Kuhwiesenteich

Bankside Dreamer

Well-Known Member
Zuletzt sind die Kormorane bei uns in den Teichen nicht einmal mehr aus dem Wasser abgehoben und davongeflogen, als wir direkt mit den Autos an das Ufer gefahren sind. Weg waren sie erst nachdem sämtliche Portionsforellen ebenfalls verschwunden waren. Mitgenommen haben sie dabei direkt noch die schönen großen Rotfedern, denen sie vor unserem Forellenbesatz keine weitere Beachtung geschenkt hatten. Ich glaube die Forellen / die Action am Wasser hat die Kormorane erst auf die Fährte gebracht. Zuvor waren die Teiche lange Zeit verwaist und lediglich noch ein paar Karpfen und die besagten Rotfedern im Wasser.

Die Kormorane sind nicht blöd, die wissen ganz genau dass ihnen im Grunde nichts blüht. Die schwarzen Vögel sind daher im Grunde auch nicht das eigentliche Problem, eher sind es unsere Grünen Vögel*Innen. Wobei selbst eine mit Stroh ausgestopfte Frau Roth nichts bringen würde, unsere ebenfalls aufgestellte Vogelscheuche zeigte jedenfalls leider keinerlei Wirkung.

Einer Legende nach soll aber eine unter Wasser aufgespannte Fischgrößen-Sortiervorrichtung (Schafdraht) helfen. Die Kormorane tauchen den Fischen hinterher, geraten unter Wasser quasi zufällig und unglücklicherweise in die Maschen der Sortiervorrichtung und sollen der Sage nach weder vor, noch zurück kommen. Den Rest erledigen dann die Aale. Wahrscheinlich erreicht man mit dem korrekt gesetzten Kreuzchen bei Bundes- und Landtagswahlen aber wohl mehr in Bezug auf die grünen und damit auch schwarzen Vögel. ab87
 

Justsu

...zum Glück gibt`s Fischläden
Mit den hohen Temperaturen in der letzten Woche haben sich auch wie erwartet auch endlich wieder die Karpfen im Kuhwiesenteich an der Oberfläche gezeigt. Obwohl ich seit über einem Jahr keinen der Rüssler mehr fangen konnte, geht es Ihnen offensichtlich blendend. Das scheint eine wirklich kniffelige Angelegenheit mit den Karpfen zu werden, obwohl sie alles andere als passiv den Teich unter der Oberfläche durchstreiften habe sie eingeworfenen Mais und Schwimmbrot komplett ignoriert.

Die Rotfedern dagegen erinnern einen im Umgang mit einer Scheibe Toastbrot durchaus an Piranhas!:laugh2
Zudem konnte ich die ersten Rotfedern auf Fliege überlisten.:)

Beste Grüße
Justsu
 

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Justsu

...zum Glück gibt`s Fischläden
Hallo Zusammen,

mal wieder ein kleines Update von mir:

Die Karpfen sonnen und weigern sich weiterhin, dafür lassen sich die Schleien weiterhin leicht überlisten, was die Karpfen anscheinend zu schlau sind, sind die Schleien zu doof! (siehe Bild):roflmao

Außerdem sind die Kuhwiesenteichphantome mit den Scheren plötzlich aufgetaucht! Zu verschiedenen Gelegenheiten konnte ich Krebse im Uferbereich beobachten. Einer hat sich witzigerweise direkt über der eingebrachten Dachfirstschindel eine Höhle ins Ufer gegraben, die Schindel scheint mittlerweile aber auch bewohnt zu sein. Der Höhlenbewohner lässt sich auch bereitwillig mit Würmern füttern. Jetzt müssten nur noch die Karauschen ihr Phantomdasein beenden, dann wären Alle wieder beisammen ;)

Kleinfische aus "eigener Zucht" (Rotfedern und Moderlieschen) gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle, wenn die im Herbst eingesetzen Zander den Winter überstanden haben, dann sollten sie mehr als genug Futter zur Verfügung haben und entsprechend abwachsen - ich bin gespannt, ob ich im nächsten Jahr schon einen davon fangen kann!

