Lebendiger Köderfisch ?

Laichzeit

Well-Known Member
Der Tod des Fisches zu rein egoistischen Zwecken, wie Du ja schriebst, ist die geringere Eingriffsstufe in das Leben des Fisches? Interessanter Ansatz, auf diese Fährte begibt sich ja nicht einmal das Tierschutzgesetz.
Der Gesetzgeber geht davon aus, dass der lebende Köfi länger anhaltende Schmerzen nach Tierschutzgesetz § 17 leidet und der Tote nicht. Lebende Köderfische dürfen ohnehin nicht zurückgesetzt werden, so wie Fische aus dem Setzkescher.
 

Toni_1962

freidenkend
Wissenschaftliche Beweise können Grundlage für Entscheidungen sein, müssen nicht; das ist eine Abwägung verschiedener Aspekte.
Medizinische Vergleiche wie oben gebracht, zeigen, dass Entscheidungen wegen oder trotz wissenschaftlichen Beweisen gefällt werden, nämlich wenn der eine die Heilung im klassichen Medizinverständnis nicht sinnvoll hält und andere aber lesen, dass eben Heilung über Placebos stattfindet.

Weg von dutzenden Beispielen, die nun aus allen Bereichen gebracht werden können, zum Angeln.

Wenn argumentiert wird, dass wenn man angeln darf, dann auch den lebendigen Köderfisch verwenden sollte, denn entweder ich füge Schmerz zu, dann eben beim Drillen und somit konsequenterweise auch beim Köfi oder aber sagt, dass wenn Angeln schmerzfrei für Fisch ist, muss das andere auch so sein, verkennt ein Detail aus dem Gesetz, des § 17 TierSchG:
Auch wenn Drill Schmerz für den Fisch bedeuten kann, ist es gesetzlich erlaubt, da das Zufügen von Schmerz über einen vernünftigen Grund erlaubt ist. Das Gesetz impliziert nicht, dass Angeln schmerzfrei für den Fisch ist. Es ist eine Abwägung, die pro Angeln gefallen ist; Günde dazu werden laufend diskutiert und stehen auf dem Prüfstand wie u.a. Nahrungserwerb, Tradition, Kulturgut, jetzt ganz aktuell auch in der Gesellschaft das "ökologisches Gleichgewicht". Auf die Gründe soll hier nicht eingegangen werden, es wäre aber ein eigenes Thema wert.
Beim Einsatz eines Köderfisches sieht der Gesetzgeber sogar einen "vernünftige Grund", der das Töten des Köfis erlaubt, gemäß § 17 Nr. 1 TierSchG, aber beim "lebendigen Köderfisch" wird das Zufügen von Schmerz auf Dauer vorrangig gesehen und die Verwendung verboten. Gerichte stufen die Verwendung des lebendigen Köderfisches als Tierquälerei gemäß § 17 Nr. 2 b TierSchG ("wer [] einem Wirbeltierlänger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.").

Man muss kein Moralist sein und auch nicht das Angeln aufhören, wenn man beim Drillen eines Fisches einen vernünftigen Grund des Zufügen von Schmerz gemäß § 17 Nr. 1 TierSchGzugrunde legt, aber bei Verwendung eines lebendigen Köderfisches den § 17 Nr. 2 b TierSchG sieht.

Deswegen ist die Sichtweise, das eine ist erlaubt und (dennoch) das andere nicht, logisch und das Handeln danach durchaus auch wertbeständig was Angeln angeht, also erhält unser Hobby.
 

thanatos

Well-Known Member
wissen und glauben oder Erfahrungen machen ????
wie würde ich mich verhalten wenn es mir wie dem Fisch erginge ??????????
Beispiel : Ich passe nicht auf und die Dornen eines Gewächses bohren sich in meine Haut -
verdammt tut dat weh und wer zerrt nun weiter um los zu kommen bis die Dornen abbrechen oder der
Busch entwurzelt ist ??? Ich nicht !!! aber der Fisch am Haken zieht bis ihm die" Puste " ausgeht.
Mit dem Köderfisch ist das wohl nicht anders er schwimmt hin und her - würde er es tun wenn
er so wie ich empfinden würde ? -wenn ja könnte ich gleich´ nen abgelebten nehmen
 

Dorschbremse

Urlaub ist grundsätzlich zu kurz
Teammitglied
Okay- die echten Argumente ham wa nu alle abgearbeitet - nu verlassen wir den ernsthaften Bereich und beginnen mit den hinkenden Vergleichen..... :D
 

Toni_1962

freidenkend
@ Toni_1962
Placebos helfen mit Sicherheit - aber nur bei Hypochondern ;)
Diesen Vergleich hat @bastido gebracht, aber eben insofern fälschlicherweise verwendet, da Placebos eben in der Medizin tatsächlich eingesetzt wird zur Heilung, öftes als vermutet gestützt auf wissenschftliche Erkenntnisse. Sogesehen hinkt der Vergleich nicht, sondern stell ein Vorlage dar, zu zeigen, wie er argumentiert wird und aus Wissenschaft Entscheidungen getroffen werden. Ein sehr interessantes Beispiel in vieler Hinsicht, das @bastido gebracht hat.

