfernt.
An dieser Stelle war ich bislang vor 4 Jahren mal. Der Grund fällt hier ultra hardcore ab. Mein Blinker hat nie den Grund erreicht

Das ist schon beeindruckend. Letztes Jahr hat ein Isländer mit seiner Unterwasserdrohne mal etwas gefilmt. Die Fische stehen meistens direkt an den steilen Abbruchkanten. Das Wasser ist super klar und sehr nährstoffarm.
Nun ja. Lange Rede kurzer Sinn. Landschaftlich schön , aber nach 4 h weder Fisch gesehen noch irgendetwas an der Angel gehabt.
Dafür war der Sonnenuntergang magisch.
Sogar mit Regenbogen. Das hier ist in Hafnarfjörður. Mussten noch ein Paket abholen an der Paketbox
Was für Farben.
Aber Fisch sollte es auch noch geben. Am nächsten Tag wollte ich nochmal mit dem Kajak raus. Im Herbst sollen ja auch die Wittlinge und Schellfische näher an Land kommen. Zudem wollte ich das Schleppangeln mal austesten. Also mit den Rapala Deep Tail Dancer Strecke machen.
Als sehr früh raus 10:00 Uhr war Tidenhoch, also um 06:00 am Wasser. Magisch, kein Mensch weit und breit am Strand.
Leider vergesssen in der Eile ein Bild vom Strand zu machen. Nun ja. Auf dem Bild seht ihr am Anfang der roten Linie die Landzunge zu einer Insel "Geldinganes". Von da starten und drumherum auf 20 m ansteuern. Erste Mal, sonst fische ich woanders. Meine Hoffnung war, einen der Ufsi (Seelachse), Ísa (Schellfisch) oder Lýsa (Wittling) zu bekommen.
Also erstmal geschleppt auf 6 m bei 10 m Wassertiefe. Schon nach wenigen Minuten stieg mir ein schöner Seelachs ein. Allerdings sprang der Fisch nach dem Abhaken vom Kajak direkt wieder ins Wasser. Was ein scheiss

Danach gab es nix. Also Gummifischrute und mit nem Keitech Swing Impact in Orange alles abgeworfen. an dieser Stelle.
Viele kleine Zupfer und einige kleine Schellfische bis 35 cm konnte ich verhaften, allerdings noch nichts grosses.
Ich liess mich sehr weit an Land treiben. Da wo die Tangwälder anfangen, vll gibts hier noch einen Pollack?
Beim ersten Wurf ein richtig schöner Biss und guter Kamof. Fühlt sich fast an wie Dorsch.
Aber am Ende kam ein richtig schöner WIttling raus mit fast 50 cm. Mega. Essen gesichert.
Danach frischte der Wind leider so stark auf, dass ich wieder zusehen musste an Land zukommen, was fast grenzwertig war. Am Ende aber dann doch geschafft.
Morgen gibts den nächsten Bericht

Bis dahin, der Svenno