Beste Grüße
Justsu
 

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Justsu

...zum Glück gibt`s Fischläden
Hallo Zusammen,

endlich konnte ich einen von den schlauen Karpfen überlisten! Schon im Juli konnte ich einmal einen Karpfen in dem nur vll. 60cm breiten Streifen zwischen Ufer und Hornkrautgürtel gründeln sehen, bzw. nur dessen Schwanzspitze, die aus dem Wasser ragte, das Wasser war durch das Gründeln vollkommen eingetrübt. Nach dieser Beobachtung fasste ich meinen Plan. Ich fütterte ein paar Tage lang an der Stelle täglich eine gute Hand voll gekochten Hartmais und platzierte dann ein einzelnes Maiskorn am Haar am Festblei an dieser Stelle.
20210801_130944.jpg


Ehrlich gesagt machte ich mir Mittags bei verhältnismäßig klarem Wasser und Sonnenschein in nur etwa 30cm Wassertiefe, kaum 50cm vom Ufer entfernt nicht wirklich große Hoffnung... mein 70cm langes Polyleader schaute ein gehöriges Stück aus dem Wasser heraus und endete nur kurz unter dem Spitzenring und auch die 12 ft. Karpfenrute machte einen etwas deplatzierten Eindruck...
20210801_131249.jpg


Ich zog mich mit der Matchrute in die andere Ecke des Teiches zurück, um den Platz zur Ruhe kommen zu lassen... gerade einmal 45 Minuten später meldete sich der Bissanzeiger und ein Karpfen hatte sich (wie erwartet) im Kraut festgeschwommen. Dank des bewusst robust gewählten Gerätes konnte ich den Fisch dann relativ problemlos mit einer ordentlichen Portion Kraut in den geräumigen Kescher ziehen. Es zeigte sich dann ein "alter" Bekannter, der jetzt im Alter von 4 Jahren (drei davon im Kuhwiesenteich) schon stattliche 50cm auf die Messlatte bringt! Die Freude war natürlich groß!
20210801_50cm_135450.jpg

Etwas Ernüchterung folgte dann in den nächsten Tagen und Wochen, die Kuhwiesenkarpfen sind wohl tatsächlich besonders schlau, ich probierte es nämlich weiterhin mit dieser Taktik und konnte keinen weiteren Fisch überlisten - muss ich mir halt wieder was Neues ausdenken!
Karpfen.jpg

Beste Grüße
Justsu
 

phirania

phirania
Ist doch immer wieder schön wenn man die Fische nachwachsen sieht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Seele

Böhser Siluro
Teammitglied
Glaube richtig Kapital werden die Karpfen dort drin nicht, zumindest nicht was der Hunter heutzutage Kapital nennt. Eher die Schleien.
Auf jeden Fall scheinen alle sich pudelwohl zu fühlen und wunderbar abzuwachsen.
 

Justsu

...zum Glück gibt`s Fischläden
Hallo Zusammen,

ersteinmal vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen hier im Thread!

Wie die Zander bis jetzt abgewachsen sind, weiss ich seit dem Wochenende leider ganz genau... am Samstag und Sonntag habe ich jeweils zwei tote Zander aus dem Teich geborgen, gestern kam dann noch ein fünfter dazu... damit sind fünf von dreizehn schon mal definitiv nicht mehr drin...:cry Von der Größe her hatten die alle so zwischen 25 und 30cm... sind in den zehn Monaten also schon recht gut abgewachsen (besetzt hatte ich sie so mit etwa 15cm).

Was die Ursache anbetrifft bin ich ziemlich Ahnungslos... äußerlich waren die Fische völlig unversehrt und machten von der Statur her einen gut genährten Eindruck. Den Rotfedern, Karpfen und Moderlieschen geht es offensichtlich weiterhin gut, die Zander waren auch die einzigen Fische, die ich tot aufgefunden habe.

