Lippe - was geht?

Herbo

New Member
Bin dieses Jahr nach Wesel umgezogen und habe mir eine Jahreskarte für die Strecke von Hünxe bis zum Lippeschlösschen geholt.

Hatte keine großen Hoffnungen, da man über die Lippe viele pessimistische Berichte hört ("fängt man nix", "nur Grundeln"), bin bis jetzt aber ganz zufrieden.

Ich gehe seit Mai etwa 2x pro Woche für 2-4 Stunden (meistens am frühen Abend) an verschiedene Stellen und konnte dieses Jahr schon
  • 2 ordentliche Alande (40 und 45 cm)
  • 4 Barben (alle zwischen 50 und 60 cm)
  • knapp 10 maßige Aale (zwei 60er habe ich entnommen)
  • locker 20 Barsche über 20 cm, zwei davon knapp über 30 cm
  • knapp ein Dutzend fette Brassen über 55 cm
  • ein Handvoll kleine Döbel
  • einen guten Rapfen (65 cm)
  • eine 40 cm Bachforelle
  • einen 40 cm Waller (lol)
  • eine Million Grundeln
überlisten.

Wollte jetzt nicht zeigen was für ein toller Hecht ich bin oder so, aber ich finde da geht schon was an der Lippe. Man muss aber viel latschen, verliert viele Montagen und Köder und geht oft ohne einen einzigen Biss nach Hause. Am nächsten Tag macht man dann an derselben Stelle genau das gleiche und fängt 5 Brassen und einen Waller. Ist auf jeden Fall sehr launisch die Lippe.
 

fwde

Member
Klasse Fang Auflistung - welches Ruten- und Köder-Spektrum nimmst Du dafür als
Grundausstattung bei Deinen abendlichen Touren mit an die launische Lippe ?

Zander fehlt in der Auflistung - bietet die Lippe die Fischart generell sehr selten ?
 

Herbo

New Member
Von Zandern habe ich in der Lippe noch nicht gehört. Hechte gibt es hier unten auch so gut wie gar nicht. Flussaufwärts in Dorsten sollen aber regelmäßig schöne Krokodile gelandet werden.

Unterwegs bin ich auf den kurzen Touren am Nachmittag / in der Dämmerung fast nur mit einer mittleren Spinnrute (10-40g) und verschiedenen Kunstködern oder gezupften Tauwürmern (Dropshot-Montage). Da spaziere ich dann am Ufer entlang und werfe interessante Stellen an und ziehe weiter. So habe ich die Barsche, Döbel, Rapfen, Forelle und Alande gefangen.

Sehr selten gehe ich dann mit Freunden bis in die Nacht ansitzen, da wird dann mit schwererem Geschirr auf Grund mit Tauwurm oder Grundel als Köfi geangelt. So wurden dann die Aale, Brassen und Barben (+Wels) überlistet. Mittlerweile macht mir das aber nicht mehr so viel Spaß, weil man fast jede Nacht eine Packung Haken verheizt. Die Krabben kneifen echt alles innerhalb von Sekunden durch (auch 40er Mono). Ein Kumpel angelt auf Aal jetzt schon mit Stahlvorfach. Selbst da haben ihm die Krabben schon die Hauptschnur direkt über dem Stahlvorfach durchgeknipst :laugh2
 

Pit der Barsch

Elsker gamle snella !
Den größten Zander den ich je gesehen habe war in der Lippe bei Vinum .
An einem kalten Januar morgen als ich mit großen Effzett Löffel auf Hecht geangelt hatte. Der nachläufer war der Hammer.
 
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