Das ist aber generell das Problem hier im Tröt, indem viele diskutieren, ohne wirkliches Interesse daran, sich auf Gegenargumente und Informationen einzulassen. Auf Vorpostings wird geantwortet ohne diese ganz gelesen zu haben, aus Vorpostings wird lediglich ein Satz zusammenhangslos zitiert, der kontext-isoliert dann komplett falch interpretiert usw.
Manchmal wäre es sehr sinnvoll, die Postings in der Reihenfolge zu lesen und erst dann zu antworten, denn vieles ist schon dargeleg und es wäre sinnvoller, das dann auch im weiteren zu berücksichtigen. Dieses dialektische Diskutieren um sich in der Erkenntis weiterzu entwickeln und gegenseitig zu befruchten, fehlt mir hier im AB zunehmend.
 

Dorschbremse

Urlaub ist grundsätzlich zu kurz
Teammitglied
Kleine Inventur gemacht - wir ham bloß "Murphys Law" vorrätig ;)
 
G

Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
Du würdest auf einer Scheibe sitzen, wenn nicht ein Besserwisser den Drang gehabt hätte, das Gegenteil zu beweisen.
Und so ist es hier auch, es reicht nicht -und das auch noch im geschlossenen Kreise- zu behaupten, der Fisch verspürt keinen Schmerz, sondern es muss beweisen werden.
Deswegen ist die Frage nach der Quelle des "2neue wissenschaftliche Standes", der dies beweisen soll, sehr wichtig und nicht unkameradschaftlich.
Wer AMEN am Ende seiner Rede sagt, beweist damit eben Glauben und nur Glauben, und damit dass er gerne auf einer Scheibe sitzen würde.

In Zeiten des Wandels, in denen nur noch 33 % der Bevölkerung der Aussage zustimmt, dass Angeln eine sinnvolle Aktivität ist, und die Bevölkerung mehr für "Öko-Angeln" ist, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen, als Angeln als Nahrungserwerb anzusehen, reicht es nicht aus, Freiheits-Parolen zu plärren, die das Angeln sogar schädigen, weil sie implizieren, wenn schon Quälen beim Angeln, dann konsequenterweise auch beim lebendigen Köderfisch , sondern das bewußt umsichtige Angeln. Der wandelnde Zeitgeist ist moralisch und wenn Angler dm etwas entgegensetzen wollen, dann aber eben auch faktisch, was "Schmerzempfinden der Fische" angeht.
Sorry, aber warum muss man beweisen, dass der Fisch keinen Schmerz empfindet?
Warum nicht umgekehrt?
 

Toni_1962

freidenkend
Sorry, aber warum muss man beweisen, dass der Fisch keinen Schmerz empfindet?
Warum nicht umgekehrt?
Die zweite Frage stellt sich insofern nicht, da hier im Thread ja laut geschrieben wurde, dass nach neuestem wisschenschaftlichen Stand Fische keinen Schmerz empfinden. Also scheint es ja dazu Beweise zu geben, und genau diese wären nun endlich und somit hilfreich zu nennen!

Die Antwort auf die erste Frage ergibt sich nun logisch: Wer sagt und argumentiert, dass es neueste Beweise gibt, dass Fische keinen Schmerz empfinden, muss dies auch dann bringen!
 

Toni_1962

freidenkend
Die Diskussion pervertiert.
Wer sich auf Beweise beruft, soll dies endlich bringen und nicht nach Gegenbeweisen fragen lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
Die Diskussion pervertiert.
Wer sich auf Beweise beruft, soll dies elich bringen und nicht nach Gegenbeweisen fragen lassen.

Sorry, aber diverse Studien wurden auch in der Vergangenheit bereits gepostet.
Das sich ein Bundesland oder auch der Bundesstaat sich nicht bei dem aktuellen Mainstream genötigt fühlt das TSG erneut zu ändern sollte jedem einleuchten.
Beweise hin oder her...

Der Fehler wurde vor Jahrzehnten gemacht, abgesegnet vom VDSF etc.

Dennoch das Hintertürchen vernünftiger Grund offen gelassen, gegen den Forderungen der Tierschutzverbände.