001Kuhwiesenteich September 21.jpg


Meine einzige Vermutung ist ein niedriger Sauerstoffgehalt des Wassers, da die anderen Fischarten dem gegenüber meines Wissens nach etwas tolerater sind... Ich könnte mir vorstellen, dass das jetzt langsam absterbende Kraut, in Kombination mit dem ersten Laubeintrag und der geringeren Sonnenscheindauer zu einer vermehrten Sauerstoffzehrung geführt hat... Dagegen sprechen allerdings die niedrigeren Temperaturen und dass es bei uns in den letzten Wochen auch immer mal wieder geregnet hat.

Ich habe dann auch (wie ich es eh geplant hatte) eine Ecke vom Hornkraut (mit dem in diesem Jahr erstmalig flächig auftretenden Fadenalgen"belag") befreit. Eine weitere Fläche werde ich wohl am kommenden Wochenende noch in Angriff nehmen.

002Kuhwiesenteich September 21.jpg

003Kuhwiesenteich September 21.jpg

Bei der Entkrautungsaktion habe ich dann auch noch einen der Krebse mit rausgefischt, schön mal wieder einen von den Kollegen in der Hand gehabt zu haben:)
004Kuhwiesenteich September 21.jpg

Beste Grüße
Justsu
 

Taxidermist

Well-Known Member
Meine einzige Vermutung ist ein niedriger Sauerstoffgehalt des Wassers, da die anderen Fischarten dem gegenüber meines Wissens nach etwas tolerater sind... Ich könnte mir vorstellen, dass das jetzt langsam absterbende Kraut, in Kombination mit dem ersten Laubeintrag und der geringeren Sonnenscheindauer zu einer vermehrten Sauerstoffzehrung geführt hat... Dagegen sprechen allerdings die niedrigeren Temperaturen und dass es bei uns in den letzten Wochen auch immer mal wieder geregnet hat.
Ich denke mit der Vermutung wirst du richtig liegen.
Das Gewässer sieht sehr "windgeschützt" aus, so als ob dort nie eine Welle das Wasser kräuselt und du hast ne Menge von dem Algendreck da drin liegen, wie man gut sehen kann.
Da würde ich in jedem Fall versuchen, möglichst viel von raus zu holen.
Der erste Herbststurm wird erst für mehr Sauerstoff sorgen.
Ich weiß ja nicht welche Krautharke du benutzt?
Eine Fahrradfelge, von oben beschwert und an einem Seil geworfen, ist dafür recht brauchbar.
Jede zweite Speiche wird im 90 Grad Winkel abgeknickt auf einer Seite des Rads und wenn nötig etwas gekürzt, um sie etwas zu versteifen, so bleibt da einiges hängen.

Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:

Justsu

...zum Glück gibt`s Fischläden
Taxidermist: So Windgeschützt wie es aussieht, ist der Teich tatsächlich gar nicht, kommt natürlich schon etwas auf die Windrichtung an, aber Bewegung an der Oberfläche ist schon regelmäßig vorhanden...

und zur Krautharke:
20210912_160501.jpg


Den Tipp habe ich (ich meine auch von Dir) hier im Board irgendwo gelesen... Vielen Dank dafür an dieser Stelle, funktioniert astrein! Ich habe die Speichen allerdings bisher nicht abgeknickt, da ich befürchte, dass das Lösen des Krauts von der Felge dann schwerer wird... so kann man das Kraut einfach "runterrutschen" lassen, einmal drauftreten und die Leine "rausreissen" und wieder auswerfen.

Beste Grüße
Justsu
 

Astacus74

Active Member
Schade um die Zander:(, da wollen wir mal hoffen das die glorreichen Sieben überleben.
Ich glaub auch das es am fehlenden Sauerstoff liegt sind ja ordentlich Pflanzen drin aber schön das es noch Krebse gibt, das ist zwar kein Riese aber schön sieht er aus der Kleineab121

Gruß Frank
 
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