Heute spielt auch die wissenschaftliche Arbeit keine Rolle mehr. Lobby- Vorwürfe etc.
Heute ist Mainstream angesagt ..gegen Wissenschaft.
Nemo & Co. Bambisyndrom, Insektensterben etc. etc. etc.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Toni_1962

freidenkend
Sorry, aber diverse Studien wurden auch in der Vergangenheit bereits gepostet.
Das sich ein Bundesland oder auch der Bundesstaat sich nicht bei dem aktuellen Mainstream genötigt fühlt das TSG erneut zu ändern sollte jedem einleuchten.
Beweise hin oder her...
Ich stelle erneut die Frage nach der hier so laut rausgeplärrten neuen wissenschftlichen Studie! Irgendwie scheint das ja nur ein Geschrei ohne Substanz gewesen zu sein! Peinlich, wenn dem so sei!

Ein Bundesland kann das TSG nicht ändern., solltest du die föderalistischen Bundesländer meinen.

Das TSG muss diffenziert gesehen werden, ich habe das weiter vorne erklärt.
 
G

Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
Ih stelle erneut die Frage nach der hier so laut rausgeplärrten neuen wissenschftlichen Studie! Irgendwie scheint das ja nur ein Geschrei ohne Substanz gewesen zu sein! Peinlich, wenn dem so sei!

Ein Bundesland kann das TSG nicht ändern., solltest du die föderalistischen Bundesländer meinen.

Das TSG muss diffenziert gesehen werden, ich habe das weiter vorne erklärt.
Wenn man von Schmerz und Leid spricht kann man nur den Vergleich mit menschlichen Gefühle heran ziehen. Diese hat Dr. Arlinghaus bei Fischen weitestgehend widerlegt.
Weitestgehend daher weil Fische nicht sprechen können und uns ihr Leid etc. mitteilen können.
Da muss man jetzt auch nicht drauf rumreiten, dass der Kollege diese Studie nicht posten kann oder will.
In keiner Diskussion muss man Berge von Studien mit sich führen um seine Aussagen zu belegen. Das würde jede Diskussion sprengen.

Klar muss das TSG differenziert gesehen werden.
Die Auslegung unterliegt halt nun mal auch der Moral und Ethik der entsprechenden Gesellschaft.
Thema vernünftiger Grund.
 

Dorschbremse

Urlaub ist grundsätzlich zu kurz
Teammitglied
Wenn hier nur geplärrt wird, dann musste dich wohl oder übel in einem Fachforum anmelden - dieses Forum wendet sich in der Hauptsache an Hobbyangler.

Rechtsberatung darf hier ebenfalls nicht geleistet werden ;)
 

Toni_1962

freidenkend
Achso .. in einem Hobbyforum darf also laut geschrien werden, dass nach neuesten wissenschftlichen Stand Fische keinen Schmerz empfinden, aber wenn man dann nach den Beleg dieses neuesten wissenschftlichen Stand fragt, dann soll man in ein Fachforum? Nicht dein Ernst, oder?!

Rechtsbertung ist weder gebracht noch angedacht, sondern die Zugrundelegung vom TSG von mir dargestellt, warum man einen Fisch drillen darf, einen KÖFI zum Angeln töten, aber einen KÖFI zum Angeln nicht lebendig anhaken darf. Dneke doch, das ist grundlegend in einer Diksussion, die etwas sachgerecht und informtiv verlaufen soll.
Aber mir scheint, das überfordert ... oder?

Nicht böse gemeinte Frage :) : Hast du eigentlich meine Begründung laut TSG oben gelesen oder nur beim ersten Satz Placebo, den ich nicht mal ins Spiel brachte, hängengeblieben?

PS:
Mein Begriff "laut schreien" und "Plärren" bezieht sich darauf:
Auch wenn dies eigentlich nicht meine Art ist, brüll ich es Euch also jetzt einfach mal ins Gesicht:
FISCHE HABEN; NACH AKTUELLEM WISSENSCHAFTLICHEN STAND KEIN SCHMERZEMPFINDEN!!!
wenn nun weiteren Postings meinen, die nach eigenen Angabe gebrüllte Aussage ist beständig, so will ich diese nun endlich belegt sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Dorschbremse

Urlaub ist grundsätzlich zu kurz
Teammitglied
Das sind definitiv keine neue Erkenntnisse - das sind Aussagen, die seit Mitte der 00er Jahre wiederholt von Gutachtern in mehreren Gerichtsprozessen getätigt wurden..... denen etliche Gerichte bis heute folgen.

Sofern das alles an dir vorbei gegangen sein sollte (sowohl in den Diskussionen hier als auch in etlichen Printmedien)- Pech!

Nur weil hier jemand pocht und krakeelt, werd ich nen SD tun und meine Freizeit dafür hergeben zu recherchieren, aufbereiten, durchkauen und mundgerecht servieren.

Kannst n Eis drauf essen, dass etliche andere hier das ähnlich sehen.
 
Oben